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Valiant Hearts: The Great War
Follow Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft
Altersfreigabe: -
Release: 25. Juni 2014

Valiant Hearts: The Great War

Site Score
8.0
Good: Intuitives Gameplay, Überraschend gute Story, Zahlreiche WW1-Details
Bad: Einseitige Kriegsbetrachtung, Verschollenes 5. Kapitel?, Hund ist gelegentlich im Weg
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Endlich ein Weltkriegsspiel. Und es ist kein Shooter!

Nachdem Rayman Origins mit seiner unikaten Grafik für Begeisterung unter den Gamern und Kritikern sorgte, kündigte Ubisoft drei größere Projekte an, welche laut Angaben der Entwickler ebenfalls Gebrauch von der farbenfrohen Engine machen würden.

Auf das kunterbunte Rayman Legends und dem zauberhaften Child of Light folgt nun mit Valiant Hearts: The Great War der dritte der drei großen UbiArt-Frameworks-Titel, welcher mit beeindruckender Optik und einer, zum Nachdenken anregenden, Thematik einen sicheren Platz in den Herzen der Gamer sucht.

Ihr werdet lachen. Es ist ernst.

Das Downloadspiel erzählt die Lebensgeschichte fünf unterschiedlicher Charaktere zur Zeit des ersten Weltkriegs – um genau zu sein in der Zeit zwischen 1914 und 1917. Man schlüpft dabei abwechselnd in die Rolle der Spielfiguren und erlebt bestimmte Situationen aus der eigenen Sicht. Es handelt sich dabei nicht um ein Actionspiel, sondern einen Ableger des Adventure-Genres, welcher sich stark auf die historischen Inhalte des 1. Weltkriegs fokussiert. Auffallend ist dabei, dass sich die Entwickler hauptsächlich auf den französisch-deutschen Konflikt gestürzt und die Geschehnisse in Österreich, Ungarn und Serbien komplett außer Acht gelassen haben. Es ist einerseits verständlich, da Ubisoft doch ein französischer Entwickler ist und die meisten der Inhalte ihr Hauptaugenmerk auf die Weltgeschichts-unabhängige Story der fünf Charaktere legt, andererseits für einen Staatsbürger von Österreich und Ungarn, der den Geschichtsunterricht beider Länder lauschen durfte/musste, etwas zu einseitig „berichtet“.

Auffallend ist, dass sich die Entwickler hauptsächlich auf den französisch-deutschen Konflikt konzentriert haben.

Valiant Hearts: The Great War bietet auf jeden Fall einen guten Einblick in die verheerenden Verhältnisse des ersten Weltkriegs und passt mit einer Vielzahl an echten Fotos und Originalbriefen hervorragend zu dem aktuellen 100-jährigen Erinnerungsjahr. Wobei die mit einer Pistole schwenkenden Offiziere, die den Soldaten befehlen als Kanonenfutter zu sterben, meist wesentlich fürchterlicher sind, als die gelegentlich zu sehenden toten Soldaten im Schützengraben. Auch wenn das Spiel die Stimmung durch lustige Verfolgungsjagden aufzulockern versucht, sind es die verlangsamten Szenen in denen ans Herz gewachsene Teamkollegen dem Kugelhagel der Gegner zum Opfer fallen, diejenigen die in den Köpfen der Gamer hängen bleiben. Tagebucheinträge der fünf Spielfiguren bieten zusätzliche Einblicke in deren Gedanken und Collectibles weitere Eindrücke zu den Gegenständen die zur Zeit des ersten Weltkriegs zum Einsatz gekommen sind.

Etwas eigenartig ist allerdings, dass nach dem Absolvieren der vier Kapitel und Betrachten des Abspanns noch ein kurzer Teaser zu einem möglichen DLC (in der Kapitelauswahl kann man das Jahr 1918 gar nicht auswählen) oder einer Fortsetzung gezeigt wird und anschließend noch einmal die Credits zu sehen sind.

Gameplay

Ähnlich wie man es aus Rayman Legends oder Kriegsspielen wie Contra kennt, bewegt man eine der fünf Spielfiguren mit dem linken Analogstick durch lineare 2D-Levels von links nach rechts. Nur gelegentlich gibt es die Möglichkeit ein Haus zu betreten oder ein Zimmer zu verlassen und somit in den Raum hinein zu bewegen. Geschossen wird mit Handfeuerwaffen nie, da die einzige Waffe ein Suppenschöpfer ist und man die meiste Zeit mit dem Lösen von Rätseln und Meiden von Gegnern verbringt. Stellenweise setzt man sich in einen Panzer und wehrt gegnerische Flieger ab oder versucht durch die gegnerischen Fronten zu brechen, ein direktes Erschießen von anderen Spielfiguren gibt es in Valiant Hearts: The Great War nicht. Für Abwechslung sorgen dafür die Rennpassagen, in denen man zu Musik von Jacques Offenbachs Barkarole und Can Can und Johannes Brahms Ungarischer Tanz Nr. 5 Kanonengeschossen und gegnerischen Fahrzeugen ausweichen muss.

Auf andere Spieler schießt man nie direkt – die einzige wirkliche Waffe ist ein Suppenschöpfer.

Den Großteil vom Spiel verbringt man Adventure-typisch damit Items zu suchen, um mit diesen im Verlauf des Levels weiter zu kommen. Man greift dabei auf eine Vielzahl unterschiedlicher Items zurück, die durch die Einwirkung der Umgebung verändert werden können. In einem Level findet man beispielsweise ein dreckiges Paar Socken, das zuerst gereinigt und anschließend getrocknet werden muss, bevor es seinen Weg zum Besitzer findet. Einzelne Spielfiguren besitzen zudem spezielle Fähigkeiten; der Koch kann sich mit seinem Suppenschöpfer an bestimmten Stellen durch den Boden graben, der Amerikaner besitzt eine Zange zum Durchschneiden von Draht und die Sanitäterin heilt Verwundete in Rahmen eines Guitar Hero-ähnlichen Geschicklichkeitsspiels. Gelegentlich bedient man sich auch der Hilfe des Hundes und schickt diesen, durch das Drücken der Schultertasten, zu entfernten Objekten oder gefährlich gelegenen Orten im Spiel. Es kommt jedoch zu oft vor, dass sich der streichelfreudige Vierbeiner in der unmittelbaren Umgebung des Spielers befindet und dieser dann bei Knopfdruck lieber den Hund streichelt anstatt einen Schalter zu betätigen.

Kommt man bei bestimmten Rätseln nicht weiter, genügt ein Druck auf das Touchpad des PlayStation 4-Controllers und schon erscheint ein Hinweis zur Lösung der eher weniger kniffligen Aufgaben. Nachdem man das Spiel einmal durchgespielt hat, kann der Schwierigkeitsgrad noch erhöht und somit sämtliche Tipps ausgeschalten und das Hervorheben ansonsten kaum bemerkbarer Items abgestellt werden. Grund für ein erneutes Durchspielen gibt es, sofern man nicht alle versteckten Gegenstände in einem Durchlauf gefunden hat. Dabei handelt es sich um Notizen, Briefe sowie Kleidungs- und Erinnerungsstücke der gefallenen Soldaten, die mit einer kleinen Notiz einen Einblick in die düstere Welt des 1. Weltkriegs bieten.

Grafik

Ähnlich wie bei Rayman Legends erstrahlt Valiant Hearts: The Great War im Stile der UbiArt Framework, macht aber mehr Gebrauch von den, für die Kriegszeit charakteristischen, blauen, braunen und grauen Farbtönen. Trotz der mangelhaften Farbvielfalt quetschen die Designer hervorragende Szenen und rührende Kulissen in den Downloadtitel.

Abstrakte Fotos mit Verstümmelungen gibt es in dem Spiel nicht, Ubisoft geizt aber nicht mit dem Einblenden historischen Fakten. Fotos von der Front ebenso wie von Soldaten und Arbeitsgegenständen puppen gelegentlich auf und versorgen die Gamer mit Informationen über die Zustände der damaligen Zeit.

Die Gestaltung der Umgebung in den Gefechten ist simpel ausgefallen, begeistert aber dennoch mit den abwechslungsreichen Schützengraben-Kämpfen und der Verfolgungsjagden. Abseits des Schlachtfeldes treibt man sich auch gelegentlich in kleineren Städten, Gefangenenlagern, Bunkern und Untergrundtunneln herum.

Sound

Bereits die ersten Trailer haben einen Hinweis auf die hervorragende Titelmelodie gegeben. Das Spiel besitzt in der Tat einen unter die Haut gehenden Hauptsoundtrack, das einzige Problem mit diesem ist, dass dieser konstant vorkommt – im Hauptmenü, wenn man das Spiel pausiert und selbst beim Abspann (wobei dort eine erweiterte Version zu hören ist). Abseits dessen gibt es gerade mal eine Handvoll unterschiedlicher Soundtracks, die kaum auffallen, dem Spiel aber temporär eine irrsinnig gute Note verleihen.

In den einzelnen Levels selbst gibt es, bis auf die gelegentlich ertönende Erzählerstimme, so gut wie gar keine Sprachausgabe, da sämtliche Konversationen in Form von Piktogrammen dargestellt werden. Die Figuren plaudern zwar selten ein paar unverständliche Wortfetzen auf deutsch, englisch und französisch, der Großteil der Aussagen ist aber erfundenes Gerede.

Die einzige, hörbare (und verständliche) Synchronstimme besitzt der Erzähler der Geschichte, welcher zu Beginn und am Ende eines jeden Kapitels noch einmal kurz sämtliche Emotionen, Gedanken und Fahrtziele zusammenfasst.

Abschließende Worte

Würde Ubisoft die Weltkriegsinhalte von Valiant Hearts: The Great War nicht nur aus der Sicht der französisch-deutschen Kriegszeit anreißen, könnte man glatt meinen, die Entwickler hätten ein Stück Software für den schulischen Geschichtsunterricht erschaffen. Das Downloadspiel strotzt nur so von kleinen Details des ersten Weltkriegs und bietet mit einer interessanten Story und fünf Charakteren genug Gründe es zumindest einmal komplett durchzuspielen. Optisch ist es zwar nicht ganz so farbenfroh wie Rayman Legends oder Child of Light stellt aber mit hervorragender Storyführung und vereinzelt beeindruckenden Kulissen die grausamsten Momente der Kriegszeit in den Vordergrund. Adventure-Fans kommen im Hinblick auf die leichten Rätsel nicht ganz auf ihre Kosten, dürfen sich aber von lustigen Rennpassagen zu bekannten Klassikkompositionen und einer wohlklingenden Maintheme berieseln lassen.

– Sehr gute Maintheme…

– Beeindruckende UbiArt-Framework…

– Intuitives Gameplay

– Überraschend gute Story

– Zahlreiche WW1-Details

– Passende Erzählerstimme

– Rhythmus-Verfolgungsjagden

– … die viel zu oft eingesetzt wird.

– … nur überwiegen Blau-/Grau-/Brauntönen

– Einseitige Kriegsbetrachtung

– Verschollenes 5. Kapitel?

– Hund ist gelegentlich im Weg

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

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