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Doom Eternal
Follow Entwickler: id Software
Publisher: Bethesda Softworks
Altersfreigabe: 18+
Release: 20, März 2020

Doom Eternal

Site Score
8.0
Good: Fordernder Mehrspielermodus, Grandioser Soundtrack!!, Variierendes Gegnerverhalten
Bad: Slayer hat an Grobheit verloren, Menüs viel zu „technisch“ und „sauber“, Geringe Meilenstein-Vielfalt im Multiplayer
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Der blutige Quarantäne-Kracher kommt zeitlich genau richtig!

Nach drei erfolgreichen Ablegern der Doom-Reihe entschied sich der langjährige Entwickler id Software gemeinsam mit dem Publisher Bethesda einen neuen Weg einzuschlagen. Einen blutigen Weg. Einen für die Serie würdigen Weg. Das Ergebnis wurde statt den anfänglichen Erwartungen nicht Doom 4 getauft, sondern erschien 2016 unter dem schlichten Namen Doom und übertraf die Erwartungen der begeisterten Fans bei weitem. Vier Jahre später und zeitgleich mit dem weltweit wütenden Corona-Virus klopft der bewaffnete Dämonenjäger erneut unsanft mit seiner Big Fucking Gun an den Toren der Hölle und bemüht sich vor dem Generationswechsel der Konsolen noch einmal ordentlich einzuheizen.

Story Rip & Teat until it is done!

Nach dem blutigen Ausflug des Doom-Slayers zu der Raum-Forschungsstation auf dem Mars und den kurzen Abstechern in die Hölle, findet sich der Spieler, ähnlich überrumpelt wie im Vorgänger, vor vollendeten Tatsachen. Die Erde wurde in den vier Jahren seiner Abwesenheit in der Gaming-Welt von einer Dämonen-Armee heimgesucht und droht nun die restlichen 40 Prozent der noch lebenden Menschen auszurotten. Vom Weltall aus auf die Erdkugel blickend, bereitet der maskierte Supersoldat seinen Prätorenanzug vor und poliert in Vorfreude auf die Schlacht seine messerscharfe Klinge. Auf der Erde angekommen muss der wortkarge Muskelprotz nicht nur sämtliche Schusswaffen erneut aufsammeln, sondern trifft auch auf die drei Hohepriester der Hölle, denen er im Storyverlauf den Garaus machen muss, um der höllischen Invasion ein Ende zu setzen. Der gute Doom-Slayer hat jedoch nicht damit gerechnet, dass ihn in diesem Abenteuer weit mehr als ein paar von Luzifers Handlanger das Leben schwer machen werden, denn die Kreaturen der Unterwelt haben die Ankunft des mächtigen Kriegers bereits sehnsüchtig erwartet.

Doom Eternal erweist sich nach seinem actionlastigen Vorgänger als richtiger Splatter-Kracher und eine würdige Fortsetzung vom blutigen Pfad des Slayers. Man startet sein Abenteuer vom Raumschiff der „Fortress of Doom“ aus und besucht unterschiedliche Locations auf der Erde, um dort nach dem Leben der drei Hohepriester zu trachten und nebenbei alles, was sich bei drei nicht in seiner Höhle verkrochen hat, möglichst gewaltsam zu exekutieren oder über den Haufen zu schießen. Auf der Reise sammelt man neue Waffen, Erweiterungen seiner Rüstung oder Batteriezellen auf, um mit diesen unterversorgte Bereiche der schwebenden Festung zu öffnen und somit weitere Verbesserungen für den Feldzug freizuschalten. Diese helfenden Utensilien benötigt man zweifellos, denn Doom Eternal fordert die Spieler auf eine erbarmungslose Art und Weise, unabhängig davon welchen Schwierigkeitsgrad man zu Beginn oder während dem Spielverlauf gewählt hat. Als Belohnung winken eine beeindruckende Reise zu zerstören Plätzen auf der Erde sowie Begegnungen mit haarsträubenden Gegnern, die man gewiss noch länger in Erinnerung behalten wird.

Gameplay

Nachdem die Spieleschmiede id Software 2016 mit dem Vorgänger Doom die Messlatte des technisch Erreichbaren für diese Konsolengeneration bereits gehörig nach oben gelegt hat, fragt man sich als begeisterter Gamer natürlich, womit die Entwickler einen jetzt noch überraschen können, um das Erlebnis rund um den sagenumwobenen Slayer noch unvergesslicher werden zu lassen. Zu Beginn lediglich mit einer Schrotflinte ausgestattet, baut man sein Arsenal nach und nach aus, verbessert Waffen und Ausrüstung sowie deren speziellen Fähigkeiten. Komplett neu sind die akrobatischen Einlagen, die man in Form von Doppelsprüngen und dem Nutzen von sogenannten Schwungstangen sowie dem plötzlichen nach vorne Hechten vollführt. Passend dazu sind nun quer über sämtliche Kampfareale unzählige Kletterwände, Energietrampoline und Schwingpassagen zu sehen, die man als geübter Schütze ins Gefecht einbauen muss, um sich das Überleben zu sichern. Es versteht sich an der Stelle von selbst, dass nicht nur die Gegner den Tod des Protagonisten herbeisehnen, sogar die Umgebung ist in Form von aus dem Boden zuckenden Tentakeln oder elektrisch geladenen Plattformen tödlicher denn je. Der Hauptgrund vom Ableben des Spielers ist aber nach wie vor die Übermacht an angriffslustigen Gegnern. Bei den Kämpfen füllen gewohnter Weise Glory-Kills, also spezielle Finisher, die blinkenden Gegnern den Todesstoß versetzen, die Lebensleiste des Slayers auf, wogegen der Einsatz der Motorsäge den Spieler mit Munition versorgt, welche in den Levels abermals rar gesät ist. Gänzlich neu ist der Einsatz des Flammenwerfers, den der Spieler auf der linken Schulter trägt und durch verbrannte Gegnern aufsammelbare Rüstung spendiert. Durch den Einsatz dieser drei Fähigkeiten auf Knopfdruck, jongliert man sich durch ein riskantes Abenteuer, welches nicht allzu selten mit dem Tod endet. Wer die Kämpfe aber doch lieber etwas taktischer angeht, kann die Schwachstellen der Gegner anvisieren, um die Überlebenschancen zu steigern und ein anderes Gefechtsverhalten zu erzwingen. Agiles Bewegen und gleichzeitiges Schießen ist aber nach wie vor Dreh- und Wendepunkt in dem actionlastigen Shooter.

Trotz der sehr linearen Levels begeistern fordernde Kämpfe und kleinere Spezial-Arenen (Slayer Gates), die sämtliches Können vom Spieler abverlangen. Passend dazu stellt Doom Eternal unzählige sinnvolle Upgrades bereit, die nicht nur nützlich, sondern auch ausgesprochen anschaulich sind. So verlangsamt sich das Spiel kurz vor dem Ableben und sämtliche Farben gehen in einen Grauton über, während man gegen die Übermacht von Monstern kämpft. Andere Upgrades ermöglichen ein verlangsamtes Herunterfallen aus dem Sprung, welches man zum Erschießen seiner Gegner nutzen kann. Das Freischalten dieser Fähigkeiten haben die Entwickler an das Upgraden der Gesundheit, dem Schild und der Munition gekoppelt, sodass zwei Upgrades eine besondere Fähigkeit freischalten. Im Hinblick auf die Verbesserungen könnte man für einen Moment glatt denken, dass es die Entwickler zu gut mit der Vielfalt gemeint haben. Es gibt Runen für spezielle Perks (inkl. Levelaufstiege je nach Verwendung), spezielle Skills, Upgrades für die Rüstung, Upgrades für Granaten, Upgrades für Items und zu guter Letzt natürlich auch Upgrades für die Waffen. Es lohnt sich dabei die gesamte Story mehrmals zu spielen, immerhin verbessert man sich im Laufe der Geschichte und hat zu einem späteren Zeitpunkt bessere Statuswerte und Erfahrungen, um gegen bestimmte Gegner anzukommen. So können die gut versteckten Collectibles (lustige Figuren von Gegnern und Charakteren, aber auch Textdokumente und Artworks) und auch Cheats aktiviert werden, die den Spielspaß noch einmal anheizen. Das mehrmalige Durchspielen und genauere Durchforsten der Levels kommt auch den Erfahrungspunkten zu Gute, welche man im Hintergrund sammelt. Erfreulich ist dabei, dass beim Erreichen einzelner Meilensteine Waffen- & Charakterskins sowie spezielle Titel freigeschaltet werden und man diese für den Einzel- und Mehrspielermodus verwenden kann.

Multiplayer

SnapMap, also der Level-Editor aus dem Vorgänger, ist Geschichte. Stattdessen kommt in Doom Eternal ein komplett neuer, kompetitive Mehrspielermodus, welcher auf den Namen Battlemode hört und eine Ballerorgie für gleichzeitig drei Spieler bietet. Es kämpfen immer zwei Dämonen-Typen (Archvile, Mancubus, Marauder, Pain Elemental oder Revenant) gegen einen Slayer. Die Kreaturen der Unterwelt haben den Vorteil auf Knopfdruck kleinere Gegner beschwören zu können, die dem Maskenträger das Leben erschweren, wogegen der Master Chief-Lookalike wesentlich agiler und schwerer bewaffnet ist, als die beiden Belzebuben. Die beiden gesteuerten Dämonen trachten während drei Spielrunden ausschließlich nach dem Leben des Slayers, wobei jeder Spieler am Ende einer Runde spezielle Fähigkeiten für seinen Krieger wählen kann (unabhängig davon ob man gewonnen oder verloren hat). Wurde ein Dreierzyklus beendet, werden die Rollen getauscht und die Schlacht beginnt erneut.

Mag sein, dass der Battlemode in den ersten paar Spielrunden sicherlich ordentlich knifflig ist, das wirklich ausführliche Tutorial erläutert die simple Steuerung allerdings hervorragend, sodass man bereits nach wenigen Sessions den Dreh raus hat. An der Stelle ist lediglich enttäuschend, dass die Meilensteine nur die Anzahl an gespielten Runden mit den einzelnen Charakteren verfolgen und man nicht auf eine abwechslungsreichere Variation von Errungenschaften zurückblicken kann.

Es ist dabei von Vorteil das Spiel gemeinsam mit Freunden zu spielen oder diese zumindest zu seinem Booster-Quad hinzuzufügen. So erhalt man dir deren Spielzeit und Errungenschaften ebenfalls zusätzliche Erfahrungspunkte, wodurch man die wöchentlichen Challenges schneller bewältigen kann und dadurch auch schneller in den Genuss neuer Titel und Skins gelangt.

Grafik

Auf den ersten Blick bietet Doom Eternal das gleiche blutige Gemetzel, welches man im Laufe der Jahre kennen und lieben gelernt hat. Reihenweise Schießorgien, blutige Innereien, die nach einer Drehung mit der Motorsäge das Tageslicht erblicken und eine Vielzahl unterschiedlicher Höllenkreaturen, an denen man sich austoben kann, um die Erde von ihrem Untergang zu bewahren. Brutale Finisher bei neuen Gegnertypen lassen das Herz der Gore-Liebhaber höher schlagen. Das Leveldesign der einzelnen Kapitel ist zwar linear dafür aber sehr detailliert und sieht himmlisch-höllisch zerstört aus! Wenn man allerdings den Vorgänger zum direkten Vergleich heranzieht, merkt man die gravierenden Unterschiede recht schnell: der Doom-Slayer und somit auch das Spiel selbst hat ein wenig an Rauigkeit eingebüßt. Das erkennt man bereits an den sauberen, strukturierten Menüs, die eher einen sehr technischen Flair haben anstatt das Gefühl zu vermitteln, es handle sich um ein Stück Software direkt aus der Hölle. Und es setzt sich fort beim Verhalten des Slayers, der den Modbots die Waffenverbesserungen fast schon dankend abnimmt, anstatt diese mit einem Faustschlag von den Upgrades zu erleichtern. Es ist sehr erfreulich, dass id Software die Anzahl und Vielfalt an Collectibles stark angehoben hat und man auch Eastereggs in Form von Maskottchen oder Gegnern aus früheren Spielen wie Commander Keen zu sehen bekommt. Dennoch wirkt ein schwebendes, gelbes Fragezeichen, das die Location eines Collectibles vermittelt, inmitten eines blutüberströmten Höllenareals fast schon wie ein absoluter Stilbruch.

Ein großes Lob muss man auch für das Kartendesign aussprechen. Trotz des großen Umfangs haben es die Entwickler geschafft, sämtliche Höhen und Tiefen hervorragend in Miniaturform abzubilden und laden den Spieler ein versteckte Bereiche zu erkunden. Bereits erforschte Gebiete werden durch Splatoon-ähnliche grüne Farbkleckse auf dem Boden verdeutlicht, wogegen unbesuchte Areale ausgegraut bleiben. Ebenso beeindruckend ist auch das Design der Höllenkreaturen. Nahezu jeder Angriff, reißt den Gegnern die Haut in Fetzen herunter und entblößt Knochen sowie wichtige Organe. Damit diese Widersacher auch vom frischesten Neuling auf dem ohnehin schon schweren „leichtesten Schwierigkeitsgrad“ bezwungen werden können, wird beim ersten Mal Erhalten einer Schusswaffe ein kurzes Tutorialvideo eingeblendet, welches die Handhabung mit dem Schießeisen etwas näher bringt.

Die Entwickler haben es sich auch nicht nehmen lassen, den Spielfiguren einen möglichst hohen Individualisierungsgrad zu bieten. Nicht nur Waffen, Gegner und die eigene Spielfigur können optisch angepasst werden auch das Podium, welches man zu Spielbeginn und im Mehspielermodus zu sehen bekommt, bietet so einiges an Anpassungsvielfalt.

Sound

Wenn es etwas gab, was Fans von Doom sogar Monate nach dem Release des Videospiels hartnäckig verfolgt hat, dann war es der markante Soundtrack aus den Künstlerfingern von Mick Gordon. Auch in der Fortsetzung zeigt sich der Australier von der besten Seite und verzaubert die ohnehin schon brutalen Passagen in dem Spiel zu einer regelrechten Orgie, die mit tiefen Bässen und harten Saitenschlägen zu weiteren Spielrunden motiviert. In den ruhigen Momenten ertönt das tiefe Grollen der Metal-Musiker, die man in den Behind the Scene-Videos im Kreis um das Mikrofon hat grölen sehen, und es hört sich hervorragend an. 

Wesentlich öfters ertönt auch die Stimme des Doom-Slayers und das seiner semi-humanoiden Gegner. Auch wenn seine Widersacher nicht allzu oft und sonderlich lang zu Wort kommen, gibt es das eine oder andere Mal recht unterhaltsame Konversationen zu hören.

Abschließende Worte

Die vier Jahren der Pause haben dem Doom-Slayer zweifellos gut getan, denn nun kann sich dieser wieder voller Energie in die nächste blutige Orgie stürzen. Doom Eternal sieht grandios aus, überzeugt mit fordernden Gemetzel, einer Vielzahl fürchterlicher Gegner und einem unter die Haut fahrenden Soundtrack, der das Trommelfell penetriert, sofern man die Augen kurz schließt, um dem brutalen Handgemenge für einen kurzen Augenblick zu entkommen. Der kompetitive Multiplayer ist zu Beginn zwar etwas knifflig, wird aber mit der Zeit richtig unterhaltsam – lediglich mit den Meilensteinen hätte id Software etwas einfallsreicher gewesen sein können.

– Höllisch gute Grafik

– Brutale Finisher bei Gegnern

– Rasantes, actionlastige Gameplay

– Fordernder Mehrspielermodus

– Grandioser Soundtrack!!

– Variierendes Gegnerverhalten

– Schadensmodell der Höllenbewohner

– Hohe Individualisierungsmöglichkeit

– Slayer hat an Grobheit verloren

– Menüs viel zu „technisch“ und „sauber“

– Geringe Meilenstein-Vielfalt im Multiplayer

– Collectibles sieht man als Fragezeichen

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!
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