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Devil’s Third
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Valhalla Games Studio
Altersfreigabe: 18+
Release: 28. August 2015

Devil’s Third

Site Score
4.5
Good: Flüssiger Nahkampf-/ Fernkampfwechsel, Chicken-Modus im Multiplayer
Bad: Mangelnde japanische Sprachausgabe, Abseits der Maintheme schwacher Sound
User Score
10.0
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Rating: 10.0/10 (1 vote cast)

Teufel aber auch, du hast einen harten Weg hinter dir!

Kaum ein anderes Spiel hat einen vergleichbar beschwerlichen Entstehungsweg hinter sich wie Devil’s Third. Tomonobu Itagaki, Hauptverantwortlicher für die Entstehung der Dead or Alive-Reihe und des Reboots des Ninja Gaiden-Franchises, fertigte nach dem Verlassen von Tecmo erstmals eine neue IP an, welche unter dem Publisher THQ auf der PlayStation 3 und Xbox 360 für weitere Erfolge sorgen sollte. Dazu ist es gut zu wissen, dass der ambitionierte Entwickler einer der wenigen japanischen Persönlichkeiten ist, dessen bisherige Spielemarken auch im Westen großen Anklang fanden. Unglücklicher Weise schloss THQ 2013 seine Pforten, sodass Itagaki auf andere Mittel zurück greifen musste.

Dies dürfte der Moment gewesen sein, in dem Nintendo sein Interesse für das noch unangekündigte Werk aussprach und die Entscheidung gefällt wurde, das Spiel für die damals noch geheime Nintendo-Konsole zu entwickeln. So kommt es, dass Devil’s Third heute seinen Weg als Wii U-exklusiver Titel in den Handel findet.

Coole Charaktere klopfen coole Sprüche

Trotz des umfangreichen Multiplayers und der Möglichkeit eigene Basen zu entwerfen, bleibt das Spiel gänzlich unter den Erwartungen und enttäuscht in vielen Bereichen auf voller Linie.

Mitarbeiter der NASA wissen ganz genau, dass funktionsuntüchtige Satelliten durch das Eintreten in die Atmosphäre beabsichtigt verbrannt und somit bequem und einfach beseitigt werden. Meist ist der Ersatz schon seit einigen Wochen im Orbit und übernimmt fließend die Arbeiten des Vorgängers. In Devil’s Third werden jedoch sämtliche Satelliten der Erde im Rahmen eines terroristischen Aktes zerstört, wodurch plötzlich Krieg zwischen den führenden Nationen der Welt ausbricht. Durch die Vernichtung des globalen Netzwerks sind die Menschen dazu gezwungen, auf mechanische Geräte zurück zu greifen und ihre Feinde auf die altmodische Art zu bekämpfen; mit Schwertern und Schusswaffen. Um den Terroristen auf die Spur zu kommen, wird einer der gerissensten Agenten reaktiviert, der den Codenamen Ivan trägt und für die Auswirkungen eines Terroranschlags für 850 Jahre Haft in Guantanamo Bay verurteilt wurde. Dies stößt dem von Kopf bis Fuß schwer tätowierten Glatzkopf übel auf, da dieser sein Leben in der Luxuszelle des amerikanischen Hochsicherheitsgefängnisses mit Gitarren- und Schlagzeugsolos sowie hochprozentigem Alkohol genießt. In der Hoffnung, seine früheren Mitstreiter konfrontieren und sie zur Rechenschaft ziehen zu können, dass sie ihm den Tod zahlreicher Unschuldige in die Schuhe geschoben haben, willigt der Muskelprotz ein und begibt sich auf ein actionlastiges Abenteuer, das ihn quer durch die Welt bringen wird.

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Die Geschichte von Devil’s Third ist zweifellos einer der wenigen Gründe, sich das Spiel zuzulegen. Diese ist zwar dicht gesät mit vorhersehbaren Twists und zahlreichen Klischees, es bietet aber eine angenehme Abwechslung zu bisherigen Mainstream-Shootern. Man muss dazu sagen, dass die Endbosse die einzigen wirklich Highlights des Spieles sind und die monotonen und frustrierenden Levels bis zum Aufeinandertreffen mit dem Protagonisten eine regelrechte Tortur darstellen. Titel wie No More Heroes hatten mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen, dort konnte aber zumindest das Gameplay (selbst wenn sich dieses des Öfteren wiederholt hat) in gewisser Weise zum Weiterspielen motivieren.

Gameplay

Im Einzelspielermodus besitzt der Wii U-exklusive Titel keine Touchscreen-spezifische Steuerung. Ein Drücken des Screens sorgt lediglich dafür, dass das Spielgeschehen auf dem kleinen Screen statt auf dem Fernseher zu sehen ist. Ivan metzelt sich dabei durch das Drücken des X- und Y-Knopfes durch die Gegnermassen, schmiegt sich in passenden Momenten schnell hinter Parkbänke, Barrikaden oder zerstörte Säulen, um vor gegnerischen Schüssen in Deckung zu gehen und erwidert jeden Kugelhagel durch das Betätigen der beiden, unteren Schultertasten. Der Wechsel zwischen der Ego-Perspektive und der Third Person-Sicht ist ein flüssiger und ermöglicht es (zumindest im Singleplayer) sich schnell auf Gegner in der Nähe und gleichzeitig in der Entfernung zu konzentrieren. Nach einer gewissen Anzahl erfolgreicher Treffern schaltet der Muskelprotz kurzzeitig eine Kombination verheerender Nahkampfangriffe frei, die es ihm erlauben mehr Schaden auszuteilen und dabei, Dank der Unverwundbarkeit, auf das eigene leibliche Wohl vergessen zu können.

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Bereits erkundete Levels können in späterer Folge auf Zeit durchgespielt werden, um sich in Score Run-Bestenlisten mit anderen Spielern auf der ganzen Welt zu messen. Jedes Areal beinhaltet zudem Kriegstrophäen wie Rumflaschen und Maracas, die einen weiteren Besuch rechtfertigen. Vereinzelte Schauplätze bieten zudem wilde Fahrten auf einem Panzerwagen oder hinter einem Maschinengewehrgeschütz, von dem aus die Reihen der Gegner dezimiert werden müssen.

Multiplayer

Neben dem Score Run-Modus bietet der kompetitive Multiplayer noch eine zusätzliche Möglichkeit sich an dem Kampfgeschehen des Shooters zu beteiligen. Man schlüpft dabei in die Rolle eines erstellten Charakters und kämpft auf der Seite der Amerikaner für die Freiheit im eigenen Land. Die Gestaltung der Spielfigur sollte dabei wohl überlegt sein, denn spätere Änderungen sind nur durch den Einsatz von goldenen Eiern möglich. Die zu Beginn des Spiels erhaltenen 30.000 Dollen (der fiktiven Währung der vor dem Abgrund stehenden und eigentlich ganz heilen Welt) und 30 goldenen Eier sind schnell ausgegeben, wenn man sich eigene Nah- und Fernkampfwaffen kaufen möchte. Zunächst übt man sich in Drills, um die fünfte Spielerstufe freizuschalten (zusätzliche Dollen und goldene Eier winken beim Erreichen dieser Grenze) und hat anschließend die Möglichkeit sich einem Clan in bestimmten, mehr oder weniger erfundenen Gebieten (Gran Canyon, The Rockies, Texas oder SoCal, New York) anzuschließen, dort eine Basis auf- und auszubauen sowie gemeinsam mit Teamkollegen gegen andere Clans und Spieler anzutreten.

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Abseits der klassischen Spieltypen wie Battle Royale, Team Deathmatch und Cargo Capture (Capture The Flag) gesellen sich neuwertige Modi dazu wie Chicken, in dem gefangene Hühner Bonuspunkte generieren oder Close Quarter, wo nur mit Nahkampfwaffen gefochten und auf Schießeisen verzichtet wird, zu dem Mehrspielermodus des Spiels. Durch das Erreichen von Levels und Freischalten von speziellen Erfolgen, generiert man zusätzliche Dollen oder goldene Eier – optional kann man sich diese auch im Nintendo eShop in Form von Microtransaktionen kaufen.

Anders als im Singleplayer unterstützt das Hauptmenü im Mehrspielermodus die Bedienung des Gamepads über den Touchscreen, dort allerdings auch nur an manchen Stellen und nur sehr beschränkt – man muss oft herumprobieren ob bestimmte Punkte ausschließlich über Knöpfe oder den berührungsempfindlichen Screen ausgewählt werden können.

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So aufgebauscht und vielseitig der Multiplayer auch zu sein scheint, so schlecht ist dieser im Endeffekt allerdings auch. Die Kämpfe gestalten sich eher hektisch, Lags und plötzlich auftauchende Spielfiguren sind keine Seltenheit und lange Ladezeiten beim Verbinden mit anderen Gamern machen Devil’s Third zu einem richtigen Lowlight in der Wii U-Gamesammlung. Der Spielmodus Chicken ist zwar eine chaotische Abwechslung aber zumindest eine, die ihrer verrückten Art in gewisser Weise gerecht wird.

Grafik

Gamer und Spieleentwickler wurden im Laufe der vergangenen Jahre bereits des Öfteren mit diversen Titeln konfrontiert, die Verwendung von Epic Games Unreal Engine machten. Borderlands, Batman Arkham Knight und DmC: Devil May Cry haben es dabei zustande gebracht, die Optik des Spiels der verfügbaren Hardware-Leistung anzupassen und grafisch fantastische Bilder auf die Fernseher zu zaubern. Valhalla Games hat es, trotz zahlreicher hervorragend aussehender Titel auf der Wii U, nicht zustande gebracht eine ähnliche Qualität zu bieten. Im Rahmen der Filmsequenzen sieht Devil’s Third fast schon wie Metal Gear Solid 3: Snake Eater aus, Ingame wird man jedoch größtenteils mit plumpen Oberflächen, wiederholendem Leveldesign und copy-paste-Landschaften enttäuscht. Das Wii U-Spiel begibt sich stellenweise sogar auf die Leistungsebene von frühen PlayStation 3-Spielen herab. Spielfiguren bewegen sich durch am Boden liegende Gegenstände und vereinzelte Gegner reagieren kaum auf Ivans Schüsse mit schweren Geschützen.

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Überraschender Weise sieht das Spiel auf dem Wii U-Gamepad gar nicht einmal so schlecht aus. Man könnte fast meinen, dass der Shooter ausschließlich für den Tablet-Controller der Konsole entworfen wurde.

Sound

Noch bevor das actionlastige Spiel Explosionen und Kugelhagel auf den Bildschirm zaubert, wird das Durchblättern des Hauptmenüs von einer stimmigen Klaviermusik begleitet. Das war es dann auch schon mit den ruhigen Momenten und der positiven Seite des Soundtracks von Devil’s Third, denn das Gemetzel an der Front wird von Gitarrensolos und wilder, mexikanisch klingender Rockmusik begleitet. So gut diese auch klingen mögen, sie gehen leider sowohl im Einzelspieler- als auch im Mehrspielermodus komplett unter, da die monoton klingenden Leidschreie der sterbenden Gegner den Großteil der Tonkulisse ausmachen.

Wer neben der englischen und französischen Sprachausgabe nach den Stimmen der Originalsprecher des japanischen Titels sucht, wird an dieser Stelle leider sehr enttäuscht, die hat es nämlich nicht in die europäische Fassung geschafft. Ob diese zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht wird, ist noch ungewiss.

Abschließende Worte

Es dauert nicht lange bis man merkt, dass das Spiel nicht von seinem Gameplay, der Grafik oder dem Soundtrack lebt, sondern eher mit der Story und den Charakteren zu begeistern versucht. Trotz des umfangreichen Multiplayers und der Möglichkeit eigene Basen zu entwerfen, bleibt das Spiel gänzlich unter den Erwartungen und enttäuscht in vielen Bereichen auf voller Linie. Die Konsole, auf der Nintendo im vergangenen Jahr fast ausschließlich hervorragende Titel veröffentlicht hat, ist nun mit Devil’s Third, einem vielversprechenden aber leider unterdurchschnittlichen, Spiel reicher geworden.

– Grandiose Endbosse

– Sieht am Gamepad „ganz gut aus“…

– Flüssiger Nahkampf-/ Fernkampfwechsel

– Umfangreicher & vielseitiger Multiplayer…

– Chicken-Modus im Multiplayer

– Verharmlosung von Guantanamo Bay

– … aber sonst eine grafische Enttäuschung!

– Mangelnde japanische Sprachausgabe

– … der sehr unspektakulär ausgefallen ist

– Abseits der Maintheme schwacher Sound

– Kaum touchscreen-relevante Steuerung

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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