Explosionsgewitter voraus! 

Mit Super Stardust HD setzten die finnischen Entwickler Housemarque auf der PlayStation 3 im Arcade Shoot’Em’Up-Genre ein deutliches Ausrufezeichen. Noch heute erfreut sich der Titel größter Beliebtheit und wird auch von Kritikern seit jeher hoch gelobt. Nun prämieren die Finnen mit Resogun auf der brandneuen Sony-Konsole, welches noch dazu für PS+-User kostenlos ist. Ist der Arcadetitel nur ein Köderungsversuch von Sony oder gar ein Geschenk des Himmels?  

Anschnallen, Waffen laden und Finger entspannen…

Kenner von oben erwähnten PlayStation 3-Titel wissen was ihnen bevor steht, für die anderen eines vorweg: Dieses Spiel ist nicht für jedermann gedacht. So gibt es zwar nur die üblichen Epilepsie bzw. Warnungen zum Augenschonen, doch sei jenen die damit Probleme haben gesagt, dass sie dieses Game zwar unbedingt ausprobieren, jedoch unbedingt auf einen Zeitrahmen achten sollten, den sie im Downloadtitel verbringen. Im Stile des Vorgängers gibt es nämliche wahrliche Effektgewitter, die mit der Power der neuen Konsole vollends aufgehen. Primär wählt man jedoch einmal eines von drei Schiffen aus, die je nach Spielweise und Skill-Level zu Vor- beziehungsweise Nachteilen führen können. Zudem obliegt es dem Spieler aus fünf Levels zu wählen, oder gar per Arcade-Modus durch alle durchzurauschen. Jedoch sei an dieser Stelle erwähnt, dass die grundlegende Wahl des Schwierigkeitsgrades enorme Auswirkungen hat. Nimmt man das Anfangslevel her, so bewegen sich nur wenige der Gegner nach oben und unten und schießen so gut wie gar nicht auf den Spieler, während schon im mittleren, anfänglichen Schwierigkeitsgrad die Gegner ein auffälliges Zig-Zag Muster fliegen und auf den unschuldigen „Retter der letzten Menschen“ alle Geschütze richten. 

Evolution statt Revolution!

Grundsätzlich fällt sofort auf, dass Housemarque diverse Änderungen am Konzept vorgenommen hat. So nahm man Abschied vom Planeten den man in Super Stardust HD umstreifte und führte eine ringförmige 2D-Ebene ein, in welcher man sich zwar in alle vier Hauptrichtungen bewegen, jedoch nur in der Horizontalen schießen kann.

„Resogun – simpel und einfach!“

Zudem gibt es keine unterschiedlichen Waffen und die dazu gehörigen Meteoriten mehr, sondern nur mehr generelle Power-Ups. Während dies jetzt eher ernüchternd klingt, sei versichert, dass es notwendige Cuts darstellte, damit sich Resogun auf das konzentrieren kann was es ausmacht: Unendliche Zerstörung und der Kampf ums Überleben. Dieser gestaltet sich dann wiederum wie man es gewohnt ist. Man setzt Bomben ein wenn die Not am Mann ist und aktiviert den Boost um Gegnerwellen zu entkommen. Letzterer erfährt auch folgende Neuerung, dass er dazu verwendet wird Gegnerhorden auszuschalten. Denn je mehr man mit dem anhaltenden Boost ausradiert, umso länger hält der Geschwindigkeitsrausch an und endet mit einer fatalen Explosion, die umlegende Einheiten sofort ausschaltet. Neben der Zerstörungswut wurde zudem das Save the last Human-Konzept integriert welches pro Level 10 Menschen in Käfigen präsentiert, die gerettet werden können. Ja richtig gehört, man kann, aber muss jene Individuen nicht retten. Erquickt man sich und spielt den Retter, so winken zusätzlich zahlreiche Bonuse, welche das Spielgeschehen deutlich vereinfachen und noch dazu ordentlich Punkte im Gesamtscore bringen. Prinzipiell gibt es pro Map zwei Transporteinrichtungen, welche die Menschen in Sicherheit bringen können.

Regelmäßig kommen die Menschen frei, vorausgesetzt sie werden nicht bereits sofort von den Feinden vernichtet und rennen anschließend panisch über die ringförmige Karte. Hat man sich vorgekämpft, werden sie automatisch aufgesammelt und man kann jene Figuren nur retten, indem man sie zu den bereits erwähnten Transporteinrichtungen bringt. Hierbei kommt ein netter taktischer Aspekt zu tragen, denn je nach Lust und Laune kann man sich normal an den Gegnern vorbei schießen, durch sie hindurch boosten und last but not least: Den Menschen hineinwerfen. Ja, richtig gehört. Man wirft den gerade erst geretteten Mensch in sein Verderben, ähh in seine Erlösung und spart sich dadurch womöglicherweise lebenswichtige Sekunden. Eine nette taktische Variation, doch nun wieder zurück zur alles vernichteten Action! 

Activate Overdrive!

Ich kann mir richtig den Gedankenfluss der Entwickler vorstellen, welche zum neuen Overdrivemodus führte. Wie kann man ein Effektgewitter erzeugen, dabei gleichzeitig verdammt cool aussehen und zu guter Letzt sämtliche Gegner auf brutalste Weise ausradieren? Das Ergebnis ist der Overdrivemodus, der je nach Skill schneller und auch öfters aufgeladen wird. In diesem Modus wird die Zeit verlangsamt und das Raumschiff schießt einen kontinuierlichen, alles vernichtenden Laserstrahl und hält diesen so lang man damit Gegner trifft. Dabei ließ es sich Housemarque nicht nehmen jeden Gegner in unendlich viele Partikel zu zerlegen, die sich alle gleichzeitig über den Bildschirm verteilen – Beeindruckend!

Multiplayer

Hat man sich nun ein wenig in Resogun eingeschossen, möchte man natürlich den erworbenen Skill seinen Freunden und generell anderen Menschen präsentieren, doch wie zeigt sich der Titel von dieser Seite?

Nun, man muss leider sagen, dass bei all dem Glanz, hier deutlicher Verbesserungsbedarf besteht. Will man online mit einem zweiten Spieler gemeinsam den Überlebenskampf bestreiten, so muss man sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Bei einer Vielzahl von Versuchen wurde nach 5-10 min meinerseits abgebrochen und es gelang nur eine Handvoll Male. Gut, dies kann mit der Zeit besser werden, aber aktuell macht es den Modus uninteressant. Was jedoch hervorragend funktioniert ist der Online Co-Op mit Freunden übers PlayStation Network; einer erstellt eine Lobby und ladet den anderen ein – simpel und einfach. Doch wie sieht es für Offlinepartien auf der gleichen PlayStation 4 aus?

Naja, leider muss man sagen, dass der Entwickler unverständlicherweise auf einen offline Multiplayer verzichtet hat, obwohl dies durchaus gewesen wünschenswert wäre. Klar, man kann bei einem sehr Grafik-lastigen Spiel nachvollziehen warum ein Split Screen zu viel Aufwand und in extremen visuellen Einbußen daher kommen würde, aber bei einem Multiplayer für Resogun wäre es immer noch ein Bild und da es die gleiche Menge von Gegnern sind, auch nicht unbedingt mehr Effekte – bis auf die Schüsse vom zweiten Mitspieler. Seltsam, denn gerade in der heutigen Zeit, wo das Offline-Gaming zu zweit auszusterben droht, wäre dies ein Ausrufezeichen gewesen! 

Grafik & Sound

„Sorgt für das letzte Quäntchen Adrenalin, sollte jenes nicht ohnehin schon über jeder messbaren Skala liegen!“

Technisch gesehen fällt es schwer die richtigen Worte bezüglich Resogun zu finden, da der Mund meist weit offen steht. Ein Effektfeuerwerk folgt dem Nächsten und die Musik sorgt für das letzte Quäntchen Adrenalin, sollte jenes nicht ohnehin schon über jeder messbaren Skala liegen.

Weder legt das Spiel Hochglanzgrafik àla Killzone: Shadow Fall hin, noch lebt es von sonstigen Design Schnick-Schnack, aber dies ist auch nicht die Intention der Entwickler. Die Texturen und Designs der Raumschiffe, beziehungsweise sämtlicher Gegner sind einfach und gut gestaltet – da gibt es nichts zu meckern.

Wo es jedoch aufblüht und hübsch die komplette Arcade Shoot’Em’Up-Riege stehen lässt, ist bei der Effektvielfalt und Detailverliebtheit. Wer bei diesem Spiel nicht große Augen bekommt, sollte jene dringend untersuchen lassen!  

Abschließende Worte

Resogun steigt auf der PlayStation 4 imposant in den Ring und präsentiert sich hervorragend. Dem unendlichen Spielspaß von Super Stardust HD setzt Entwickler Housemarque nochmal eins drauf und macht dies noch dazu in einem Effektfeuerwerk was sich überall sehen lassen kann! Sinnvolle Neuerungen und gleichzeitige Vereinfachung des Prinzips sorgen für noch mehr Spaß, der niemals zu enden scheint wenn man sich die unzähligen Explosionen ansieht. Der Multiplayer hinterlässt jedoch einen gemischten Eindruck und könnte durchaus einen Funktionspatch oder bessere Server vertragen um mehr Spieler zu finden. Aber das Game lebt bekanntlich vom Singleplayer und jener ist grandios gelungen, Gratulation!  

 

– süchtig machendes Gameplay

– Spektakuläres Effektfeuerwerk

– Overdrive & Save the Last Human Modi

– Fordernde Schwierigkeitsgrade

– Derzeit gratis für PS+-Nutzer! 

– Nicht ausgereifter Multiplayer

– Kein Offline-Multiplayer! 

Eure Meinung dazu?

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