Es sind dunkle Zeiten für Nintendo angebrochen. Zumindest laut Analysten (und vielleicht in den Augen der Fans). Auch wenn der japanische Entwickler das vergangene Geschäftsjahr mit Gewinnen abschließen konnte, die hauseigene Next Gen-Konsole will einfach nicht zum Zugpferd des Unternehmens werden. Nun springen auch reihenweise Drittentwickler aus dem Boot der unterstützenden Studios ab, was die Vermarktung der Unterhaltungshardware noch schwieriger gestaltet. Zwar hielten bisher hauseigene Spielemarken die Konsole über Wasser, ob dies in Zukunft immer der Fall sein wird, ist ungewiss. Das weiß auch Nintendo, daher will der japanische Konzern nun laut Firmenpräsident Satoru Iwata die Lizenzierung seiner eigenen Charaktere vorantreiben und aktiv nach Partnern für dieses Handeln Ausschau halten.

Bislang tauchten Mario, Link, Samus und Co. stets ausschließlich in hauseigenen Titeln auf – somit erreichte das Unternehmen einen unübertreffbaren Kultstatus unter den Fans. In Zukunft will Nintendo die Lizenzierung in Form von Merchandising-Artikeln (wie es bereits seit einem Jahr in den USA der Fall ist) ausbauen. Der Ausbau soll allerdings auch im digitalen Bereich angetrieben werden. Eine Voraussetzung dafür ist, dass der Lizenzteilnehmer kein direkter Konkurrent ist. Im Endeffekt soll das gesamte Projekt eine „Win-Win“-Situation für Nintendo und den Partner darstellen.

Nintendo wird aber auch in Zukunft eigene Spielekonsolen und dazu gehörende Softwares entwickeln – das Kerngeschäft bleibt somit also unverändert. Auch der Verkaufspreis der Wii U soll der gleiche bleiben.

Quelle: Nintendo

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