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From Jam to Bread: How to Inspire Creativity Without Compromising Productivity

Auf der diesjährigen Game Developer Conference gewährte Henrique Olifiers Einblicke in die kreative Organisation von Bossa Studios UK. Bekannt geworden durch den Titel Surgeon Simulator konnten sich der Entwickler mit Spielen wie mit dem Apple-Watch Minigame Spy-Watch oder dem neuesten, verrückten Spiel I am Bread in der Spieleindustrie etablieren. Diese ungewöhnlichen Titel entstanden natürlich auch durch ungewöhnliche Maßnahmen, bei denen sich alles um produktive Kreativität, autonome Teams und Spielereinbezug dreht.

Einmal im Monat ist das ganze Können der Entwickler des Studios gefragt; bei sogenannten “Game Jams”. Die Regeln sind simpel, aber effektiv:

  1. Niemand darf alleine an einem Projekt arbeiten.
  2. Innerhalb von 48h muss eine spielbare Version ihrer Spielideen entstehen.

Um dem Ganzen einen Rahmen zu verleihen, wird ein Thema vorgegeben (z.B.: ein bestimmtes Genre oder ein Überbegriff) zu dem sich die Programmierer und Artists ein Spielkonzept überlegen müssen. Die Arbeitsteams bilden sich dabei von ganz alleine – die Entwickler bringen ihre Ideen vor, wem diese gefallen, kann sich dem Projekt anschließen. Damit wird sicher gestellt, dass alle Teammitglieder nur an den Spielen arbeiten, an denen sie Interesse haben. Nach zwei Tagen werden die Resultate vor der Gesamtheit präsentiert. Denken die Kollegen, dass ein Spiel Potential besitzt, bekommt das Team Zeit das Projekt weiter zu entwickeln, befinden sie die Ideen allerdings als unbrauchbar, werden sie verworfen.

Mit diesem System schafft das Studio im Monat etwa fünf bis sechs neue Spielideen, jedoch kommt es lediglich bei etwa einem von 30 Konzepten zur Realisierung. Scheitern zählt im Arbeitsalltag somit zur Selbstverständlichkeit und wird akzeptiert, was ein sicheres Umfeld für Innovationen schafft. Während der Projektlaufzeit entscheiden die beteiligten Entwickler autonom, ob die Durchführung sinnvoll ist oder abgebrochen werden sollte. Somit werden Konzepte schon mal nach nur ein bis zwei Monaten wieder verworfen, weil sich deren Fehlerhaftigkeit erst während des Prozesses herausstellt. Dennoch bleibt durch diese Strategie der kreative Produktionsfluss konstant bestehen und die Mitarbeiter von Bossa Studios können die Freiheit zum Experimentieren nutzen.

Mit ihrem neusten Spielentwurf zeigt Henrique Olifiers, dass ihr Organisationsstruktur sogar noch einen Schritt weiter geht – und zwar in Richtung Spielerintegration. In dem MMO-Titel Worlds Adrift dreht sich alles um realitätsgetreue Physik, Freiheit und flexiblem Environment. Dabei sind in dem kurzen First Look Video die Fans gefragt, was ihre Ideen für den nächsten Titel sind:

Die Entwickler wollen nicht mehr einfach nur ein Spiel nach ihren Vorstellungen, sondern vor allem nach den Wünschen der Gamer schaffen. Spieler werden frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert und ehestmöglich mit Beta-Versionen versorgt.

Mit dieser Strategie stehen Kreativität sowie die Bedürfnisse sowohl von Entwickler- als auch Gamerseite im Fokus. Welche Problematiken und Schwierigkeiten sich durch solche Strukturen ergeben, blieb in der Präsentation jedoch außen vor –  aber der Erfolg ihrer Titel spricht für sich.

theG33kGirl


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