Die alles entscheidende Schlacht. Im Hinterhof!

Was mit einer kleinen Auseinandersetzung im Hintergarten (und auf dem iPad) angefangen hat, zieht nun seine weiten Kreise auf die Konsolen. Plants VS. Zombies hat sich mit dem Garden Warfare-Spin Off vom rundenbasierend Strategiespiel zu einem Fun-Shooter weiterentwickelt und konnte bereits im Rahmen eines Ablegers die Möglichkeiten der Frostbite 3-Engine demonstrieren. Trotz der lustigen Charaktere und der kunterbunten Spielewelt gab es bei dem Erstling viele Kritikpunkte, sodass die direkte Fortsetzung nun mit neuen Charakteren, Levels und Spielmodi große Geschütze auffährt, um gegen andere Shooter in den Kampf zu ziehen.

Crazy Dave VS Dr. Zomboss – ein Showdown der Superlative!

Es ist soweit: Dr. Zomboss, Anführer der größten Zombieepidemie, hat die Welt erobert! Naja, eigentlich nur den Hauptplatz und die örtliche Burgerbude. Und der Hafen ist auch nicht mehr sicher, wenn man mit der gedüngten Sonnenblume nachts am Ufer vorbei spazieren möchte. Die Not ist groß, doch zumindest ist Rettung in Sicht, denn Crazy Dave, die scheinbar letzte Rettung der Erde, ist mit seinem fliegenden Zeitreise-Wohnmobil und einer Armee dressierter Topfpflanzen drauf und dran die Reihen der Untoten mit Popcorn und Sonnenblumenkernen zu dezimieren.

Nach dem sehr Multiplayer-lastigen Vorgänger darf man sich in Plants VS. Zombies: Garden Warfare 2 erstmals über einen richtigen Storymodus freuen. Der Handlungsstrang wird dabei sowohl auf der Seite der Zombies als auch der Pflanzen geführt und macht von der großen offenen Spielewelt Zomburbia und einzelnen Abstechern in Mehrspielerlevels Verwendung. In Rahmen von fünf Kampagne-Abschnitten, auf jeder Front mit jeweils 5-6 Aufgaben, darf man sich auf knappe 50 bis 60 abwechslungsreiche Missionen freuen. Die Aufgaben reichen dabei vom Überfliegen eines Areals auf einem Mais-Hubschrauber bis hin zum Töten von Pflanzen im Magen eines verstimmten Haies oder dem Jagen des Gnomkönigs auf einem Roboter-Triceratops. PopCap Games hat sich wirklich originelle Quests einfallen lassen, um die Gamer auf längere Sicht zu unterhalten. Es ist dabei jederzeit möglich in das gegnerische Lager zu wechseln und die Kampagne aus der Sicht der anderen Partei zu erleben. Die Missionen sind dabei komplett unterschiedlich, sodass man nie die gleiche Storymission zu Gesicht bekommt.

Die ulkigen Zombies und verrückten Pflanzen stehen dabei mit ihrer verpeilten und lustigen Art im Mittelpunkt. Im Laufe des Abenteuers schaltet man Abzeichen frei, welche man durch das Absolvieren der Missionen unter der Führung eines Kommandanten erhält. Bei diesen handelt es sich um die Figuren-Neuzugänge; eine Orange mit Samus Aran-ähnlichen Fähigkeiten, einem Rambo-gleichen Maiskolben und einer Zauberer-Rose. Auf der Seite der Zombies wurde das Spiel durch einen Superhelden, einem Piraten und dem Wichtel ergänzt. Der Storymodus ergänzt Plants VS. Zombies: Garden Warfare 2 nicht nur mit einigen Missionen, er führt einem das Gameplay der neuen Charaktere näher und bietet zudem die Möglichkeit die Fähigkeiten der Figuren kennen zu lernen und gleichzeitig eine Menge Geld und unikate Ausrüstungsgegenstände freizuschalten.

Gameplay

Auch im zweiten Teil des Hintergarten-Shooters bleibt PopCap Games der einfachen Steuerung treu, sodass die Tastenbelegung einem klassischen First Person-Shooter gleicht. Die oberen Schultertasten und der Dreieck-Button aktivieren die unikaten Spezialfähigkeiten des jeweiligen Charakters. Neu ist, dass jede einzelne Figur nun Untergruppierungen besitzt, welche das Gameplay zwar nicht maßgeblich ändern, die Spieleerfahrung dafür aber durch kleinere passive Perks erweitern. So beschießt zum Beispiel der Zombiesoldat in seiner Unterwasser-Ausführung Gegner mit einem Sonar-Strahl, welcher anderen Spielern dessen Location verrät und diese somit im Getümmel eindeutig auf der riesigen Maps anzeigt. Gamer haben somit einen Grund mehr sämtliche der neuen Kostüme mittels Boosterpacks freizuspielen. Damit man ungefähr weiß welche Spielcharaktere mit welchen Fähigkeiten überraschen, können jede Woche zwei andere Figuren Probe gespielt werden.

Durch das Ausschalten von Gegnern und Herbeirufen von Hilfscharakteren (Die Pflanzen setzen bis zu 10 unterschiedlichen Supportern an vorbestimmten Blumentöpfen, die Zombies greifen auf die Unterstützung von Roboter zurück) schaltet man nicht nur Geld für Boosterpacks, sondern auch Erfahrungpunkte frei. Mit diesem steigt der Spieler im Level und aktiviert neue Perks für die jeweilige Figur, welche beispielsweise den Beginn der Selbstheilungsdauer beschleunigen. An dieser Stelle ist man wirklich erfreut, dass selbst im Singleplayer-Modus zwischen den einzelnen KI-Charakteren herumgeschalten werden kann und man bei jeder Bedienung Erfahrungspunkte und Münzen verdient. Eine ebenfalls erfreuliche Funktion ist es, freigespielte Charaktere des Vorgängers in das neue Spiel übernehmen zu können – diese Funktion ist allerdings “nur” noch bis Februar 2017 möglich. Je nachdem welches Level man in Plants VS Zombies: Garden Warfare erreicht hat, schaltet man auch zusätzliche Boosterpacks frei und wird mit Münzen belohnt.

Die Einführung einer offenen Welt ermöglicht es Spielern die Fähigkeiten der Figuren neben den Multiplayerlevels auch in ruhigen Momenten auszuprobieren. Zudem kann man die von Zombies überrannte und lustig designte Stadt erkunden und dabei versteckte Gnome, Schneekugeln und verschlossene Truhen öffnen. Letztere werden mittels Sterne geöffnet und beinhalten Deko-Material zum Individualisieren der Umgebung und seltene Karten. Diese Sterne können mittels täglich wechselnden Herausforderungen freigeschaltet werden, wobei mit jeder fünften Challenge auch der Multiplikator für verdiente Erfahrungspunkte um einen gewissen Prozentsatz erhöht wird – es zahlt sich somit aus täglich auch nur für kurze Zeit vorbei zu schauen und ein paar Runden in dem Spiel zu spielen. Die riesige Stadt bietet auch neue Möglichkeiten Sidequests zu absolvieren, die verrückten Charaktere und deren abgedrehten Aufgaben näher kennen zu lernen. Durch die offene Welt, verabschieden sich die Entwickler auch von starren Menüstrukturen, denn sämtliche Statistiken zu Charakteren und Zugänge zu Single- und Multiplayerinhalten wurden in begehbaren Räumlichkeiten untergebracht, auf die man schnell zugreifen kann. Wer Plants VS. Zombies: Garden Warfare 2 nur für ein paar Minuten am Tag spielen möchte, kann im Niemandsland zwischen den beiden Fronten die Flagge auf der Kartenmitte hissen und anschließend ein paar Runden gegen Zombies oder Pflanzen kämpfen, um die Fähigkeiten einzelner Figuren auszuprobieren oder nur ein paar Münzen zu gewinnen.

Wer neben dem herkömmlichen Single- und Multiplayerabschnitt noch Herausforderung sucht, kann sein Können beim verrückten Schießstand unter Beweis stellen. Bei diesem müssen Gnom-Tafeln in einem Paintball-Areal unter Zeitdruck getroffen werden, um die eigenen Errungenschaften in der Highscore-Liste mit anderen Spielern zu vergleichen.

Multiplayer

Der Splitscreen-Modus, im Vorgänger noch als nette Ergänzung belächelt, erweist sich im zweiten Ableger als angenehme Möglichkeit auf sämtliche Inhalte des Spiels lokal mit einem weiteren Spieler zugreifen und (bis auf den Storymodus) gemeinsam bestreiten zu können. Gemeinsam verdiente Münzen werden dabei fair an sämtliche Spieler aufgeteilt, sodass jeder Gamer Boosterpacks im virtuellen Store erstehen kann.

Plants VS. Zombies: Garden Warfare 2 bietet zahlreiche unterschiedliche Spielmodi, die allesamt auch alleine oder lokal mit anderen Spielern bestritten werden können. In Garden Ops kämpft man 10 Wellen lang gegen unterschiedliche Gegner und kann die Regeln der Spielrunden sowie die gespielten Karten individualisieren. Je höher der eingestellte Schwierigkeitsgrad ist, umso mehr Münzen erhält man nach dem Bewältigen des Abenteuers. Für sämtliche online Multiplayer-Spiele gibt es ein eigenes Portal (das von digitalen Gnomen betrieben wird), welches neben den typischen Mehrspieler-Szenarien eine Vielzahl unterschiedlicher Modi beinhaltet.

In Turf Takeover erobert man beispielsweise Zonen in Suburbia, in Gnome Bomb kämpft man um die Kontrolle einer riesigen Bombe, in Vanquish Confirmed muss besiegten Gegnern ein Orb abgenommen werden – die Gruppe mit den meisten Orbs gewinnt. Es gibt auch noch einen gemischten Modus, bei dem Runde für Runde andere Spielregeln zu befolgen sind. Wer auf etwas mehr Verrücktes zurückgreifen möchte, bestreitet Gefechte im Crazy Mode, in dem Regeln (unendlich Munition, Gegner explodieren oder fliegen sehr weit zurück wenn sie sterben) eingestellt werden können.

Grafik

Bereits in den ersten Spielminuten macht sich die zerstörbare Umgebung der offenen Spielewelt bemerkbar – Zäune, Fahrzeuge und diverse einzelne Gegenstände können durch die Schüsse partial oder ganz demoliert werden. Kaum ein Bereich in dem Spiel gleicht dem anderen und strotzt dennoch vor lauter Liebe zum Detail. Ebenso beeindruckend wie die Umgebung sind auch die Animationen der einzelnen Charaktere – sowohl die alten als auch die neuen Figuren wurden komplett überarbeitet und faszinieren nun mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kostüme, welche dem Spieler im Gefecht kleine Vorteile bieten und optisch ebenfalls einen Augenschmaus darstellen.

Der Wechsel von starren Menüs zu einer offenen Spielewelt und das Integrieren sämtlicher Menüinhalte in diese war eine hervorragende Entscheidung und motiviert den Spieler dazu sich mehr mit seiner Umgebung auseinander zu setzen. Die Teleport-Funktion ermöglicht es zudem sich schnell in der riesigen Welt hin und her zu bewegen. Beim Erkunden der Stadt wird man erst auf die zahlreichen Lokale (beispielsweise der Zomburger) und Anspielungen auf Electronic Arts hauseigenen Spielemarken aufmerksam.

Die Story des Spiels wurde mit animierten Szenen der ingame-Grafik bestückt und mit lustiger Sprachausgabe sowie Untertiteln versehen, so beeindruckend wie das Introvideo sind diese allerdings bei weitem nicht. Dafür darf man sich in der offenen Spielwelt über wechselnde Wettereffekte, Sandstürme und fantastische Explosionen erfreuen. Neun komplett neue Areale, die mitunter sehr verzweigt und dennoch gut designt wurden, sorgen in Plants VS. Zombies: Garden Warfare 2 auch auf längere Sicht für gute Unterhaltung. Unter anderem durch die Individualisierungsmöglichkeiten der riesigen Stadt mit Hilfe von speziellen Bauten, die durch hart verdiente Sterne in verschlossenen Kisten freigeschalten werden können.

Sound

An der markanten Hauptmelodie, welche man bereits beim Starten des Spiels zu hören bekommt, hat sich nichts geändert. Sie ist höchstens abgeändert, erweitert und vielseitiger angewandt worden. Somit ändert sich der Soundtrack abhängig von der Situation und den Charakteren im Gefecht, wodurch plötzlich Melodien aus Das Phantom der Oper oder Edvard Griegs Peer Gynt Suite abgespielt werden.

Die einzelnen Spielfiguren wurden synchronisiert und obwohl sich der Inhalt des Gesprochenen wie sinnloses Gebrabbel anhört, wissen die Zombies und selbst Crazy Dave mit ihren verrückten Aussagen zu unterhalten. Zumal die Art und Weise der vermittelten Begeisterung voll und ganz zu den einzelnen Situationen passt.

Abschließende Worte

PopCap Games hat sich bei der Entwicklung von Plants VS. Zombies: Garden Warfare 2 im Vergleich mit seinem Vorgänger um ein Vielfaches verbessert und weiß mittlerweile mehr als nur als Mehrspieler-Spiel zu unterhalten. Die Microtransaktionen stehen nicht mehr im Vordergrund, man kann zwar immer noch virtuelle Münzen gegen reales Geld eintauschen, es gibt aber wesentlich mehr zu erleben und zu spielen, wofür man ebenfalls Unmengen der ingame-Währung generiert.

Optisch sieht das Spiel wesentlich besser aus als Plants VS Zombies: Garden Warfare und die designten Levels begeistern mehr mit Details und variierendem Aussehen. Auch die Charakter-Neuzugänge können mit verrückten Fähigkeiten und Animationen überzeugen. Egal ob für ein paar Minuten oder mehrere Spielabende – dieses Spiel weiß mit seinen Inhalten auf lange Sicht zu unterhalten!

– Umfangreicher als der Vorgänger

– Improvisierte Grafik

– Neun grandiose Levels

– Neue, lustige Charaktere

– Auch im Alleingang genießbar

– Mikrotransaktionen nicht im Vordergrund

– Offene Spielwelt

– Splitscreen “nur” für zwei Spieler

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