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Project Zero: Maiden of Black Water
Follow Publisher: Tecmo Koei
Entwickler: Tecmo Koei
Alterfreigabe: 18+
Release: 30. Oktober 2015

Project Zero: Maiden of Black Water

Site Score
7.5
Good: Verbesserbare Hauptwaffe, Reichhaltige Handlung, Nette freispielbare Bonusinhalte
Bad: Einige unschöne Grafiken, Kleinere Pacingsprobleme
User Score
8.5
(2 votes)
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Rating: 8.5/10 (2 votes cast)

Halloweenzeit ist Gruselzeit

Nintendo und Koei Tecmos neuester Fatal Frame-Titel erscheint gut ein Jahr nach dem japanischen Release bei uns. Rechtzeitig zu Halloween versucht das Spiel die bewährten Serienstärken gekonnt mit dem dazu passenden WiiU-Gamepad in einem nervenaufreibenden Horrorabenteuer einzufangen.

Geisterjagd mit einer Kamera

Wer schon immer einen Faible für fernöstliche und mysteriöse Horrorszenarien hatte, wird bei diesem eShop-Spieletitel auf seine Kosten kommen.

Chronologisch setzt Project Zero: Maiden of Black Water, so der Titel bei uns in Europa, die Handlung des dritten Fatal Frame-Spieles mit alten und selbstverständlich auch neuen Charakteren fort. Die Erlebnisse der Hauptcharaktere Miu Hinasaki (Tochter der Protagonistin aus Fatal Frame III, Miku Hinasaki), Yuri Kozukata (einem Mädchen mit besonderen Kräften), dem jungen Schriftsteller Ren Hojo und seiner noch jüngeren Assistentin Rui umfassen die übernatürlichen Begebenheiten des Hikami Berges im Jahre 2006, welcher berüchtigt für seine spirituellen Vorkommnisse, Rituale und Selbstmorde ist.

Das Spiel wechselt in den einzelnen Drops (Episoden) mehrmals zwischen den Protagonisten hin und her, um ein möglichst flüssiges und mysteriöses Gefüge aus verschiedenen Charakterperspektiven gewinnen zu können. Große Teile der Backgroundstory und Einzelschicksale werden in Form von auffindbaren Dokumenten, Zwischensequenzen und nach dem Besiegen von Geistern erzählt. Wie es für Koei Tecmos etablierter Spielereihe üblich ist, gibt es auch in diesem Teil die Möglichkeit ein gutes und schlechtes Ende zu entdecken.

Gameplay

Project Zero: Maiden of Black Water ist ein 3rd-Person Erkundungsspiel mit Thematiken zu übernatürlichen Geschehnissen, Okkultismen, Ritualen und Exorzismen in einem fernöstlichen Setting. Das Spiel kann dabei mittels WiiU-Gamepad oder auch mit Hilfe der klassischen Steuerung gespielt werden. Der Spieler untersucht Ortschaften nach möglichen Hinweisen zu den mysteriösen Ereignissen und muss sich dabei mit hilfe einer antiken Kamera dem Paranormalen stellen – dazu bietet sich das WiiU-Gamepad hervorragend an. Durch die Verwendung der Obscura Camera wechselt man in die 1st-Person Perspektive, in der Schnappschüsse aus nächster Nähe gemacht werden können.

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Es gibt gleichermaßen viele schöne Orte und spielerische Licht- sowie Geistereffekte in dem Spiel, wie es auch texturarme Polygon-Strukturen gibt, die an die Grafik anfänglicher PlayStation 2- und Nintendo Wii-Titel erinnern.

Wie man es von den älteren Teilen der Fatal Frame-Reihe gewohnt ist, orientiert sich das komplette Kampfsystem an der Nutzung der ‘Obscura Camera’, welche die Geister auf Film einfängt und ihnen dadurch Schaden zufügt. Bonusschaden gibt es, wenn man einen Geist direkt bei seinem Angriff festhält, welcher innerhalb der Serie als der ‘Fatal Frame’-Moment bezeichnet wird. Bei dieser speziellen Phase kann der Spieler innerhalb eines kurzen Zeitrahmens viele Bilder ohne einer – normalerweise benötigten – Nachladepause schießen, was logischerweise sehr viel Schaden verursacht. Steuerungstechnisch funktioniert das WiiU-Gamepade nahezu tadellos. Einer der anfänglichen Probleme eines unerfahrenen Spielers ist jedoch die regelrechte Überschüttung an Erklärungen hinsichtlich der Steuerung, Kamera und den unterschiedlichen Filmstärken, mit denen man die Bilder macht. Je besser der nutzbare Film für den eigenen antiken Fotoapparat ist, desto mehr Schaden fügt der Spieler den Geistern auch zu. Man gerät als Serieneinsteiger oft in hektische Momente, wenn man entweder plötzlich von einem bösartigen Geist überrascht wird oder einen der vielen kurzen Snapshot-Momente erlebt, in denen paranormale Bilder gemacht werden können. Es ist daher empfehlenswert das Spiel entweder im Stehen oder auf einem Drehsessel sitzend zu spielen, wenn man besondere Bonuspunkte für seltene Schnappschüsse erlangen oder es auch einfacher in den Kämpfen haben möchte. Project Zero: Maiden of Black Water richtet sich deshalb in erster Linie an erfahrene Videospieler, die über die nötigen schnellen Reflexe verfügen und sich innerhalb eines Zeitlimits von zwei bis drei Sekunden mit ganzem Körpereinsatz in die Richtung eines Geistes drehen und dabei noch die Kamera aktivieren und ein Foto knipsen können.

Mit den gesammelten Bonuspunkten lassen sich die unterschiedlichen Obscura Cameras im Spiel verbessern, so dass die einzelnen Fotoapparate der Protagonisten mehr Schaden machen oder auch einfach nur schneller den Film nachladen. Die Bosskämpfe gestalten sich ebenfalls interessant und abwechslungsreich, da man sich mitunter mit der Spielumgebung auseinandersetzen muss und auch gute Reflexe besitzen sollte. Viele der schwierigeren Konfrontationen können nicht einfach im Stillstand gemeistert werden, weshalb man Miu, Yuri und Ren während des Anvisieren mit der Kamera auch zusätzlich bewegen sollten. Eine eingeprägte, räumliche Darstellung des Ortes im Kopf des Spielers ist daher von Vorteil, um nicht frühzeitig von einem Geist geschnappt zu werden und dabei gleich 1/3 der Lebensenergie zu verlieren.

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Wenn man nicht gerade irgendwelchen Geistern das Fürchten lehrt, so erkundet man die Ortschaften im Spiel. Der Weg wird dabei oft mithilfe eines übernatürlichen Wegweisers per Knopfdruck vorgegeben, so dass ein Verlaufen nahezu unmöglich ist. Spieler, die stets dem gekennzeichneten Weg folgen, werden sich dabei sehr oft kleinere Geheimnisse und einige versteckte Fotochancen entgehen lassen. Große Teile der Backgroundstory werden nach dem Besiegen diverser Geister erzählt, zumindest wenn diese nach dem Kampf berührt werden. Die Kamera selbst kommt auch beim Lösen kleinerer Puzzles zum Einsatz, welche anfangs aufgrund der etwas ungenauen Erklärung schwieriger ausfallen. Aufsammelbare Gegenstände, wie Heilgegenstände oder bessere Kamerafilme, sind überall entlang der Drops im Spiel zu finden und belohnen den Spieler nach Absolvieren einer Stage mit Bonuspunkten, sofern diese nicht verbraucht werden.

Grafik

Die Grafik ist eine gespaltene Sache. Einerseits bietet das Spiel einige wirklich sehr atmosphärische Momente, andererseits merkt man dem Spiel an, dass an einigen Ecken sehr gespart wurde. Es gibt gleichermaßen viele schöne Orte und spielerische Licht- sowie Geistereffekte in dem Spiel, wie es auch texturarme Polygon-Strukturen gibt, die an die Grafik anfänglicher PlayStation 2- und Nintendo Wii-Titel erinnern. Das ist natürlich sehr schade, wenn man bedenkt, dass zahlreiche Orte mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden.

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Zum großen Glück des Spieles können die Designs der Charaktere, der künstliche Filmkorn und die allgemeine Präsentation in den intensiven Momenten bestens überzeugen, sodass man gerne etwaige Schwächen in Kauf nimmt. Project Zero: Maiden of Black Water präsentiert sich in flüssigem 60fps und besitzt angenehme Ladezeiten, kommt aber zugleich nicht ganz ohne ein paar kleinere Bugs aus. Während unseres Spieletests ist es zweimal passiert, dass es gröbere Kollisionsprobleme mit den Gegnern gab und es kurzfristig zu Glitches kam und diese sich im Gelände selbst eingesperrt haben.

Sound

Das Spiel wurde mit ruhiger Musik versehen, besitzt aber auch soundtechnisch ausdrucksvolle und packende fernöstliche Momente, die gekonnt den Einsatz traditioneller Instrumente wiedergeben. Die japanische Sprachausgabe und auch die englische Adaption kann sich hören lassen – auf eine Übersetzung in die deutsche Sprache wurde jedoch komplett verzichtet. Es sei aber gesagt, dass die Lokalisierung viel mehr eine Kontext-Übersetzung ist, anstatt wortgetreu den Originaltext wiederzugeben.

Abschließende Worte

Project Zero: Maiden of Black Water ist ein gelungenes Horrorspiel aus der Sicht von drei spielbaren Helden, welches Langzeitfans und Neulinge dazu einlädt im fernen Japan schaurig schöne Momente zu erleben. Mich persönlich hat der softe Horror jedoch nicht so sehr erschrecken können, wie ich es anfangs angenommen hatte, aber dafür hat mich die intensive Atmosphäre bestens unterhalten. Ab und zu passiert es, dass das Spiel einige kleine Pacingsmomente hat, diese aber durch die gruseligen Szenen dann wieder komplett ausgebügelt werden. Der Einsatz des WiiU-Gamepad ist an und für sich gut, verlangt aber einen großen Bewegungsradius, wenn man wirklich jeden Geisterschnappschuss einfangen möchte. Die Tutorials sind spielerisch gut eingebettet und helfen sowohl Gamepad-Kennern, als auch Neueinsteigern sich innerhalb der größeren Kapitel (mit je einer Spielzeit zw. 30-50 min) schnell zu Recht zu finden. Sollte das Spiel dennoch zu schwer sein, kann man den Schwierigkeitsgrad jederzeit herabsetzen und die Handlung frustfreier genießen. Zum Abschluss sollte man nicht auf die geheimen Bonusinhalte vergessen, welche die Spielzeit nochmals ein wenig nach oben drückt.

Dennoch wünschte man sich, dass Nintendo und Koei Tecmo noch mehr aus dem Titel herausgeholt hätten. Wer schon immer einen Faible für fernöstliche und mysteriöse Horrorszenarien hatte, wird bei diesem eShop-Spieletitel natürlich auf seine Kosten kommen. Alle anderen Spieler sollten vielleicht doch erst einen Blick in den Trailer oder eine Demo wagen, bevor man sich am Ende vielleicht doch noch in falsche, schwarze Gewässer begibt und gar noch die wirklich sehr streng limitierte physische Version des Spieles kauft.

– Nutzt das WiiU-Gamepad bestens aus

– Sehr atmosphärisch (Grafik/Sound)

– Verbesserbare Hauptwaffe

– Reichhaltige Handlung

– Nette freispielbare Bonusinhalte

– Anfangs doch gewöhnungsbedürftige Steuerung

– Einige unschöne Grafiken

– Kleinere Pacingsprobleme

– eShop – oder streng limitiertes Retail-Spiel

Miles


Miles ist ein Oldschool Gamer Extraordinaire, Liebhaber & Sammler von Videogame Soundtracks und neuerdings auch Stammkunde bei diversen offiziellen und inoffiziellen Gaming Clothing Stores. Wenn er nicht gerade Sklave seines eigenen Konsumwahnes ist, spielt er mit Freunden auf Nintendo & Sony Konsolen/Handhelds aktuelle Spiele und Klassiker.

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