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Disney Magical World
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: h.a.n.d., Bandai Namco, Nintendo
Altersfreigabe: 6+
Release: 24. Oktober 2014

Disney Magical World

Site Score
7.0
Good: Es gibt viel zu sammeln & entdecken, Disney Land/ World-Atmosphäre
Bad: Unzählige Framerate-Einbrüche, Viele belanglose NPC-Dialoge, Nur englische Sprachausgabe
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Disneys erstes Life Simulation Spiel!

Im letzten Jahrzehnten haben sich Farm- und Daily Life-Simulation zu einem eigenen Spielegenre gemausert und beglücken die Spieler mit dem Aufbau von Häusern, dem Anbau eines Gartens oder gar der Zubereitung eines Gerichtes – weshalb es keine größere Überraschung ist, dass sich selbst Disney an einen eigenen Mix heranwagt. In Zusammenarbeit mit Bandai Namco und h.a.n.d. und mit einem Jahr Verspätung (wenn man die Erstveröffentlichung im fernen Japan betrachtet), kommt nun eine ernstzunehmende Samm­­­elwahn-Bedrohung auf Fans des Genre zu. Disney Magical World versprüht einen ganz eigenen Charme und kann mit einigen witzigen Ideen aufwarten, ist aber zugleich durch diverse kleinere und größere Probleme nicht ganz so makellos ist, wie es sich der Mäusekonzern erhofft. 

Disney-tastischer Parkbesuch!

Disney Magical World spielt sich wie eine Mischung aus diversen Simulationen und spricht dabei in erster Linie jüngere Spieler an, die mit Spielegrößen, wie Animal Crossing noch keine Spielerfahrung sammeln konnten. In diesem Spiel wird hauptsächlich getratscht, gekämpft und natürlich auch Rohstoffe gesammelt. Nach dem Erstellen des eigenen Charakters (oder der Verwendung des eigenen Mii-Avatars) kommt man in Castleton an, der Hubwelt von Disney Magical World, welche auf den ersten Blick an die Miniaturversion eines Disneyparks erinnert.

In einem längeren Tutorial erklären Mickey, Donald und der Rest der heimischen Entenhausen-Crew dem neuen Bewohner, wie das Spiel gespielt wird. Dabei handelt es sich aber um eine recht langwierige Einführung, welche bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen kann, dem Spieler aber dafür die wichtigsten Funktionen spielerisch gut erklärt. Es gehört trotzdem ein bisschen Geduld dazu, bis man Castleton uneingeschränkt erkundigen kann. 

Gameplay

Disney Magical Worlds Gestaltung spiegelt den bekannten Disney-Stil wieder und erfreut sowohl Erwachsene alsauch Kinder gleichermaßen.

Neben Animal Crossing– und Harvest Moon-typischen Gameplaymomenten, wie dem Fischen, Farmen und Aufsammeln von Ressourcen, darf der Spieler auch Disney-thematisierte Welten (Cinderella, Aladdin, Alice im Wunderland, etc.) besuchen und sich den unterschiedlichsten Gegner in den Dungeons stellen. Das Kampfsystem dazu ist denkbar einfach: Man steuert seinen Charakter in bester The Legend of Zelda-Manier durch Gebiete, greift Gegner mit seinem Zauberstab, einer halb-automatischen Projektilwaffe, an und sammelt auf den Weg Ressourcen und Magiepunkte auf, mit denen man Spezialangriffe ausführen kann. Abgerundet wird der doch repetitive und später auch etwas unausgeglichener Modus mit unterschiedlichen Ausrüstungsgegenständen, welche die Lebens- und Magiepunkte erhöhen.

Der Dreh- und Angelpunkt bei Disney Magical World ist das Erstellen von Kleidungen, Möbeln und Nahrung, um diese kombiniert im gemeinsamen Sammelpunkt des Spieles nutzen zu können; dem Kaffeehaus. Dieses entwickelt sich mit zunehmender Zeit immer mehr zu der wichtigsten Einnahmequelle des Spielers. Jedes hergestellte Item unterliegt einer eigenen Thematik, welches mit anderen Gegenständen genutzt und zu einem Set kombiniert werden kann. Je mehr einzelne Sets sich innerhalb eines Themas im Café befinden, umso mehr Geld kann dadurch auch erwirtschaftet werden. Disney Magical World bietet ein simples Spielziel: Möglichst viele Aktivitäten innerhalb Castletons erleben und durchzuführen. Je mehr man aufsammelt und produziert, umso mehr neue Orte und (Herstellungs-)Möglichkeiten werden auch freigeschaltet.

Damit der Spieler nicht komplett die Orientierung verliert, wird jeder signifikante Erfolg als eine Art Sticker im Erfolgsbuch festgehalten, welche zugleich als Brückenübergänge für neue Features, Kleidungsstücke, Möbeln, etc. dienen.

Multiplayer

Entlang unseres Tests konnten wir auch das AR-Cards Feature und den Multiplayer testen. Da uns keine Karten zum Test vorlagen, haben wir uns kurzerhand an verschiedene Karten gewendet, welche in den Weiten des Internet geshared werden. Viele dieser Karten ermöglichen nur diverse Kleidungsset und Möbelstücke etwas früher im Spiel zu bekommen, sind aber nicht für das Durchspielen essentiell. Gleiches kann man auch über den Multiplayer sagen, welcher nur einen kurzen Blick in das Café eines Freundes ermöglicht und sonst keine weiteren Interaktionsmöglichkeiten bietet und demnach unter seinen Erwartungen zurückbleibt. 

Grafik

Disney Magical Worlds Gestaltung spiegelt den bekannten Disney-Stil wieder und erfreut sowohl Erwachsene alsauch Kinder gleichermaßen. Artworks und 3D-Modelle strahlen den zeitlosen Charme der, aus den Zeichentrickfilmen bekannt gewordenen, Charaktere aus. Dennoch ist es nicht bestreitbar, dass das Spiel unter der schwachen Leistung des Nintendo 3DS leidet. Zum Ersten sind die Ladezeiten ein großes Problem, welche einen bitteren Beigeschmack hinterlassen (wenn man von Ort zu Ort reist, wird man jedes Mal von gut 5-10 Sekunden langen Ladebildschirmen aufgehalten). Des Weiteren vermiesen permanent vorkommenden Framerate-Einbrüchen die Gamingerfahrung, die durch den 3D-Effekt zwar minimal, aber dennoch weiter verstärkt werden. Da hilft auch die schönste und authentischste Gestaltung einer Daisy Duck nichts, wenn das System mit der Darstellung überfordert wird.

Ebenfalls als negativ zu betrachten ist die Kamera innerhalb der Dungeons, welche öfters mehr hinderlich, als hilfreich ist. Backtracking stellt sich teilweise als ein gefährliches Unterfangen dar, wenn man, bedingt durch den Blickwinkel, den Gegner erst wenige Meter vor der eigenen Nase zu Gesicht bekommt.

Sound

Keiki Kobayashis Musiktracks klingen überraschend ruhig, wenn man bedenkt, dass der gut 40-jährige Komponist hauptsächlich durch seine Kontributionen zu den Ace Combat-, Ridge Racer– und Tekken-Spielen bekannt geworden ist. Er schafft es zwar die melodischen Hintergründe aus den einzelnen Disney-Franchises gut und äußerst angenehm in das Spiel einzubauen, jedoch fehlt es ihm über diese gewisse Ohrwurm-Qualität einer Yoko Shimomura und ihrer Kingdom Hearts-Kompositionen.

Überraschend ist auch, dass es keine deutsche Sprachausgabe in Disney Magical World gibt. Stattdessen müssen sich deutsche Fans mit den sechs amerikanischen Stammsprechern begnügen, welche acht Disneycharakteren ihre Stimme leihen. Obwohl das Spiel über 60 antreffbare Disneycharaktere verfügt, gibt es dennoch nur von den wichtigsten Charakteren etwas zu hören.

Abschließende Worte

Bei Disney Magical World kann man als junger oder alter Disney- oder Farmspieler eigentlich nicht viel falsch machen, wenn es nicht die Framerate keine Probleme bereiten würde und die Ladezeiten nicht viel zu oft vorkommen würden und ewig lange wären. Es erschließt sich nicht, ob dies ein Grafik- oder vielleicht doch eher Engine-basierendes Problem ist. Es ist wirklich schade, dass man die Ressourcen nicht mehr in die Optimierung dieses Problems gesteckt hat. Bei Disney Magical World handelt es sich nämlich um kein liebloses oder billig wirkendes Lizenzspiel, sondern um eine tatsächliche hochwertige und süchtig machende Qualitätsproduktion mit über 30 Stunden Spielspaß, welche man von diversen Disney-Spielen der 90er Jahre auf dem Nintendo Entertainment System und dem Super Nintendo gewohnt war. Man schaltet das Spiel ein und lässt es erst wieder aus, wenn es Schlafenszeit ist.

Wer mit Animal Crossing, Harvest Moon und ähnlichen Ablegern spielerisch niemals etwas anfangen konnte, wird auch bei diesem Spiel einen Bogen machen müssen – alle anderen sind aber herzlichst dazu eingeladen nach Castleton zu kommen und sich dort einen Namen zu machen.

– Süchtig machende Genre-Variante

– Überraschend viele Welten und Thematiken

– Es gibt viel zu sammeln & entdecken

– Disney Land/ World-Atmosphäre

– Zu langes Tutorial

– Viele Ladezeiten

– Unzählige Framerate-Einbrüche

– Viele belanglose NPC-Dialoge

– Nur englische Sprachausgabe

– Absolut unausgereifter Multiplayer

Miles


Miles ist ein Oldschool Gamer Extraordinaire, Liebhaber & Sammler von Videogame Soundtracks und neuerdings auch Stammkunde bei diversen offiziellen und inoffiziellen Gaming Clothing Stores. Wenn er nicht gerade Sklave seines eigenen Konsumwahnes ist, spielt er mit Freunden auf Nintendo & Sony Konsolen/Handhelds aktuelle Spiele und Klassiker.

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Trailer zu den Features in Disney Magical World

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