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Fossil Fighters Frontier
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Spike Chunsoft
Altersfreigabe:6+
Release: 29. Mai 2015

Fossil Fighters Frontier

Site Score
7.0
Good: Steuerung des Vivomobils, Einprägsamer Retro Sound, Abgestimmter Einsatz des 3D Effektes
Bad: Veraltetes Design, Einfallslose Animationen
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Pokémon-Fans aufgepasst; hier kommen die Dinos!

Für all jene, die es sich bereits seit langem wünschen, kommt nun endlich der ersehnte Tag: Fossil Fighters Frontier für Nintendo 3DS erscheint als erster Titel der Spieleserie auch hier in Europa. Die Reihe existiert bereits seit 2008, als Fossil Fighters erstmalig für Nintendo DS in Japan auf den Markt kam. Mehr als ein Jahr später schaffte es die IP auch nach Nordamerika und Australien. Der Nachfolger, Fossil Fighters Champions, wurde 2010 neben Japan nur noch in Nordamerika (2011) für die gleiche portable Konsole veröffentlicht.

Fossil Fighters Frontier ist, wie seine Vorgänger auch, ein Rollenspiel in dem man mit wiederbelebten Sauriern in den Kampf zieht. Das generelle Gameplay der Vorgänger wurde Großteils übernommen, jedoch hat man einige Features überarbeitet und erweitert. Es bleibt abzuwarten ob der Erfolg der Serie von den USA nun auch zu uns herüberschwappt.

Schütze die Fossilienparks und rette die Welt

Die Geschichte beginnt damit, dass sich der Held (Junge oder Mädchen) im Rahmen einer Aufnahmeprüfung der Herausforderung stellt, Wächter in einem der Fossilienparks zu werden. Diese Prüfung besteht aus zwei Team-Kämpfen (mit Sauriern wohlgemerkt), 2-gegen-2; wer diese gewinnt hat bestanden und wird aufgenommen. Neben dem Protagonisten stellen sich noch sieben weitere mutige Jungspunde diesem Test, welche im späteren Verlauf der Geschichte noch wichtige Rollen einnehmen werden.

Während der ersten Erkundungstour durch das Hauptquartier stößt der Held auf eine seltsame Maschine, in der ein kleiner, roter Vivosaurier, ein aus Skeletten wiederbelebter Kampfdino, aufbewahrt wird. Durch ein Missgeschick kann sich dieser befreien und flüchtet prompt in den Park. Dort stellt sich der Winzling unvorbereitet einem übermächtigen, wilden Biest, das er schließlich nach einer unikaten, körperlichen Weiterentwicklung mit Hilfe des Protagonisten besiegen kann. Zurück im Hauptquartier vertraut man dem Protagonisten den kleinen, mysteriösen Saurier als Partner an. Von diesem Moment an untersteht das Duo Stryker, dem Captain der Wächter, und wird zu anderen Fossilienparks geschickt. Im späteren Spielverlauf stellt sich heraus, dass eine Organisation namens BR-Brigade, welche vor Jahren von Stryker zerschlagen wurde, im geheimen weiterexistiert hat und nun erneut den Frieden auf der Welt bedroht. Gemeinsam mit einer Unmenge an Helfern und Freunden wird alles dafür getan, die Welt vor der herannahenden Bedrohung zu retten. 

Gameplay

Bereits das Intro erinnert an eine Anime-Serie der 90er Jahre. Fans von Pokémon und Digimon werden sich somit schnell mit dem Titel anfreunden können.

Das Entwicklerteam hat die Spielmechanik der Vorgänger-Titel weitgehend beibehalten und nur kleine Änderungen und Erweiterungen durchgeführt. In den Parkstrecken bewegt man sich, auf der Suche nach wilden Vivosauriern und natürlich Fossilien, mit Hilfe von Vivomobilen fort. Die Steuerung der Fahrzeuge ist sehr simpel: Der Analogstick dient zum Lenken, mit dem A-Knopf gibt man Gas, der B-Knopf ist die Bremse und die R-Taste aktiviert den Drift. Wurden die Fossilien in den Vorgängern noch eingesammelt und mussten später im Labor gereinigt und wiederbelebt werden, kann dies nun ganz einfach im Auto passieren. Hierfür ist jedes Fahrzeug mit der nötigen Ausrüstung ausgestattet: Über das eingebaute Sonar findet man die in Wänden versteckten Skelettteile und legt diese unter Anwendung unterschiedlicher Bohrer und Hämmer, welche mit dem Stylus am Touchscreen geführt werden, frei. Zusätzlich besitzt jedes Mobil ein Röntgengerät, mit dem man Fossile unter den Steinschichten erkennen kann.

Bei jeder Ausgrabung kann ein Maximum an 100 Punkten ergattert werden; Abzüge gibt es vor allem dann, wenn man nicht vorsichtig genug arbeitet und das Fossil beschädigt, oder es nicht schafft das Skelettteil in der zur Verfügung stehenden Zeit vollständig freizulegen. Wurden mindestens 50 Punkte erreicht (also das halbe Skelett ausgegraben), wird es wiederblebt. In den Vorgänger-Titeln musste hierfür noch der Kopf gefunden werden – in Fossil Fighters Frontier reicht ein beliebiges Körperteil des gesamten Skelettes aus. Es hat dennoch seine Vorteile alle Teile aufzuspüren, denn die Punkte werden direkt in Erfahrungspukte umgewandelt und erhöhen somit das Level des wiederbelebten Dinos. Zusätzlich erhält ein Saurier mit jedem hinzugefügten Skelettteil eine Fähigkeit, welche eine Attacke darstellt. Für jeden Vivosaurier existieren vier normale und vier seltene Skelettteile, die alle eigene Fähigkeiten mit sich bringen und dem Vivosaurier jeweils maximal 100 Punkte hinzufügen.Die erhaltenen Vivosaurier stehen zum Kampf mit wilden Dinos, gegen Unruhestifter oder für Turnierkämpfe bereit. Wie zuvor erwähnt, hat jeder Saurier eine Anzahl an Fähigkeiten, welche im Kampf, unter Einsatz von Fossilpunkten (werden in jeder Kampfrunde automatisch aufgeladen) genutzt werden können. Die Effektivität dieser Attacken hängt erstens von der Ausrichtung des Gegners ab und zweitens von seinem Element. Jeder Saurier kann einem von fünf Elementen (Feuer, Wasser, Luft, Erde, Neutral) zugeordnet werden und hat dadurch einen Vorteil gegenüber einem anderen Element (mit Ausnahme des Elementes “Neutral”). Dabei kann immer nur ein Vivosaurier ins Gefecht geschickt werden, welcher im Vorfeld frei wählbar ist. Zusätzlich können vor dem Start einer Expedition oder eines Wettkampfes bis zu zwei Kreidekumpel, registrierte Freunde innerhalb des Spiels, auf das Abenteuer mitgenommen werden. Alle Kreidekumpel besitzen einen einzigen Dinosaurier und nutzen im Kampf je zwei Hilfsladungen als Unterstützung. Gewonnene Kämpfe bringen allen eingesetzten Dinos Erfahrungspukte, die wiederum ab einer gewissen Menge das Level erhöhen.

Neben der Möglichkeit das Vivomobil in der Garage mit verschiedenen Antrieben oder Reifen zu verbessern oder die für die Ausgrabungen verwendeten Werkzeuge zu ändern, kann eine Auswahl an Kampf-Items, oder auch Hilfsladungen, auf dem fahrbaren Untersatz installiert werden. Diese erhöhen dann beispielsweise die Initiative, Angriff oder Verteidigung, oder heilen einen Vivosaurier im Falle einer Vergiftung, Paralyse oder Verwirrung – selbstverständlich kann so auch die Lebensenergie aufgefüllt werden. Die Nutzung dieser Gegenstände bedarf etwas Übung, denn abhängig von der, in der Garage ausgewählten Reihenfolge, belegen sie die Tasten A, B, X und Y und können nur in einem kurzen Zeitfenster vor der eigenen Attacke oder kurz vor dem Angriff des Gegners aktiviert werden. Alle Items sind beliebig kombinierbar, wobei beim Kombiniervorgang mehrmaliges Drücken der selben Taste für einen Bonus sorgt und damit die Effektivität erhöht. Des Weiteren sind die Hilfsladungen nur in limitierter Anzahl vorhanden und müssen zwischen den Kämpfen, an herumstehenden Tankstellen, neu aufgeladen werden.

Jeder Park kann einem Kontinent zugeordnet werden, wobei sich das Hauptquartier der Wächter in Park Asien befindet (weitere Zweigstellen befinden sich in Nord Amerika oder Europa). Alle Zweigstellen besitzen einen eigenen Anführer und sind mittels Wurmlöcher mit einander verknüpft. Grundsätzlich findet man in jedem Park die selben Gebäude: So befinden sich dort neben der Zentrale, das Vivo-Stadium, der Fossil-Basar, die Garage und die Team-Garage.

Durch die Verwendung der AR-Features können durch die Nutzung spezieller Karten Bonusinhalte freigeschaltet werden.

In der Zentrale, dem Hauptgebäude der Parks, ist das Büro des Leiters, der Informationschalter, der Namensschalter (um den eigenen Namen und den der Saurier zu ändern), der Missionator 4000 (zum Erledigen von Aufträgen und Sammeln von Wächterpunkten, welche den Rang auf der Lizenz steigern) und das Vivo-Fit Training zu finden. Dieses Training kann einmal pro Tag in Anspruch genommen werden, um einfach und schnell Erfahrungpunkte zu sammeln. Im Vivo-Stadium nimmt man an Turnieren wie dem Sieben-Siege oder dem Fossil-Pokal teil. Bei einem Sieg erhält man Preisgeld und manchmal seltene Items. Hat man eine bestimmt Anzahl an Turnieren gewonnen, steigt als Belohnung der Rang des Wächters. Im Fossil-Basar hat man neben der Möglichkeit hilfreiche Items zu kaufen auch täglich die Chance sein Glück im Buddel-Bingo zu versuchen, um ein seltenes Fossil auszugraben.

Im letzten Gebäude, der Garage, kann des Vivomobil angepasst und neue, verbesserte Ausrüstungsteile gekauft und hinzugefügt werden. Über die Garage erreicht man auch die unterschiedlichen Strecken mit ihren Sonderstrecken, in denen das Auto zum Einsatz kommt. Sonderstrecken sind von der normalen Strecke abgeriegelte Bereiche, welche erst später in der Geschichte erkundbar sind. Dort findet man seltene Skelettteile und muss einen Fossilfresser im Wettlauf gegen die Zeit daran hindern ein Fossil zu zerstören. Wurde dieser bezwungen, kann man versuchen das Fossil auszugraben.

Ein sehr nettes Zusatzfeature ist die Implementierung von AR-Extras. Durch die Nutzung spezieller Karten können Bonusinhalte freigeschaltet werden, welche zum Beispiel seltene Vivosaurier, oder ein neues Vivomobil zum Spiel hinzufügen.

Multiplayer

Im Vivo-Stadium, genauer gesagt am Globalen MSS Terminal, kann zwischen drei Mehrspieler-Turnieren gewählt werden: Das Team-Turnier, der lokale Kampf und der Online-Kampf. Der Online-Kampf, auch Listen-Kampf genannt, bezeichnet einen 1-gegen-1 Modus, bei dem um den ersten Platz in der Rangliste gefochten wird. Diese wird am ersten Tag jedes Monats zurückgesetzt.

Ergänzend kann in der Team-Garage der Multiplayer-Modus gestartet werden. Somit ist man in der Lage, entweder als Anführer oder Teil einer bereits bestehenden Gruppe, Mehrspieler-Erkundungen zu unternehmen und gemeinsam verschiedene Strecken zu erforschen, gegen wilde Vivosaurier zu kämpfen oder als Gruppe Fossilien zu heben.

Zuletzt kann die eigenen Dinos mit Hilfe der StreetPass-Funktion im Vivo-Fitt Training mit den Sauriern anderer Spieler trainieren lassen, damit diese, wie im Tagestraining, schnell Erfahrungspukte sammeln können. 

Grafik

Grafisch haben sich die Entwickler an die Optik der Vorgänger angelehnt und die technischen Möglichkeiten des Nintendo 3DS ausgereizt. Vor allem während der Kämpfe kommt der 3D-Effekt sehr gut zur Geltung, die Entwickler haben jedoch darauf geachtet diesen beim Erkunden des Geländes eher in den Hintergrund zu stellen. Das macht das Fahren mit dem Vivomobil sehr angenehm, ohne auf den 3D Effekt verzichten zu müssen. Auch das Design der Vivosaurier wurde verbessert, jedoch wiederholen sich die Bewegungen Dinos sehr oft und wirken optisch nicht zu 100 Prozent ausgereift; selbiges gilt auch für die Charaktere. Im Kontrast hierzu stehen die sehr realistisch und detailliert ausgearbeiteten Skelettteile und die realistische Umsetzung der Ausgrabungen.

Die Farbgebung setzt auf grelle, auffallende Farben in Kombination mit hervorstechenden, teils wilden Mustern. Basierend auf der Gesamtoptik, richtet sich die Software eher an jüngere Spieler. Alle Saurier, Charaktere, sowie das Design der Umgebung wirken eher hart und kantig.

Sound

Musikalisch hat man beim neuen Titel tief in die Trickkiste gegriffen und auf Nostalgie gesetzt. Gleich beim ersten Start des Games überrascht das Intro, welches man, ohne großartig aufzufallen, problemlos in eine Liste von populären 90er Jahre Anime-Serien mischen könnte. Es ist rockig, hat viel Power und obwohl der Text kein Meisterstück ist, krallt er sich gemeinsam mit der Musik im Gehirn fest und hängt einem auch Tage später noch in den Ohren. Fans überspitzter Soundtracks werden somit sicher schnell gefallen daran finden. Zum Glück kann in den Einstellungen neben dem Texttempo auch die Musik und der Sound lauter oder leiser gedreht werden, um damit die Nerven zu schonen, wenn die Melodien zu anstrengend werden.

Während des Spielens fällt vor allem die musikalische Untermalung der Kämpfe auf, denn sie ist schnell und baut dadurch Druck auf. Der Großteil des Soundtracks ist abwechslungsreich und passt zum bunten Gesamtkonzept von Fossil Fighters Frontier.

Abschließende Worte

Die Spieleserie hat in der Vergangenheit sehr guten Anklang in Japan und den USA gefunden. Die neueste Auskopplung namens Fossil Fighters Frontier wird sicher auch in Europa nicht lange in den Regalen liegen bleiben. Die Entwickler haben ein sehr komplexes und weitläufiges Spiel erschaffen, das ungefähr die gleiche Spielzeit wie eines der aktuellen Pokémon-Editionen besitzt. Die kleinen Details wie zum Beispiel als Junge oder Mädchen spielen zu können, das Vivomobil farblich den eigenen Ansprüchen anzupassen und auch die detaillierte Hintergrundinformation zu jedem Vivosaurier, tragen zum positiven Gesamteindruck bei. Vor allem die große Auswahl an Multiplayer-Modi lassen die Spielerherzen höher schlagen. Der Preis ist angemessen und obwohl die Software optisch und musikalisch eher an jüngere Spieler gerichtet ist, werden ältere Zocker sicher auch schnell auf den Geschmack kommen.

– Realistische Ausgrabungen…

– Steuerung des Vivomobils

– Einprägsamer Retro Sound

– Abgestimmter Einsatz des 3D Effektes

– … allerdings sehr repetativ

– Veraltetes Design

– Einfallslose Animationen

NotAmy


Tetris-Kekse backen, Minecraft-Polsterüberzüge stricken oder doch lieber einen Creeper Bettüberwurf nähen? Tja, bei mir gibt's das alles und noch viel mehr. Neben dem Zocken am Handheld oder PC steigere ich mich gerne mal in Doctor Who hinein, verbringe ganze Wochenenden mit der Extended Edition von Der Herr der Ringe und auch Fantasy Bücher oder Mangas sind mir nicht fremd. Nerd sein ist einfach schön!

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Fossil Fighters Frontier – Fakten