Aus der Retrokiste herausgekramt und aufpoliert!

Entwickler Nadeo und Publisher Ubisoft schicken Gamer mit dem neuesten TrackMania-Ableger wieder einmal in den Arcade-Spielespaß, in dem Loopings und wahnwitziges Streckendesign zum herkömmlichen Alltag eines wagemutigen Rennteufels gehören. Mit TrackMania Turbo landet der erste Renntitel aus der Spieleschmeide auf den Konsolen und versucht dabei sowohl die Stammspieler am PC, als auch die nun dazu gehörenden Konsolenbesitzer zu begeistern.

Gameplay

Obwohl der einheimische PC-Spieler mit der TrackMania-Marke bestens vertraut sein dürfte, stellt TrackMania Turbo für die Gamer der aktuellen Konsolengeneration einen recht unbekannten Titel mit einem simplen Spielprinzip dar: Der Spieler steuert einen Rennwagen durch diverse Strecken und versucht dabei immer seine eigene Bestzeit zu verbessern. Was TrackMania jedoch zu einem der bekanntesten Rennspielklassiker für den PC machen lässt, ist der schiere Wahnsinn, welchen man sich innerhalb der Pisten stellen muss: Unnatürliche und außergewöhnliche Looping- und Streckenkonstruktionen, die jeglicher Gesetze der Schwerkraft trotzen und das Spiel viel mehr zu einem rasanten Sonic the Hedgehog-Spiel machen. Der mitglieferte Streckeneditor sorgt für viele unterhaltsame Stunden, in denen man die eigenen Strecken auch online anderen Spielern zugänglich machen und diese auch mit seinen Freunden befahren kann.

Der aktuellste TrackMania-Teil gehört zum schönsten Ableger der bisherigen Reihe.

TrackMania Turbo bietet sowohl für Neulinge, als auch Profis satte 200 neue Rennstrecken, die den Spieler in einer großangelegten Kampagne, jeweils aufgeteilt in 10er Streckenpakete, langsam und behutsam auf sämtliche Tücken im Spiel vorbereiten sollen. Um den Frustfaktor gering zu halten, gibt es neben einmaligen Ladezeiten pro aufgerufener Strecke und mehrfachen Rücksetzpunkten auch einen Ghost Driver als Kontrahenten, der die bestmöglichste Fahrroute vor gibt und selbst blutige Anfänger lang genug am Ball (oder im Wagen) hält, bis diese die Grundkenntnisse meistern.

Die Kampagne selbst umfasst insgesamt vier unterschiedliche Thematiken und somit spielerisch abwechslungsreiche Gebiete, auf denen sich die Karts alle zwar ähnlich steuern, aber von Grund auf verschiedenen spielen lassen. Während man in den ‘Canyon Grand Drift’-Strecken zum Beispiel das klassische TrackMania-Fahrprinzip vorgesetzt bekommt, so spielen sich die ‘Down & Dirty Valley’-Parkour wie ein actionlastiger Sega Rally Championship oder Colin McRae Offroad-Titel mit einer sensiblen Steuerungsmechanik, wobei die Kurse in ‘Rollercoaster Lagoon’ sich wie eine banale Achterbahnfahrt auf einer Rollercoaster-Strecke mit einem Auto ohne Sicherheitsnetze anfühlen. Es sind die kleinen und feinen Details, die jede unterschiedliche Welt zu etwas Besonderem machen und die nimmersatte Jagd nach einer Bronze-, Silber- oder Goldmedaille anspornen sollen, welche unbedingt notwendig sind, um neue Spielestrecken freizuschalten.

Multiplayer

Das Herzstück von TrackMania Turbo ist der groß angelegte Multiplayer Modus. Insgesamt können bis zu vier Spieler gleichzeitig im Splitscreen gegeneinander spielen und ihren Spaß haben, während dem der Online-Modus bis zu 16 Fahrer auf einer Strecke vereint und alle gemeinsam als Ghost Driver gegeneinander antreten. Einer der neuesten und verrücktesten Ideen des Rennspiels dürfte der Double Driver-Modus sein, indem sich zwei Spieler einen einzigen Wagen teilen und diesen gleichzeitig steuern.

Wer sich dabei ein wenig an den GameCube-Titel Mario Kart Double Dash erinnert, dem dürfte es auch freuen zu hören, dass Entwickler Nadeo den Titel mit einigen Super Mario-typischen Modis vollgepackt hat: Neben einem Micro Machines-ähnlichen Modus (in dem man sich mit seinen Freunden einen gemeinsamen Bildschirm aus der Vogelperspektive teilt und es das Ziel ist, aus dem Bildschirm zu fahren), gibt es auch einen Stunt-Modus, mit denen man à la SSX Kunststücke in der Luft macht oder gar mit einer Turboanzeige durch den Bildschirm rast. Wem das nicht reicht, der dürfte spätestens beim Big Car-Modus voll auf seine Kosten kommen.

Grafik

Der aktuellste TrackMania-Teil gehört zum schönsten Ableger der bisherigen Reihe. Neben einem sportlichen Menüstil präsentiert sich TrackMania Turbo als der kesse, coole Titel. Jede mögliche Schrift ist bunt und schreit nur so nach Spielspaß – und erfreut nebenbei auch Retrogamer mit zahlreichen Arcadehallen-Symbolen. Auch die technische Leistung kommt nicht zu kurz, da das Spiel neben einer großartigen Sichtweite und thematisch schönen Gebieten selbst im 4-Spieler Splitscreen technisch sauber bleibt. Ab und zu kann es passieren, dass der Spieler auf einige ungereimte Kollisionsabfragen stößt, welche aber glücklicherweise selten vorkommen und nicht den Spielspaß drüben.

Sound

Musikalisch verfügt der Racer über eine durchwachsene, aber leider dennoch unspektakuläre Soundkulisse, die einem selbst nach stundenlangen Spielen einfach nicht in den Ohren bleiben möchte. Neben arcadelastigen Beats verfügt TrackMania Turbo über einen integrierten Stimmungsmanager, der die Musikstücke je nach spielerischer Leistung entweder lauter oder leiser abspielt. Kurz gesagt; Die Musik erfüllt ihren Zweck, kann sich aber jedoch nicht mit anderen Spielen messen. Was uns aber während der Testphase am meisten im Kopf hängen geblieben ist, sind die vielen unterschiedlichen Countdown-Ansagen in unzähligen Sprachen.

Abschließende Worte

Was haben die Schlägereien aus Bud Spencer & Terrence Hill-Filmen mit TrackMania Turbogemeinsam? Alle Beteiligten können problemlos in die Materie einsteigen und ihren Spaß haben. Der neueste Titel ist ein simpler und vollgespickter Arcade-Renner für die ganze Familie und Hardcore Gamer. Die einfache Steuerung und das halbwegs realistische und doch verrückte Spielprinzip sind süchtigmachende Spielegaranten, die jede Party zu einem Kracher machen. Mit dem beigelegten Streckeneditor können die verrücktesten Traumstrecken kreiert, getestet und letzten Endes ins Internet geladen werden, um die ganze Welt herauszufordern.

Negativ fällt jedoch das Grundprinzip der freischaltbaren Strecken auf, denn um wirklich alle Pisten sehen zu können, muss absolut jede Piste mit der Wertung Gold beendet werden, was sich für ungeduldige Spieler zu einer Frustaufgabe entwickeln kann. Zudem ist die technische Präsentation für die heutige Zeit doch ein wenig zu simpel, selbst dann, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt und den schnellen und hemmungslosen Geschwindigkeitswahn bestens wieder gibt. Trotz vereinzelter Kritikpunkte kann man TrackMania Turbo dennoch jedem interessierten Spieler uneingeschränkt empfehlen. Wer einen unterhaltsamen Multiplayer-Modus mit immer wieder neuen von Spielern erstellten Strecken sucht, der ist hier goldrichtig.

– Simpel zu spielen, schwer zu meistern

– 200 Single-Player Strecken

– Vier unterschiedliche Gebiete

– Kurze Ladezeiten, schneller Arcade-Spaß

– Umfangreicher Streckeneditor

– Offline/Multiplayer-Partykracher

– Offroad-Strecken teilweise zu pingelig mit der Steuerung

– Gold-Medaillen-Zwang für neue Strecken

– Seltene Kollisionsprobleme

– Technisch sehr minimalistisch

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