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Natural Doctrine
Follow Publisher: NIS Amerika
Entwickler: Kadokawa Games
Altersfreigabe: -
Release: 26. September 2014

Natural Doctrine

Site Score
5.5
Good: Nützliche Punktevergabe bei Skills, Gelungene Synchronstimmen
Bad: Unfair + hoher Schwierigkeitsgrad, Mangelnde optische Qualität, Überfüllte Bildschirme
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Schwierig < Dark Souls < Unmöglich < Natural Doctrine

Als Natural Doctrine im September 2013 von Sony angekündigt und als taktisches Strategiespiel vorgestellt wurde, freuten sich Fans von Titeln wie Fire Emblem, Final Fantasy Tactics und Valkyria Chronicles auf einen Neuzugang auf der PlayStation-Plattform, welches zugleich das erste, selbstentwickelte Spiel vom japanischen Publisherriesen Kadokawa Shoten beziehungsweise seine Untergruppierung Kadokawa Games darstellen würde. Mit einer bekannten Besetzung von Entwicklern, die unter anderem bei Titeln wie Patapon mitgewirkt haben, sah die Exklusivsoftware für PlayStation 3, PlayStation 4 und PlayStation Vita fast schon wie ein Must Have aus, das Hardcore-Gamer unbedingt in der Sammlung haben müssen.

Attack on Titan mit zahlreichen Schwächen

Es ist schon unangenehm, wenn man sein erstes großes Abenteuer startet und sich plötzlich zwischen den Fronten eines Krieges befindet. Dieses Pech haben die Abenteuerer Geoff, Vasilia, deren Mentor Zeke und eine Scharfschützin namens Anka, die sich just nach der Ausbildung in die große Welt stürzen wollten. Zusammen versuchen sie in die letzte, noch von Menschen bevölkerte Stadt zu gelangen, müssen aber dafür genügend Pluton sammeln, damit ihnen der Zutritt zu dieser Stadt gewährt wird.

Die Geschichte von Natural Doctrine ist durch wenige große Highlights gekennzeichnet, die wiederum für große Überraschung sorgen. Im Gesamten betrachtet quält man sich durch die, bereits im niedrigsten Schwierigkeitsgrad unglaublich schweren, Gefechte und versucht von den wenigen Storydetails, die man zwischen den einzelnen Levels erhält, ein bisschen mehr über die Geschichte in Erfahrung zu bringen. Der PlayStation-exklusive Titel verfehlt es nämlich den Spieler emotional an die Figuren zu binden, was auf den Mangel von fehlendem Tiefgang zurück zu führen ist. Während der einzelnen Missionen bekommt man zudem oftmals nur durch Zufall mit, was die eigentlichen Ziele zum erfolgreichen Bestehen der Gefechte sind und erhält nach einer absolvierten Aufgabe auf der Weltkarte kaum nähere Details zu den soeben stattgefundenen Geschehnissen.

Gameplay

Fire Emblem-Fans werden in dem PlayStation-Titel auf den ersten Blick das Nintendo-exklusive Taktik-Spiel wiedererkennen, dürften aber bereits einige Sekunden später realisieren, dass dies nicht ganz der Fall ist. Natural Doctrine kann sowohl aus der Vogel- als auch der Third Personperspektive gespielt werden, die strategischen Gameplay-Elemente machen es aber zu einem unikaten Spiel. Jeder Charakter besitzt im Rahmen seiner Runde einen gewissen Bewegungsbereich (meistens drei große Rechtecke) in welchem sich dieser, solange er den Zug nicht abgeschlossen hat, frei positionieren kann. Es ist von höchster Notwendigkeit die eigenen Figuren am Ende des Zuges an einer taktisch klugen Stelle in Deckung zu bringen. Sowohl Spieler als auch die Gegner haben nämlich die Fähigkeit Attacken angrenzender Teamkollegen auf einen gemeinsamen Gegner zu bündeln, um mächtige Combos zu landen. Je mehr Charaktere an dem Angriff beteiligt sind, umso heftiger ist auch der zugefügte Schaden – meistens sind die Wiedersacher dem Spieler zahlenmäßig um ein Vielfaches überlegen. Das macht den ersten Titel aus dem Studio von Kadokawa Games selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad zu einem der forderndsten Titel, die derzeit am Markt zu finden sind.

Dabei unterscheidet sich das rundenbasierte Spiel offensichtlich von ähnlich kniffligen Titeln, denn dort wo beispielsweise Ableger der Dark Souls-Reihe den Spieler durch schwere Kämpfe fordern, brilliert Natural Doctrine durch unfaire Gefechtsbedingungen, plötzlich erscheinende Gegner, und ewig lange Angriffsanimationen, die sich auch dann nicht überspringen lassen, wenn man dem Tod bereits offensichtlich entgegenblickt. Die Tutorials zu Beginn der Geschichte hüllen den Benutzer zwar in die groben Mechaniken der Software ein, um jedoch wirklich als Sieger aus einem Gemetzel zu gehen, benötigt es bereits in den ersten Arealen mehrerer Versuche. Das Problem ist, dass es genügt, wenn lediglich eine Spielfigur stürzt und anschließend durch die unaufhörlichen Angriffe des Gegners getötet wird, um mit dem Game Over-Screen konfrontiert und zu den ungünstig gesetzten Checkpoints katapultiert zu werden – meist zum Beginn des kompletten Kampfes. Unfaire Mittel, wie beispielsweise der Tatsache, dass Charaktere, die eine Türe öffnen in der darauf folgenden Runde gegnerischen Angriffen gegenüber komplett ausgeliefert sind, sorgen dafür, dass man am Ende eines überstandenen Kampfes keine Befriedigung, sondern eher eine Abneigung vor kommenden Gefechten empfindet.

Der PlayStation-exklusive Titel verfehlt es den Spieler emotional an die Figuren zu binden, was auf den Mangel von fehlendem Tiefgang zurück zu führen ist.

Damit die einzelnen Spielfiguren dennoch gut vorbereitet in ein Gefecht ziehen, erhalten diese bei jedem Levelanstieg Punkte, die je nach Belieben für bestimmte Fähigkeiten eingesetzt aber auch wieder zurück genommen werden können, um sich den Kämpfen entsprechend anzupassen. Dabei können nicht nur Grundwerte wie Gesundheit, Angriff und Verteidigung der Charaktere beeinflusst werden, sondern auch die Möglichkeit weitere Waffen, Heilitems und andere nützliche Gegenstände anzulegen. Diese sind auch wirklich notwendig, denn man findet nur sehr selten Ausrüstungsgegenstände in der Umgebung und wenn dies einmal der Fall ist, dann sind deren Verbesserungen nur marginal spürbar.

Besitzern einer PlayStation Vita und einer PlayStation 4 wird zusätzlich noch der Austausch von Speicherdaten angeboten, sodass man das Abenteuer bei Bedarf jederzeit auf dem Fernseher oder der portablen Konsole fortsetzen kann.

Multiplayer

Überraschender Weise besitzt das Taktikspiel auch einen Mehrspielermodus, bei dem man kooperativ gegen den Computergegner oder gegeneinander voranschreitet. Es handelt sich dabei um ein Kartenspielsystem, bei dem bessere Karten den selbst zusammengestellten Kämpfertruppen höhere Statuseigenschaften verleihen. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass Natural Doctrine immer noch unglaublich schwierig zu meistern ist.

Grafik

Obwohl das Spiel auf dem kleinen Screen der PlayStation Vita durchaus überzeugen kann, enttäuscht die selbe Optik auf der PlayStation 4 ungemein. Viele der Figuren sehen während den Ingame Sequenzen wie Charaktermodelle aus der Frühphase der PlayStation 3 und auch die Oberflächentexturen legen eine ähnliche Qualität an den Tag. Auf animierte Charaktericons (ähnlich wie bei den Tales of-Titeln) während der Gespräche wurde verzichtet und die Figuren bewegen ihre Lippen beim Reden in den Filmsequenzen kein bisschen.

Wirft man das erste Mal einen Blick auf den Spielescreen wird, man mit unzähligen Informationen überschüttet, deren Bedeutung man erst nach einigen Spielestunden zu schätzen weiß. Tatsächlich findet man Details zu verlinkten Angriffen, deren prozentuelle Treff- und Schadenswahrscheinlichkeit auf einen Blick und versteht diese auch sofort – ein Großteil dieser Informationen ist aber nicht wirklich so notwendig, denn durch einen unglücklichen Zufall kann man auch mit der Fülle dieses Wissens binnen Sekunden das Zeitliche segnen.

Sound

Der Mangel an optischer Stärke wird mittels einer überaus gelungenen, englischsprachigen Synchronisation ausgeglichen, welche sämtliche Cutscenes untermalt. Im Gefecht werden vereinzelte Aussagen des Öfteren wiederholt, wodurch der eine oder andere Spruch eines Charakters auch mal etwas anstrengend sein kann. An guten Soundtracks mangelt es in dem strategischen Rollenspiel nicht, lediglich das ständige Wiederholen bestimmter Soundtracks kann beim Neustarten der Kämpfe monoton werden.

Abschließende Worte

Hardcore-Gamer, die bereits bei Spielen wie Dark Souls 2 in den Geschmack des schweren Spielprinzips gekommen sind, dürften in Natural Doctrine eine neue Herausforderung finden. Man darf dabei jedoch nicht unterschätzen, dass sich hinter dem Fire Emblem-/ Valkyria Chronicles-Klon ein interessantes und neuwertiges Spielsystem befindet, das aufgrund der Zufälligkeiten und der oftmals unfairen Rahmenbedingungen einen gewissen Punkt erreicht, bei dem das Spiel nicht mehr als fordernd und belohnend, sondern mehr als störend interpretiert wird. Leider bietet die Optik des Spiels an dieser Stelle nicht wirklich etwas Neues, sodass lediglich die Sprachausgabe und die einzelnen Soundtracks den Höhepunkt von Kadokawa Games erster selbst entwickelter Software darstellen.

– Cross-Save Möglichkeit für PS4/PSV

– Nützliche Punktevergabe bei Skills

– Neuwertiges und einzigartiges Kampfsytem

– Gelungene Synchronstimmen

– Durchschnittliche Geschichte & Figuren

– Ungenaue Ziele & Siegesbedingungen

– Unfair + hoher Schwierigkeitsgrad

– Mangelnde optische Qualität

– Überfüllte Bildschirme

– Ungünstige Checkpointsetzung

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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