Seid ihr bereit für den erneuten Besuch?

Habt ihr das ganze Potential aus Animal Crossing und diversen Life-Simulationen ausgeschöpft und lechzt nach neuem spielbaren Material? Dann seid ihr hier genau richtig. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Erstlings, wagen sich Entwickler h.a.n.d. und Publisher Nintendo abermals in Disney-tastische Gewässer und laden den Spieler mit dem klassischen Disney-Charme erneut ein, unter legendären Disney-Charakteren zu leben.

Der Anstrich ist neu, aber sonst ist alles beim Altem!

Wie es auch schon im Vorgänger der Fall war, startet der Spieler mit seinem selbsterstellten Avatar wieder vor den Toren von Castleton, der großen Hubwelt, welche alle Disney-Welten miteinander verbindet. Während des gut einstündigen Einstiegstutorial wird der Spieler abermals behutsam in die Gameplay-Mechaniken des Titels eingeführt, lernt die meisten Bewohner des Ortes kennen und beginnt dabei sich ein Leben neben Charakteren wie Mickey Mouse und Donald Duck aufzubauen.

Der spielerischer Dreh- und Angelpunkt des Sequels ist nach wie vor der Selbe: Das Erledigen von Missionen und das dazugehörige Aufsammeln von Stickern, welche neue spielerische Elemente und Disneywelten freischalten. Das Erstellen von Kleidungen, Möbeln und Nahrung ist abermals ein wichtiger Aspekt von Disney Magical World 2, um diese kombiniert im gemeinsamen Sammelpunkt des Spieles nutzen zu können; dem Kaffeehaus, welches im Laufe des Spieles freigeschalten wird. Dieses entwickelt sich mit zunehmender Zeit immer mehr zu der wichtigsten Einnahmequelle des Spielers. Jedes hergestellte Item unterliegt einer eigenen Thematik, welches mit anderen Gegenständen genutzt und zu einem Set kombiniert werden kann. Je mehr einzelne Sets sich innerhalb eines Themas im Café befinden, umso mehr Geld können dadurch auch erwirtschaftet werden.

Aufgelockert wird das Gameplay durch den Besuch von Disney-thematische Dungeons (Frozen, etc.), in der der Spieler durch ein simples Labyrinth läuft, Gegnerhorden in die Flucht schlägt und sich einem Endboss stellt und immer wieder unterschiedliche Missionen für neue Kleidungs- oder Möbelstücke erledigt. Das Kampfsystem dazu ist denkbar einfach: Man steuert seinen Charakter in bester The Legend of Zelda-Manier durch diese Gebiete, greift Gegner mit einer halb-automatischen Projektilwaffe an und sammelt auf dem Weg Ressourcen und Magiepunkte auf, mit denen man Spezialangriffe ausführen kann. Abgerundet wird der repetitive Spielespaß durch die Ausrüstungsgegenständen, welche die Lebens- und Magiepunkte erhöhen.

Multiplayer

Der Multiplayer ist abermals absolut dürftig ausgefallen und bietet nicht einmal Ansatzweise den spielerischen Anreiz eines Animal Crossing. Spieler können andere Schlossgeländer besuchen, was aber kaum einen spielerischen Mehrwert hat. Zumindest erlaubt das Spiel verschiedene erstellte Gegenstände mit einem Freund zu tauschen.

Grafik

Disney Magical World 2s Grafikstil hat sich zum Vorgänger nicht geändert. Während das Spiel einen schönen (und stellenweisen simplen) Disney-Charme versprüht – mit erstklassigen Charaktermodellen der Disney-Charaktere und schönen thematischen Designs von Kleidungen, Möbeln und Umgebungen – so leidet der Nachfolger noch immer unter dem gleichen Problem, wie es einst der Erstling getan hat: Die Framerate!

Der Spieler ruckelt sich permanent durch das ganze Spielgeschehen und es ist enttäuschend zu sehen, dass bei diesem Aspekt kein Finetuning betrieben wurde.

Sound

Alles beim Bewährten geblieben. Mehrere Tracks aus Teil 1 feiern ihre Wiederkehr, aber es gibt auch einige neue Melodien zu hören. Zudem sind wieder viele amerikanische Disney-Sprecher dabei, die mit ihren Lauten zahlreichen Charakteren ihre Stimme leihen.

Abschließende Worte

Obwohl ich den erneuten Ausflug in Castleton genossen und abermals gut 100 Stunden ins Spiel gesteckt habe, muss ich doch leider gestehen, dass ich im Nachhinein doch skeptisch dem Spiel gegenüber stehe und mich frage, ob ich vielleicht nicht in einer Zeitschleife im Jahre 2014 gefangen bin oder doch in der Gegenwart lebe. Einerseits gibt es tatsächlich neue Welten und Charaktere zu besuchen und es macht immer wieder Spaß eine Runde durch die Hubwelt zu drehen, aber andererseits stinkt Disney Magical World 2 wahrlich nach einem hundsgemeinen, absolut lieblosen Sequel mit minimalen Änderungen. Im Prinzip ist alles beim Alten geblieben: Ein solides Recycling-Spiel mit neuen besuchbaren Locations, einer noch immer furchteinflößenden Framerate und dem gleichen spielerischen Appeal des Erstlings.

– Nach wie vor süchtig machende Simulation…

– Vieles zu Entdecken/Basteln/Sammeln

– Grafisch ansprechende Disney-Präsentation…

– …die aber absolut nichts Neues bietet!

– Kaum spielerische Verbesserungen

– … wird immer noch von Frameraten Einbrüchen geplagt!

– Nutzt nicht die Stärken eines New 3DS

– Multiplayer unausgereift

Eure Meinung dazu?