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Marlow Briggs und die Maske des Todes
Follow Entwickler: Zootfly
Publisher: 505 Games
Altersfreigabe: 16+
Release: 20. September 2013

Marlow Briggs und die Maske des Todes

Site Score
7.0
Good: One Liner-Witze, Abwechslungsreiche Challanges, Vielseitige Locations
Bad: Synchro oft langweilig, mittelmäßiger God of War-Klon, Spezialangriffe unspektakulär
User Score
10.0
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Rating: 10.0/10 (1 vote cast)

Neue Marke, bekanntes Prinzip

Was sich beim Ertönen des Namens so anhört wie ein Indiana Jones-Spin Off ohne Harrison Ford und stattdessen mit einem schwarzen Vin Diesel in der Hauptrolle, ist Zootflys erster Versuch neben zahlreichen Panzer-Spielen eine eigene Marke auf den Markt zu bringen, welches gefüllt mit sarkastisch-lustigen Kommentaren und einem nur all zu bekannten Gameplay-System zu gefallen versucht.

Wir haben uns den Xbox Live Arcade-Ableger genauer angeschaut, um euch über das Xbox 360-exklusive Spiel berichten zu können. 

Say hello to Marlow!

So stellt man sich den Besuch bei der Freundin, mit der man eine Fernbeziehung führt, nicht gerade vor. Der muskulöse Marlow Briggs besucht seine Freundin bei ihrem Arbeitsplatz (einer uralten Grabstätte) und muss feststellen, dass diese dort gegen ihren Willen vom gewalttätigen und einflussreichen asiatischen Inhaber Long festgehalten wird. Ehe er sich versieht, wird der Protagonist von einem der Wachen mit einer Sense niedergestreckt und befindet sich kurze Zeit später im Reich der Toten. Allerdings nicht lange, denn das was der übereifrige Chinesenboss nicht wusste war, dass das Artefakt mit dem Marlow getötet wurde einen alten Maya-Geist behauste. Dieser setzt ihm nicht nur die Maske des Todes auf, sondern verleiht dem nach Rache durstenden Draufgänger übernatürliche Kräfte und ermöglicht ihm gegen die kleine Privatarmee des Asiaten vorzugehen.

Die Geschichte von Marlow Briggs und die Maske des Todes wird euch gewiss nicht vom Hocker reißen, dürfte aber neben den unlängst erschienenen, storyintensiven Titel wie Grand Theft Auto V und BEYOND: Two Souls für eine angenehme Abwechslung sorgen. Immerhin kann man das Gehirn ein wenig abschalten und über vereinzelte, lustige One-Liner Jokes lachen, welche die Marlow/ Todesgeist-Combo an den Tag legt.

Was der Story an Tiefgang fehlt, macht das Spiel mit Abwechslung wett. Neben den Gemetzeleinlagen kann man in optionalen Minispielen Hubschrauber vom Himmel fegen oder bei Plattformer-Herausforderungen sein Können beweisen. Selbst die Credits enthüllen ein recht eigenartiges, aber dennoch lustiges Minispiel. 

Gameplay

Das Xbox Live Arcade-Spiel pickt von vielen bekannten Titeln der Videospielwelt Gameplay-Elemente heraus, dürfte aber von den Ablegern der God of War-Reihe am meisten inspiriert worden sein. Nicht nur, dass eine Vielzahl an Bewegungsabläufen des Protagonisten nahezu 1:1 vom Spartanerkrieger übernommen wurden, auch Gegner, Angriffe und Spielmechanismen (durchgehend fixierte Kamera, Waffenupgrade, Reiten auf größeren Gegnern nachdem sie besiegt wurden…) erkennt man in dem Xbox 360-exklusiven Downloadtitel wieder. Dies wäre an und für sich kein Problem, da sämtliche Spiele auf der Konkurrenzkonsole wirklich hervorragende Videospielerfahrung boten, allerdings mangelt es in Marlow Briggs und die Maske des Todes in jeder Hinsicht an Tiefgang in der Story und im eigenem Gameplay. Trotz imposanten Spezialfähigkeiten und verheerenden Angriffen ist die eigentliche Wirkung der Attacken meistens nur bescheiden und vermittelt auch den Eindruck eines eher mittelprächtigen Hauptcharakters.

Wie auch in Kratos Leidgeschichte hat man Zugriff auf ein, sich stets erweiterndes, Waffenarsenal und übernatürliche Kräfte. Diese erweisen sich, abseits vom Einführungsvideo, allerdings als kein bisschen spektakulär und sorgen höchstens dafür, dass man bis zum Erhalt der nächsten Ability ein wenig funkelnde Abwechslung geboten bekommt, während dem man farblich unterschiedliche Käfer und andere Gegnertypen zermürbt. Die stets dazu kommenden Spezialangriffe werden dabei mit dem linken Bumper und einer der vier farbigen Aktionstasten aktiviert, größere Bosse wie, viel zu oft vorkommende, Riesenskorpione können hingegen durch das Drücken des B-Knopfes exekutiert werden.

Das Spielgeschehen wird dabei stellenweise durch einzelne Challenges aufgelockert in denen der Spieler Hubschrauber mit einer Gatlinggun abschießen oder von einem Hubschrauber kopfüber hinunter baumelnd Bäumen und Felsvorsprüngen ausweichen muss.

Quer über das gesamte Spielareal befinden sich zahlreiche aufsammelbare Audiologs, bei denen es sich um Nachrichten der entführten und ausgesprochen besorgten Freundin handelt. 

Grafik

Actionlastige Filmsequenzen mit vielen Explosionen, zahlreichen Blickwinkelwechsel und interessanten Slowdown-Momenten kennzeichnen die optischen Besonderheiten des Xbox Live Arcade-Titels. Unglücklicher Weise sieht man genau in solchen Momenten, dass Briggs seine Waffe nicht einmal ordentlich hält.

Schade ist auch, dass viele der Explosionen und Attacken die während der Fights zu sehen sind, wesentlich imposanter aussehen, als sie im Endeffekt wirklich sind. Die Gegner reagieren auf bestimme Sachen verzögert oder sterben beispielsweise nach einem Schwinger mit der Sense auf die selbe Art und Weise, wie wenn sie von einer Tonne mit hochexplosiven Gas zerrissen werden.

Viele der Bewegungsanimationen von Briggs sehen so aus, als wären sie 1:1 aus God of War übernommen worden – selbst das Bewegen von Kisten oder Hinabrutschen an Hängen sieht den Moves von Kratos verblüffend ähnlich. 

Sound

Die einzelnen Charaktere besitzen prinzipiell gute Synchronstimmen und auch die gesprochenen One Line-Witze sind ganz unterhaltsam, lediglich das oftmalige Wiederholen gepaart mit einer häufig vorkommenden Gleichgültigkeit in der Stimme fällt nach mehreren Spielstunden auf.

Auch der Soundtrack würde hervorragend zu dem Spiel passen, wenn dieser wirklich zu den Geschehnissen abgestimmt wäre. Oftmals hört sich dieser so an, als wäre er lediglich lieblos zu dem Spiel hinzugefügt worden, da mehrere Töne einfach nicht zu der Stimmung passen. 

Abschließende Worte

Marlow Briggs und die Maske des Todes versucht kein Kassenschlager zu sein, bietet mit unterschiedlichen Arealen, vereinzelten Gags und ungefähr acht Stunden Spielzeit genügend Stoff um die Gamer für wenige Tage auf Trab zu halten. Unglücklicher Weise sind es gerade die stets wieder kehrenden Inhalte, die an der Vielfältigkeit des Spieles zerren und die offensichtliche Inspiration seitens der God of War-Reihe, an dessen Qualität leider nicht im entferntesten Sinne herankommt, jene Faktoren die den Xbox 360-exklusiven Arcademetzler zu einem unterdurchschnittlichen Abenteuer verkommen lassen. 

Punktebewertung

Story: 7,5

Gameplay:8,0

Grafik:7,0

Sound: 6,5

Gesamt: 7,0

Bewertung in Worten: Mittelmäßiger Actionkracher mit offensichtlichem God of War-Gameplay. 

– One Liner-Witze

– Abwechslungsreiche Challanges

– Vielseitige Locations

– Synchro oft langweilig

– mittelmäßiger God of War-Klon

– Spezialangriffe unspektakulär

– Viele ident aussehende Gegner 

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Launchtrailer zu Marlow Briggs und die Maske des Todes

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