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Everybody’s Gone to the Rapture
Follow Publisher: Sony
Entwickler: The Chinese Room
Altersfreigabe: -
Release: 11. August 2015

Everybody’s Gone to the Rapture

Site Score
9.0
Good: Stimmiger Soundtrack, Simple Bedienung, Beeindruckende Grafik
Bad: Hektischer Hell-/Dunkelwechsel, Nur gehen, kein Laufen möglich
User Score
5.0
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Kunst trifft auf Videospiel trifft auf PS4

Bereits auf der PlayStation 3 konnten vereinzelte künstlerisch angehauchte Videospiele aufgeschlossenen Gamern den Atem verschlagen. Was in der Filmindustrie bereits seit Jahren gang und gäbe ist, findet, trotz des langen Bestehens der Gamingindustrie, nach wie vor nur zögernd so viel Anklang, wie seine großen Brüder auf der Kinoleinwand. Spiele wie Flower, Journey sowie Braid, FEZ und The Unfinished Swan konnten in der Vergangenheit bereits überzeugen, sodass sich The Chinese Room, die Spieleschmiede vom Horrorspiel Amnesia: A Machine for Pigs, nun an die PlayStation 4 heranwagt.

Aufbruch in eine menschenleere Welt

Viele Menschen genießen das Gefühl der Einsamkeit. An einem Sonntagmorgen aufzuwachen, ruhig am Waldweg entlang zu schlendern oder durch die leeren Gassen einer Stadt zu spazieren. Wenn jedoch die gesamte Menschheit von einem Moment auf den anderen vom Erdboden verschwindet, sehnt man sich gelegentlich doch nach dem Kinderlachen oder den nervigen Nachbarn, der am Sonntag bereits um neun Uhr mit seinem Rasenmäher die Runden zieht. Everybody’s Gone To The Rapture erzählt die Geschichte des letzten Überlebenden auf der Erde, um genauer zu sein in Shropshire County. Warum, wie und wodurch die Menschen plötzlich aus der Kleinstadt verschwunden sind, erfährt man in Rahmen von sechs kleinen Szenarien, welche die Geschichte von ebenso vielen mit einander verbundenen Charakteren während der Apokalypse erzählen.

Gameplay

Die Entwickler wissen genau, wie man die digitalen Schauplätze ins Rampenlicht rückt ohne sie zu aufdringlich zu präsentieren

Ein helles Licht begleitet den Spieler kontinuierlich durch die riesige Landschaft und macht diesen auf vereinzelte Schauplätze aufmerksam. Dort lassen sich, durch das Schwenken des Controllers kurze Gespräche aus vergangenen Zeiten triggern, die meist zum Zeitpunkt oder vor der Apokalypse stattgefunden haben. Somit bekommt man einen kleinen Einblick in die Ursprünge der Katastrophe und wie die einzelnen Menschen in den jeweiligen Situationen reagiert haben, ohne die Personen jemals zu Gesicht zu bekommen – meist sieht man dabei immer nur Lichtwolken miteinander reden.

Dem Spieler wird dabei eine sehr große Bewegungsfreiheit geboten. Natürlich kann man die mal aggressive, mal geduldige dahinschwebenden Lichtkugel permanent verfolgen und die wichtigsten Ereignisse und somit die gesamte Story binnen ungefähr sechs Stunden durchspielen, wer sämtliche Bereiche erforscht, bekommt aber wesentlich mehr Gespräche zu hören und wird noch mehr in die Geschichte des Spiels involviert.

Durch das Drücken des X-Knopfes ist es möglich gelegentlich mit der Umgebung zu interagieren. So werden Türen geöffnet, Anrufbeantworter abgespielt oder Radios ein- und ausgeschaltet. Abseits dessen lässt sich nur wenig beeinflussen. Selbst die Gehgeschwindigkeit ist stets die gleiche, was oftmals etwas anstrengend sein kann. Wenn man jedoch der Typ von Gamer ist, der gerne eine kurze Pause einlegt, um die beeindruckend aussehende Umgebung zu begutachten, dann ist diese Fortbewegungsgeschwindigkeit genau die richtige. So wird man auf kleinere Details wie tote Vögel, blutige Taschentücher und kürzlich angezündete und anschließend liegen gelassene Zigaretten aufmerksam.

Grafik

Von einem Artwork aus geht man zu Beginn des Spiels in eine wunderschöne digitale Landschaft über. Und wundert sich, wieso die fantastisch aussehende Filmsequenz, welche einen beeindruckenden Ausblick spendiert, nicht fortgesetzt wird. Es handelt sich um Spielegrafik und der bereits gestarteten Story. Die Faszination über die virtuellen Augenweiden, die in Everybody’s Gone To The Rapture präsentiert werden, dürfte den forschenden Spielern der englischsprachigen Kleinstadt noch des Öfteren den Atem verschlagen. Sei es bei einem beleuchteten Weg unter dem nächtlichen, klaren Sternenhimmel oder tagsüber im Weizenfeld vor einer Lichtung auf der ein riesiger Ahornbaum die Aufmerksamkeit auf sich zieht – die Entwickler wissen genau, wie man die digitalen Schauplätze ins Rampenlicht rückt ohne sie zu aufdringlich zu präsentieren.

Kleine Details wie blutige Taschentücher, Quarantäne-Schilder und tote Vögel auf dem Weg erwecken den Anschein, dass der friedlichen Kleinstadt etwas schreckliches widerfahren sein musste. Das Leveldesign ist zu Beginn recht linear, bietet dem Spieler im späteren Verlauf jedoch sehr viele Möglichkeiten, die Umgebung zu erforschen, um versteckte Locations zu entdecken und somit mehr von den Geschehnissen der Apokalypse zu erfahren.

Trotz der detaillierten Grafik und der oftmals atemberaubenden Landschaften trüben die spontanen Sprünge zwischen Tag und Nacht bei den Erzähl-Momenten etwas die Optik. In diesen bewegt sich die Sonne hektisch über den Himmel und nimmt dem gesamten Spiel den zuvor generierten natürlichen Touch.

Sound

Das Zwitschern der Vögel, der ruhig dahin plätschernde Bach und der zarte Wind, welcher gelegentlich durch die Blätter der Bäume saust, sorgen dafür, dass das Spiel noch realitätsnäher wird, als die Optik es einem zu verkaufen versucht.

Das Spiel lebt von der Stille, den ruhigen Momenten, in denen man sich gerne am Wegrand auf eine Parkbank setzt, um die Aussicht zu genießen. Vereinzelte Soundtracks sind trotzdem in der Lage die Stimmungbestimmter Konversationen noch mehr auf den Punkt zu bringen. Passend dazu hat The Chinese Room jeden der unsichtbaren Spielcharaktere mit einer hervorragenden Sprachausgabe versehen. Trotz Synchronstimmen wird nicht zu viel von der Story verraten, der Hauptfokus der Spielerfahrung liegt nämlich nach wie vor in der Stimmung des Spiels.

Abschließende Worte

Trotz der beispiellosen Schönheit von Shropshire County ist die englischsprachige Kleinstadt leider komplett ausgestorben. Es ist eine überaus interessante Erfahrung den Grund für das Aussterben sämtlicher Bewohner heraus zu finden und dabei die makellos natürliche Atmosphäre zu genießen. Nach den Portierungen von Titeln wie Flower und Journey feiert Everybody’s Gone To The Rapture mit gutem Grund sein Erscheinen als erstes hochkarätiges, künstlerisch angehauchtes Downloadspiel auf der PlayStation 4.

– Atemberaubende Momente

– Stimmiger Soundtrack

– Simple Bedienung

– Beeindruckende Grafik

– Riesiges, erkundbares Areal

– Hektischer Hell-/Dunkelwechsel

– Nur gehen, kein Laufen möglich

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Everybody’s Gone to the Rapture – Fakten