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Helldivers
Follow Publisher: Sony
Entwickler: Arrowhead Game Studio
Altersfreigabe: 16+
Release: 4. März 2015

Helldivers

Site Score
6.5
Good: Lustige Aussagen der Soldaten im Kampf, Offline- / Online-Multiplayer
Bad: Durchschnittliche Grafik, Abwechslungsarme Missionen
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Entwickler mit Pfeilen im Kopf schießt erneut

Nach dem zuletzt entwickelten PC-Hack’N’Slash-Dungeon-Multiplayer Gauntlet aus der schwedischen Spieleschmiede, verlagern die knapp acht Jahre jungen Videospielentwickler bei Arrowhead Game Studios das Setting in den Weltraum und versprechen nun auf sämtlichen aktuellen PlayStation-Plattformen mit ähnlicher Qualität zu begeistern. Vom Computer zur Konsole heißt es nun einen gänzlich anderen Markt zu befriedigen – eine Herausforderung der sich die Gamedesigner in Vergangenheit mäßig erfolgreich stellen konnten.

Soldaten, Krieger, Helden – verbreitet die Demokratie!

Es ist darüber hinaus auch gut möglich, dass der Krieg zwischen den vier Völkern in der Zwischenzeit vorüber ist und zu Gunsten der Menschheit ausgefochten wurde. Oder auch nicht.

Der Krieg tobt in einer fiktiven Galaxie, in welcher die menschliche Bevölkerung auf einem Planeten namens Super-Erde sesshaft geworden ist. Man befindet sich dabei an drei Fronten im Gefecht gegen Insektoiden, Cyborgs und den Illuminaten, wobei letztere mit ihrer modernen Waffengewalt den Menschen um ein Vielfaches überlegen sind. Im Mittelpunkt steht das Soldatenquartett dem man angehört und das die Demokratie mit Waffengewalt in sämtlichen Gebieten durchzusetzen versucht.

Die einzigen storymäßigen Inhalte bekommt man ausschließlich in Form eines langen Propagandatrailers zu Beginn des Spieles präsentiert, abseits dieses knapp drei Minuten langen Videos gibt es in Helldivers so gut wie gar keine Geschichte zu erleben. Zudem wiederholen sich die vielen, kleinen Missionen im Rahmen der Einsätze, sodass der Downloadtitel nach mehrmaligen Spielen etwas eintönig wird. Kehrt man nach einer längeren Spielpause wieder ins fiktive Universum für eine schnelle Spielrunde zurück, merkt man, dass der eigene Spielcharakter in der Zwischenzeit weiter gekämpft und bei vereinzelten Missionen teilgenommen hat – ähnlich wie der Driveatar in den letzten Ablegern der Forza Motorsports-Reihe. Es ist darüber hinaus auch gut möglich, dass der Krieg zwischen den vier Völkern in der Zwischenzeit vorüber ist und zu Gunsten der Menschheit ausgefochten wurde. Oder auch nicht. In beiden Fällen beginnt der Konflikt erneut, wobei bei einem Sieg in der vorherigen Runde die Gegner anschließend kniffliger zu bezwingen sind und im Falle eines Verlustes der Schwierigkeitsgrad gesenkt wird.

Gameplay

In Form eines Top Down-Shooters steuert man die eigene Spielfigur mit dem linken und die Blick- und Schussrichtung der Figur mit dem rechten Analogstick der Konsole. Von einem Raumschiff ausgehend durchforstet man die Galaxie nach unterschiedlichen Gegnern und wird mittels einer Kapsel auf den Planeten geschossen. Durch das Drücken der L1-Taste kann man während der Missionen stets Verstärkung mittels spezifischer Steuerkreuzeingaben tätigen – eines der Gameplay-Highlights in Helldivers. Immerhin gibt es nichts Cooleres als während einem Gefecht einen Geschützturm anzufordern, der binnen Sekunden auf den Gegnern landet und anschließend sämtliche noch stehenden Widersacher nieder mäht.

Egal ob Sumpf, Wüste oder eisige Steppe, es wirkt oftmals, als wäre lediglich ein anderer Farbfilter für die jeweilige Umgebung genommen worden.

Damit die Spielfigur gut vorbereitet in den Kampf zieht, gilt es im Raumschiff bestimmte Vorkehrungen zu treffen. Somit rüstet man sich vor Missionsbeginn mit freigespielten Waffen, Fähigkeiten und neuen, abrufbaren Mechaniken aus, nur um diese möglichst effizient gegen die Übermacht an Gegnern anzuwenden. Im Raumschiff wählt man auch beliebige Planeten aus, auf denen man „die Demokratie einführen möchte“ und erledigt eine Handvoll Missionen, bevor man sich vom evakuierenden Rettungsflieger abholen lässt. Bis zu diesem Zeitpunkt eskortiert man Zivilisten von einem Punkt zum Anderen, aktiviert Raketentürme, schaltet spezifische Zielpersonen aus oder zerstört das Nest von höllischen Riesenkäfern.

Neue Fähigkeiten werden durch das Aufsammeln von Artefakten und dem erfolgreichen Bestehen einzelner Missionen freigeschalten. Da man nur selten Punke zum Verbessern von Waffen und Abilities erhält, ist das überlegte Einsetzen essentiell, um die Spielfigur auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Auch die Auswahl der richtigen Ausrüstungsgegenstände bei den jeweiligen Missionen muss passend sein, da falsche Waffen bei bestimmten Gegnern zu einem verfrühten Tod folgen können. Passend dazu gibt es ein umfangreiches Arsenal an unterschiedlichen Waffen und Erweiterungen, die einem das Gefecht bei richtiger Anwendung vereinfachen können.

Multiplayer

In den ersten Missionen kämpft man noch alleine, um sich an die Steuerung und besonders an das Abrufen von Luftunterstützung zu gewöhnen, wird aber doch sehr schnell merken, dass man im Alleingang an die Grenzen des Möglichen stößt. Absolviert man Missionen, die mit dem Schwierigkeitsgrad „Einfach“ eingestuft wurden, noch mit Leichtigkeit, so beißt man sich im späteren Verlauf bei der Übermacht an Gegnern die Zähne aus. Aus diesem Grund holt man sich entweder über das Internet oder offline auf der Couch Verstärkung durch einen zweiten Spieler. Dass dieser nicht unbedingt eine helfende Hand bedeuten muss, verdeutlicht die durchgehend aktivierte Friendly Fire-Einstellung des Spiels – jeder Schuss und jede Explosion kann jeden töten. Das stellt Spieler vor eine gänzlich neue Herausforderung, die aber zeitweise auch sehr frustrierend sein kann.

Das Besondere an Helldivers ist jedoch nicht nur der vielseitige Mehrspielermodus, sondern auch die Tatsache, dass die Leistungen sämtlicher Spieler eine Auswirkung auf den erfolgreichen Fortschritt im galaktischen Krieg haben. Das bedeutet, dass die Ergebnisse am Ende jeder Mission zusammen gezählt und zu einem kollektiven Ergebnis addiert werden, das über das Gleichgewicht in sämtlichen Gefechten entscheidet.

Grafik

Die eröffnende Filmsequenz von Helldivers bietet auf den ersten Blick einen optisch hochwertigen Eindruck, enttäuscht aber im Endeffekt durch eine ausgesprochen simple Grafik. Obwohl man viele unterschiedliche Planeten mit variierender Flora und Fauna besucht, wirkt ein Großteil der Umgebungen gleich und sie heben sich kaum von einander ab. Egal ob Sumpf, Wüste oder eisige Steppe, es wirkt oftmals, als wäre lediglich ein anderer Farbfilter für die jeweilige Umgebung genommen worden.

Auch wenn das Charakterdesign simpel ausgefallen ist, darf man sich zumindest auf viele Ausrüstungsteile freuen, die beim Anlegen unterschiedlich aussehen. Kleine Details wie Fußstapfen im Sand, Flammen und Funken sorgen dafür, dass die durchschnittliche Grafik doch noch vereinzelte, kleine Highlights bieten kann.

Sound

Im Rahmen der ersten Einsätze freut man sich über die heroischen Töne, die in den letzten Minuten der Evakuierung einer jeden Mission zu hören sind, wird allerdings spätestens nach dem fünften Auftrag enttäuscht, denn wesentlich mehr als eine Handvoll variierender Soundtracks gibt es in Helldivers nicht zu hören. Die wenigen Melodien die man durch das Intro und in vereinzelten Situationen zu hören bekommt, sind zweifellos gut, durch das oftmalige Abspielen verkommen sie jedoch zu herkömmlichen Tracks, die durch ihren häufigen Gebrauch fast schon etwas störend wirken.

Vereinzelte NPCs besitzen Sprachausgaben, die wirklich gut gewählt wurden – besonders im Gefecht überraschen die Krieger mit lustigen Aussagen, welche die Soldaten mehr wie, einer Gehirnwäsche unterzogenen, Puppen wirken lässt.

Abschließende Worte

Selten habe ich ein Spiel gespielt, dass im Alleingang für kurze Zeit interessant und lustig war, auf längere Dauer monoton und langweilig und sich im Endeffekt nur im Multiplayer-Modus (der nach einiger Zeit auch sehr eintönig wurde) so richtig entfalten konnte. Helldivers punktet mit interessanten Gameplay-Neuheiten und sorgt für vereinzelte coole Spieleabende – sofern man diesen mit mehreren Leuten über das Internet oder auf der Couch verbringt. Der Multiplayer-Exklusivtitel verdient als erster Konsolen-Ableger aus dem Hause Arrowhead Games Studios aufgrund seines originellen Spieleaufbaus dennoch Hochachtung, selbst wenn es technisch nicht ganz auf die Leistungen der Next Gen-Plattformen und Handhelds angepasst wurde.

– Eine Handvoll richtig guter Soundtracks…

– Luftunterstützung auf Knopfdruck

– Lustige Aussagen der Soldaten im Kampf

– Offline- / Online-Multiplayer

– Spielfigur kämpft auch bei Abwesenheit weiter

– Always Friendly Fire für mehr Herausforderung

– Cross Buy-/ Cross Play-Funktion

– … die viel zu häufig gespielt werden!

– Durchschnittliche Grafik

– Abwechslungsarme Missionen

– Wenige, unterschiedliche Soundtracks

– Im Alleingang sehr eintönig

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Helldivers – Fakten