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Invizimals: Das verlorene Königreich
Follow Publisher: Sony
Entwickler: Novarama
Altersfreigabe: 6+
Release: 26. Februar 2014

Invizimals: Das verlorene Königreich

Site Score
6.0
Good: Abwechslungsreiche Spielfiguren, PS3-/ PS Vita-Story zusammenhängend, Online-Multiplayergefechte
Bad: Invizimal-Kämpfe nur Quicktime-Events, Musik geht etwas unter, Normale Kämpfe sehr eintönig
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Eine ernsthafte Bedrohung für Pokémon?

Jahrelang verbrachte die Invizimals-Reihe seine Zeit auf dem ewigen zweiten (oder sogar dritten, vierten…) Platz am Stockerl der Taschenmonster-Abenteuer. Trotz aufwendiger 3D-Modellen und Augmented Reality-Features (AR) konnte die Saga, rund um die unsichtbaren Kreaturen aus einer fremden Welt, nie so richtig Fuß fassen. Mit einer animierten Fernsehserie (von der in Europa noch niemand was gesehen und gehört hat und selbst Youtube lediglich einen australischen Trailer ausspuckt), einem Kartenspiel (von dem man auch nur durch Sonys Pressemitteilung etwas erfahren hat) sowie einem PlayStation 3- und PlayStation Vita-Ableger fährt Sony nun große Geschütze auf, um nun endlich den großen Durchbruch zu schaffen. In diesem Artikel wird das PlayStation 3-Spiel Invizimals: Das verlorene Königreich behandelt.

Sony war dabei so freundlich und die Special Edition des Spiels zur Verfügung zu stellen, welche neben den eigentlichen Titeln auch noch dieses hübsche Booklet beinhaltete. 

Ein kleiner Kinderschritt; ein großer für Invizimals-Forschung

Die Erzähltweise des Spiels ist stets sehr flach und zieht sich unnötig bis zum letzten Endboss des Spiels.

Das Spiel erzählt die Geschichte vom jungen Hiro, der als erster Mensch in die Welt der Invizimals reist, um dort hinter das Mysterium bisher unbekannter Invizimals zu kommen. Man trifft dabei auf zahlreiche der besagten Monster, mit denen man in Menschen- und später in Invizimalsform kämpfen muss, um deren Spezialfähigkeiten zu erlangen. Im Laufe des Abenteuers kommt der Spieler einer Verschwörung gegen seine geheime Forschungsorganisation auf die Schliche, die von der realen Welt ausgeht. Die Erzählung ist in Kapitel beziehungsweise Areale unterteilt und erinnert von der Auswahlmöglichkeiten in den Menüs ein wenig an Castlevania: Lord of Shadows, auch wenn die Gründe für erneute Erkundungsgänge in den einzelnen Levels nicht in dem Ausmaß gegeben sind, wie bei der renommierten Castlevania-Reihe.

Es ist auch etwas enttäuschend, dass man in der ersten Spielhälfte gegen acht unterschiedlichen Invizimals in Rahmen von Quicktime-Events kämpfen muss, um deren Fähigkeiten zu erlangen und sich die letzten acht in der zweiten Spielhälfte dem Spieler wortlos anschließen. Für Kinder mögen Quicktime-Event-Kämpfe zwar etwas Spektakuläres sein, wenn aber selbst diese weggelassen werden und somit die Spannung der Kämpfe ganz weg fällt, ist das alles Anderes als sinnvoll. Man fliegt zudem sogar drei Mal auf dem Rücken unterschiedlicher Drachen und dennoch vermag dies kein bisschen an der Atmosphäre des Spiels zu improvisieren. Im Endeffekt bleibt die Erzähltweise des Spiels sehr flach und zieht sich unnötig bis zum letzten Endboss des Spiels.

Das dennoch Interessante an der gemeinsamen Geschichte der PlayStation Vita- und PlayStation 3-Version ist dennoch der ständige Zusammenhang zwischen beiden Ablegern. Spielt man die Beiden parallel zu einander, erlebt man Konversationen aus der jeweils anderen Welt (sozusagen von der anderen Seite der Telefonleitung) und bekommt somit ein vielseitigeres Bild von der gesamten Storyline. Natürlich ist die gesamte Erzählung für Kinder gedacht, es macht aber selbst als Erwachsener Spaß die Zusammenhänge zwischen beiden Titeln zu sehen. 

Gameplay

Invizimals: Das verlorene Königreich ist wie ein knapp acht Stunden langer Bud Spencer-Prügelstreifen, bei dem der Humorfaktor weggelassen wurde.

Auf der PlayStation Vita spielt man mehr den Sammel- und Kampftitel, auf der PlayStation 3 kommt mehr der Erkundungs- und Rangel-Faktor zur Geltung. Hiro kann sich dabei in 16 unterschiedliche Invizimals verwandeln und von deren insgesamt acht unikaten Kräften Gebrauch machen. Diese benötigt man, um in der virtuellen Welt zurecht zu kommen. Mit Ocelot klettert man Ranken hinauf, Minotaur kann durch Barrikaden rennen, Tigershark ermöglicht es unter Wasser zu tauchen, Shizoku ist ein Shuriken-werfendes Schwein, Neko Suke ein teleportierender Panther, Zaphyra eine Katze mit telepathischen Fähigkeiten, Chupacabra eine Fledermaus und Xiong Mao ein starker Panda. Man hat also genügend Auswahl um das Spiel abwechslungsreich zu gestalten. Auf Knopfdruck wird bei den jeweiligen Stellen, an denen man spezifische Fähigkeiten benötigt, sofort auf den notwendigen Charalter gewechselt. Alternativ kann man sowohl während den Erkundungs- als auch bei den Kampfeinlagen durch das Drücken der beiden hinteren Schultertasten unter den Spielfiguren die passenden auswählen.

Über die R1-Taste lassen sich zudem spezifische Kampfmoves der kleinen Monster auswählen, um die Gefechte zumindest etwas spektakulärer zu gestalten. Diese sind (abseits vereinzelter Bosskämpfe) nämlich aufgrund des trägen Gameplays und der zeitverzögerten Ausführung der Attacken (nach Tasteneingabe) doch etwas langweilig geworden. Aufgrund der trägen und stets gleich vorkommenden Kampfeinlagen, scheint Invizimals: Das verlorene Königreich wie ein knapp acht Stunden langer Bud Spencer-Prügelstreifen zu sein, bei dem der Humorfaktor weggelassen wurde.

Hat man eine bestimmte Anzahl an Z-Sparks aufgesammelt, kann man mit diesen Angriffe freischalten, welche durch das Drücken der Dreieck- und Kreis-Taste aktiviert werden. Abseits der Z-Sparks wurden auch zahlreiche Sparks, Statuen und dunkle Samen im Spiel versteckt, welche für besondere Vorteile in der Battle-Arena gut sind.

Die wenigen Rätsel von Invizimals: Das verlorene Königreich sind nicht sonderlich schwer, lockern aber das sonst Adventure-lastige Feeling etwas auf. Ebenso erfreuen seltene Gleichgewichts-Einlagen des Protagonisten, bei denen man den PlayStation 3-Controller passend zu Hiros Bewegungen balancieren muss.

Eine herbe Enttäuschung sind die QuickTime-Event-Kämpfe, die man beim Treffen besonderer Invizimals ausführen muss, da sie viel zu leicht sind, sich immer wiederholen und wie lachhafte Wrestling-Kämpfe wirken. Ungünstig gesetzte Checkpoints gepaart mit vereinzelten schlechten Kameraführungen sorgen für vereinzelte Frustmomente, da man mehrmals bestimmte Passagen im Spiel öfters wiederholen und sich dabei dieselben Hinweise anhören muss.

Obwohl man die Welt der Invizimals betritt, bekommt man außer den Kampfmonstern, die man anschließend auch spielt, überhaupt keine frei lebende Kreatur zu sehen. Zumindest in der Dschungelwelt hätte es ein paar wilde, in der Natur lebende Exemplare geben können, welche die belebte Welt der unsichtbaren Taschenmonster von der besten Seite zeigt. Wo sind die zahlreichen freilebenden Invizimals, die man sonst in unserer Welt in solch großer Ausführung fangen kann?

Multiplayer

Abseits vom Einzelspieler-Modus besitzt Invizimals: Das verlorene Königreich noch die Battle Arena, in der man die, im Hauptspiel gefundenen Invizimals gegeneinander antreten lassen kann. Die Kämpfe sind dabei wesentlich dynamischer und spektakulärer als im Storymode – alleine die Tatsache, dass man auf die Kämpfe direkten Einfluss hat, ist sehr erfreulich. Immerhin wurde das Kampfsystem der PlayStatiom Vita-Version 1:1 übernommen (oder dieser Teil der Software wird auf der PlayStation 3 emuliert. Zumindest wird beim Starten der Battle Arena eine separate Software gestartet).

Sehr erfreulich ist, dass man die eigenen Monster gegen die der gegnerischen Spieler antreten lassen und somit im Level und Abenteurer-Rang steigen kann, sofern sich dieser mit seiner PlayStation Vita im selben Raum befindet. Auch Kämpfe über der Internet lassen sich auf die selbe Art und Weise austragen. 

Grafik

Da die gesamte Story in Kapitel unterteilt ist, bekommt man stets neue Areale und somit gleichzeitig unterschiedliche Leveldesigns geboten. Auf den ersten Blick scheinen die Texturen vereinzelter Oberflächen etwas verschwommen zu wirken, das wird aber durch die Liebe zum Detail mancher Locations wieder wett gemacht. Das Spiel bietet zwar eine Handvoll unterschiedlicher Gegner, allerdings ist deren Angriffsablauf immer der selbe und sie lassen sich allesamt auf die gleiche Art und Weise besiegen.

Bei den Mehrspieler-Kämpfen wurden die Gefechte von der PlayStation Vita 1:1 umgesetzt, daher sehen diese komplett ident aus. Es ist dennoch erfreulich, dass man die, sonst nur auf den portablen Konsolen sichtbaren, Taschenmonster und deren Moves endlich mal auf dem Fernseher bewundern kann. Besonders die Gestaltung der unterschiedlichen Arenen, die man im Laufe der Multiplayer-Gefechte freischaltet, ist sehr gelungen und auf dem großen Screen richtig nett anzusehen.

Abseits der Filmsequenzen in Spielegrafik besitzt Invizimals: Das verlorene Königreich auch Cutscenes mit echten Schauspielern. Auch wenn diese nicht zu 100% den animierten Spielfiguren aus dem Spiel ähneln, passen sie hervorragend zu dem Stil des Abenteuers, kommen aber leider nur ein einziges Mal im gesamten Storyverlauf vor. 

Sound

Das Spiel besitzt einen wirklich gut zu der unerforschten Welt von Invizimals passenden, Soundtrack. Das einzige wirklich gravierende Problem mit diesem ist, dass dieser so gut wie überhaupt nicht zur Geltung kommt. Besonders bei den Kämpfen hört man fast ausschließlich, die dumpfen Prügelgerausche der einzelnen Monster, einen Hintergrund-Soundtrack gibt es in solchen Momenten so gut wie keinen.

Auch die Synchronstimmen der einzelnen Charaktere in der englischen Sprache ist wirklich gelungen, selbst wenn die Lippenbewegung der einzelnen Spielfiguren nicht immer ganz synchron ist. 

Abschließende Worte

Ich war stets ein großer Bewunderer der Pokémon-Reihe und habe auch sämtliche Ableger gespielt. Ebenso groß ist auch stets mein Interesse an der Invizimals-Reihe, nur konnten mich die vorherigen Ableger nie so richtig überzeugen, mich länger mit ihnen zu beschäftigen. Grad solche Spiele wie Pokémon, Digimon und auch Invizimals Leben von der Atmosphäre der fiktiven Welt, in die uns die Entwickler zu entführen versuchen. Unglücklicher Weise ist dieses Feeling in dem PlayStation 3-Spiel so gut wie komplett verloren gegangen, da man nahezu die gesamte Zeit damit verbringt sich durch Roboter zu prügeln und langweiligen Jump’N’Run-Passagen entlang zu laufen.

Dort wo Nintendo bei Pokémon mit einer vielseitigen, lebhaften Welt punktet, brillieren die Entwickler von Invizimals: Das verlorene Königreich mit 3D-Modellen und einer halbwegs anschaulichen Spielewelt. Aber leider ist das in diesem Fall nicht alles, wenn man als junger oder erwachsener Gamer darauf wartet in ein Abenteuer mit neuen Monstern, Charakteren und fantastischen, unerkundeten Welten zu ziehen. 

– Abwechslungsreiche Spielfiguren

– PS3-/ PS Vita-Story zusammenhängend

– Online-Multiplayergefechte

– Bunter Grafikstil

– Invizimal-Kämpfe endlich am Fernseher! 

– Invizimal-Kämpfe nur Quicktime-Events

– Musik geht etwas unter

– Normale Kämpfe sehr eintönig

– Kaum Invizimals außer Hauptcharaktere

– Ungünstig gesetzte Checkpoints 

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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