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Harvest Moon: Das verlorene Tal
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Natsume
Altersfreigabe: 0+
Release: 19.06.2015

Harvest Moon: Das verlorene Tal

Site Score
7.0
Good: Große Anzahl an Saatgut, Länger anhaltende Ausdauer, Sehr guter Soundtrack
Bad: Kein Dorf mehr, Minimale Grafikprobleme
User Score
9.3
(3 votes)
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Rating: 9.3/10 (3 votes cast)

Pflügen, Säen, Gießen, Ernten – das Leben auf der Farm

Nach dem großen Erfolg von Harvest Moon: A New Beginning, welches 2013 ebenfalls für den Nintendo 3DS erschien, kommt nun der nächste Teil der Serie in den Handel. Im Titel mit dem Beinamen Das verlorene Tal hat sich das Entwicklerteam auf neues Terrain begeben und einen Editor implementiert. Somit ist man auf den Zug, der durch Minecraft und dessen Möglichkeit der freien Weltgestaltung ausgelöst wurde, aufgesprungen. Ob dies für eine Spieleserie wie Harvest Moon geeignet ist und wie die Fangemeinde darauf reagiert, wird sich zeigen.

Beende den ewigen Winter und hilf der Erntegöttin

Es herrscht ein ewiger Winter im verlorenen Tal, denn die Menschen haben das Land aufgegeben und verlassen. Der Boden ist karg und leblos, auch die Tiere sind schon lange verschwunden. Die Erntegöttin und ihre Erntewichtel haben dadurch ihre Kräfte verloren und sind anschließend in einen Tiefschlaf gefallen.

Der Protagonist stolpert, auf seinem Weg über die Berge, in jenes verlorene, vom ewigen Winter gebeutelte, Tal. Eine mysteriöse Stimme rät dem Helden bei seiner Tour in einem kleinen, verlassenen Haus Schutz vor den Gewalten der Natur zu suchen. Bald stellt sich heraus, dass der Protagonist einer der wenigen Menschen ist, der die Erntewichtel sehen und somit das Tal und seine Bewohner retten kann. Von diesem Zeitpunkt an wird das kleine Haus das neue Heim des Helden und er beginnt das Tal zu bestellen, Gemüse und Blumen anzubauen und so Schritt für Schritt die verlorenen Jahreszeiten zurück zu holen. Damit plant er die Kraft der Erntegöttin wieder herzustellen, dabei viele Freunde zu finden und vielleicht sogar einen Lebensabschnitt mit einer besonderen Person zu beginnen.

Gameplay

Vom Haus ausgehend, können drei wichtige Bereiche besucht werden: Direkt neben der eigenen Behausung führt ein Weg in das Tal, welches aus quadratischen Platten (Erde, Stein und Wasser) aufgebaut ist und nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden kann. Von dort aus betritt man die Quelle der Erntegöttin und das Mondscheintal, wo man, abhängig von Wochentag und Tageszeit, auf verschiedene Bewohner trifft, die Samen verkaufen oder Erze veredeln. Am Fuße des Berges gibt es acht Schächte die in Stollen hinein führen, wo Erze abgebaut werden können. Natürlich wachsen im Tal auch Bäume deren Holz als Baumaterial verwendet werden kann und es gibt Wasserstellen die den Spieler mit Fischen versorgen. Zusätzlich zur Option der Welteditierung können die unterschiedlichsten Gegenstände und Gebäude wie Ställe, Brücken, Zäune oder auch eine Windmühle platziert werden. Des Weiteren kann man das Haus erweitern und Böden, Wände und Vorhänge individuell auswählen, vorrausgesetzt man besitzt alle nötigen Materialien und genügend Geld. Das Haus verfügt von Beginn an über eine Küche. Der Spieler kocht auf Basis von Rezepten, welche im Handel gekauft werden können.

In Harvest Moon: Das verlorene Tal kann die Erde durch Pflügen in Acker verwandelt und darauf Feldfrüchte angebaut werden. Man muss die Werkzeuge dabei nicht auswählen, je nachdem ob es sich um Rohboden oder bestelltes Land handelt, werden die Werkzeuge automatisch ausgewählt, beziehungsweise belegen unterschiedliche Tasten. Bei der Charaktersteuerung nutzt man den Analogstick zur Fortbewegung, das Steuerkreuz um bei der Arbeit bestimmte Felder anzuwählen und die Schultertasten zum Adjustieren der Kamera.

Der Anbau von Gemüse und Blumen basiert auf dem bekannten Schema: Pflügen, Säen, Gießen und anschließend Ernten; wahlweise kann man die Pflanzen auch düngen. Hilfe bei der Feldarbeit bekommt man durch die Erntewichtel, aber auch Regen und Schneefall bewässern gelegentlich die Felder. Im Gegensatz zu früheren Versionen können die Werkzeuge im neuen Spiel nicht mehr verbessert und so eine größere Fläche auf einmal bearbeitet werden. Es stehen standardmäßig auch nur eine begrenzte Anzahl an unterschiedlichen Samen zur Auswahl. Das Sortiment kann jedoch erweitert werden, in dem man Mutationen (welche unter bestimmten Bedingungen von alleine entstehen) erntet und verkauft.

Auch in der neuesten Auskopplung hält man Tiere wie Hühner, Kühe oder Schafe, welche in Ställen im Tal-Bereich leben und ähnlich wie die Felder täglich versorgt werden müssen. Durch intensive Pflege steigt dabei im Spielverlauf die Qualität der Produkte. Anders als in früheren Titeln der Serie ist es leider nicht mehr möglich die Tiere täglich auf die Weide zu lassen, da hierfür die Hilfe eines Erntewichtels benötigt wird und dieser nur maximal drei Tage unter der Woche zur Verfügung steht. Im späteren Spielverlauf bekommt man die Möglichkeit einen Hund und ein Pferd zu erwerben. Ersterer bringt dem Spieler bei hoher Zufriedenheit täglich ein Item und Hilft beim Weiden der Nutztiere. Das Pferd dient ausschließlich zum Reiten und ermöglicht ein schnelleres Vorankommen im Gelände.

All die Aktivitäten kosten nicht nur Zeit sondern auch Ausdauer. Hatte man in früheren Ablegern noch Probleme mit der zur Verfügung stehenden Ausdauer alle Arbeiten zu absolvieren, ist es in Harvest Moon: Das verlorene Tal ein Klacks alle Aufgaben zu bewältigen. Nur selten stößt man an die Grenzen des eigenen Charakters. Der begrenzende Faktor ist hier eher die Zeit. Durch die Umstellung der Werkzeuge braucht man viel länger, um die Felder und die Tiere zu pflegen und so wird Zeitmanagement ein wichtiger Teil des Spiels.

Wie es für die Harvest Moon-Reihe üblich ist, gibt es viele Möglichkeiten mit den Bewohnern zu interagieren. Nachdem man die Jahreszeiten wieder zurückgebracht hat, finden in jedem Quartal unterschiedliche Feste statt, bei denen es andere Bewohner zu übertrumpfen gilt, um einen besonderen Preis zu gewinnen. Es gibt beispielsweise Wettkämpfe im Fischen, Kochen und sogar im Suchen von Eiern. Es besteht erneut die Möglichkeit, andere Spielfiguren zu heiraten. Hier stehen je drei männliche und drei weibliche Kandidaten zur Auswahl. Durch regelmäßiges Reden und dem Erledigen von Anliegen steigt die Zufriedenheit der Bewohner – so können auch Romanzen entstehen.

Grafik

Auf Grund der Möglichkeit einen Teil der Welt, durch das Hinzufügen oder Abbauen verschiedener Blöcke, nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, wurde die Optik des neuen Harvest Moon-Titels auch außerhalb des Tals in Blöcken unterteilt, was dem Spiel einen sonderbaren Touch gibt. Was während des Spielens auffällt, ist dass der gesteuerte Charakter oft an den Ecken dieser Blöcke hängen bleibt und nicht mehr weiter kommt. Ähnliches passiert auch nachdem man beispielsweise den Hund oder die Hühner aufhebt und wieder abgesetzt: Manchmal scheint ein unsichtbares Hindernis im Weg zu sein. Des Weiteren läuft die Spiele-Engine ab und zu ruckelig und unflüssig.

Abgesehen von vereinzelten optischen Unreinheiten wurde das Spiel, ganz im Stil der Vorgänger, sehr liebevoll und niedlich gestaltet. Die Charaktere besitzen alle einen sehr großen Kopf, einen langen Körper und kurze Beine, was etwas gewöhnungsbedürftig aussieht. Durch die dreidimensionale Gestaltung der Umgebung, hat man darauf verzichtet den 3D-Effekt des Nintendo 3DS zum Einsatz zu bringen. Die Jahreszeiten kommen sehr gut zur Geltung, wobei kleine Details wie herumfliegende Insekten oder Waldtiere die Umgebung sehr lebendig wirken lassen.

Sound

Jede Jahreszeit ist mit Musik so wie dazu passenden Geräuschen unterlegt. Die Musikstücke sind sehr eingängig und machen Lust den Ton auch bei längeren Spielsitzungen aufgedreht zu lassen. Der Komponist, Tsukasa Tawada, hat auf weiche Instrumente wie Akustikgitarren, Flöten und Klavier gesetzt und damit einen ruhigen Soundtrack geschaffen. Einzig die Vertonung von nicht durchführbaren Elementen wird mit der Zeit etwas anstrengend. Alles zusammen wurde ein sehr angenehmer musikalischer Hintergrund kreiert.

Abschließende Worte

Der neueste Titel der Harvest Moon-Serie überrascht durch den neuen Editor. Leider fehlen wichtige und bekannte Elemente, die man in den Vorgängern lieb gewonnen hat. Es wurde beispielsweise gänzlich auf ein Dorf verzichtet somit laufen die Bewohner nun einfach zu bestimmten Zeitpunkten vor dem Haus oder anderorts herum. Sie wirken dadurch etwas verloren und erwecken den Eindruck, als hätte das Einfügen des Dorfes zu viel Zeit in Anspruch genommen und man hat es stattdessen lieber gekürzt. Auch das Fehlen von Werkzeug-Verbesserungen sowie die Grafikfehler sind etwas enttäuschend.

Fans von Harvest Moon werden sich sicher schnell an den Ablauf des Spiels gewöhnen und so die Hauptstory rasch durchspielen, Neueinsteiger haben es an dieser Stelle schon etwas schwerer. Für das Vorankommen in der Geschichte müssen nämlich einige langatmige Herausforderungen bewältigt werden, was bei unerfahrenen Spieler zu Frust führen könnte. Generell fügen sich Grafik und Design in die Reihe ein, obwohl durch das Einbinden des Editors einiges verändert werden musste. Alles in allem handelt es sich bei Harvest Moon: Das verlorene Tal um einen soliden und preislich ausgewogenen Titel, der Fans so wie Neulinge zu vielen Spielstunden hinreißen wird.

– Einfache Werkzeug-Steuerung …

– Große Anzahl an Saatgut

– Länger anhaltende Ausdauer

– Sehr guter Soundtrack

– … aber keine Werkzeug-Verbesserungen

– Kein Dorf mehr

– Minimale Grafikprobleme

NotAmy


Tetris-Kekse backen, Minecraft-Polsterüberzüge stricken oder doch lieber einen Creeper Bettüberwurf nähen? Tja, bei mir gibt's das alles und noch viel mehr. Neben dem Zocken am Handheld oder PC steigere ich mich gerne mal in Doctor Who hinein, verbringe ganze Wochenenden mit der Extended Edition von Der Herr der Ringe und auch Fantasy Bücher oder Mangas sind mir nicht fremd. Nerd sein ist einfach schön!

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Harvest Moon: Das verlorene Tal – Fakten