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ScreamRide
Follow Publisher: Microsoft
Entwickler: Frontier Developments
Altersfreigabe: 12+
Release: 6. März 2015

ScreamRide

Site Score
7.5
Good: Physik ist sehr realistisch, Fordernde Levels, Community-Levels leicht spielbar
Bad: Kein Kinect-Support, Wiederholende Animationen
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Neu und doch schon irgendwie immer da gewesen

Seit der Gründung im Jahre 1994 hat sich das britische Entwicklerstudio Frontier Developments bereits durch die Arbeiten auf mehreren Plattformen behaupten können. Mit der RollerCoaster Tycoon-Reihe, LostWinds, Kinectimals oder Kinect Disneyland Adventures standen so einige namhafte Spiele des Unternehmens bereits vermehrte Male in den Regalen der heimischen Videospielhändler. Nun versucht sich die Spieleschmiede mit der Mischung einiger ihrer bereits bewährten Gameplay-Elemente und präsentiert den indirekten 3D-Nachfolger der RollerCoaster Tycoon-Reihe exklusiv auf Microsofts Xbox One.

Willkommen im Vergnügungspark, Ingenieure, Tester und Zerstörer!

Als neuer Mitarbeiter betritt man das Testgelände der Vergnügungspark-Designer ScreamWorks. Mit Motorboten und Luftschiffen werden die Neulinge des Unterhaltungskonzerns in die Zentrale befördert, wo diese anschließend auf ihre kommenden Tätigkeiten eingeschult werden. Ihnen werden dabei tiefe Einblicke in alle Bereiche der Theme Park-Industrie geboten.

Gameplay

Frontier Developments hat sehr großen Wert darauf gelegt, die Physik in dem Spiel möglichst realistisch erscheinen zu lassen. Gebäude stürzen somit sehr glaubhaft zusammen und auch die Bewegung des Wassers sieht fantastisch aus.

In den insgesamt sechs Arealen und 50 Levels heißt es in Rahmen folgender Berufe voll und ganz auf die Kosten zu kommen.

Die ScreamRider sind die Achterbahntester des Unternehmens. Bewaffnet mit Schutzhelmen und dämlichen Grinsern bemannen vier Fahrer einen Waggon und müssen durch das Bedienen des Analogsticks das Gleichgewicht auf der rasant verlaufenden Fahrt beibehalten. Je länger man auf der Bahn bleibt, desto mehr Punkte erhält man als Spieler. Auf sicheren Strecken ist es sogar lohnenswert sich seitlich auf zwei Räder zu kippen, um Score-technisch besser abzuschließen oder mit dem A-Knopf den Boost zu aktivieren und schneller über die Bahn zu rattern. Damit Gas-geben auch des Öfteren möglich ist, lädt man den Beschleunigungsbalken durch das rechtzeitige Drücken des X-Knopfes regelmäßig auf, wenn man über hellblau leuchtende Streckenteile fährt. Mit der Zeit werden die Levels schwieriger und die Strecken absurder, aber dennoch angenehm fordernd. Mal düst man über Sprungschanzen und muss mit der richtigen Geschwindigkeit durch die Luft fegen, um anschließend wieder sicher auf der Bahn zu landen oder ist gezwungen den gefahrenen Waggon auf eine Seite zu kippen, da die Bahn plötzliche nur ein Gleis besitzt. Je mehr die Fahrer schreien desto höher fallen „Schreiwerte“ aus und umso besser ist die Endwertung.

Die Aufgabe der Zerstörungsexperten besteht darin mit Katapulten bemannte Kapseln in Gebäudestrukturen zu befördern, um somit Explosionen zu erzwingen und möglichst viele Punkte zu erzielen. Dazu reguliert man die Intensität des Wurfes mit den Schultertaste des Controllers und drückt anschließend die A-Taste, um das Geschoß in die gewünschte Richtung zu schießen. Mit steigendem Schwierigkeitsgrad ändert sich das geworfene Objekt (von einem einfachen Ball zu sich teilenden Rohren), die zu treffenden Ziele (Bildschirme, explodierende Fässer oder Ringe) und die Voraussetzungen mit denen man die einzelnen Levels abschließen kann.

Ingenieure widmen sich voll und ganz dem Erstellen der ScreamRider-Strecken. Die Kampagne stellt dabei lediglich eine, sich von Level zu Level erweiternde, Anleitung für den eigentlichen Baukastenmodus dar und bildet das Tutorial für den kreativen Part des Spiels. Er ist auch mit Abstand der Komplizierteste, sodass man nicht sofort in Fahrt kommt. Wer sich mit diesem jedoch mehr auseinandersetzt und ein bisschen Fantasie besitzt, kann selbst neue Levels für begeisterte ScreamRider und Zerstörungsexperten erstellen – inklusive Herausforderungen und Events. Man schaltet dabei im Laufe des gesamten Spiels nahezu überall neue Bauteile für den Sankasten frei, wo man der Kreativität freien Lauf lassen kann.

Im Endeffekt befriedigt ScreamRide drei unterschiedliche Gamer-Typen. Die Kampagne der ScreamRider verlangt schnelle Reflexe, der Modus der Ingenieure Kreativität und der des Zerstörungsexperten Präzision und gutes Einschätzungsvermögen. So angenehm die Vielseitigkeit bei dem Titel auch sein mag, die Kamera ist sowohl im Modus des Editors als auch bei dem Zerstörungsexperten sehr umständlich zu bedienen. Gerade hier ist die intensive Verwendung der Kamera essentiell, daher schimpft man auch des Öfteren über die mangelnde oder zumindest eingeschränkte Beweglichkeit.

Wenn man bedenkt, dass Frontier Developments mit Spielen wie Kinectimals oder Kinect Disneyland Adventures bereits einschlägige Erfahrungen mit Microsofts Steuerungseinheit Kinect gemacht hat, ist es verwunderlich, dass ScreamRide absolut keine Verwendung davon macht. Dabei wären gerade hier Fotos beim Spielen oder der Einsatz der Bewegungssteuerung interessant gewesen.

Multiplayer

Über die Community-Funktion können gebaute Levels mit anderen Spielern geteilt und nicht nur editiert und verändert, sondern sogar befahren werden. Das Rauf- und Runterladen von Blaupausen, anhand denen die einzelnen Achterbahnen nachgebaut werden können, erfolgt sehr schnell und reibungslos, sodass man binnen Sekunden neue und kostenfreie Levels zum Spielen hat.

Grafik

Die Charaktere weisen vom Aussehen her eine starke Ähnlichkeit mit denen von Kinect Sports Rivals auf, der Fokus in ScreamRide liegt aber mehr auf dem Grad der entstandenen Zerstörung und dem stupiden Grinsen der Spielfiguren. Eine Handvoll von Animationen versuchen den Spieler nach dem Abschließen eines Areals mit slapstick-ähnlichem Humor bei der Laune halten – würden diese nicht so häufig vorkommen, wäre diese vielleicht auch lustig. So wird man eher dazu motiviert die Intro- und Outroszenen möglichst schnell zu überspringen.

Die Entwickler sorgen dafür, dass ScreamRide zu einem vielseitigen Spiel auf der Microsoft-Konsole avanciert.

Frontier Developments hat sehr großen Wert darauf gelegt, die Physik in dem Spiel möglichst realistisch erscheinen zu lassen. Gebäude stürzen somit sehr glaubhaft zusammen und auch die Bewegung des Wassers sieht fantastisch aus. Wenn man bedenkt, dass das britische Studio auch für die Entwicklung der RollerCoaster Tycoon-Reihe verantwortlich ist, fragt man sich wieso sämtliche Umgebungen um die Achterbahnen herum so steril wirken. Ein paar Zuschauertribünen oder Popcorn- und Zuckerwattestände hätten hier sicherlich für Abwechslung gesorgt.

Die Kurve des Lerngrades in dem Spiel ist dabei nicht zu unterschätzen. Befährt man die ersten Achterbahnen, werden noch zu drückende Tasten angezeigt und farbliche Markierungen auf den Schienen signalisieren die Ladezone für den Boost. In späterer Folge verlässt man sich fast ausschließlich auf die dabei zu hörenden Töne, wobei das Spiel stellenweise mindestens so rasant ist wie WipeOut auf der PlayStation.

Sound

Während dem Bewältigen der Achterbahnstrecken lauscht man kontinuierlich den rhythmischen Beats des Dubstep-lastigen Soundtracks, dafür klingt das Titellied wie eine Mischung diverser Melodien aus Filmen der 80er/ 90er Jahre.

Die Durchsagen der weiblichen Roboterstimme versorgen die Mitarbeiter bei ScreamWorks während den einzelnen Versuchen mit lustigen Informationen wie beispielsweise, dass sie ihre persönlichen Kardiographe abholen können oder wieder ein wichtiges Gebäude kollabiert ist. Diese verbalen Einblendungen sind zumindest lustiger als die schwachsinnigen Kommentaren des Computers bei den Ergebnissen des Spielers.

Abschließende Worte

ScreamRide ist derzeit zweifellos eines der außergewöhnlichsten Spiele auf der Xbox One, welches mit drei Spielmodi unterschiedliche Genretypen befriedigt; Action, Kreativität und Geschicklichkeit. Mit diesen sorgen die Entwickler von Frontier Developments dafür, dass es zu einem vielseitigen Spiel auf der Microsoft-Konsole avanciert. Die eingeschränkte Bedienbarkeit der Kamera und die fehlende Integration der Kinect-Steuereinheit überrascht und enttäuscht, selbst wenn es nicht die Qualität des Titels mindert. Dafür sind die wiederholenden Animationen und die teilweise lächerlichen Aussagen der weiblichen Roboterstimme eher stimmungstrübend. Wer sich aber mit den actionlastigen Achterbahnfahrten, den fordernden Präzisionslevels und dem umfangreichen Baukasten begeistern kann, der findet mit diesem Exklusivtitel einen der unikatesten der vergangenen Jahre.

– Achterbahnen sehen spitze aus…

– Physik ist sehr realistisch

– Fordernde Levels

– Community-Levels leicht spielbar

– Umfangreicher Baukasten

– … die Umgebung wird sehr vernachlässigt

– Eingeschränkte Kamerabewegungen

– Kein Kinect-Support

– Wiederholende Animationen

– Oftmals lächerliche Übersetzungen

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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ScreamRide-Demo nun downloadbar

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