Neuigkeiten››
Liket uns auf Facebook und abonniert unseren Youtube-Kanal um die neuesten Informationen zu Videospielen zu verfolgen! Resident Evil 3Doom EternalLuigi’s Mansion 3The Surge 2The Legend of Zelda: Link’s Awakening
Need for Speed
More Images
Follow Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Ghost Games
Altersfreigabe: 12+
Release: 5. November 2015

Need for Speed

Site Score
6.5
Good: Simples Gameplay und einfache Menüführung, Reale Aufnahmen statt CGI-Filmsequenzen
Bad: Komplett belanglose Story, Eher an jüngere Gamer gerichtet, Autorennen mit Gummiband-Prinzip
User Score
(0 votes)
Click to vote
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

NEED_FOR_SPEED_REVIEW_HEADER

Die Reifen qualmen seit zwei Jahrzehnten!

Kaum zu glauben, dass die Need for Speed-Reihe seit knapp 20 Jahren existiert und sie trotz oftmaligem Entwicklerwechsel so gut wie immer dem Rennspiel-Genre treu geblieben ist. Nach über 21 Ablegern und vereinzelten Spin Offs, dürfte selbst Marken-Eigentümer Electronic Arts wiederum klar geworden sein, dass ein Neustart in Erwägung zu ziehen wäre. Und so ist es auch gekommen; Need for Speed präsentiert sich in diesem Jahr in komplett neuem Licht!

Über Social Media, Reifenqualm und Cliquen-Drama

Man muss den Entwicklern von Ghost Games eines lassen; das Spiel ist sehr einfach und macht auf kurze Zeit irrsinnig viel Spaß.

Es dürfte der Glückstag für den wortlosen Protagonisten gewesen sein, als der junge Rennfahrer Spike diesen nach einer waghalsigen Rennfahrt zu seinen Freunden einlud, denn seitdem wird keine Nacht mehr alleine verbracht. Man fährt ein illegales Straßenrennen nach dem anderen, speist schnell mal ein paar Burger beim örtlichen Diner und gönnt sich bei der Heimfahrt noch ein schnelles Wettrennen mit den Freunden auf den Serpentinen der Bergstraßen. Der Letzte der den Treffpunkt der Clique erreicht, zahlt beim nächsten Mal die Getränke beim Billardspielen, eh klar! Es ist wie der Traum eines jeden Facebook-, Instagram- und Twitter-liebenden Jugendlichen, dessen einziges Problem der Mangel an Likes auf dem eigenen Social Media-Foto ist, welches beim letzten Drift-Wettbewerb geschossen wurde. Die Mitglieder der Gruppe entsprechen beinahe einem klassischen Teenie-Wannabe-The Fast and the Furious-Film: Spike ist der aufgedrehte Player, dessen große Leidenschaft das Rennfahren ist und der eigentlich nur für den Kick hinter dem Lenkrad lebt, Amy die emanzipierte Automechanikerin, die irgendwann ganz sicherlich die beste Maschine der Welt bauen wird, Manu, der coole Kauz in der Gruppe mit komischer Frisur, ernstem Blick und ständig lässigen Sprüchen und Robyn, die hübsche Blondine in der Gruppe, die auf keinen Fall auf den Protagonisten steht, diesen aber ohne Grund am Abend ungefähr vier Mal anruft, um ihn zu einem Rennen in der Hafengegend einzuladen.

Die Story von Need for Speed ist keine sonderlich originelle, sie ist nicht einmal wirklich interessant. Man verfolgt die ersten Filmsequenzen, in denen die realen Schauspieler die Handlung vorantreiben zu Beginn noch, achtet dann aber im späteren Verlauf eher weniger auf den gesprochenen Inhalt, denn diese vermitteln ständig die selbe Nachricht; wie unglaublich wichtig die nächste Fahrt gegen den bislang unangefochtenen Rennfahrer sein wird und wie faszinierend gut dieser die Kurven auf der Rennstrecke mit seinem überteuerten Wagen meistern kann.

Need for Speed™_20151109225635

Die einzelnen Strecken werden zuerst telefonisch vereinbart und die Rennfahrten anschließend in der virtuellen Großstadt ausgetragen. Es ist dabei nur bei storymäßig relevanten Missionen wirklich wichtig die Bedingungen der Bewältigung zu meistern, bei den meisten Fahrten genügt es mittelmäßig abzuschließen um diese zu absolvieren. Den einzige Unterschied zu wirklich guten Ergebnissen stellen die anschließenden Telefongespräche mit den Cliquen-Mitglieder dar.

Gameplay

Ghost Games achtet beim Reboot von Need for Speed auf die einfache Bedienung des Rennspiels und sorgt aus diesem Grund für eine ausgesprochen simple Steuerung während dem gesamten Spiel. Dreh und Wendepunkt ist das Hauptmenü, welches jederzeit über das Touchpad des PlayStation 4-Controllers aufgerufen werden kann. Hier werden sämtliche Daten des Spielers festgehalten; Fortschritt, geschossene Bilder, auf der Rennstrecke verbrachte Zeit und die täglichen Herausforderungen. Um auf sämtliche dieser Inhalte zugreifen zu können, bedarf es allerdings einer konstanten Internetverbindung, sodass man nicht einmal am Titelscreen vorbei kommt, wenn man nicht mit dem Internet verbunden ist. Dafür ist man ständig mit anderen Spielern in Kontakt, bestreitet gemeinsam Rennfahrten oder kann sich über Bestenlisten mit diesen messen.

Need for Speed™_20151109230224

Die Story von Need for Speed ist keine sonderlich originelle, sie ist nicht einmal wirklich interessant.

Es ist natürlich möglich das gesamte Spiel nur durch das Bewältigen von Missionen zu absolvieren, dadurch verzichtet man allerdings auf wilde Verfolgungsjagden mit der Polizei, verpasst zahlreiche Collectibles wie Wagenteile, Ausblicke auf die virtuelle Welt oder Donuts, einer Fahrleistung, bei der man reifenquietschend im Kreis fährt. Die Hetzjagden mit den Gesetzeshütern gestalten sich dabei wesentlich einfacher als in den Vorgängern, es ist somit keine Schwierigkeit die kaum aufzufindenden und eher einzeln auftauchenden Streifenwagen abzuhängen und einer Geldstrafe zu entwischen. Tutorials poppen dabei vor allem zu Beginn meistens zu den ungünstigsten Zeitpunkten auf und behindern den Spieler während einer Fahrt entweder daran den Text durchzulesen oder der soeben ausgetragene Rennen zu gewinnen. Sporadische Anrufe hebt man durch das Drücken der L1-Taste auf, hört den Sprechenden aber meist nicht wirklich zu, da man sich gerade auf die Rennstrecke konzentriert.

Die einzelnen Missionen werden in Form von Icons auf der riesigen Karte gekennzeichnet. Es bedarf nur zwei Knopfdrücke um entweder einen Wegweiser zu diesen zu setzen oder sich via Schnellreise sofort zu diesen zu teleportieren. Anschließend heißt es nur noch die Rennfahrt mit der oberen rechten Schultertaste zu starten und möglichst gut abzuschließen. Während der gesamten Strecke generiert man durch das Tätigen von Drifts, Zerstören von Straßenschildern oder Brechen von Geschwindigkeitsbegrenzungen Reputationspunkte. Diese benötigt man, um im Level zu steigen und anschließend auf bessere Fahrten zugreifen zu können oder überhaupt von den richtigen Asphalt-Gangstern der Straße entdeckt zu werden. Je höher das Reputationslevel, umso größer wird auch das Sortiment der erwerbbaren Gegenstände bei Amys Tuningbude.

Das Aufmotzen der eigenen Karre ist eines der wichtigsten Elemente in Need for Speed, daher benötigt man auch einen Haufen Geld, um sich die besten Einzelteile gönnen und in das Vehikel einbauen zu können. Prinzipiell gilt; je besser die Hardware im Auto, umso leichter kommt man während der Rennfahrten gegen seine Konkurrenten an. Im späteren Verlauf kann man neben seinem ersten Garagenplatz noch vier weitere besetzen, wobei man beim Händler aus insgesamt über 50 unterschiedlichen Wägen wählen kann. Sollte die Standardeinstellung der Wagenbedienung nicht passen, ist es in der Garage auch möglich die Gewichtung des Fahrzeuges durch das Einstellen des Reifendrucks zu ändern oder die Reaktionsfreudigkeit der Lenkung jedes einzelnen Wagens zu adjustieren.

Need for Speed™_20151110005832

Egal wie oberflächlich die Geschichte von Need for Speed auch sein mag, man muss den Entwicklern von Ghost Games eines lassen; das Spiel ist sehr einfach und macht auf kurze Zeit irrsinnig viel Spaß. Dafür wird man beim Start der Software und beim Antreten jeder Mission mit einer ausgesprochen langen Ladezeit konfrontiert und muss sich in den Rennfahrten mit einem ähnlichen Gummiband-Prinzip wie bei Mario Kart herumprügeln (Man kann die Gegenspieler nicht wirklich abhängen, weil sie dem Spieler binnen Sekunden wieder an den Fersen kleben, dafür bremsen die Gegner wenn sie zu weit vorne sind, um dem Spieler eine Chance zu geben).

Multiplayer

Ähnlich wie dies in Ubisofts The Crew der Fall war, gibt es in Need for Speed die Möglichkeit mit bis zu sieben weiteren Freunden aus der Freundesliste durch die Straßen der fiktiven Stadt zu sausen. Passend dazu erhält man mehr Reputationspunkte, wenn man mit Kollegen zeitgleich Drifts absolviert oder Seite an Seite mit diesen Rennen fährt. Ergibt sich mal kein Get together, ist es immer noch möglich die Bestzeiten von anderen Spielern bei jeder Mission zu schlagen und massenhaft Punkte einzusammeln.

Grafik

Need for Speed ist zweifellos ein richtiger Hingucker! Bevor man sich in das Rennfahr-Erlebnis stürzt, erlebt man das erste Rennen in Form einer realen Videoaufnahme und lernt Spike, einen der Nebendarsteller im Spiel, kennen. Diesen begleitet man über Umwege zu einem Wagenhändler und kauft sich eines von drei PS-starken Vehikel, das in den ersten Stunden an den meisten Wettbewerbe teilnehmen wird. Der Übergang zwischen Spielegrafik und realer Aufnahmen ist dabei kaum zu bemerken. Die Entwickler von Ghost Games haben es hervorragend auf die Reihe gebracht diesen nahtlosen Übergang des Öfteren auf die Bildschirme zu zaubern. Dadurch fühlt man sich in das virtuelle Abenteuer noch intensiver eingebunden, was den The Fast and the Furious-Filmen vermutlich am nahesten kommt.

Need for Speed™_20151110004101

Auch die virtuelle Stadt, welche sich konstant in der Nacht zu befinden scheint, sieht auf den ersten Blick fantastisch aus, verliert aber bereits bei näherem Betrachten an optischen Reiz. Zwar sind die Licht- und Raucheffekte imposant, allerdings wirken Geschäfte wie Tankstellen und Restaurants lediglich wie Attrappen, die sehr plump und ohne jegliche Mühe designt wurden. Das ist aber eigentlich in Ordnung, da man die meisten Gebäude ohnehin nur beim Vorbeirasen erhascht und sich eigentlich nur am imposanten Panorama und den rasanten Wettrennen erfreut.

Need for Speed™_20151110221629

Ähnlich wie es bei der Steuerung der Fall ist, wurde auch das Menüdesign simpel aber dennoch sehr fetzig-futuristisch gehalten. Man benötigt nur wenige Tastenklicks, bis man auf die wichtigsten Daten, Einstellungen und Optionen zugreifen kann.

Sound

Damit die Rennfahrten auch wirklich das maximale Level an Underground-Coolness erreichen, besitzt Need for Speed eine umfangreiche Liste an Drum’n’Bass-Lieder deren Namen beim Start des Tracks in der oberen rechten Seite eingeblendet werden. Das einzige Problem dabei ist, dass dies die einzige Gelegenheit ist, in der man den Namen und den Bandnamen zu sehen bekommt, danach muss man warten bis er beim nächsten Erklingen des Liedes wieder sporadisch eingeblendet wird.

Während dem Spielen wird man unzählige Male von Nebencharakteren angerufen und zu kommenden Rennen befragt oder zum Essen/ Trinken in der Gegend eingeladen. Um nicht zu sehr vom Fahren abgelenkt zu werden, muss man zum Abheben des Telefons lediglich den L1-Knopf drücken und darf der einseitigen Konversation lauschen. Da diese Anrufe meistens während einer Rennfahrt erfolgen, konzentriert man sich bei einem Großteil der Anrufe kaum auf den Inhalte des Gesprochenen, wodurch viel Charme der Charaktere verloren geht.

Abschließende Worte

Ghost Games hat mit dem Reboot der Need for Speed-Reihe einen fantastisch aussehenden Titel fabriziert. Dieser ist allerdings nur auf den ersten Blick so überwältigend gut, denn je länger man das Spiel spielt umso mehr treten die sich ständig wiederholenden Inhalte an die Oberfläche. Die realen Aufnahmen der echten Schauspieler und der nahtlose Übergang zwischen Spielegrafik und Filmsequenzen ist zweifellos beachtlich, aber bei weitem nicht genug, um über die unterdurchschnittliche Story hinwegzutäuschen. Es ist auch sehr enttäuschend, dass der Spielfluss durch störende Tutorials und nervende Telefonate getrübt wird und man bei Interesse nicht einmal in der Lage ist, die Liste mit den abgespielten Liedern zu überblicken. Somit verkommt der neueste Ableger der Reihe zu einem sehr kurzweiligen Titel, welcher mit einer imposanten Grafik erfreut aber mit einem schwachen Rest enttäuscht.

NEED_FOR_SPEED_PUNKTE_BEWERTUNG

– Simples Gameplay und einfache Menüführung

– Reale Aufnahmen statt CGI-Filmsequenzen

– Ingamegrafik & Filmsequenz – kaum Unterschied

– Ohne Internet nicht spielbar

– Tutorials kommen zeitlich meist ungelegen

– Komplett belanglose Story

– Eher an jüngere Gamer gerichtet

– Autorennen mit Gummiband-Prinzip

– Nervige Telefonate während dem Fahren

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Fette Karren bahnen sich im neuen Need for Speed an!

Fette Karren bahnen sich im neuen Need for Speed an!

Seit einigen Ablegern quält sich Electronic Arts mit Autos, Polizisten und einer minderwertigen Story herum – im Reboot der Serie dürfte den Entwicklern die Rückkehr zu den Ursprüngen der Serie ... Read More »

Reboot der Need for Speed-Reihe angekündigt

Reboot der Need for Speed-Reihe angekündigt

Mit einem kurzen Teaser kündigt Ghost Games gemeinsam mit Electronic Arts den neuesten Teil und gleichzeitig Reboot der Need for Speed-Reihe an. Marcus Nilsson, Executive Producer des Spiels meint in ... Read More »

Need for Speed – Fakten