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J-Stars Victory VS+
Follow Publisher: Bandai Namco
Entwickler: Spike Chunsoft
Altersfreigabe: 12+
Release: 26. Juni 2015

J-Stars Victory VS+

Site Score
7.0
Good: - Viele spielbare Charaktere, Optisch/Musikalisch gut, Viele Freispielmöglichkeiten
Bad: Monotone Kämpfe auf Dauer, Etwas lange Ladezeiten, Grenzen werden schnell klar
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J-Stars Victory VS+, Spike Chunsoft, Bandai Namco

Rechtzeitig zum Sommerstart 2015 bescheren Entwickler Spike Chunsoft und Publisher Bandai Namco allen Anime und Manga-Fans einen ganz kuriosen Leckerbissen: J-Stars Victory VS+ ist das aktuellste All-Stars Fighting-Crossover Lizenzspiel für alle PlayStation-Systeme, in denen sich bekannte Titel- und Seriencharaktere aus der Shōnen JUMP wieder einmal ein Stelldichein der besonderen Art liefern. Neben Kampflegenden, wie Son-Goku (Dragon Ball), Luffy (One Piece) und Naruto (Naruto) gesellen sich für die westlichen Anime-Fans viele recht flüchtige oder gar unbekannte Anime/Manga-Ikonen hinzu, welche schon einst in Tatsunoko VS Capcom für erstaunte Gesichter gesorgt haben. Ursprünglich als ein Jubiläums-Spiel der Shōnen JUMP zum 45. Geburtstag geplant, produziert und in Japan erschienen, kommt J-Stars Victory VS+ nun gut eineinhalb Jahre später, als eine erweiterte und verbesserte Version für den Rest der Welt, in den Handel.

Taucht ein in die J-World!

Die Handlung von J-Stars Victory VS+ erfüllt mehr ihren Zweck, als wirklich etwas Besonderes zu sein: Verschiedene JUMP-Charaktere treffen in einer riesigen, bereisbaren Spielewelt aufeinander, um sich in einem Turnier zu messen. Innerhalb von vier ähnlichen Kampagnen finden die unterschiedlichsten Figuren aus der Shōnen JUMP-Welt zusammen, um sich gegen Ende einen spektakulären Kampf zu liefern. Aber wie sich bald heraus stellt, gilt es einen gemeinsamen Feind zu besiegen.

Erwähnenswert ist auch, dass die Geschichte dabei mit starren Visual Novel-typischen Charakterportraits anstatt animierter Cutscenes erzählt wird. Ähnlich, wie in Nintendos Fire Emblem-Reihe, werden die zahlreichen Dialoge während des Storymodus mit japanischen Kurzlauten oder simplen Sätzen vorgetragen, anstatt tatsächliche Dialoge zu führen. Das könnte den einen oder anderen Fan vielleicht ein wenig enttäuschen, wenn man bedenkt, wie viele Serien, Rebootes und Filme es zu den dutzenden Shōnen JUMP-IPs gibt.

Gameplay

Das spielbare Repertoire umfasst 39 bekannte Charaktere und 13 Support-Charaktere, so wie die genre-typischen Standard Modis, wie Arcade, Training und dem bewährten Multiplayer. Was J-Stars Victory VS+ von anderen 3D-Brawlern ein wenig unterscheidet, ist seine simplere 3D-Steuerungsmechanik. Zwischen leichteren und schweren Angriffen gibt es auch charakterspezifische Attacken und ein simples Blocksystem, woraufhin man nach erfolgreicher Abwehr gleich direkt kontern kann. Abgerundet wird das Kampfsystem mit einer Sprint- und Ausweichfunktion und einem kurzen Zeitfenster, in denen die Charaktere ein wenig verbesserte Werte und Zugriff auf ihre ultimativen Techniken besitzen.

Der typische Kampfverlauf ist schnell erklärt: Zwei Teams, bestehend aus jeweils drei unterschiedlichen Charakteren, geben sich in einem großen Gebiet einen spektakulären Kampf. Das Team, welches zuerst dreimal einen der Rivalen aus der gegnerischen Gruppe besiegt, gewinnt die Partie. Einer der Besonderheiten des Kampfsystems ist das anfängerfreundliche Gameplay, in dem niedergeschlagene Charaktere eine Zeit lang nicht durch weitere Angriffe verletzt werden können, so dass auch absolute Beginner nicht von unendlichen Combos von Schlägen, Tritten und Teamtechniken das Handtuch werfen werden. Dies bringt natürlich ganz eigene Vor- und Nachteile mit sich, wenn die schnelle Prügelaction für mehrere Sekunden zu einem langsameren Pacing wechselt, nachdem man zum Beispiel Naruto in Grund und Boden gedrückt hat und man ihm nichts mehr antun kann, bis er wieder auf den Beinen ist. Sollte man jedoch einmal in der Klemme stecken, dann lassen sich die Support-Charaktere zwischenschalten, die einem für eine kurze Dauer bei Angriffen assistieren oder auch heilen.

Jeder Kampf will bis zum kompletten Ende ausgekostet werden, um genügend Punkte für das Punktekonto zu verdienen. Neue Charaktere werden nämlich über den, im Spiel integrierten, JUMP-Shop erworben, so dass der Spaß über mehrere Wochen anhält. Der Shop dient dazu die unterschiedlichsten Dinge freizuspielen, vor allem Karten, die zu einem eigenen Deck aus unterschiedlichen JUMP-Charakteren zusammengestellt werden können. Die sammelbaren Karten unterteilen sich wiederum in normale und seltene und unterstützen den spielbaren Charakter durch attributsverändernde Fähigkeiten. Das System wird zusätzlich noch komplexer und vor allem sammellastiger, wenn man die Karten gleicher Serie kombiniert, um spezielle Effekte freizuschalten oder gar negative Auswirkungen komplett zu negieren.

Grafik

Der verwendete Grafikstil in J-Stars Victory VS+ fängt die einzelnen Zeichenstile der Charaktere und auch der einzelnen Stages sehr gut ein, wird aber von längeren Ladezeiten vor dem eigenen Kampfbeginn geplagt. Alle spielbaren Helden präsentieren sich technisch sauber programmiert auf dem Bildschirm und fangen die typischen Macken und Merkmale jedes Originalwerkes mit Bravour ein. Anzumerken ist jedoch, dass sich Bandai Namco bewusst bei einigen Serien an den Anime-Vorlagen der Mangareihen orientiert hat und es immer wieder zu einigen kleinen Abweichungen in der Darstellung der Charaktere kommen kann. Natürlich dürfen serien-etablierte Verwandlungen oder Power-Ups auch in diesem Manga Battle Royale nicht fehlen, die während den Ladebildschirmen zusammen mit der Steuerung und den Grundtechniken näher beleuchtet werden.

Vergleicht man J-Stars Victory VS+ mit anderen All-Stars Prüglern, wie zum Beispiel Nintendos aktuellen Super Smash Bros.-Veröffentlichungen oder Capcoms eigenen [Name]VS Capcom-Titeln, dann werden dem Spieler sehr schnell die Grenzen des Titels aufgezeigt. Eines der Hauptprobleme ist die bescheidene Sparmaßnahme abseits der spielbaren Charaktere. Obwohl die Kampflocations ihre Ursprünge sehr gut visuell einfangen können und durchaus riesige Areale darstellen, so merkt man dem Spiel leider an jeder Ecke und Kante an, dass diese nicht mit der gleichen Sorgfalt programmiert wurden, wie die Mangahelden selbst. Das beginnt bei harmlosen Grafikeffekten, wenn Teile des Gebietes zerstört werden und endet bei den leeren und leblosen Orten, in denen man sich gegenseitig die Köpfe einschlägt. Zusätzlich endet J-Stars Victory VS+ öfters in einem Kamera-Fiasko, wenn Gebäude einstürzen oder man in ungünstige Ecken gedrängt wird. Da wäre definitiv mehr möglich gewesen.

Sound

Fans der amerikanischen Sprachausgabe müssen bei diesem Spiel Abstriche in Kauf nehmen, weil J-Stars Victory VS+ komplett in japanischer Sprachausgabe gehalten wurde.

Einer von J-Stars Victory VS+s größten und für den westlichen Massenmarkt unbewusstesten Stärken dürfte die sorgfältige Liebe für den Soundtrack darstellen, wie man es vielleicht sonst nur von einem Titel wie Super Smash Bros. erwarten würde. Nahezu jeder Originalsprecher und auch jene Seiyūs aktueller Shōnen JUMP-Rebootserien haben sich hier versammelt, um ein wahres Anime-Faceoff zu liefern. Angefangen von ‚Dragon Balls‘ Son Gokus inzwischen fast 80ig jährigen Sprecherin Masako Nozawa bis hin zu LaSalle Ishiis komplett unbekannter Performance als Ryōtsu Kankichi aus der 40-jährigen Mangareihe ‚Kochikame‘ lässt sich im Spiel absolut alles mit Rang und Namen finden, welche mit charaktertypischen Sprüchen und Lauten das Spiel zu einem übereifrigen, lauten und actionlastigen Fighter machen. Insbesondere gilt auch das Augenmerk dem Getratsche zwischen den einzelnen Trios vor Kampfbeginn und auch während den Kämpfen. Je nach Gruppenkonstellation ergeben sich stellenweise lustige Insider- oder Anlehnungen früherer Geschichten oder es wird simpel und einfach auch nur bewusst das Gefühl vermittelt, dass Charaktere einer gleichen IP zusammenarbeiten.

Musikalisch wurde ebenfalls an keiner Ecke gespart: Viele der anwählbaren Kampfarenen spiegeln akustisch die repräsentierte (Anime-)Serie passend wieder, in welchen unzählige Originalkomponisten der Animationen oder der zugehörigen Videospiele neue Arrangements oder komplett neue Songs im jeweiligen Serienstil einspielten. Zu beachten gilt aber, dass nicht jeder spielbare Charakter diese Bevorzugung genossen hat und diverse Lieblinge und Sekundärcharaktere sich Eigenproduktionen mit anderen Charakteren teilen müssen. Als besonderen Leckerbissen steuern die drei bekannte Pop-Ikonen Kageyama Hironobu (Dragon Ball Z Openings), Kitadani Hiroshi (‚We Are‘, erstes One Piece Opening) und Kushida Akira (Tokusatsu/Power Rangers-Franchise) zusätzlich mit ‚Fighting Stars‘ den gemeinsam gesungenen Titelsong und Hauptthema des Spieles bei.

Fans der amerikanischen Sprachausgabe müssen bei diesem Spiel Abstriche in Kauf nehmen, weil J-Stars Victory VS+ komplett in japanischer Sprachausgabe gehalten wurde und es vermutlich auch keinen Stammsprecher für viele der in Europa und Amerika unbekannteren Charaktere gibt. Als kleiner Trost lässt sich zumindest die Hintergrundmusik problemlos für jede einzelne Stage ändern und auch eigene Tracks abspielen.

Abschließende Worte

Eigentlich hätte man nicht mehr damit gerechnet, dass J-Stars Victory VS+ jemals die Grenzen Japans verlassen würde, doch glücklicherweise belehrten uns Bandai Namco und Entwickler Spike Chunsoft eines Besseren. Die verspätete Frischkurfassung bügelt einige Schwächen der japanischen Kaufversion aus, kann sich aber trotzdem nicht ganz mit den ganz großen Titeln in dem All-Stars Battle Genre messen. J-Stars Victory VS+ bleibt trotz all seinen Gameplay-Spielereien und all dem freischaltbaren Content ein durchgehend überschaubarer Fighting-Titel im Single-Player Modus. Viele funktionierende Taktiken lassen sich problemlos oft wiederholen, so dass der wahrscheinlich größte Feind des Spieles das eigene monotone Gameplay ist und man da doch die Tiefe eines Capcom-Prüglers oder gar Super Smash Bros. vermisst. Nichtsdestotrotz bleiben die Kämpfe gegen Freunde im Splitscreen oder verständlicherweise online sehr spannend und fordernd und holen das Meiste aus dem Titel raus.

J-Stars Victory VS+ richtet sich in erster Linie an Fans der einzelnen Serien, deren größter Wunsch es ist, dass sie mit ihren Lieblingscharakteren andere berühmte JUMP-Helden einmal schlagkräftig ihre Meinung sagen und einfach nur eine Runde Spaß haben wollen. Der dazugehörige inGame-Fanservice, die unzähligen Insider und auch die Gespräche zwischen den einzelnen Serienfiguren runden das Erlebnis natürlich bestens ab, so dass Langzeitfans der JUMP-Serien bei diesem Titel voll auf ihre Kosten kommen werden.

– Viele spielbare Charaktere

– Optisch/Musikalisch gut

– Einfach zugängliches Kampfsystem…

– Viele Freispielmöglichkeiten

– Monotone Kämpfe auf Dauer

– Etwas lange Ladezeiten

– …Grenzen werden schnell klar

– Handlungskampagnen unterscheiden sich kaum voneinander

Miles


Miles ist ein Oldschool Gamer Extraordinaire, Liebhaber & Sammler von Videogame Soundtracks und neuerdings auch Stammkunde bei diversen offiziellen und inoffiziellen Gaming Clothing Stores. Wenn er nicht gerade Sklave seines eigenen Konsumwahnes ist, spielt er mit Freunden auf Nintendo & Sony Konsolen/Handhelds aktuelle Spiele und Klassiker.

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J-Stars Victory VS+ – Fakten