Vom Klassiker zum HD Neo-Klassiker

Für Fans war es sicherlich eine unangenehme Nachricht, als das 2009 angedeutete HD Remake des Retroklassikers Strider wegen der Schließung des schwedischen Entwickerstudios Grin (bekannt geworden durch Spiele wie Terminator Salvation und Bionic Commando) aus Kostengründen plötzlich gestrichen wurde. Aber die Hartnäckigkeit der Fans in den offiziellen Capcom-Foren hat sich ausgezahlt, denn im Juli 2013 wurde der Downloadtitel nicht nur als einfaches HD Remake, sondern als vollwertige Reboot auf der San Diego Comic-Con angekündigt.

Die Entwicklungsarbeiten übernahm Double Helix Games. Ein Studio, das unlängst durch die Übernahme seitens Amazon in den Schlagzeilen stand und sowohl mit Killer Instinct auf der Xbox One als auch mit Strider auf diversen Konsolen die letzten Plattform-unabhängigen Spiele entwickelte. Mal sehen, wie es der Spieleschmiede gelungen ist, den Titel für die Konsolen umzusetzen. 

Wenig Gerede, wenig Story und dennoch cool!

Die Geschichte weiß mit interessanten Personen und coolen Locations zu begeistern.

Hiryu, der Hauptcharakter des Spiels, ist ein kleiner, junger Draufgänger, der lediglich mit einem T-Shirt bekleidet bei -25 Grad Celsius mit einem Gleiter durch die Lüfte der eiskalten Berglandschaft von Kazakh City fliegt. Wir schreiben das Jahr Meio 2048 und er wurde von Strider, einem Clan ausgebildeter High Tech Ninjas, beauftragt Großmeister Meio, den Diktator der unterdrückten Welt zu eliminieren. Dazu muss er nicht nur die futuristische Stadt im Stil einer sowjetischen Republik infiltrieren, sondern auf dem Weg zu seiner Zielperson sämtliche Militärberühmheiten, ihres Zeichens Cyborgs mit Ninja-ähnlichen Fähigkeiten, eliminieren.

Die Geschichte ist recht linear, weiß aber mit interessanten Personen und coolen Locations zu begeistern. Auch wenn man nur spärlich Konversationen zu Gesicht bekommt und diese lediglich davon handeln, dass bestimmte Bossgegner Hiryu an die Wäsche wollen, ist die Story rund um das berühmten Ninja-Wunderkind aufgrund der fabelhaften Präsentation des Spiels ausgesprochen interessant. 

Gameplay

Zehn unterschiedliche Areale gilt es zu durchforsten und im Metroid-/Castlevania-ähnlichen Gameplaystil zu erforschen. Obwohl der Spieler die Elite der High Tech-Ninjas darstellt, muss dieser zusätzliche Fähigkeiten im Rahmen des Spielverlaufs aneignen, um bestimmte Hindernisse umgehen zu können (wie kann ein Ninja sich Ninja nennen, wenn er noch nicht einmal einen Doppelsprung in der Luft machen kann?!). Einhändig klettert er dabei mit Hilfe seiner Eispickel-ähnlichen Sichel an den Wänden sämtlicher Räumlichkeiten empor und schnetzelt sich mit seinem Katana durch die Gegnermassen. Man sammelt neue Abilities auf, um sich durch enge Gänge durchzuschleusen oder mit Hilfe des Roboteradlers OPTION-C von Ort zu Ort zu „teleportieren“ – abseits der übernatürlichen Kräfte erinnert die Downloadsoftware sehr stark an Shadow Complex aus der Spieleschmiede Epic Games, von dem die Entwickler auch selbst behauptet haben gameplaytechnisch und optisch inspiriert worden zu sein. Durch die Katana-Kämpfe und den Cyborg-Soldaten wird das Spiel aber wieder zu einem eigenständigen Titel, welcher den Inhalten früherer Ableger stets treu bleibt.

Die Liebe zum Detail kommt beim Spielen hervorragend zur Geltung. 

Die Mini-Map in der rechten, oberen Ecke ist essenziell, da sie nicht nur die genaue Position des Spielers anzeigt, sondern auch verrät wohin der Weg als nächstes hingeht. Drei Schwierigkeitsstufen bieten Hardcoregamern und Fans von Strider die Möglichkeit sich neben dem Sammelspaß auszuleben. Den Großteil des schwierigen Gameplays machen aber die spärlich gelegten Checkpoints und Save Pods aus, bei denen die Gesundheit des Spielers wieder aufgeladen wird.

Abseits von zwölf Kostümen für Hiryu lassen sich unzählige Artworks sowie Hintergrund-Informationen zu dem Downloadspiel freischalten, die durch das Aufsammeln von verpixelten Blöcken, verstreut in der gesamten Spielwelt, verfügbar werden. Neben dem Storymodus, der ungefähr fünfzehn Stunden Spielzeit benötigt, um sämtliche Boni und versteckte Inhalte zu finden, wurden dem Titel noch zwei neue Spielmodi hinzugefügt, um zusätzliche Herausforderungen zu bieten.

Beacon Run

Man verwendet Hiryus Ninja-Fähigkeiten, um so schnell wie möglich von einem Areal zum nächsten zu gelangen und rusht dabei durch sämtliche Locations, die man im Rahmen der Geschichte zu Gesicht bekommen hat.

Survival Mode

Hiryu stellt sich Wellen unzähliger Gegner aus dem Storyverlauf und muss diese so schnell wie möglich eliminieren.

Beide Spielmodi besitzen zusammen mit der Geschichte Online-Bestenlisten, die sämtliche zeitliche Errungenschaften festhalten und mit den Ergebnissen von Freunden und den restlichen Gamern der Welt vergleicht. 

Grafik

Das grafische Update hat Strider ohne jedem Zweifel gut getan. Die Entwickler bleiben dem ursprünglichen Look treu und verpassen dem Spiel eine 3D-ähnliche Tiefe, wie man sie bei Spielen wie beispielsweise Shadow Complex zuletzt gesehen hat. Ähnlich verhält es sich bei den Filmsequenzen, wo der Einsatz von unterschiedlichen Kameraschwüngen für zusätzliche Abwechslung im Look sorgt.

Auch der Comic-ähnliche Stil mancher Szenen ist mit dem Reboot der Reihe nicht verloren gegangen. Bei vereinzelten Gesprächen erinnern die Icons der Charaktere mehr an Street Fighter-Figuren (ein Capcom-Spiel. Wer hätte das gedacht?) oder an Personen aus einem Comic.

Sämtliche Gebäude, die man in der sowjetischen Militärstadt zu sehen bekommt, wurden sichtlich mit großer Mühe und Leidenschaft erstellt – genau diese Liebe zum Detail kommt beim Spielen auch hervorragend zur Geltung. 

Sound

Wie bereits bei der Story-Unterteilung erwähnt, wird abseits von vereinzelten Propaganda-Parolen seitens des Diktators eher weniger in Strider geredet. Falls die einzelnen Spielfiguren aber mal zu Wort kommen, dann ist die Sprachausgabe aber hervorragen und Hiryus passender, japanischer Akzent einfach nur klasse!

Der Soundtrack passt sich an die Tracks aus dem Original an, wobei dieser nicht mit den klassischen Arcade-, Atari-, oder C64-typischen Tönen zu hören ist, sondern sich mit atmosphärischen Klängen an die jeweiligen Situationen im Spiel anpasst. 

Abschließende Worte

Double Helix Games hat mit Strider in jeder Hinsicht alles richtig gemacht, um die Geschichte des jungen High Tech-Ninjas neu auflebende lassen. Fans dürfen sich auf zahlreiche Inhalte aus den früheren Ablegern und Neueinsteiger auf den kurzen Einblick in das Leben eines Badass-Kämpfers freuen. Der neue Look passt zu dem Downloadtitel, wobei er dem Design und Stil stets den Vorgängern treu bleibt. Die zwei zusätzlichen Spielmodi erweitern die Spielerfahrung um einen Tick und bieten dazu noch die Möglichkeit die eigenen Bestzeiten mit anderen Gamern in der Welt zu vergleichen. Jetzt bleibt lediglich abzuwarten, wer in Zukunft mögliche Fortsetzungen entwickeln wird, jetzt wo die Entwickler aufgekauft wurden. 

 

– Story eines Badass-Ninjas

– Coole Charaktere

– Beeindruckende Grafik

– Soundtracks an Original angepasst

– Online-Rankinglisten

– Zwei neue Spielmodi 

– Eine Spur zu linear 

Eure Meinung dazu?

Launchtrailer zu Strider veröffentlicht

Capcom veröffentlicht den offiziellen Launchtrailer zu dem Remake des ersten und zweiten Ableger der Strider-Reihe und stellt in dem kurzen Clip einige Gegner, Locations und Fähigkeiten des talentierten High Tech-Ninjas vor. Strider ist bei uns am 18. Februar 2014 für PlayStation 3, PlayStation 4 und am 19. Februar 2014 für PC, Xbox 360 und Xbox One...

Entwicklerrückblick: So sah Strider früher aus

Viele Gamer werden mitbekommen haben, dass das demnächst erscheinende Spiel Strider ein umfangreiches HD Remake eines Videospiel-Klassikers ist. Was hat es jedoch mit dem Titel wirklich auf sich? Ist es wirklich so gut? Und wieso machen Fans so einen großen Hype darum? Diese Frage beantworten die Entwickler beziehungsweise die Leute von Capcom, die euch diesen kurzen Rückblick...

Releasedatum + zwei neue Spielmodi zu Strider

Eine gute Nachricht für Fans des früheren Action-Slayer-Klassikers Strider; das offizielle Releasedatum zu dem Downloadtitel wurde endlich bekannt gegeben und gleichzeitig zwei neue Spielmodi enthüllt; Beacon Run, ein Speedrun ähnlicher Modus in dem man sämtlich Levels so schnell wie möglich bewältigen muss und Survival Mode, bei dem der Spieler alle Fähigkeiten des Neo Ninjas anwenden muss...

Frisches Gameplaymaterial zu Strider

Capcom veröffentlicht einen knapp 20 Minuten langen Gameplay-Ausschnitt zu dem Sidescroller Strider. Bei den Inhalten handelt es sich um Aufnahmen einer Version, die des Öfteren bereits Presseleuten gezeigt wurde und nun das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt wird. Strider erscheint bei uns im kommenden Jahr für PC, PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360 und Xbox One...

Neue Pics und Trailer zu Strider erschienen

Kurz aber dennoch sehr beeindruckend ist der neueste Trailer zu dem HD-Remake von Strider. In diesem werden einige Kampfszenen und Filmsequenzen aus dem herunterladbaren Actiontitel gezeigt. Mit der grafischen Aufwertung kommen auch einige Neuerungen hinsichtlich des Gameplays und den Gegnern hinzu. Strider erscheint bei uns im kommenden Jahr für PC, PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360...

Neues HD-Remake von Capcom: Strider erscheint 2014

Capcom kündigt mit diesen zwei neuen Videos und einem Haufen neuer Screenshots das Action-Adventure Strider für PC, PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360 und Xbox One an. Dabei handelt es sich um eine Neu-Aufbereitung des Klassikers mit neuen Animationen, angepasster Grafik aber um das selbe Metroid-/Castlevania-ähnliche Gameplay.   Strider erscheint bei uns im kommenden Jahr für PC,...