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Rune Factory 4
Follow Publisher: XSEED Games
Entwickler: Neverland Co.
Altersfreigabe: 0+
Release: 11. Dezember 2014

Rune Factory 4

Site Score
8.0
Good: Kunterbunte Fantasiewelt, es gibt scheinbar unendlich viel zu tun, Schwierigkeitsgrad der Gegner wählbar
Bad: Nur in englischer Sprache verfügbar, Grafik nett, aber nicht weltbewegend
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Das Harvest Moon für kampfbegeisterte Gamer

Als Spin Off der Harvest Moon-Serie vereint Rune Factory 4 den Farming-Charakter des Mutterspiels mit dem Spaß eines Adventure Rollenspiels. Es hat eine ganze Weile gedauert bis es das RPG endlich auch nach Europa geschafft hat, immerhin ist es in Japan bereits 2012 und in den USA ein Jahr später erschienen. Es ist die mittlerweile sechste Auskopplung der Reihe und bietet einiges an Neuheiten. Erstmals kann man sich schon zu Beginn das Geschlecht seines Charakters aussuchen, das Auftragssystem wurde überarbeitet und noch einiges mehr. Egal ob man nun lieber Gemüse anbaut, sich um seine Monster kümmert oder seine Waffen und Zauberkünste in Kämpfen verbessert – es gibt Vieles zu tun und hat man einmal angefangen, vergeht die Zeit beim Spielen wie im Flug.

Vom Sturz eines Luftschiffs in ein Leben voller Aufgaben

Alles beginnt mit einer Luftschifffahrt auf dem Weg ins Unbekannte. Die Spielfigur ist auf einer Mission dem königlichen Drachen von Selphia etwas Wichtiges zu überbringen. Plötzlich wird man von zwei Gestalten angegriffen und obwohl sich der Protagonist tapfer verteidigt endet alles damit, dass dieser vom Rande des Luftschiffes gestoßen wird und hinunter fällt.

Der Sturz endet dort wo man eigentlich hin wollte, nämlich im Thronsaal des königlichen Drachen Ventuswill in der Stadt Selphia. Glücklicherweise ist die Spielfigur nicht verletzt, jedoch hat sie bei dem Aufprall ihr Gedächtnis verloren und alles woran diese sich erinnern, ist der eigene Name. Aufgrund eines Missverständnisses wird man für die/ den schon erwartete Prinzessin/den Prinzen gehalten und im Schloss einquartiert. Aber in Selphia müssen auch königliche Mitglieder arbeiten und so wird man kurzerhand beauftragt das Feld hinter dem Schloss zu bestellen. Allerdings taucht kurze Zeit später Prinz Arthur auf und es bestätigt sich, dass der Protagonist doch nicht die besagte Person blauen Blutes ist. Alles kein Problem denn Arthur macht den Spieler einfach zum Amtsvertreter in Ausbildung, um ihm zu helfen. So besteht dessen Alltag bald daraus, das Feld zu bestellen, Aufträge der Einwohner zu bearbeiten und mit den, durch die Aufträge gewonnenen, Princess/Prince-Points Verordnungen zu erlassen und dadurch zum Beispiel einen Stall zu bauen, Feste zu veranstalten oder Lizenzen für alles mögliche zu erlangen.

Es macht einfach Spaß sich in Selphia und dessen Umgebung zu bewegen und nach und nach alle Geheimnisse zu lüften.

Der Arbeitsalltag könnte nicht angenehmer sein, es ereignen sich allerdings kurze Zeit später seltsame Dinge in der Umgebung. Man wird von Venti, dem königlichen Drachen, somit ausgeschickt, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Hier beginnt es dann interessant zu werden, denn als die Spielfigur auf den Verursacher der Probleme stößt und diesen in einem Kampf besiegt, verwandelt er sich in ein junges Mädchen. Keiner weiß so recht warum und auch Ventuswill scheint keine Erklärung zu haben.

Die Geschichte rund um den königlichen Drachen, die Monster, welche sich in Menschen verwandeln, und die unbekannte Vergangenheit des Charakters bietet viele Überraschungen und ist sehr gut ausgearbeitet. In den Konversationen hat man verschiedene Antwortmöglichkeiten was diese immer interessant gestaltet. Die Charaktere wirken sehr realistisch und manch einer entpuppt sich als nicht ganz das, was man ursprünglich erwartet. Die ganze Geschichte besteht aus mehreren Akten. Wer nun erwartet nach der Hauptgeschichte einfach fertig zu sein, der liegt falsch, denn das war erst der Anfang. Rund um macht es Spaß sich in Selphia und dessen Umgebung zu bewegen und nach und nach alle Geheimnisse zu lüften.

Gameplay

Das Gameplay von Rune Factory 4 ist, wie zu erwarten, sehr an Harvest Moon angelehnt. Man bekommt nach und nach die altbekannten Werkzeuge wie Hammer und Axt, um Felsen und Bäume aus dem Weg zu räumen sowie Sense, Hacke und Gießkanne für die Feldarbeit und Bürste und Schere, um der Arbeit mit den Tieren nach gehen zu können. Auch das Angeln ist wieder dabei, wobei das Fangverfahren mit dem von Animal Crossing: New Leaf vergleichbar ist.

Das Anbauen von Gemüse und Blumen basiert auf dem bekannten Schema der Reihe. Es steht einem ein großes Feld zu Verfügung, welches man bebauen kann. Zuerst muss mit Hilfe von Axt und Hammer Platz geschafft werden, anschließend wird die Hacke benutzt, um den Boden aufzulockern. Zu guter Letzt werden die Samen verstreut und am Ende alles noch mit der Gießkanne gegossen – tägliches Gießen sichert dabei den Ertrag. Zusätzlich hat je eine Sorten jede Woche einen besonders guten oder besonders schlechten Ertrag. Die Ernte kann man entweder verkaufen, selbst verkochen oder auch dafür nutzen, um Monster in der Umgebung zu zähmen. In Rune Factory 4 werden anstatt von Kühen und Hühnern Monster im Stall gehalten. Diese geben ebenso Milch oder Eier, helfen bei der Feldarbeit und können sogar geritten werden. Sollte einem je das Geld knapp werden, kann man 10 seiner Play Coins täglich zu variierender Umtauschrate in Geld umtauschen.

Das Auftragssystem bietet viele Möglichkeiten das Prinzessinnen/Prinzen-Dasein zu verschönern. Man kann das eigene Zimmer im Schloss erweitern und individuell mit Möbeln gestalten. Zugegeben, sind die meisten davon keine reinen Gestaltungsutensilien sondern dienen teils dem Aufbewahren von Gegenständen und Nahrungsmitteln, dem Kochen und dem Craften. Das Kochen kennt man bereits aus Harvest Moon und obwohl man dort ebenfalls Gegenstände herstellen kann, ist dies in Rune Factory 4 noch etwas herausfordernder. Mit der Schmiede können so allerhand an Waffen angefertigt oder Werkzeuge verbessert, mit dem Crafting Tisch Rüstungen und Accessoires hergestellt und auch Medizin selbst gemixt werden. Zum Lernen neuer Rezepte verspeist man Rezept-Brot und ist die Fähigkeit gut geübt lernt man prompt etwas Neues. Des Weiteren kann die eigene Farm über das Auftragssystem vergrößert, ein Stall gebaut und erweitert, die Größe der Tasche und Kiste erhöht, die Einkaufsmöglichkeiten der Stadt erweitert, sowie neue Feste hinzufügt werden, wobei zuvor erst sämtliche Lizenzen erworben werden müssen.

Nicht alles läuft genauso ab wie man es aus der Harvest Moon-Serie gewohnt sind. So können alle Gemüse- und Blumen-Sorten nicht nur in ihrer jeweiligen Jahreszeit sondern das ganze Jahr über angebaut werden und das Freischalten neuer Samen erfolgt über das Auftragssystem. Um neue und hochwertigere Samen zu erhalten, müssen ausgewachsene Pflanzen mit der Sense geerntet und zusätzlich die Bodenqualität erhöht werden. Die Lupe ist in diesem Fall in der Lage eine ganze Menge von Informationen über das Feld zu geben. Zum Beispiel die Bodenqualität, das Wachstumsstadium der angebauten Feldfrucht und deren Level und noch einiges mehr. Obwohl man seine Güter über die Versandbox verkaufen kann, gibt es auch die Möglichkeit sich eine Lizenz für einen eigene Laden zu beschaffen. Mit jedem Aufstieg des Prinzessinnen/Prinzen-Rangs wird die Anzahl an machbaren Aktivitäten erweitert.

Rune Factory 4 wirkt wie ein Fass ohne Boden; so viele Möglichkeiten, so viel zu Tun und so viel gibt es zu entdecken, von Langeweile keine Spur.

Das unvermeidliche Kämpfen gegen die unterschiedlichsten Gegner unterliegt einem simplen aber dennoch interessanten System: Zum Gegner drehen und den jeweiligen Angriffsknopf drücken. Anfangs schlägt man sich noch mit seinem Schwert durch die Lande, was bald jedoch nicht mehr ausreicht. Viele Monster können nur mit Hilfe von Zaubern besiegt werden, welche man mit der Zeit aufsammelt. Magie ist in verschiedene Kategorien eingeteilt: Darunter sind die Elemente wie Feuer oder Wasser zu finden, aber auch Liebesmagie. Ganz im Stil eines RPG levelt man seine Fähigkeiten mit dem Ausüben der Solchen. Lustigerweise ist sogar das Laufen, Schlafen, Baden und Sammeln von Gegenständen levelbar.

Beim Erstellen von Gegenständen, dem Arbeiten auf dem Feld und bei den Tieren, so wie beim Nutzen von Magie werden RP (Rune Points) verbraucht. Sind diese aufgebraucht, werden stattdessen KP verwendet. Aufgefüllt werden RP und KP durch das Verzehren von Speisen, Tränken oder mit Hilfe von Runen die während der Feldarbeit oder von bestimmten Blumen und Erzen gewonnen werden können. Die Runen spielen im ganzen Spielverlauf und der Story eine wichtige Rolle, sodass man seine RP immer gut im Auge behalten sollte.

Obwohl die Handlung einem bestimmten Strang folgt, ist es nicht nötig Aufgaben immer sofort zu lösen. Oft ist es sinnvoller zuerst ein paar Level zuzulegen, bevor man sich in den nächsten Dungeon stürzt. Viele Monster verlieren nach dem Besiegen wichtige Gegenstände, die zum Craften verwendet werden können. Es lohnt sich also Dungeons des Öfteren zu wiederholen. Aber auch ein paar ingame Tage nur mit Farmarbeit und das Abarbeiten von Aufträgen zu verbringen, macht Spaß.

In Rune Factory 4 ist es neben den amtlichen Arbeiten auch wichtig sich mit seinen „Untergebenen“, den Bewohnern von Selphia, gut zu stellen. Darunter sind, wie in einer Fantasy-Welt üblich, Elfen und Zwerge, aber auch ganz normale Menschen zu finden. Natürlich sind unter den Bewohnern auch Junggesellen/innen zu finden, welche im späteren Spielverlauf auch zum Heiraten zur Verfügung stehen. In das Charakterdesign wurde viel Zeit investiert und es macht einen großen Spaß manche Charaktere zu necken und ihre Reaktion sehen. Immer wieder trifft man auf kleinere Nebenstränge, in welchen es ein kleines Geheimnis zu lösen gibt.

Grafik

In Anbetracht der Tatsache, dass Rune Factory 4 bereits 2012 in Japan erschienen ist, ist die Grafik nicht am neuesten Stand der Technik. Verglichen mit beispielsweise Harvest Moon: A new Beginning wirkt sie etwas unausgereift und auch der 3D Effekt versetzt einen nicht in Jubelgeschrei. Trotzdem ist Rune Factory 4 sehr anspruchsvoll gestaltet. Die Welt in der man sich bewegt wirkt stimmig und auch farblich passt alles sehr gut zum Genre. Die Variation der Monster ist hoch und auch die Animationen, obwohl manchmal etwas holprig, sind gut gelungen. Vor allem die schön und detailreich gehaltenen Videosequenzen der Charaktere bei der erstmaligen Begegnung sind imposant und auch die teils animierten Charakter-Porträts geben dem ganzen Spiel noch eine liebevolle Note.

Sound

In Rune Factory 4 gibt es drei ausschlaggebende Soundtypen zu hören. Einmal die Hintergrundmusik, welche ab und an etwas an Secret of Mana erinnert (was ganz und gar keine Kritik darstellt), wobei sie sich diese, ganz in Harvest Moon-Manier, mit jeder Jahreszeit ändert. Die Soundeffekte, die sich sehr angenehm und gut ausbalanciert in die Hintergrundmusik einfügen. Sehr nett gemacht ist die individuell Vertonung der Laufgeräusche passend zum Untergrund. Zu guter letzt ist jedem Charakter eine eigene Stimme zugeordnet, die sehr gut ausgewählt wurden und wirklich ausgezeichnet zu den einzelnen Charakteren passen. Rundherum ein sehr schönes Erlebnis, dass den Spielspaß nur noch größer macht.

Abschließende Worte

Im Ganzen ist das Leben in Rune Factory 4 ein richtiges Abenteuer. Je tiefer man ich die Welt und die Geschichte rund um den königlichen Drachen eintaucht, desto interessanter wird es. Das Rollenspiel wirkt wie ein Fass ohne Boden; so viele Möglichkeiten, so viel zu Tun und so viel gibt es zu entdecken, von Langeweile keine Spur. Obwohl die Geschichte anfangs etwas seicht wirkt, stellt sich schnell heraus, dass es doch mehr Geheimnisse zu lüften gibt, als man ursprünglich erwartet hätte. Das Gameplay ist auch für Neulinge schnell erlernbar und mit der Option den Schwierigkeitsgrad der Gegner einzustellen, haben auch nicht RPG-Begabte ein Erfolgserlebnis. Von der Tatsache, dass das Spiel nur in englischer Sprache erschienen ist, sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn es lohnt sich Stunden über Stunden in Selphia zu verbringen.

– Kunterbunte Fantasiewelt

– Sound passt sehr gut zum Spiel

– Es gibt scheinbar unendlich viel zu tun

– Schwierigkeitsgrad der Gegner wählbar

– Detailreiche und spannende Geschichte

– 3DS-Münzen für ingame-Währung verwendbar

– Nur in englischer Sprache verfügbar

– Grafik nett, aber nicht weltbewegend

NotAmy


Tetris-Kekse backen, Minecraft-Polsterüberzüge stricken oder doch lieber einen Creeper Bettüberwurf nähen? Tja, bei mir gibt's das alles und noch viel mehr. Neben dem Zocken am Handheld oder PC steigere ich mich gerne mal in Doctor Who hinein, verbringe ganze Wochenenden mit der Extended Edition von Der Herr der Ringe und auch Fantasy Bücher oder Mangas sind mir nicht fremd. Nerd sein ist einfach schön!

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