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Captain Toad: Treasure Tracker
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Altersfreigabe: 6+
Release: 2. Jänner 2015

Captain Toad: Treasure Tracker

Site Score
8.0
Good: Bonus-Levels für Super Mario 3D World-Besitzer, Eine Handvoll neuer Gegner
Bad: Unklarheit hinsichtlich amiibo-Figuren, Fühlt sich leider wie ein zu großes DLC an
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9.0
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Der ewige Held der dritten Reihe steht nun im Rampenlicht!

Nach unzähligen Super Mario-Titel und etlichen Nebenrollen in Spielen wie diversen Ablegern der Mario Kart– oder Paper Mario-Reihe gewährt Nintendo dem Pilzhut-tragenden Bewohner des Pilzkönigreichs endlich den ersten Versuch der Held seines eigenen Spiels zu sein. Genaugenommen einer Minispielsammlung, denn Toad feierte seine Videogame-Karriere erstmals in Super Mario 3D World in Form von Minilevels. Da etliche Gamer auf den Geschmack des kurzens Vergnügens gekommen sind, erscheint nun Toads erstes großes Abenteuer unter dem, für Schatzjäger würdigen Titel: Captain Toad: Treasure Tracker.

Aus einem kleinen Abenteuer wird ein großes!

Toad hat es satt ewig der unbedeutende Held des Nintendo-Universums zu sein. Daher schnappt er seine treue Gefolgin Toadette an der Hand und nimmt sie mit auf seine Suche nach Sternen und Schätzen. Zufällig ist der übergroße Rabe Wingo ebenfalls ein großer Fan von Klunkern und macht sich zeitgleich über die gemeinsam gefundenen Glitzersteine her. Unglücklicher Weise bleibt Toadette an dem fünfzackigen Gold picken und wird so zum ungewollten blinden Passagier – dass Toad sie nicht einfach so hängen lassen kann, versteht sich von selbst, sodass der selbsternannte Gentleman durch drei Episoden und insgesamt 64 Levels hechtet, um nicht nur seine Partnerin zu retten, sondern gleichzeitig den ultimativen Schatz zu finden. Das Abenteuer ist aber voller Höhen und Tiefen, denn der junge Abenteurer wird bei einem knappen Drittel ebenfalls entführt und muss von seiner Gefolgsdame befreit werden.

Captain Toad: Treasure Tracker ist zweifellos eine gern gesehene Bereicherung in den Reihen der Nintendo-Spiele.

Jede der drei Episoden ist dabei in eine Einleitung, einem Mittelteil und einen Endbosskampf aufgeteilt. Die Geschichte früherer Super Mario-Ableger betrachtend ist man es mittlerweile gewohnt, dass die Geschichten selten ein tragender Bestandteil des Spieles ist, für die Filmsequenzen einzelner Abenteuerstücke aber 1:1 die selben Animationen zu verwenden, ist allerdings selbst für Nintendo ein Armutszeugnis. Und obwohl das Spielen von Captain Toad: Treasure Tracker ein wahrer Genuss ist, fühlt es sich bis zum Ende der dritten, erweiterten Episode (die ersten beiden “Bücher” sind in je 18 Kapitel unterteilt, das letzte in 28) wie ein großes DLC an, dessen Erweiterungen in späterer Folge noch ergänzt werden. Auch die nicht integrierte aber angekündigte amiibo-Unterstützung sorgt für Kopfzerbrechen, da das Spiel in Amerika bereits im Dezember auf den Markt gekommen ist und nach wie vor Unklarheit darüber herrscht, was die bereits existierenden oder erst kommenden Figuren bewirken werden. Eine Handvoll zusätzlicher Bonus-Missionen und fünf speziell für Captain Toad: Treasure Tracker umgesetzte Levels aus Super Mario 3D World sorgen nach dem Bewältigen der Story zwar noch für eine kurze Fortsetzung des Spielespaßes, erwecken allerdings, gemeinsam mit dem unüberspringbaren Abspann am Ende einer jeden Episode, den Anschein, als würden sie das Spiel künstlich in die Länge ziehen.

Gameplay

Ähnlich wie es Super Mario in seinen Abenteuern gemacht hat, versucht Toad in jedem der 64 storybezogenen Levels einen Stern zu finden. Da der kurzbeinige Schatzsucher allerdings nicht springen kann, ist er seinen Gegner förmlich hilflos ausgeliefert und muss auf andere Mittel zurückgreifen, um unversehrt aus den Getümmeln zu kommen. In erster Linie weicht der junge Pilzkopf seinen Gegnern gekonnt aus oder bewirft sie im Ernstzustand mit Rüben, die gegebenenfalls aus dem Boden gezogen werden. Die Level sind allesamt würfelförmig aber sehr ausgeklügelt designt, sodass man nicht so einfach an einzelnen Sterne gelangt. Was zu Beginn noch ein Klacks ist und eigentlich von Kindern bewältigt werden kann, avanciert mit steigender Levelanzahl zu einem richtig kniffligen Titel, der sämtliche Features des Wii U-Gamepads ausreizt. Somit kippt man den Controller in bestimmten Arealen, bei dem man sich durch die Stollen eines Bergwerkes schießt, pustet ins Mikrofon um Plattformen in die Luft zu befördern oder verschiebt Blöcke mittels Touchscreen während dem man Toad via Analogstick über Gerüste, durch Lavalhöhlen und Unterwasserareale führt.

Nintendo geht mit der Erweiterung der firmeneigenen Franchises definitiv den richtigen Weg.

Das Drehen und Wenden des Levels ist dabei das wichtigste Spielelement in Captain Toad: Treasure Tracker, immerhin muss man zum Bewältigen der einzelnen Welten versteckte Passagen finden. Um detailliertere Ansichten von einzelnen Stellen zu erhalten, zoomt man durch das Drücken des X-Knopfes in das Spielgeschehen hinein sowie hinaus und schaltet bei Bedarf sogar Toads Taschenlampe am Kopf ein, um Licht in die dunklen Ecken zu bringen. Um die Schatzsuche noch abwechslungsreicher zu gestalten, besitzt jedes Level drei zu findende Kristalle, die allesamt gut versteckt wurden. Mal schweben sie in der Gegend, verstecken sich gemeinsam mit Rüben unter der Erde oder erscheinen erst, wenn bestimmte Gegner besiegt wurden. Bestimmte Rätsel setzen sogar die Verwendung von speziellen Items voraus; Kirschen verdoppeln die Anzahl der Spielfiguren auf dem Feld und die klassische Nintendo-Axt bricht Blöcke in Stücke. Spezifische Herausforderungen, wie beispielsweise nicht entdeckt zu werden oder eine bestimmte Anzahl an Münzen zu finden, bieten bei jedem Level zudem selbst nach dem Absolvieren des Hauptabenteuers Grund für ein Wiederbesuchen einzelner Levels. Immerhin werden neue Kapitel in der Bonus-Sektion nur dann freigeschaltet, wenn sowohl alle Kristalle gefunden, alsauch sämtliche Zusatzaufgaben erledigt wurden. Die Entwickler haben sogar drei Szenen in das Spiel integriert, in denen Toad auf einem goldenen Riesendrachen reiten und Gegner sowie Blöcke durch das Speien von Feuer in Münzen verwandeln kann. Diese kurzen Passagen lockern den rätsellastigen Titel ein wenig auf, bringen aber aufgrund der Kürze kaum Abwechslung in das Spiel.

Zu den Bonus-Levels gehören unter Anderem Mummy Me-Areale, in denen die Spielfigur seinem mummifizierten Ebenbild entkommen muss oder Toad Brigade, in dem man bekannte Levels mit bis zu vier Toads gleichzeitig absolvieren muss. Wer zudem einen Speicherstand von Super Mario 3D World auf der Wii U besitzt, schaltet automatisch fünf spezielle Levels aus dem Spiel frei, welche für das Abenteuer von Toad leicht umgebaut wurden.

Grafik

Trotz der kleinen Levels schafft es Nintendo ein sehr hohes Ausmaß an fantastischen Details unterzubringen. Regentropfen rinnen am Screen des Wii U-Gamepads hinunter, Grasbüschel ragen überall aus dem Boden heraus und die Mimiken der Gegner sind abermals einfach nur grandios. Toad bereist im Spiel mehrere unterschiedliche Locations, fährt Zug, taucht unter Wasser herum und macht selbst kurze Abstecher in Levels die eine Luigis Mansion-Thematisierung besitzen.

Der Großteil der Geschehnisse findet dabei auf dem Gamepad der Konsole statt – den Fernseher kann man zwar optional ebenfalls nebenbei laufen lassen, eine wirkliche Voraussetzung für das Spiel ist dieser aber nicht. In den speziellen Minenlevels, in denen man in einem Stollen unterwegs ist und aus Toads Perspektive Gegner mit Rüben abschießt, kann man dafür die gut versteckten Diamanten auf dem Fernseher wesentlich besser erkennen.

Nintendo macht bei Captain Toad: Treasure Tracker erneut viel Gebrauch von bekannten Charakteren aus dem bisherigen Soriment an Gegnern, neben Shy Guys, Namek und Bullet Bill treten aber auch Neulinge ins Rampenlicht, wie beispielsweise Wingo, der diebische Rabe, Draggadon, der Drache und ein paar kleinere Widersacher.

Sound

Das Spiel macht zwar Verwendung von bekannten Melodien bisheriger Nintendo-Spiele, bietet aber gleichzeitig auch neue, niedliche Soundtracks, die hervorragend zu den kurzen Rätsel-Sessions passen. Das Spiel lebt wie viele andere Titel der Entwickler von seinen quirrligen Sprachausgaben, den herrlichen Mimiken und zu guter Letzt von den guten Melodien.

Abschließende Worte

Nintendo geht mit der Erweiterung der firmeneigenen Franchises definitiv den richtigen Weg, denn Captain Toad: Treasure Tracker ist zweifellos eine gern gesehene Bereicherung in den Reihen der Nintendo-Spiele. Mit einer Vielzahl kniffliger Minirätsel schafft es der piepsende Pilzkopf bereits in Super Mario 3D World die Herzen der Gamer zu erobern, sein eigenes Abenteuer soll sein Standbein als Protagonist des eigenen Titels noch zusätzlich stärken. Gameplaytechnisch ist das Wii U-Spiel auch eine Glanzleistung, allerdings enttäuscht der Titel durch einen recht kleinen Umfang und durch die Abwesenheit der zuvor angekündigten amiibos. Optisch geht Captain Toad: Treasure Tracker Hand in Hand mit den grafischen Leistungen des ebenfalls unlängst erschienenen Rennspiel Mario Kart 8 und führt ein paar neue Gegner und Melodien ein. Selbst wenn das Spiel lediglich für kurzweilige, dafür aber hochwertige Unterhaltung dient, bildet es einen weiteren Kaufgrund für die Tablet-Konsole aus dem Hause Nintendo.

– Perspektivenhandling wird zum Gameplay

– Knifflige Levels mit coolen Rätseln…

– Bonus-Levels für Super Mario 3D World-Besitzer

– Eine Handvoll neuer Gegner

– Kurze & knackige Levels mit toller Grafik

– Im Gesamten betrachtet recht kurz

– … die allerdings schnell bewältigt werden.

– Unklarheit hinsichtlich amiibo-Figuren

– Fühlt sich leider wie ein zu großes DLC an

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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Captain Toad: Treasure Tracker – Fakten