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Sacred 3
Follow Publisher: Deep Silver
Entwickler: Keen Games
Altersfreigabe: 12+
Release: 1. August 2014

Sacred 3

Site Score
7.0
Good: Einfaches und gutes Gameplay, Für Mehrspielerpartien ausgelegt
Bad: Kein richtiges Sacred mehr, Wird im Alleingang schnell fad, Ist mehr ein Kaffeepausenspiel
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Dritter Ableger und auf einmal ist alles neu

Zwei vollwertige Vorgänger besitzt die Sacred-Reihe mittlerweile. Zu Beginn als Diablo-Klon belächelt, konnte die Fortsetzung bereits mit Mehrspielermodus auf der Konsole und auf dem PC für stundenlange Begeisterung und ordentliche RPG-Sessions sorgen. Unter der Leitung von Keen Games ändert sich nun allerdings nicht nur der zuständige Entwickler, auch das gesamte Spiel zeigt sich von einer komplett neuen Seite.

Die gesamte Unterwelt gegen die Beschützer von Arcania

Nach Jahrzehnten des Friedens im Lande Arcania, der durch die Seraphim garantiert wurde, braut sich eine neue Bedrohung auf Landschaften der ansonsten so friedlichen Fantasiewelt zusammen. Lord Zane, Anführer des Ashen Imperiums hat sich mit Dämonen verbündet und droht nun das Tor zur Unterwelt zu öffnen, um die Welt mit den unheilvollen Bewohnern dieser, von Gott verlassenen, Parallelwelt zu überschwemmen. Aus diesem Grund wurde eine Widerstandsgruppe aus vier erfahrenen Kämpfern organisiert, die gemeinsam im Rahmen von rund 45 Storylevels gegen die drohende Gefahr anzukämpfen versucht. Lord Zane versucht dabei kontinuierlich das Herz von Arcania, ein mächtiges Artefakt zu erlangen, welches seinen Feldzug durch die Welt der Lebenden zu einem einfachen Unterfangen werden lassen würde. Ein Grund mehr den verrückten Blasshäuter zu stoppen!

Ähnlich wie Final Fantasy Crystal Chronicles wird die Geschichte von Sacred 3 nicht in einem Stück erzählt, sondern wurde in mehrere Kapitel beziehungsweise einzelne Bereiche unterteilt. Jedes einzelne Areal erzählt ein kleines Stück Geschichte und besitzt ein animiertes Intro, das mehr Einblick über die Zustände in den jeweiligen Bereich gewährt. Prinzipiell kann man gleich von Beginn an auf sämtliche Levels der vorgegebenen Weltkarte zugreifen, allerdings sind die Gegner in späteren Dungeons so stark, dass man sofort stirbt und somit in der Geschichte nicht wirklich weiter vorankommt. Stirbt der Spielcharakter, verliert man 20% seines Vermögens. Daher ist ordentliches Trainieren die einzige Devise, um das Überleben der Figuren zu sichern. Sämtliche Hauptquests werden auf der Karte in Form von Gebäuden dargestellt, wobei Nebenmissionen als kleine Kreise abgebildet werden. Letzteres bieten die Möglichkeit neue Itemslots, zusätzliche Waffen und Fähigkeiten freizuschalten.

Gameplay

Keen Games vollzieht nicht nur vereinzelte Änderungen in dem neuesten Ableger der Reihe, sie krempeln das gesamte Gameplay um. Dafür sagen die Entwickler Adieu zum Open World Spielprinzip und gestalten Sacred 3 vom Levelaufbau ähnlich wie Final Fantasy Crystal Chronicles auf dem Gamecube. Auf einer großen Weltkarte werden sämtliche, verfügbaren Areale angezeigt, wobei jedes einzelne Level ein Kapitel der Geschichte behandelt. Es gibt zwar auch Sidequests, diese sind allerdings wesentlich kürzer und dienen dem Spieler nur zum schnellen Generieren von Gold und Erfahrungspunkten. Zwar ist der rollenspielartige Aspekt der Vorgänger grundsätzlich erhalten geblieben, das Gameplay ist nun aber wesentlich arcade- und actionlastiger.

Man wählt zu Beginn einen von vier Spielfiguren und metzelt sich anschließend in jedem Level von Checkpoint zu Checkpoint, um zu dem Endboss eines Areals zu gelangen. Gelegentlich weicht man herabfallenden Felsen oder gegnerischen Geschossen aus und aktiviert Schalter, um neue Gegnerwellen zu besiegen bevor man den leuchtend roten Kreis betritt, der den Bereich des letzten, großen Gegners signalisiert. Die Steuerung ist dabei so simpel ausgefallen, dass Sacred 3 eigentlich fast schon als Tablet-Spiel durchgehen könnte, wenn der Umfang nicht so groß wäre. Mit dem X-Knopf wird die Waffe der Spielfigur verwendet, die Viereck-Taste durchdringt Schilder der Gegner. Drückt man auf Dreieck, kann man den Gegner auch greifen und auf andere Ziele werfen und mit dem Kreis-Button weicht man Gegnern aus oder blockiert deren Angriffe. Die oberen Schultertasten aktivieren zwei der, zu Beginn eines Levels ausgewählten und bis zu der Dauer eines Bereichs, voreingestellten Spezialfähigkeiten. Liegt ein Gegner besiegt am Boden, kann dieser durch einen vernichtenden Schlag, beziehungsweise dem Betätigen der L2-Taste, endgültig zur Strecke gebracht werden. Im Mehrspielermodus sind es genau diese Tötungen die der eigenen Spielfigur die meisten Punkte verschafft.

Sacred 3 es ist ein solider Multiplayer-Arcademetzler, welches man auch kurz für 20 Minuten vor dem Schlafengehen spielen kann.

Sämtliche Waffen und Kampfeinstellungen lassen sich zu Beginn und am Ende eines Levels einstellen, wobei der Fähigkeiten-Stammbaum und die Variabilität der Waffen im Gegensatz zu den Vorgängern um ein Vielfaches gekürzt wurde, dafür aber nun wesentlich übersichtlicher ist. Durch die im Spiel erlangten Erfahrungspunkte schaltet man den Zugriff auf ein beschränktes Sortiment an Waffen, Fähigkeiten und ausrüstbaren Items frei und kann diese mit dem erspielten Gold anschließend für die Spielfigur aktivieren. Wirklich praktisch ist, dass man bei Fehlkäufen das ausgegebene Gold zurück bekommen und für neue Wünsche ausgeben kann – das ist aber der einzige Punkt in dem sich Sacred 3 von einem Free to Play-Spielprinzip unterscheidet. Man kann sein Voranschreiten zwar nicht durch den Einsatz von realem Geld beschleunigen und muss sich unzählige Male durch bereits bestrittene Levels prügeln, um den Charakter zu verbessern, es fühlt sich vom Gameplay aber dennoch so an, als würden die Publisher vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt genau auf diese Markstrategie zurückgreifen wollen.

Aber man spielt Sacred 3 wirklich gerne. Als Fan der Reihe blickt man dem Spiel nur sehr angewidert entgegen, schließlich hat Keen Games nahezu sämtliche der klassischen Gameplay-Elemente über Board geworfen, um Platz für einen Actionarcade-Metzler zu schaffen. Dafür ist aber etwas komplett Neues erschaffen worden, dass auf seine eigene Art sehr unterhaltsam und vor allem im Mehrspielermodus zum erneuten Spielen motiviert.

Technisch begeistert Sacred 3 auf jeden Fall mit kurzen Ladezeiten, die ideal für Mehrspielerpartien sind, enttäuscht allerdings im gleichen Atemzug mit ebenso kurzen (besonders bei Sidequests) und ausgesprochen linearen Bereichen. Mit dem Erscheinen der Next Gen-Konsolen ist es des Weiteren fraglich wieso das Arcadespiel nicht auch eine Portierung für PlayStation 4 und Xbox One erhalten hat.

Multiplayer

Bereits nach wenigen Spielminuten wird klar, dass Sacred 3 seinen Fokus nicht nur auf Konsolenspieler sondern auch auf Mehrspielermodi-interessierte Zocker gerichtet hat. Der offline Multiplayer für zwei Spieler ist ideal für Gamingabende – egal ob die Session nur eine halbe Stunde oder die ganze Nacht durch andauern wird.

Über das Internet haben vier Spieler die Möglichkeit die gesamte Story von Sacred 3 miteinander zu bewältigen. Motiviert wird man dabei durch den Counter der die Kills und die abwechselnde Technikverwendung der einzelnen Gamer misst. Der Spieler mit den meisten Punkten wird am Ende einer Runde mit zusätzlichem Gold oder Items belohnt.

Grafik

Trotz des herben Gameplaywechsels, kann man vom Optischen her betrachtet getrost behaupten, dass Sacred 3 seinen Vorgängern treu geblieben ist. Sowohl die Umgebungen als auch der Designstil der Charaktere und Gegner ist sehr vielseitig und besitzt in jeder Hinsicht den Charme der Reihe. Im Vergleich zu seinen zu den ersten beiden Teilen besitzt das Spiel sehr kurze und sehr lineare Levels. Spielt man die Levels auf der vorgegebenen Spielstufe im höchsten Schwierigkeitsgrad, benötigt man für das Areal ein bisschen über fünf Minuten – Grund für ein Wiederspielen gibt es nur, wenn man das Areal mit einem weiteren Spieler bewältigen oder einfach nur Erfahrungspunkte oder Gold sammeln möchte. Etwas enttäuschend sind dafür die vielen unsichtbaren Wände, die der Levelbegrenzung dienen und vereinzelte Slowdowns, wenn ein Effektgewitter über den Bildschirm fegt.

Die Steuerung ist so simpel ausgefallen, dass Sacred 3 eigentlich fast schon als Tablet-Spiel durchgehen könnte.

Jedes storyrelevante Level wird mit einer Filmsequenz in Form von partial animierten Artworks eröffnet, welche mit Sprachausgabe synchronisiert wurde. Gerenderte Szenen, wie man sie im Hauptmenü zu Gesicht bekommt, gibt es dafür allerdings leider nur sehr selten zu sehen. Auch wenn die optische Vielfalt unter den Charakteren sehr groß ist, kann man die Gegnertypen in gerade einmal fünf Gruppen gliedern. Diese unterscheiden sich lediglich durch ihr Aussehen, und legen kaum ein anderes Verhalten an den Tag.

Sound

Es ist wirklich erfreulich, dass trotz der vielen Änderungen im Gameplay jede Konversation in dem Spiel eine Synchronisation besitzt und die ausgewählten Stimmen auch tatsächlich passen. In den animierten Introszenen auf jeden Fall zumindest. Denn selbst wenn sich die Synchronisatoren hörbar die Mühe gemacht in den einleitenden Videos zu Beginn eines Levels realistisch zu wirken, im Spiel selbst kommt die Begeisterung über eine Explosion oder die Überraschung in der Tonlage nicht wirklich überzeugend rüber.

Hinsichtlich der Soundtracks macht das Spiel viel Gebrauch von den Tönen der Vorgänger, besitzt aber aufgrund der Kürze der einzelnen Levels nicht die gleiche musikalischen Hingabe wie man sie beispielsweise bei Sacred 2: Fallen Angel zu hören bekommen hat.

Abschließende Worte

So sehr sich Keen Games auch die Mühe gemacht hat Sacred 3 zu einem würdigen Nachfolger der bisherigen Reihe werden zu lassen, der dritte Teil ist kein Open World-Rollenspiel mehr so wie man es von den ersten beiden Ablegern in Erinnerung hat. Stattdessen meldet sich die Welt von Arcania in Form eines Coffeebreak-Spiels zurück, welches sich optisch und soundtechnisch an die bisherigen Titel orientiert, vom Gameplay betrachtet allerdings, der Übersicht und Schnelllebigkeit zuliebe, in vielerlei Hinsicht gestutzt wurde. Das macht Sacred 3 nicht zu einem schlechten Spiel. Nein, es ist ein solider Multiplayer-Arcademetzler, welches man auch kurz für 20 Minuten vor dem Schlafengehen spielen kann, aber es ist keine, mit den Vorgängern vergleichbare, vollwertige Fortsetzung der Reihe.

– Einfaches und gutes Gameplay

– Für Mehrspielerpartien ausgelegt

– Bleibt optisch den Vorgängern treu

– Gegner sehen unterschiedlich aus…

– Kein richtiges Sacred mehr

– Wird im Alleingang schnell fad

– Ist mehr ein Kaffeepausenspiel

– … verhalten sich aber alle gleich

– Sehr kurze und lineare Levels

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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