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Sonic Boom – Der zerbrochene Kristall
Follow Entwickler: Sanzaru Games
Publisher: Nintendo
Altersfreigabe: 6+
Release: 21. November 2014

Sonic Boom – Der zerbrochene Kristall

Site Score
5.5
Good: Gutes und simples Jump'N'Run, Grafisch/Musikalisch harmonisch, Mini-Comic im Spiel inkludiert
Bad: Monotones Level- und Gegnerdesign, Nicht überspringbare Textpassagen
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Das Versuchskaninchen Sonic erneut im Rampenlicht

Bei Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall handelt es sich um einen exklusiven Sonic-Titel für den Nintendo 3DS, welcher Part eines neuen Spinoff-Franchises namens Sonic Boom ist. Dieses versucht sich vom Stil und gameplaytechnisch von der Hauptreihe abzusetzen und wird von Sega in Form von zwei Spielen und einer TV-Serie an die Fans und Kinder gebracht. In Sonics Spielelaufbahn gab es immer wieder diverse Versuche das bewährte Prinzip mit neuen Spielelementen aufzulockern, welche aber von Fans und Interessenten nicht immer positiv aufgenommen wurden. Unser Test wird zeigen, ob der abermals neue Gameplay-Weg diesmal mit Erfolg krönt.

Damsel in Distress und ein zerbrochener Kristall

Dreh- und Angelpunkt in Sonics neuestem Spinoff-Abenteuer ist ein zerbrochener Kristall, welcher in dem inkludierten Digital Comic von Archie Comics näher vorgestellt wird. Während einigen Untersuchungen zu dem Verlorenen Kristall der Macht überrascht Schlangenbösewicht Lyric aus dem Wii U-Spiel Sonic Boom: Rise of Lyric unsere Freizeitforscherin Amy Rose und entführt sie kurzerhand aufgrund ihrer Fähigkeit eine antike Sprache lesen zu können, die neue Informationen zu dem namensgebenden zerbrochenen Kristall geben könnte. Es dauert nicht lange, bis der Plot ins Rollen kommt und sich Sonic und seine Freunde gemeinsam auf dem Weg machen, ihre Freundin aus den Klauen der Schlange zu retten.

Gameplay

Der auferlegte Zwang, nahezu alles einsammeln zu müssen, zerrt immens an dem Spielspaß und verwehrt dem Spiel jegliche höhere Wertung.

Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall spielt sich zwar wie eines der klassischen Sonic-Spiele, möchte aber zugleich keines mehr sein. Es wird in diesem 2D-Jump and Run weniger gerannt und die Umgebung dafür umso mehr  nach Artefakten erkundet. Das Spielprinzip erinnert ein wenig an das allerersten Sonic-Spiel (Sonic the Hedgehog, 1991), in der weniger das Geschwindigkeitsgefühl im Vordergrund stand und dafür umso mehr Sprungpassagen absolviert werden mussten. Paart man dieses Spielgefühl mit Metroid-ähnlichen Fähigkeiten, und teilt man diese auf mehrere Charaktere auf, dann bekommt man ein gutes Gefühl zu der eigentlichen Spielmechanik.

Zu den spielbaren Charakteren ist zu sagen, dass sich das Heldenquartett Sonic, Tails, Knuckles und Sticks spielerisch nur minimal von untereinander unterscheidet, wenn es da nicht noch die Spezialfähigkeiten gäbe. Mit Sonic ist es zum Beispiel möglich am schnellsten zu rennen, beziehungsweise einen Mid-Air Dash und den Spindash zu machen, wohingegen man sich mit Tails auf Propellerplattformen nach oben schweben lassen und ab und zu ein kleineres Mini Uboot-Spiel in Angriff nehmen kann. Knuckles hingegen verteilt Schläge und gräbt sich durch den Boden und Sticks kann ihren Bumerang an unerreichbare Stellen werfen und so auch Gegenstände einsammeln. Im Prinzip handelt es sich bei Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall um ein einfacheres Metroid-Spiel in Stage-Form, welches man über eine Donkey Kong Country-ähnliche Weltkarte betreten kann. Für spielerische Abwechslung sorgen diverse 3D-Abschnitte, die ältere Sonic-Fans an die berühmten Sonic the Hedgehog 2-Bonuslevels erinnern, in denen man mit dem blauen Igel in einem Tunnel entlang mehreren Gefahren und Hindernisse ausweicht. Die Wettrennen aus Sonic CD  feiern in Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall ebenfalls ihre Rückkehr, wobei man gegen einen Kontrahenten bis zur Zielgeraden um die Wette läuft.

Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall beinhaltet einen kleinen Sammelwahn in Form von Figuren, die man über Tokens (sprich: Erfolge im Spiel) freischaltet. Vergleichbar sind diese Sammelfiguren mit jenen Trophäen aus der Super Smash Bros.-Reihe, welche auch hier nur ein nettes Beiwerk darstellen. Ebenfalls als ein nettes Extra anzusehen, ist die Videoabspiel- und Soundtrackoption, mit der man sich bereits gesehene Videosequenzen und Musikstücke immer wieder ansehen und anhören kann.

Amys Rettung stellt sich überraschenderweise als schwieriger heraus, als man es anfangs vermuten würde. Um neue Spielpassagen freischalten zu können, müssen ältere Levels immer wieder nach vergessenen Items untersucht werden. Das Finden der Artefakte ist ein essentieller Bestandteil zum Komplettieren des Spieles und kann nicht übersprungen werden. Die erste große Sammelhürde beginnt schon bevor man den letzten spielbaren Charakter ins Team geholt hat, was sich für ungeduldige und ungeübte Spieler schnell zu einem frustrierenden Suchspiel entwickeln könnte.

Ein weiteres Problem von Sonics neuem Abenteuer ist die übertriebene Charakterisierung der Figuren selbst. Teilweise zu hipp versuchen die Entwickler Sonic und Co. diesmal weitaus mehr zwanghaft in irgendwelche Schubladen zu stecken, als man es aus früheren Spielen gewohnt war. Auf jeden brauchbaren Storydialog folgen meist drei Passagen stirnrunzelnder Texte, die wahrscheinlich auch die Kleinsten nicht immer unterhalten werden. Störend ist auch, dass ein Großteil der Handlung in Form von nicht überspringbaren Textboxen präsentiert wird und sich dadurch kein befriedigendes Handlungsgefühl einstellt.

Grafik

Grafisch zeigt sich Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall von einer schönen Seite. Trotz des etwas quietschbunten Designs fühlt sich das Spiel regelrecht harmonisch an. Charakter- und Gegneranimationen sind zumutbar, der 3D-Effekt kommt gut zum Einsatz und alles ist klar und deutlich zu erkennen.

Das Gegner- und Leveldesign wurde während des ganzen Abenteuers recht monoton gehalten. Alles was man innerhalb der ersten Location zu sehen bekommt, wird in nahezu identischer Form in den späteren Welten immer wiedet verwertet, sodass es spielerisch zu einem Stillstand kommt.

Sound

Serien Stammgast und Komponist Richard Jacque, welcher schon bei Spielen wie Sonic R, Sonic Chronicles: The Dark Brotherhood, und Sonic Boom: Rise of Lyric mitgewirkt hat, meldet sich in gewohnter Topform zurück und ergänzt das Spiel abermals mit recht bezaubernden, aber stellenweise unspektakulären Klängen, die die jeweiligen Szenen nicht immer perfekt unterstützen. Auch die Sprecher (bzw. die Grunzer während den spielerischen Aktionen und den Textboxendialogen) wissen zu überzeugen und geben dem Spieler ein Gefühl, dass die Charaktere sich wirklich anstrengen.

Abschließende Worte

Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall möchte sich mit harten Bandagen einen Platz am Gameplay-Olymp erkämpfen, versagt aber aufgrund eines gut durchdachten, aber doch nicht optimierten Gameplaydesigns vollkommen. Der auferlegte Zwang, nahezu alles einsammeln zu müssen, zerrt immens an dem Spielspaß und verwehrt dem Spiel jegliche höhere Wertung. Obwohl Grafik und Sound ansprechend präsentiert werden, hängt leider am Ende alles davon ab, wie geduldig der Spieler ist und wie oft man die gleiche Stages nochmals absuchen möchte, bis alle Artefakte gefunden wurden.

Das Unterfangen Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall zu einer würdigen Fortsetzung zu machen, leidet ebenfalls unter dem Geschwindigkeitsverlust im Vergleich zu den älteren Handheld-Spielen des Nintendo DS. Sonic Rush, Sonic Rush Adventure und auch Sonic Colors sind die weitaus bessere Titel mit klassischem Sonic-Feeling. Schnell, fetzig und stimmungsvoll – alles, was Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall nicht sein kann und möchte. Wer aber mit Sonic eine komplett neue Erfahrung erleben will, ist herzlichst dazu eingeladen dieses Spiel zu probieren. Allen anderen Gamer wird empfohlen bei den älteren Spielen zu bleiben oder dieses gar einfach nur auszulassen.

– Gutes und simples Jump’N’Run

– Grafisch/Musikalisch harmonisch

– Mini-Comic im Spiel inkludiert

– Sammelbare Goodies

– Äußerst hohe ingame Sammelanforderungen

– Monotones Level- und Gegnerdesign

– Nicht überspringbare Textpassagen

Miles


Miles ist ein Oldschool Gamer Extraordinaire, Liebhaber & Sammler von Videogame Soundtracks und neuerdings auch Stammkunde bei diversen offiziellen und inoffiziellen Gaming Clothing Stores. Wenn er nicht gerade Sklave seines eigenen Konsumwahnes ist, spielt er mit Freunden auf Nintendo & Sony Konsolen/Handhelds aktuelle Spiele und Klassiker.

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