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Miitomo – So sieht Nintendos erste App aus!

Nintendo macht Smartphone-Applications! 

Erst im vergangenen Jahr verzeichnete der Aktienkurs von Nintendo seit der Nintendo Wii-Einführung ein Rekordhoch, denn die Nachricht, der japanische Videospielhersteller würde endlich die Smartphones in Angriff nehmen, machte im Internet seine Runden. Die Euphorie und auch der hohe Aktienkurs verflogen kurze Zeit später, als bekannt wurde, dass es sich nicht um bekannte Marken wie Super Mario und The Legend of Zelda handelt, die man in Form von Handy-Applikationen zu Gesicht bekommen würde. Miitomo ist der Name der ersten App., die Nintendo ab heute in Japan zum Download anbietet und hierzulande noch in diesem Monat erscheinen soll.

Nintendo war so freundlich und hat mich gestern ins österreichische Hauptquartier eingeladen, wo ich erstmals die Möglichkeit hatte die neuwertige Software zu testen.

Tomodachi Life trifft auf Facebook, Instagram & Twitter

Mit Kreativität und einer gehörigen Portion Verrücktheit könnte Miitomo, ganz abhängig von Nintendos Strenge bei den geschriebenen Inhalten, etwas Unikates und Besonderes auf den Smartphones werden.

Miitomo versucht keine Facebook-Konkurrenz zu sein.”, sagt Hanns -Peter Glock von Nintendo Österreich bei seiner Eröffnungspräsentation über die Smartphone-App. “Stattdessen regt es die Menschen zum Smalltalken und gemeinsamen Lachen an.” Gezeigt wird uns ein Facebook-ähnlicher Feed, der mit den Mii-Gesichtern seiner Arbeitskollegen geschmückt ist. Kollegen aus Deutschland und Italien schreiben darüber was sie vergangenes Wochenende gemacht und am Vortag gegessen haben – alles ist verziert mit dem quirligen Image der Nintendo-Avatare. Es bleibt nicht nur beim Social Media-Feeling, denn Miitomo besitzt noch weitere Features, die denen eines Tamagochis gleichen. Oder eben den selbst erstellten Charakteren, wie man sie bereits von dem Nintendo 3DS-Spiel Tomodachi Life kennt, mit dem einzigen Unterschied, dass man sein virtuelles Alter Ego nicht mit Nahrungsmitteln sondern ausschließlich mit Kleidungsstücken versorgt.

Um mir selbst ein Bild von dem japanischen Social Media-Netzwerk zu machen, fertige ich mir kurze Zeit später meinen eigenen Account mit Hilfe eines QR-Codes an, den ich vom Nintendo 3DS-Mii extrahiert habe. Ähnlich wie dies bei der Standkonsole Wii U der Fall ist, kann man das Aussehen des Avatars zufallsbedingt auch mit der Smartphone-Kamera erstellen – die Ergebnisse waren bei mir eher ernüchtern. Kurz darauf ertönt die Stimme des virtuellen Ichs und soll den Benutzer von Miitomo auf längere Sicht widerspiegeln. In den letzten Einstellungen können noch Stimmlage und das Wesen des Miis geändert werden; auffallend sind dabei die einstellbaren Attribute wie “relativ speziell” oder “ziemlich sanft”, aber verständlich, denn die Handy-App. soll sowohl ältere als auch junger Gamer ab 13 Jahren ansprechen.

Viele Fragen; das Leben der neugierigen Miis!

“Hallo! Ich bin… du! Glaube ich zumindest.” Etwas unsicher begegne ich nun meinem bereits bekannten Nintendo 3DS-Charakter. Er scheint sich trotz meiner unzähligen Spielstunden in den StreetPass-Quests nicht mehr so ganz an mich zu erinnern, daher folgt die erste Frage, die in der Nintendo-Software gewiss nicht die letzte gewesen sein wird; “Was ist dein Leibgericht?” Meine Antwort wird anschließend mit der typischen Handytastatur eingetippt – von Nintendos bekannten vorgegebenen Wortkästchen ist hier keine Spur. Nach meiner Eingabe erscheint die Frage inklusive meiner Antwort bereits in meinem Neuigkeiten-Feed.

Über die Verlinkung meines Facebook- oder Twitter-Accounts habe ich nun die Möglichkeit mich mit den Miis anderen Gamer zu verlinken. Optional kann ich auch Personen vor Ort zu meinen Freunden hinzufügen (beide Benutzer geben gleichzeitig eines von vier vorgegebenen Symbolen ein) oder Miitomo weiteren Freunden empfehlen (der interessierte Spieler erstellt seinen Charakter am Smartphone des Benutzers und kann seinen Mii dann anhand eines QR-Codes gemeinsam mit der Software auf sein Handy herunterladen). In späterer Folge wird man sich auch mit seiner Nintendo ID verbinden können, dazu gab es heute allerdings keine näheren Informationen.

Langsam füllt sich mein Feed mit den Antworten zu unterschiedlichsten Fragen meiner unlängst gewonnenen Freunde. “Was hast du dir als Letztes gekauft?”, “Ist dir in der letzten Zeit irgendwas Interessantes passiert?” oder “Welches Thema beschäftigt dich gerade am meisten?” huscht bei mir über den Bildschirm. Die strengen Nintendo-Richtlinien sind hier noch nicht zu sehen, daher huschen auch Wörter wie “Penispumpe” oder “Bombe” über den Screen. Die kommentierenden Mii-Figuren reagieren je nach den geschriebenen Inhalten und erkennen somit teilweise die positive oder negative Absicht des Schreibers. Öffentliche Fragen können alle bestätigten Freunde sehen, besucht man jedoch einen Mii durch das Anklicken seines Gesichtes in einem Gespräch, werden unter Umständen personenbezogene Fragen gestellt, die nur die zwei betroffenen Personen sehen können.

Nach den unzähligen Fragen und Antworten stöbere ich ein wenig durch die Menüpunkte der App. und finde den Shop, der meinen Mii mit den unterschiedlichsten Kleidungsstücken versorgt. Durch das Kommentieren und Agieren mit anderen Benutzern generiere ich Münzen und schaltet sogar spezielle silberne Abzeichen frei, wenn ich besondere Voraussetzungen (10 Leute zur Freundesliste hinzufügen, 10 Fragen beantworten,…) erfülle. In dem Minispiel Mii über Kopf schalte ich durch das Runterwerfen eines Miis in einem kunterbunten Pachinko-Automaten weitere Kleidungsstücke, Münzen und sogar Bonbons – alles was mein virtuelles Ich benötigt, um seinen Bekanntheits- und Stil-Rang zu erhöhen. Denn nur wer regelmäßig seine Kleidung wechselt und viele Freunde hat (ich war den Großteil der Zeit in Unterhosen unterwegs. Virtuell, nicht beim Presseeevent) erhält… eine höhere Zahlen in seinem Profil.

 

Fotos erstellen, Fotos teilen, Fotos speichern.

Sehr umfangreich und lustig ist auf jeden Fall die Foto-Funktion von Miitomo. Mit wenigen Bewegungen bastele ich mir eine Collage aus meinem halbnackten Mii und ein paar vorgegebenen Stickern. Für’s Erste genügt es, um diese in den Nachrichtenfeed zu stellen und andere Leute zum Lachen zu bringen. Diese würden sich noch wesentlich ausgefeilter bearbeiten lassen, aber mir fehlt die Zeit und die Kreativität in dem Moment.

Nintendos erster Versuch auf den Smartphones Fuß zu fassen, ist wie jede kreative Produktion des japanischen Herstellers, ein ganz besonderer. Ich habe sehr viel Zeit verbracht Fragen von Freunden zu beantworten (vielleicht ein bisschen zu viel für den Anfang), mich ein wenig in der Übersicht der Benachrichtigungen und des Newsfeeds verloren und bin durch die lustigen Kostümen im Shop gestöbert. Mit Kreativität und einer gehörigen Portion Verrücktheit könnte Miitomo, ganz abhängig von Nintendos Strenge bei den geschriebenen Inhalten, etwas Unikates und Besonderes auf den Smartphones werden. Wer meine Ausschweife in der Welt von Animal Crossing: New Leaf kennt, der kann auf jeden Fall mit “unikate Szenarien” rechnen.

Miitomo soll hierzulande noch im März erscheinen und wird kostenfrei für Android- und iOS-Smartphones verfügbar sein.

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?