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Lost Planet 3
Follow Entwickler: Spark Unlimited
Publisher: Capcom
Altersfreigabe: 16+
Release: 30. August 2013

Lost Planet 3

Site Score
6.0
Good: Guter Einstieg, glaubhafter Hauptcharakter, Gute Musik am Mech
Bad: Technisch inakzeptabel, diverse Bugs
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Ein Mann, sein Mech und die Einsamkeit im Eis

Ein unwirtlicher Eisplanet und mitten drin ein Mann, der einen Job zu erfüllen hat. Die Rede ist von Jim Peyton, der auf dem Planeten E.D.N. III im Auftrag der Firma NEVEC, als Mädchen für alles dienen soll. Ausgerüstet mit seinem selbst konstruierten Mech sowie einem riesigen Waffenarsenal, stürzt er sich in die unbekannten Tiefen jenes absolut lebensunwerten Planeten und erlebt so einige Abenteuer. 

Ein Planet zum Vergessen!

Der Ort des Geschehens ist eine unmenschliche Umgebung. Es handelt sich um einen Eisplaneten, der noch dazu von verheerenden Blizzards heimgesucht wird, welche sämtliches Leben gefährden. Aber warum versucht dann der Mensch verzweifelt den Planeten zu kolonisieren? Ganz einfach, der Planet beherbergt Unmengen an zu nutzender Energie für die es sich lohnen sollte, oder ist das doch nicht alles?

In genau jenem Glauben begibt sich auch unser Protagonist auf die Reise zu seinem neuen Arbeitsplatz. Getrennt von Frau und Kind möchte er ordentlich was dazu verdienen und da ist die Gefahrenzulage auf einem Eisplaneten natürlich nicht von der Hand zu weisen.

Wie unwirtlich der Planet mit seinen Stürmen, Eisschollen und unendlichen Kluften ist, bekommt man in den ersten Minuten hervorragend zu spüren. Auch bemerkt man sehr schnell, dass man nicht allein ist und wird daher gezwungen entsprechende Waffengewalt anzuwenden. Zu Beginn verfügt man nur über die Standardpistole, aber ändert sich dies sehr schnell im weiteren Verlauf.

Die uns feindlich gesonnenen Aliens nennen sich Akriden und dürften Lost Planet-Veteranen durchaus ein Begriff sein. Doch sollte man sich vor Augen halten, dass Teil 3 ein knappes halbes Jahrhundert vor den Geschehnissen des ersten Teils spielt. Also das was man kennt mag durchaus hier sein, aber es gibt einige Überraschungen die es wahrlich in sich haben. 

Dreht die Heizung auf!

Hat man den atmosphärischen Beginn hinter sich gebracht und ist auf der Basis angelangt, wird recht bald das Wort Mech erwähnt, was natürlich sofort für Begeisterung sorgt. Es bleibt auch kaum Zeit das Vehikel zu bewundern, denn Eile ist geboten. Jim Peyton meldet sich offiziell zum Dienst!

Der Mech, mit Bohrer, einem Greifarm sowie einem bemerkenswert gutem Lebenserhaltungssystem jedoch gänzlich ohne Fernkampfwaffen ausgerüstet, sorgt dafür, dass der gute Jim immer wieder das Vergnügen hat aus diesem auszusteigen. Bis auf einige Passagen ist dies auch immer freiwillig möglich und meistens in bestimmten Story-Abschnitten auch gefordert.

Hier spielt das unwirtliche Wetter des Eisplaneten eine große Rolle, denn es kann schon mal vorkommen, dass unser Protagonist nur überleben kann, wenn er sich in seinem Mech befindet und selbst dies ist kein Garant alles unbeschadet zu überstehen. So gerät er nach kurzer Zeit in einem üblen Schneesturm und übersteht diesen, jedoch ist seine äußere Hülle komplett zugefroren. Also bleibt ihm nichts übrig als selbst Hand anzulegen und das Eis händisch zu entfernen, wobei er verständlicherweise ein gefundenes Fressen für Akride darstellt.

Wieder im sicheren und warmen Mech, kann sich der gute Peyton an Videonachrichten seiner Liebsten erfreuen oder der Musik lauschen, die ihm seine holde Maid vorsorglich eingepackt hat. 

Open World mit Limitierungen

Prinzipiell ist zu sagen, dass Spark Unlimited durchaus den richtigen Ansatz gewählt hat. Besonders während im Mech die Countrymusik rennt und man durch die rustikale Eisprärie stapft, fühlt man sich mittendrin statt nur dabei. Doch vergeht dieses intensive Gefühl relativ schnell, da man sehr schnell den Faden verliert. Einerseits hat man etliche Nebenmissionen in denen eben genau jenes geniale Feeling auftritt und andererseits die Hauptstory, in welcher neben der deaktivierten Ausstiegsmöglichkeit auch die eigene Musik deaktiviert wird. Man würde es als legitim ansehen wenn dies bei Cutscenes oder ähnlichem auftritt, aber nicht wenn man einfach ein bis dato unbekanntes Areal betritt wo man genauso wie zuvor Akride plättet.

Auch im Grunddesign hätte sich Spark Unlimited eher festlegen sollen. Schreit das Spiel von Anfang an mit seiner riesigen Basis, den Zusatzaufträgen und den Erkundungstouren nach Open World, so zeigen sich relativ schnell die Restriktionen auf.

Die anfänglich unendlich weite Eis- und Kluftenebene entpuppt sich als schlichtes Schlauchsystem in welchem man jegliche gefühlte Vielfalt sofort wieder verliert.

Auch verfällt die Story nach anfänglicher Euphorie in einem monotonen Ablauf welchem man relativ spannungslos folgt. Dies liegt abseits des schwachen Skripts auch an den Charakteren selber. Der Protagonist ist eigentlich der Einzige der zu gefallen weiß und mit dem sich der Spieler auch identifizieren kann, was sich auch im Verlauf der Geschichte nicht ändert. Nur wirken viele der Hauptcharaktere aufgezogen und bei weitem nicht glaubhaft, weshalb sich die Stimmung nach dem Beginn auch nicht mehr nach oben bewegt. 

Gemeinsam im Schnee!

Teil 3 bietet wiederum einen Multiplayerpart der durchaus Spaß macht. Packende 5 vs. 5 oder 3 vs. 3 Action auf mehreren Ebenen – Greifhaken sei Dank – sorgen für eine gelungene Abwechslung. Insgesamt gibt es 6 Karten in denen es die Übersicht zu bewahren gilt, denn der Tod kann von überall her kommen. Zudem sind die klassischen Mehrspieler-Modi auch an Bord und sorgen für bewährten Spaß. 

Grafische Meisterleistung? NO!

Technisch bleibt der Titel leider weit unter den Erwartungen zurück. Dafür dass es sich um einen Eisplaneten handelt, ist jenes Element einfach nicht schön anzusehen. Die Eisebenen sind einzige Glanzflächen, wobei jegliche Vegetation und Details im besagten Medium fehlen. Auch lässt der Schnee sehr zu wünschen übrig. Man fragt sich warum zum Beispiel die Entwickler bei Naughty Dog in Uncharted 2: Unter Dieben den Schnee – der in dem Spiel nur eine geringfügige Rolle spielte – unglaublich realistisch konstruieren konnten, während Spark Unlimited dies nicht mal ansatzweise gelingt.

Auch gibt es so manche Fehler im Bildaufbau welche sich hartnäckig halten. Besonders bei hohen Gegneraufkommen kann die Framerate deutlich droppen, wodurch das Spiel ruckelt. In diversen Zwischensequenzen bricht ebenso das Bild ein, was die Restspannung gänzlich nimmt. 

Sound

Manche der Synchronisationen sind durchaus gelungen, während andere gänzlich versagen. Jenes könnte man noch hinnehmen, aber die generelle Soundkulisse im Spiel könnte etwas mehr Wumm gebrauchen. Denn wenn sich bei einem Shooter die Waffen lasch anhören, fühlt es sich einfach falsch an. Die unsagbaren Laute der Akride hingegen wirken glaubhaft und auch die generelle Hintergrundsoundtracks wissen zu gefallen. Besonders die Musik im Mech sorgt für das ein oder andere Schmunzeln. Umso trauriger ist es, dass jene Tracks im Vehikel so dürftig ausfallen. Schade! 

Abschließende Worte 

Lost Planet 3 ist einfach gesagt eine herbe Enttäuschung. Das altbewährte Prinzip aus Mech, Greifhaken und Schusswaffen ist nicht mehr zeitgemäß. Das Spiel schafft es nicht, sich gemäß der Konkurrenz weiterzuentwickeln. Die Story ist nur ein kleiner Anreiz das Spiel durchzuspielen und der durchaus ansehnliche Multiplayerpart kann dies leider auch nicht aufwiegen. Aber besonders technisch ist das Spiel eine Zumutung. Wenn auf einem Eis- und Schneeplaneten eben jenes Eis sowie der Schnee nicht gut aussehen, können die Charaktere noch so gut designed sein – es wirkt einfach nur jämmerlich und nicht mehr zeitgemäß. Auch kann sich Spark Unlimited nicht entscheiden welche Gameplayrichtung man einschlägt, weswegen auch die Motivation des Spielers schwankt. Liebe Entwickler, wenn ihr einen erneuten Lost Planet-Ableger plant, dann hoffentlich mit neuen Ideen und guter Technik, ansonsten sollte man die Reihe im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis legen. 

Punktebewertung

Story: 6,0

Gameplay: 6,5

Multiplayer: 7,0

Grafik: 5,5

Sound: 6,5

Gesamt: 6,0 

Bewertung in Worten: Lost Planet 3 ist leider nicht eiskalt, sondern lauwarm.

– Guter Einstieg…

– Glaubhafter Hauptcharakter

– Gute Musik am Mech…

– Open World Aspekte… 

– … der in Monotonie endet

– technisch inakzeptabel

– …welche aber zu gering ausfällt

– …die sich in Luft auflösen

– diverse Bugs 

Eure Meinung dazu?

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