Endlich nicht mehr exklusiv! Endlich wieder da!

Anders als Battlefield, Call of Duty oder Destiny hatten Respawn Entertainment und Electronic Arts lediglich eine Chance Gamer zu begeistern. Als Titanfall vor zwei Jahren exklusiv für Xbox One im Handel erschien, musste sich das frisch gegründete Studio erst einmal behaupten und das obwohl sich die Leiter der Spieleschmiede bereits mit Spielen wie Call of Duty: Modern Warfare einen großen Namen gemacht hatten. Nun stürzt die Fortsetzung wie ein riesiger Koloss in das Gaming-intensivste Monat und begeistert erstmals auch PlayStation 4-Besitzer, nur um diese ebenfalls in seinen Bann zu ziehen.

Action, Drama und ein bisschen Roboter-Kitsch

Mit der Konfrontation, ständig geringer werdender Ressourcen auf dem Planeten Erde, ist es kein Wunder, dass die Menschheit immer verbissener benachbarte Planeten besucht, um diese zu erkunden und auszubeuten. In einem Sonnensystem, das einfach nur “The Frontier” genannt wird, kommt es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen der Interstellar Manufacturing Corporation (kurz IMC) und den sesshaft gewordenen Bewohnern, die gegen das gierige Verhalten und die Unterdrückung der lokalen Bevölkerung ankämpfen. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle von Jack Cooper, einem talentierten Soldaten, welcher just nach seiner ersten Probemission in die realen Gefechte geworfen wird und sofort ungewollt eine geheime Mission bewältigen muss. An seiner Seite, um nicht entweder von den lokalen Alien-Kreaturen oder den menschlichen Gegnern der IMC getötet zu werden, befindet sich die, in einem 10 Meter großen Roboter-Koloss geschlossene, künstliche Intelligenz BT-7274, welche eigentlich seinem ehemaligen Tutor Major Anderson gehört hat. Nach dessen unerwartetem Ableben übernimmt Jack die Aufgabe mysteriösen Geschehnissen auf dem partial erkundeten Planeten auf den Grund zu gehen.

Man muss Respawn Entertainment auf jeden Fall gratulieren, denn die US-Entwickler setzen ihre Erfolgsgeschichte, direkt nach dem Multiplayer-Only Spiel, mit einer Fortsetzung von hochwertiger Qualität fort.

Was zu Beginn nach einer durchschnittlichen Shooter-Story mit einer halbwegs interessanten Einbindung von Roboter-KIs klingt, entpuppt sich spätestens bei der Kampagnenhälfte als interessante Geschichte, welche von spektakulären Locations, waghalsigen Schießereien und einem originellen und dennoch vorhersehbaren Plottwist geprägt ist. Der anfangs sehr zögernd antwortende Titan BT-7274 ist dabei Dreh- und Wendepunkt der Handlung, da er mitunter auf die vorgegebenen Aussagen des Spielers auf unterschiedliche Arten reagiert. Man kann diesen entweder wie einen Kameraden oder als das behandeln was er im eigentlichen Sinne ist: ein mit Kabeln und Chips verbundener Koloss aus Stahl. Im Laufe der Zeit entwickelt sich aus der Roboter-Mensch-Beziehung eine richtige Freundschaft und obwohl Titanfall 2 nicht die beste Shooter-Geschichte an den Tag legt, überzeugt sie mit einer gewissen Originalität! Zudem bewähren sich die Stunden in der Kampagne zum Ausprobieren der unzähligen Waffen, die im Laufe der Gefechte freigeschalten werden und als Grundlage für den Mehrspielermodus dienen. Man muss Respawn Entertainment auf jeden Fall gratulieren, denn die US-Entwickler setzen ihre Erfolgsgeschichte, direkt nach dem Multiplayer-Only Spiel, mit einer Fortsetzung von hochwertiger Qualität fort.

Gameplay

Titanfall 2 wäre nur halb so interessant, wenn der Übergang zwischen Pilotengefechten und Titan-Nutzung nicht so reibungslos via Knopfdruck erfolgen würde. Zu Fuß beweist man sein Talent als Soldat durch agile Sprünge, Wandläufe und waghalsige Schießereien und setzt die Handlungsfähigkeiten anschließend auch als Waffenkenner im mächtigen Titan unter Beweis. Neben dem Plattforming-Geschick ist nämlich der korrekte Einsatz der unterschiedlichen Waffen zu dem richtigen Zeitpunkt der Schlüssel zum Erfolg. Jeder Titan im Multiplayer und die im Singleplayer ausprobierbaren Waffen fühlen sich dabei sehr unikat an und verleihen dem Spieler ein cooles Gefühl von Macht, besonders weil man die Loadouts auf Knopfdruck wechseln kann. Trotzdem hat Respawn Entertainment passende Momente in das Spiel eingebaut in dem Jack Cooper von seinem Titan getrennt wird, sodass man sich auch mal als verwundbarer Winzling durch die Gegnermassen kämpfen muss, nur um dann, wieder vereint mit dem mechanisierten Kumpanen, auf seinen Gegnern herumtrampeln zu können. Doch auch wenn der Pilot seinen Titan verlässt, unterstützt dieser den Spieler mit Kugelhagel und diversen anderen Angriffen, damit die Gegner den Protagonisten nicht zu sehr in die Mängel nehmen.

Multiplayer

Man kann getrost behaupten, dass die Fortsetzung alles darstellt, was Titanfall hätte sein sollen. Ab jetzt legt die Serie richtig los!

Betrachtet man die Trophäenliste von Titanfall 2, würde man meinen, die Entwickler hätten sich hauptsächlich auf die Kampagne konzentriert und dem Multiplayer nur geringe Aufmerksamkeit geschenkt. Dem ist glücklicherweise nicht so, denn die gesamte Story des Shooter ist, trotz des umfangreichen Ausmaßes mehr oder weniger nur ein ausführliches Tutorial, um mit den einzelnen Waffen und Fähigkeiten näher Bekanntschaft zu machen. Im Mehrspielermodus merkt man in erster Linie sofort, dass man sich von dem, auf ein Boosterkarten-System basierenden, Fortschrittsystem für neue Waffen zum Glück verabschiedet hat. Dieses wurde durch ein klassisch strukturiertes Upgrade-System ersetzt, deren Mods, Boosts und Titans über den Levelanstieg der Spielfigur (oder der schwer zu verdienenden ingame-Währung) freigeschalten werden.

Das richtig Beeindruckende und Unikate an Titanfall 2 ist aber nach wie vor die Gefahr, dass während sämtlichen Spielmodi wie Deathmatch, Capture the Flag oder Hardpoint Controll plötzlich ein Titan aus dem heiteren Himmel stürzen und den Spieler erdrücken kann – eine seltene Spielerfahrung, welche den Shooter von seiner Konkurrenz eindeutig unterscheidet. Bounty Hunt, ein Neuzugang unter den Spielmodi, bringt zudem frischen Wind in das starre FPS-Setting. In diesem müssen zwei Teams gegen vom Computer gesteuerten Gegner ankämpfen und anschließend die verdienten Credits bei einem von zwei Stützpunkten sichern. Natürlich ist es jederzeit möglich das Guthaben eines Gegners zu plündern, indem man diesen über den Haufen schießt.

Man levelt sowohl den Piloten als auch seinen mechanischen Begleiter laufend auf. Die Spielfigur selbst wird dabei mit einem Greifhaken, einem Unsichbarkeitsmantel, einem Sonarmesser oder ähnlichen Tötungsmittel ausgerüstet, wobei jeder Titan mit speziellen Boni verbessert werden kann, die noch mehr Schaden und Zerstörung anrichten können.

Ein Punkt macht den Multiplayer von Titanfall 2, so unterhaltsam dieser auch sein mag, dennoch stellenweise etwas anstrengend; die Matches sind einfach viel zu schnell zu Ende. Mit zwei oder drei Minuten bis zum Erreichen des Ziels wurde die Latte für Gamer nicht sonderlich hoch gelegt. Da dies aber leicht durch ein Update geändert werden kann, ist es ein kleines Manko über welches man hinweg blicken kann.

Grafik

Bereits Titanfall auf der Xbox One konnte mit gestochen scharfer Grafik und originellen Waffen überzeugen. Für die Fortsetzung haben die Entwickler das Erfolgsrezept des Vorgängers weiter geführt und bieten in Titanfall 2 daher noch mehr futuristische Waffen und zahlreiche alternative Waffenskins an. Vollkommen neu und deswegen umso erfreulicher ist der Storymodus und die damit verbundenen Locations und herrlichen Settings.

Mit Schießereien auf riesigen Schlachtfeldern, in engen Korridoren und verworren in unterschiedlichen Dimensionen der Zeit hat sich Respawn Entertainment ein paar originelle Sachen einfallen lassen. Es gibt jedoch nichts zufriedenstellenderes als einem gegnerischen Soldaten den Helm wegzuschießen, bevor man diesen im Kugelhagel eliminiert.

Sound

Von der ersten Spielminute an, bei dem Jack Coopers Ein-Personen-Transportkapsel in die Atmosphäre des Erd-ähnlichen Planeten eindringt und der Kondensstreifen den Trennstrich zwischen dem Markennamen und dem markanten 2 darstellt, hört man bereits die stimmigen Klänge, welche den Spieler auf ein mysteriöses aber dennoch actionlastiges Abenteuer vorbereiten. Die Qualität dieser Tracks zieht sich durch die gesamte Kampagne, die idyllischen Klänge von Schusswechseln und futuristischen Explosionen ziehen sich auch durch den Mehrspielermodus in einer dementsprechend hochwertigen Qualität.

Abschließende Worte

Selbst mit seinen wenigen Mankos ist Titanfall 2 der beste Shooter dieser Saison und zweifellos ein unterhaltsames Spiel. Respawn Entertainments Entscheidung und gleichzeitig die Erfüllung vieler Fan-Anfragen, eine Kampagne in das Spiel einzubauen, hat sich ausgezahlt, denn die Geschichte ist vom Anfang bis zum Ende interessant. Selbst wenn der Multiplayer noch an der einen oder anderen Stelle verbessert werden muss bis er wirklich sein vollständiges Potential entfaltet, ist er in seiner jetztigen Form schon hervorragend. Man kann getrost behaupten, dass die Fortsetzung alles darstellt, was Titanfall hätte sein sollen. Ab jetzt legt die Serie richtig los!

– Überraschend gute Story

–  Flüssiges Titan-/Piloten-Gameplay

– Originelle Maps in der Story und dem Multiplayer

– Booster-Karten-System wurde verworfen

– Mehrspielerpartien dauern viel zu kurz!

Eure Meinung dazu?

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