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Far Cry Primal
Follow Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft
Altersfreigabe: 16+
Release: 23. Febr. 2016 (PS4, X1), 1. Mär 2016 (PC)

Far Cry Primal

Site Score
7.5
Good: Interessante Waffen, Das Zähmen & Reiten von Biestern, Riesige Welt zum Erkunden
Bad: Hauptstory ist sehr kurz, Nahezu alles aus Far Cry 4 übernommen, Kein Coop- / Multiplayer-Modus
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Ubisoft wagt sich in gefährliche Gebiete!

Nachdem die Far Cry-Reihe die Gamer seit dem ersten Ableger stets zu exotischen Orten einlud, war damit zu rechnen, dass der offizielle 5. Ableger der Reihe ebenfalls in einer außergewöhnlichen Umgebung stattfinden würde. Mit der Verlegung in ein komplett neues Zeitalter haben jedoch die wenigsten gerechnet. Noch dazu, da das Setting der Steinzeit in den vergangenen Jahren von kaum einem Entwickler behandelt wurde. Dementsprechend ist es ein ausgesprochen riskantes Unterfangen einen Ego-Shooter in die prähistorische Zeit zu verlegen, wo es Explosionen, Helikopter und humanoider Roboter nicht gibt. Ubisoft wagt diesen gefährlichen Schritt und präsentiert sich und die mittlerweile etablierte Reihe in einem gänzlich neuen Licht.

Ich habe kurz vor dem Release noch einmal den direkten Vorgänger Far Cry 4 angespielt, um ein genaueres Auge darauf werfen zu können, wie neuwertig und innovativ der neue Ableger wirklich ist und inwiefern sich Gamer auf eine komplett neue Erfahrung einstellen können.

10.000 BC – Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Menschheit.

Durch die Verlegung der Geschichte in das Zeitalter der Mammuts und Höhlenmenschen, haben die Entwickler wesentlich mehr Möglichkeiten dem Setting einen mystischen Touch zu verleihen.

Die Landschaft von Oros ist ein gefährlicher Ort für den Homo sapiens! Diese Erfahrung macht man während der Jagd nach einem Mammut, bei dem Takkars Teamkollegen von einem Säbelzahntiger getötet und er selbst schwer verwundet in einer verzweigten Höhle zurück gelassen wird. Mit letzter Kraft wehrt er sich gegen den Überraschungsangriff einer jungen Dame, die wie er vom Stamm der Wenja ist. Just nach der plötzlichen Attacke entschuldigt sich die einstige Stammesangehörige für ihr fragwürdiges Verhalten und klagt darüber, dass das einst große Völkchen nun in der prähistorischen Landschaft verstreut lebt, unwissend, dass man nur gemeinsam gegen die Urzeitwesen ankommen kann. Takkar zieht somit durch das gefährliche Land, um die großen Persönlichkeiten erneut zu vereinen und dem Stamm zum ehemligen Ruhm zu verhelfen. Dies gestaltet sich schwerer als man denkt, denn das Volk der Izila und der Udam zieht mit dem gleichen Vorhaben in den Kampf.

Durch die Verlegung der Geschichte in das Zeitalter der Mammuts und Höhlenmenschen, haben die Entwickler wesentlich mehr Möglichkeiten dem Setting einen mystischen Touch zu verleihen. Somit erwarten den Spieler in Far Cry Primal abseits der Jäger-und-Sammler-Einlagen auch reale Fundstücke der prähistorischen Zeit, welche von Ubisoft geschickt in die fiktiven Umgebungen von Oros eingebaut wurden. Hatte man in Far Cry 3 und Far Cry 4 bisher nur einen verrückten Bösewichten zu Gesicht bekommen, sieht man im neuesten Ableger gleich eine Handvoll abgefahrener Charaktere; jede einzelne, wichtigere Spielfigur scheint von dem Wahnsinn der Steinzeit beflügelt worden zu sein.

Im Mittelpunkt steht dabei das Ausbauen der eigenen Siedlung, das Vergrößern des Bekanntheitsgrades sowie das Bauen von Hütten einzelner Schlüsselcharaktere – so gelangt man zu neuen Missionen und Handlungssträngen. Beim Starten der Software werden dabei jedes Mal sämtliche bisherigen Geschehnisse des Abenteuers in Form eines kurzen Videos zusammengefasst, sodass man die Story auch nach längerer Pause problemlos wieder aufnehmen kann. Die Geschichte ist durch seine abgefahrenen Charaktere und deren überdrehten Aktionen um einiges Vielseitiger als die beiden Vorgänger, zumal die größte Bedrohung in dem Spiel nicht die Menschen, sondern die Lebewesen der Urzeit sind. Durch den Einbau von mystischen Objekten und den damit verbundenen außerkörperlichen Erfahrungen, bietet die Story von Far Cry Primal eine Handvoll guter Gründe die Welt von Oros aus nächster Nähe zu erleben. Leider ist die eigentliche Hauptstory mit 13 Episoden nur recht kurz, wobei die darauf folgenden Teilstücke, vier legendäre Urzeitwesen zu erlegen, die Spielzeit merkbar künstlich in die Länge ziehen.

Gameplay

Takkar startet in einer kleinen Höhle mit seiner halbglatzigen Mitbewohnerin in das Abenteuer und soll im Laufe der Story eine riesige Community mit zahlreichen Einwohnern, Hütten und Ressourcen aufbauen. Ihm stehen dabei feindliche Völker, Tiere der Urzeit und das mürrische Wetter der unterschiedlichen Klimazonen im Weg. Anfangs mit lediglich einem einfachen Bogen bewaffnet, bastelt man sich Mission für Mission Werkzeuge wie Keulen, Speere und Bienenfallen-Wurfgeschosse zusammen und lernt zahlreiche Techniken zum Erlegen von wilden Kreaturen und feindlich gesinnten Gegnern. Dabei wurden nahezu sämtliche Gameplay-Elemente aus dem direkten Vorgänger Far Cry 4 übernommen. Sowohl die erlernbaren Techniken wurden lediglich an das Urzeit-Setting adaptiert als auch die Möglichkeit gegnerische Außenposten einzunehmen, um den Einfluss des eigenen Stammes zu vergrößern und neue Schnellreisemöglichkeiten zu erhalten. Selbst das Reiten von Mammuts, das Kombinieren von gesammelten Items zum Verbessern der eigenen Ausrüstung oder das Klettern mit dem Enterhaken kennt man bereits aus dem Vorgänger.

Ubisofts neuestes Abenteuer in der Urwelt von Oros ist ein unterhaltsames, wenn auch ausgesprochen kurzes.

Erfrischend neu ist die Möglichkeit Bestien wie Bären, Säbelzahntiger oder Geparden zu zähmen und diese anschließend im Kampf zu befehligen oder zum Reiten zu verwenden. Man wirft den wilden Tieren im Gefecht einfach ein Stück Fleisch entgegen und hält den Viereck-Knopf solange gedrückt, bis sich das Wesen streicheln lässt. Das Spektrum der Bestien richtet sich dabei ganz nach den Kenntnissen des Spielers und der Ausbaustufen der Hütten seiner Verbündeten. Steht man vor einer feindlichen Siedlung und möchte das Gebiet näher erkunden, wird die treue Eule herbei gerufen, welche den Zielort überfliegt, Gegner markiert, Geschosse abwirft und sogar einzelne Widersacher ausschalten kann. Wirklich beeindruckend wäre es gewesen, wenn man die einzelnen Tiere trainieren hätte können, denn diese nur zum Angriff zu befehligen ist zwar wirklich praktisch, aber 1:1 aus den Shangri La-Levels von Far Cry 4 übernommen worden. Man freut sich zwar, dass das Upgraden der Hütten neue Missionen und Waffen freischalten, ist dann aber schwer enttäuscht, dass dies lediglich beim ersten Mal aufwerten der Fall ist – die zweite Verbesserung bringt lediglich Erfahrungspunkte mit sich. Spezielle Tag-/ Nacht-Wechsel bringen auch eine kleine Gameplayänderung mit sich, da sämtliche Tiere aggressiver agieren und unter Umständen auch seltenere Biester zu sehen sein. Befindet man sich zudem in kälteren Gebieten, genügt es nicht mehr mit der gewöhnlichen Bekleidung durch das Abenteuer zu ziehen. Entweder man wärmt sich an vorgegebenen Feuerstellen oder fertigt kälteresistentere Kleidung an.

Eine sehr große Enttäuschung ist der Wegfall des Coop-Moduses. Eine gemeinsame Jagd auf spezielle Urzeitwesen mit Freunden oder Auseinandersetzungen gegen andere Stämme wären sicherlich gute Ergänzungen zu der kurzen Story gewesen.

Grafik

Eines der positivsten Aspekte an Far Cry Primal sind zweifellos die beeindruckenden Umgebungen, die man im Laufe der Geschichte zu Gesicht bekommt und die anschaulichen vom Nebel umhüllten Täler und die in der Dämmerung beeindruckend aussehenden Lichtungen. Zieht man mit Pfeil und Bogen bewaffnet über ein Feld und umrundet ein gegnerisches Lager, scheucht man Rebhühner auf, während dem Schmetterlinge über den Screen huschen. Die meisten Tiere reagieren zwar nicht unbedingt darauf wenn eines ihrer Rudelmitglieder getötet wird, dafür sehen die Kampfanimationen der Biester wahrlich beachtlich aus.

In Far Cry Primal gibt es wesentlich weniger Außenposten zu erobern  als dies im direkten Vorgänger der Fall war, dafür darf man sich über ein vielseitiges Design und gut überlegte Locations freuen. Man kämpft dabei nicht zwangsweise nur über der Erde, sondern schleicht sich auch gelegentlich durch Höhlensysteme, um die Herrschaft eines Standorts zu erlangen. Der dynamische Tag-/ Nacht-Zyklus ist gemeinsam mit den sich ändernden Gegnereinstellungen unterhaltsam, wirkt aber an vielen Stellen zu sehr aufgesetzt, da die frühen Abend- und Morgenstunden sehr plötzlich einbrechen und der Übergang meistens binnen Sekunden erfolgt. Traurigerweise gibt es außer einer ziemlich verschneiten Gegend kaum Wettereffekte, welche die Grafikpower der Next Gen-Konsolen ausreizen würde, dafür sehen die Dschungel- und Wald-Areale mit ihrer vielseitigen Flora und Fauna wirklich beeindruckend aus.

Sound

Es wäre wirklich sonderbar, würden die Ureinwohner Oros in englsicher Sprache mit einander kommunizieren. Daher machen das Volk der Wenjas, der Izila und der Udam Verwendung von einer eigens entworfenen Sprache, welche laut den Entwicklern ihre Wurzeln in der realen Weltgeschichte haben. Ein besonderer Ureinwohner, der einen amerikanischen Akzent besitzt, dürfte an einen speziellen Charakter der letzten beiden Ableger erinnern und lockert die eigentlich ernste Thematik ein wenig auf.

Far Cry Primal macht von vielen düsteren aber dennoch exotischen Klängen Verwendung. Didgeridoos und Töne ähnlicher Blasinstrumente sind keine Seltenheit in dem urzeitlichen Abenteuer und machen das Spiel dadurch zu einer kurzen aber interessanten Erfahrung.

Abschließende Worte

Ubisofts neuestes Abenteuer in der Urwelt von Oros ist ein unterhaltsames, wenn auch ausgesprochen kurzes. Die zahlreichen verrückten Charaktere werden dem Stil der vergangenen beiden Ableger gerecht und lassen Far Cry Primal zu einem würdigen Nachfolger werden. Grafisch legt der Titel einen Zahn zu und beeindruckt mit grandiosen Landschaften und abermals guten Flammen- und Lichteffekten. Selbst wenn das Spiel sehr viele Inhalte des Vorgängers direkt übernommen hat macht es Spaß, hätte aber eher einen Zwischennamen, wie es damals bei Far Cry 3: Blood Dragon der Fall war, verdient, angesichts der Tatsache, dass es nur wenige neue Inhalte zu sehen gibt.

– Mehrere verrückte Hauptcharaktere

– Interessante Waffen

– Das Zähmen & Reiten von Biestern

– Riesige Welt zum Erkunden

– Kampfanimationen der Biester

– Abwechslungsreiche Missionen

– Nebel- & Staubeffekte beeindruckend

– Gebiete mit einer Eule erkunden

– Hauptstory ist sehr kurz

– Nahezu alles aus Far Cry 4 übernommen

– Kein Coop- / Multiplayer-Modus

– “Nur” befehligen & kein Kontrollieren der Biester

– Kaum Wettereffekte

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

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