Tempest, Tempest 2000 und nun TxK!

Jeff Minter, die britische Programmierlegende aus der Spieleschmiede Llamasoft, hat bereits zu C64-Zeiten bewiesen, dass sein kreativer Kopf für die Entwicklung abgedrehter Videospiele gedacht ist. Mit Spielen wie Space Giraffe, Attack of the Mutant Camels und Tempest 2000 hat er sich in die Herzen der Gamer stehlen können und erfreut selbst heute noch Retro- und Arcadegamer im höchsten Ausmaß.

Mit TxK bringt der Lama-Fanatiker die Tempest 2000-Kopie auf Sonys PlayStation Vita und versucht auf der tragbaren Konsole ebenso große Erfolge zu feiern, wie 1994 auf der Spielkonsole Jaguar. 

Gameplay

Eine der wenigen Softwares die man während einer Raveparty spielen kann, ohne dabei aufzufallen!

Das Spielprinzip von TxK scheint vielleicht auf den ersten Blick kompliziert zu sein, doch bereits nach den ersten Spielrunden hat man die Regeln und die einfache Bedienung verstanden. Um auf Nummer sicher zu gehen, bilden die ersten vier Levels das Tutorial in dem noch Hinweise und Tips eingeblendet werden, danach heißt es Gelerntes anzuwenden. Wem „learning by doing“ nicht passt, der hat auch die Möglichkeit in einem geschriebenen Tutorial sämtliche Steuerungsfunktionen nachzulesen.

Um das Gameplay abwechslungsreich zu gestalten, gibt es drei Modi aus denen man wählen kann; Pure Mode (der Spieler beginnt bei Level 1 und beginnt bei der Punktzahl 0), Classic Mode (man steigt bei irgendeinem Level ein und übernimmt die Punktezahl und Anzahl der Leben vom besten Durchgang) und Survival (der Spieler spielt den Pure Mode, nur ohne Boni und Extra Leben).

Der Spieler bewegt sein Raumschiff entlang der oberen Kante einer Spielfläche und schießt dabei auf Gegner, die ihm aus dem Raum entgegen kommen. Diese lassen nach dem Besiegen Boni, wie Powerups, unterstützende Drohnen, die Fähigkeit zu springen oder Extraleben fallen, die dem Spieler das immer rasantere Vorankommen erleichtern. Geschossen wird dabei mit der X-Taste, Bomben (die „Supertrapper“) aktiviert man, zum Zerstören sämtlicher Gegner auf dem Screen, entweder durch den Kreis-Button oder dem Berühren des Touchscreens und gesprungen wird durch das Drücken der rechten Schultertaste.

TxK ist wie eine psychedelischer Trip eines Junkies, der mit geometrischen Formen töten möchte.

Abseits der einzelnen geometrischen Formen fliegt man zwischen den einzelnen Ebenen durch Kreise und muss den Mittelpunkt dieser durch das Adjustieren der Flugrichtung mit Hilfe der Analogsticks stets im Auge behalten. Je länger man dies schafft, umso mehr Punkte erhält man und bekommt bei oftmaligen Treffen sogar ein leuchtendes Herz zu sehen. Sammelt man vier Dreiecke beim Erscheinen von Boni auf, schaltet man zusätzlich spezielle, knifflige Areale frei, die noch mehr Geschick vom Spieler abverlangen aber mit einer hohen Punktezahl locken.

Pausiert man den Tunnelshooter und dreht die PlayStation Vita ein wenig um die eigene Achse, merkt man sogar, dass bestimmte Kippelemente in das Spiel eingebaut wurden. Nichts Weltbewegendes, aber immerhin ein nettes Extra zum Ansehen.

Damit auch ein kleiner Konkurrenzkampf zwischen Freunden und dem Rest der Welt geführt werden kann, werden die errungenen Punkte in Bestenlisten festgehalten und können jederzeit im Untermenü betrachtet werden. 

Grafik

Auf den ersten Blick erscheint einem das Spiel wie eine psychedelischer Trip eines Junkies, der im Mathematikunterricht nicht mit geometrischen Formen klargekommen ist. Bei näherem Betrachten sieht man aber, dass wesentlich mehr hinter den bunten Farben und den Feuerwerk-artigen Explosionen steckt. Nämlich eine Vielzahl unterschiedlicher Gegner, 102 Levels und Bonusstages, die nur dann freigeschalten werden, wenn man bestimmte Boni in einem Bereich erlangt hat.

Sämtliche Ebenen basieren auf geometrischen Formen, auch wenn es manchmal nur eine Zickzack-Aufstellung oder eine gerade Fläche ist – das Prinzip des Röhrenshooters geht auf und unterhaltet ungemein! TxK ist für einen gewöhnlich aussehenden Arcade-Shooter nämlich beachtlich vielseitig, simpel und hinsichtlich seiner grafischen und farblichen Vielfalt sehr abwechslungsreich.

Außer der optischen Qualität hat sich im Vergleich zum angestaubten Original allerdings nicht sonderlich viel geändert. Man merkt zwar, dass dem Arcade-Spiel die Umsetzung für die HD-Konsole gut tut, wesentlich mehr als ein optisch bombastisches Upgrade ist es allerdings nicht. 

Sound

TxK ist zweifellos eine der wenigen Softwares die man während einer Raveparty spielen kann, ohne dabei aufzufallen und  etwas zu verpassen. Die einzelnen Soundtracks passen unglaublich gut zu dem gezeigten Farbstil und untermalen die ungewöhnlich-außergewöhnliche Art des Spiels.

Die mechanische Frauenstimme ist hervorragend auf das Spiel zugeschnitten und liest bei hohe Punktezahlen die eingeblendeten Kommentare wie „Yes, yes, yes“, „pleasure“ oder „really jolly good“ vor – was richtig lustig wirkt und für ein, zwei Schmunzler gut ist. 

Abschließende Worte

Das Besondere an dem TxK ist, dass es trotz seiner simplen Spielart, seiner präzisen Steuerung und der hohen Langzeitmotivation nicht in der Form und nicht so effektiv auf einem Handy umsetzbar gewesen wäre und daher perfekt für die PlayStation Vita geschaffen ist. Der herunterladbare Titel ist eine gelungene Weiterführung von Tempest 2000 und überzeugt sowohl grafisch als auch vom Sound – dass das Gameplay zum Weiterspielen motiviert, muss man weder Fans des Vorgängers noch Gamern, die es einige Male gespielt haben, lange einreden. 

 

– Hervorragende Umsetzung für PS Vita

– Nutzt Vita Gadgets…

– Computer-Kommentare für Highscores

– Ravelastiger Soundtrack

– Für kurze und lange Spielsessions geeignet 

– Kaum neue optische Inhalte

– … allerdings nur marginal 

Eure Meinung dazu?

Silvester incoming: Jeff Minter stellt TxK genauer vor

Im Rahmen des Indie Week-Programms von PlayStation stellt Programmierlegende Jeff Minter von Llamasoft sein neuestes Spiel vor, welches den Namen TxK trägt und exklusiv für die portable Sony-Konsole erscheinen wird. Zu sehen sind dabei zahlreiche Ausschnitte aus dem kunterbunten Arcadetitel. TxK erscheint bei uns am 11. Februar 2014 via Download exklusiv für PlayStation Vita. Quelle: Youtube...