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Ratchet & Clank
Follow Publisher: Sony
Entwickler: Insomniac Games
Altersfreigabe: 12+
Release: 20. April 2016

Ratchet & Clank

Site Score
8.0
Good: Levels in Planeten unterteilt, Best of- sämtlicher Waffen, Knifflige Endbosskämpfe
Bad: Stellenweise oberflächliche Story, Kämpfe agieren sehr einfach
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Reboot oder doch eher eine Best of-Collection?

Mit Ratchet und Clank feiern zwei bekannte Figuren ein Comeback, die seit ihrem ersten Ableger auf der PlayStation 2 im Jahre 2002 fast schon zu einem Markenzeichen der Sony-Spielkonsole geworden sind. Der amerikanische Entwickler Insomniac Games hat über die Jahre dafür gesorgt, dass die Reihe nie langweilig wurde; die beiden virtuellen Helden wurden somit Teil von sämtlichen Hardware-bezogenen Versuchen – PlayStation Move und PlayStation Vita inbegriffen. Mit der überraschenden Ankündigung des Xbox One-exklusiven Action-Adventures Sunset Overdrive verunsicherte die Spieleschmiede die treuen Fans, jemals wieder einen ebenbürtigen Titel der Ratchet & Clank-Serie auf Sonys neuester Heimkonsole zu entwickeln, die Befürchtungen waren aber zum Glück unbegründet. Immerhin kehrt der haarige Lombax heuer erneut auf die PlayStation 4 zurück und startet seine Karriere diesmal komplett neu. Auf den Konsolen und erstmals auch auf der Kinoleinwand!

Ein intergalaktischer Neuanfang

Ratchets großer Traum, Teammitglied der intergalaktischen Rangers zu werden, steht kurz vor der Verwirklichung! Captain Qwark und seine heldenhafte Truppe will nämlich die eigenen Reihen um ein zusätzliches Mitglied erweitern. Trotz der vielversprechenden Videokampagne schafft es der junge Lombax allerdings nicht in die engere Auswahl, sodass sich dieser traurig auf den Rückweg zu seiner Werkstadt begibt. An jenem Abend kreuzen sich seine Wege mit Clank, einem kleinem Roboter, der aus der Fabrik des teuflischen Diktators Drek geflohen ist und dessen üble Pläne, die Galaxie zu erobern, durchkreuzen möchte. Gemeinsam besiegen sie die erste Angriffswelle und treten somit ins mediale Rampenlicht. Anfangs noch belächelt, arbeitet sich der Rookie zu einem taktischen Kämpfer voran und erkennt schnell, dass viele seiner früheren Idole nicht ganz seiner früheren Vorstellung entsprechen.

Das Best of- der bisherigen Waffen kombiniert mit dem typischen Charme der Spielereihe macht das intergalaktische Duo auch auf der Next Gen-Sony-Konsole zu einem guten Titel.

Vergesst die zuvor bestrittenen Abenteuer, denn Ratchets Abenteuer auf der PlayStation 4 hat gar nichts mehr mit den früheren Spielen zu tun. Das bedeutet nicht nur, dass man das erste Aufeinandertreffen der unterschiedlichsten Charaktere noch einmal komplett von Neuem erlebt, sondern auch, dass sich viele der bekannten Figuren gänzlich anders verhalten oder in einem anderen Licht dargestellt werden. Es handelt sich bei dem Spiel somit nicht um ein Remake des Originalabenteuers, sondern um einen kompletten Reboot, welcher sich storytechnisch stark an den hierzulande am 28. April 2016 in die Kinos kommenden Animationsfilm richtet. Es fällt dabei sehr stark auf, dass vereinzelte Momente, wie beispielweise das Kennenlernen der beiden Hauptfiguren Ratchet und Clank, nur sehr oberflächlich dargestellt werden – man darf somit auf eine ausführlichere Darstellung im Film hoffen.

Die Geschichte ist auf mehrere Planeten aufgeteilt. Meist absolviert man die Hauptmission und vereinzelte kleinere Quests und reist anschließend weiter zu den nächsten Himmelsgestirnen. Vereinzelnde Male gibt es zwar versteckte goldene Schrauben, die nur mit speziellen Items oder Waffen erlangt werden können, wesentlich mehr Gründe für ein Erforschen der Umgebung gibt es allerdings leider nicht. Dafür besitzt das Spiel den klassischen Charme und Humor der bisherigen Spiele und sorgt mit lustigen Konversationen und durchgeknallten Charakteren sowohl bei Neueinsteigern als auch Kennern der Vorgänger für durchgehende Unterhaltung bis hin zur letzten Spielminute.

Gameplay

Es ist eine Freude den Lombax und seinen mechanischen Freund in scharf gestochener Grafik auf dem Fernseher wieder zu sehen.

Lediglich mit einem Schraubenschlüssel bewaffnet, prügelt sich Ratchet zu Beginn seines Abenteuers durch die Gegnermassen und sammelt anschließend die übrig bleibenden Schrauben, Müttern und Federn ein. Diese dienen als Währung, um bei speziellen Checkpoints neue Waffen zu kaufen oder diese mit gefundenen Kristallen aufzuwerten. Vereinzelte Schießeisen und spezielle Items werden aber ausschließlich durch das Voranschreiten in der Story freigeschaltet, wobei es sich bei der Auswahl an Gegenständen um ein Best of- sämtlicher Gadgets handelt, die in den vorherigen Ablegern zum Einsatz gekommen sind. Voll ausgerüstet wählt man über die Steuerkreuztasten vier der gewünschten Waffen aus und ruft durch längeres Gedrückthalten der Taste ein Waffenrad auf, um den Richtungstasten die gewünschten Waffen zuzuweisen. Ratchet hat somit stets sein gesamtes Arsenal mit dabei, wobei lediglich die aktiv verwendeten Gegenstände im Level steigen und somit laufend stärker werden. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen Bonus zu den, bei den Checkpoints erhältlichen Verbesserungen, die über ein Spielbrett mit sechseckigen Feldern ausgewählt werden können. Jede einzelne Waffe besitzt ihren eigenen Stil und gleichzeitig Vor- und Nachteile, die im Kampf gegen die Monster zum Einsatz gebracht werden können. Mr. Zurkon unterstützt Ratchet im Gefecht mit spontanen Schüssen, wogegen die Discokugel herumstehende Gegner in eine tanzende Masse verwandelt. Die KI der Gegner ist dabei recht simpel ausgefallen – viele herkömmlichen Monster werden bereits durch wenige Schüsse besiegt. Etwas Abwechslung bieten an dieser Stelle die Endbosse, die in mehreren Phasen erledigt werden müssen.

Abseits der Schießpassagen verbringt man die meiste Zeit damit durch die unterschiedlichen Levels zu hüpfen, fliegen oder gelegentlich sogar über Schienen zu gleiten. Die Planeten sind dabei allesamt sehr abwechslungsreich gestaltet, sodass man beim erstmaligen Erkunden viel erlebt. Die quer über das gesamte Spiel verstreuten goldenen Schrauben schalten in den Menüs neben Artworks und Konzeptzeichnungen der Spieleentwicklung im späteren Spielverlauf auch spezielle Screenfilter, Masken und sogar spezielle Cheats wie Unbesiegbarkeit oder unendlich Munition frei. Mit dem Einführen der Kartensammlung, bietet Insomniac Games ein neues Feature für Veteranen und gleichzeitig für Gamer, die mit dem heldenhaften Duo zum ersten Mal in Berührung kommen. Durch das Besiegen von Gegnern und Absolvieren von Nebenmissionen schaltet man zufällig Spielekarten frei auf denen bekannte Charaktere, Gegner, Waffen oder Planeten aus dem neuen Titel und auch aus früheren Spielen zu sehen sind. Auf der Rückseite der Karte stehen kleine Zusammenfassungen zudem schaltet man spezielle Boni für die vereinzelten Waffen frei, sobald man sämtliche zusammen gehörenden Karten eines Sets gefunden hat. Fünf doppelte Karten können gegen noch nicht gefundene umgetauscht werden, damit der Frustfaktor beim Sammeln nicht zu hoch ausfällt. Dies trifft allerdings nur auf die normalen Decks zu, denn die seltenen Holo-Cards gibt es ausschließlich für das Bewältigen spezieller Aufgaben. Zwar können diese nicht getauscht werden, dafür schalten sie aber ganz spezielle Items oder Fähigkeiten frei, die das Spielerlebnis noch verrückter gestalten.

Gelegentlich wird Ratchet von seinem treuen Roboterpartner getrennt, sodass sich Clank frei bewegen und seine wenigen Fähigkeiten zur Schau stellen kann. Man macht in diesen Momenten weniger von seinen Fäusten, dafür mehr von seinem Grips Verwendung. So widmet man sich mit unterschiedlichen Robotertypen kleineren Knobelaufgaben, indem man Sprunguntersätze für Erkundungspassagen baut, Brücken für unüberquerbare Schluchten oder einen Roboter zum Laden von stromlosen Generatoren platziert. Ratchet strengt seine grauen Zellen höchstens beim Knacken von Türrätsel an, bei denen Lichtstrahlen auf einem Display zu ihren passenden Empfängern umgeleitet werden müssen.

Sucht man abseits des gesamten Abenteuer noch ein wenig Abwechlung, dann kann man auf einem der Planeten seine Hoverboard-Skills im Rahmen von mehreren Events unter Beweis stellen. Dafür bekommt man zusätzliche Schrauben und kann zudem seltene Karten für Holo-Cards und andere Sammelkarten für das Spiel freischalten. Dazu muss man lediglich die vorgegebene Bestzeit unterbieten und sämtlichen Hindernissen auf den Parcours ausweichen. Es ist dabei sehr schade, dass die persönlichen Ergebnisse nicht in Form einer Bestenliste mit anderen Spielern vergleicht werden können – ein kompetitiver Mehrspielermodus wäre bei den Hoverboard-Fahrten ebenfalls sehr erfrischend gewesen.

Grafik

Es ist eine Freude den Lombax und seinen mechanischen Freund in scharf gestochener Grafik auf dem Fernseher wieder zu sehen. Ratchet und Clank erstrahlen im PlayStation 4-Abenteuer in bisher ungesehenem Glanz und können mit einer Vielzahl unterschiedlicher Planeten und ein paar beeindruckend aussehenden Städten begeistern. Auch wenn die einzelnen Areale sehr linear gestaltet wurden und eigentlich sehr wenig Abwechslung sowie erkundbare Stellen besitzen, sind die Levels für einen gründlichen Durchgang geeignet. Mein persönliches Highlight ist die Verfolgungsjagd von Eindringlingen mit Ratchets Raumschiff in der Hauptstadt eines Planeten, in der sich die Gegner individuell bewegen und die Bevölkerung der Stadt nach wie vor ihrem regen Leben nachgeht.

Gelegentlich fallen unangenehme Kleinigkeiten auf, wie beispielsweise wenn Ratchet durch Pflanzen bewegt, ohne dass diese auf die Spielfigur reagieren. Zudem trüben unsichtbare Mauern und parallel dazu mangelnde Levelbeschränkungen das Spielerlebnis, vor allem wenn man während einem hitzigen Gefecht plötzlich von den Plattformen der fliegenden Stadt hinunterfällt.

Sound

Die Konversationen und die Art und Weise der Geschichtserzählung waren schon immer eine Stärke in bisherigen Ablegern der Ratchet & Clank-Reihe. Auch im ersten PlayStation 4-Spiel bleibt diese Stärke erhalten und erfreut Gamer mit lustigen Aussagen, sarkastischen Bemerkungen von allen Seiten und gelegentlichen Slap Stick-Witzen. Die Geräusche der durchgeknallten Waffen gemeinsam mit Mr. Zurkons Kommentaren zu Clanks Aktivitäten sind dabei einfach nur herrlich.

Abschließende Worte

Fans der ersten Stunde dürfen sich über einen erfolgreichen Reboot der Ratchet & Clank-Reihe und dem demnächst erscheinenden Animationsfilm freuen – das PlayStation 4-Spiel wird der Qualität seiner Vorgänger auf alle Fälle schon mal gerecht. Das Best of- der bisherigen Waffen kombiniert mit dem typischen Charme der Spielereihe macht das intergalaktische Duo auch auf der Next Gen-Sony-Konsole zu einem guten Titel. Vereinzelte Unfeinheiten wie die etwas zu flache Story und gelegentliche grafische Mankos trüben das Gesamtbild zwar stellenweise, rütteln jedoch nicht an der allgemein guten Qualität des durchgehend würzigen Abenteuers.

– Nach wie vor lustige Charaktere

– Optisch auf den ersten Blick super…

– Levels in Planeten unterteilt

– Hoverboard-Wettkämpfe…

– Der Charme der Reihe ist unangefochten

– Best of- sämtlicher Waffen

– Knifflige Endbosskämpfe

– Stellenweise oberflächliche Story

– … beinhaltet aber vereinzelte Unfeinheiten

– Gegner agieren sehr stupide

– … nur wenige Levels und keine Bestenlisten

– Ratchet geht durch manche Pflanzen durch

– KI der Gegner lässt zu wünschen übrig

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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