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The Wonderful 101
Follow Publisher: Nintendo
Entwickler: Platinum Games
Altersfreigabe: 12+
Release: 23. August 2013

The Wonderful 101

Site Score
7.0
Good: Lustige Charaktere, Bekannte Elemente aus Bayonetta, Ingame Achievements
Bad: Nahezu alles glänzt ständig, Man verliert schnell den roten Faden, Oftmals eigenwillige Kamera
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Rettet Platinum Games das Wii U-Spieletief?

In den vergangenen zwei bis drei Monaten gab es so gut wie keinen einzigen Drittentwickler, welcher ein vollwertiges Retail-Spiel auf der Nintendo-Plattform veröffentlicht hat. Dies sind magere Zeiten für die innovative und stark unterschätzte Tablet-Konsole! Berühmte amerikanische Investoren prognostizieren sogar bereits den Untergang des japanischen Spielekonzerns, aber dies wäre nicht das erste Mal, dass die „großen Spekulanten“ voreilige Schlüsse ziehen. Bis zum Wii U-exklusiven Titel Bayonetta 2 dauert es noch ein wenig, dafür bietet Platinum Games mit The Wonderful 101 eine komplett neue IP und eine demonstrative Verwendung der Wii U-Hardware. Mehr zu sämtlichen Inhalten findet ihr hier. 

Denn ein Held alleine ist niemals genug!

Wenn die Welt von übernatürlichen Angriffen und Umweltkatastrophen bedroht wird, dann gibt es nur eine Gruppe, die den Planeten Erde vor dem sicheren Untergang bewahren kann; The Wonderful 101. Diese kleine Gruppe, bestehend aus 100 Superhelden, vertritt jeden Staat der Erde mit einem außergewöhnlichen und übernatürlichen Landsmann und sorgt im Falle einer globalen Krise für Ordnung. Der letzte fehlende Held ist dabei der Spieler selbst. Diese benötigt der grün-blaue Erdball in unserem Universum derzeit alle Male, denn seitdem die außerirdische Deathjerk-Invasion erfolgt ist und diese den Planeten und dessen Bevölkerung terrorisiert, kann sich ein jeder nur noch auf die Hilfe der Heldentruppe verlassen. 

Die Geschichte des Titels ist in neun Operationen unterteilt, wobei diese stets in drei Unter-Operationen gegliedert wurden. Jede einzelne benötigt je nach Schwierigkeitsgrad (zu Beginn gibt es nur sehr leicht, leicht und normal) ungefähr 20-30 Minuten zum Durchspielen, sodass man die Hauptgeschichte nach ungefähr 25-30 Stunden absolviert hat. 

Man beginnt dabei mit Wonder-Red, einem der Agenten mit übernatürlichen Kräften und findet unterwegs immer mehr Superhelden, die sich der Truppe anschließen. Jeder einzelne Spielcharakter besitzt bestimmte Stärken und Schwächen – nur die wenigsten ermöglichen dem Spieler eine neue Kampf-Gruppenkonstellation zu erlernen. Diese werden benötigt um verheerende Attacken zu tätigen, mehr dazu erfährt ihr im Gameplay-Teil dieses Berichts. Die vielen unterschiedlichen Superhelden sind in allen Leveln verstreut und sorgen nicht nur dafür, dass man motiviert ist alle zu finden, sondern sich mit deren Stärken und Schwächen auseinander zu setzen, um möglichst effektiv kämpfen zu können. 

Im Laufe der Geschichte reist man auf der Weltkarte quer über den gesamten Erdball und lernt in einer Vielzahl von Levels unterschiedliche Einheiten, Generäle und sogar Adelige der Alienrasse kennen. Die Entwickler haben sich dabei vollkommen auf die Gegner, Raumschiffe und Hauptharaktere konzentriert – berühmte Bauten wie den Eifelturm oder die Freiheitsstatue kommen nur in stark abgeänderten Versionen vor. 

Da das Spiel sowohl ein komplett neuwertiges Gameplay an den Tag legt und die eigentliche Geschichte erst nach mehreren Operationen und selbst dann nur sehr langsam ins Rollen kommt, geht der rote Faden bei The Wonderful 101 recht schnell verloren. Je weiter man in der Story voranschreitet und sich an die etwas umständlich ausgefallene Steuerung gewöhnt umso interessanter wird auch das gesamte Spiel. Ein Titel, den man nur kurz für 10 Minuten spielt und anschließend sofort in dessen Bann gezogen wird, ist der erste Wii U-Ableger von Platinum Games jedoch leider nicht.  

 

Gameplay

Dem berühmten Spruch „Einer für alle, alle für einen“ folgend, begibt man sich mit Wonder-Red, Wonder-Blue und zahlreiche ebenso coolen Superhelden auf den Weg gegen die außerirdische Übermacht vorzugehen. Bei der geringen Teilnehmerzahl der Gruppe bleibt es allerdings nicht, da man unterwegs ständig Zivilisten rettet, diese sich temporär anschließen und ebenfalls zu Superhelden werden. Dies ist auch wirklich notwendig, denn je größer die Masse umso verheerender sind die Attacken, die man als Gruppe tätigen kann. Neben dem allgemeinen Befehl die Gegner via Knopfdruck anzugreifen, kann das Kollektiv sich zu bestimmten Waffen wie einer Faust, einer Peitsche, einem Hammer, einem Schwert oder einer Schusswaffe verformen. Um die Gruppe zu einem der besagten Gegenstände verschmelzen zu lassen, zeichnet man entweder über den Touchscreen des Gamepads oder mit dem rechten Analogstick bestimmte Formen und aktiviert diese anschließend durch einen Druck auf den A-Knopf. Ersteres funktioniert unglücklicher Weise schlicht und einfach nicht, weil der Screen die Eingabe schlecht oder unzureichend registriert. Des Weiteren wird das Spielgeschehen beim Zeichnen oder Betätigen des rechten Analogsticks kurz verlangsamt, was für die Touchscreen-Eingabe dennoch sehr umständlich ist, besonders weil das Spiel (ähnlich wie Bayonetta) sehr actionlastig ist und schnelle Reaktionen vom Spieler verlangt. Das Zeichnen über den Screen, sorgt somit für keinen reibungslosen Spielefluss. Klassisch für ein Spiel aus dem Studio Platinum Games ist der Schwierigkeitsgrad in dem Titel prinzipiell sehr hoch, wobei man viele Gameplayelemente selbst in Erfahrung bringen muss. Es gibt zwar diverse Tutorials aber durch die detaillierteren muss man sich zuerst langwierig durchlesen. 

Die Gamepad-Verwendung von The Wonderful 101 ist dabei nicht durchgehend umständlich, da dessen Verwendung stellenweise wirklich fantastischen Einsatz findet. Es kommt vermehrt vor, dass man ein Gebäude betritt und in diesem Rätsel lösen, Gegner töten oder ein Raumschiff steuern muss und die Geschehnisse sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes noch weiter gehen. Wirklich wild und beeindruckend ist wenn sich die Aktionen in den Häusern auf die äußere Umgebung auswirken. So reist man auch mal mit einem Jet, kämpft in diesem gegen Gegner (die Geschehnisse finden auf dem Gamepad statt), steuert gleichzeitig das Raumschiff durch Tasten am Boden und sieht auf dem Fernseher wohin dieses fliegt und muss dabei herumfliegenden Gebäudeteilen ausweichen und UFOs abschießen – die volle Aufmerksamkeit des Spielers wird somit benötigt. 

Die während dem Abenteuer besiegten Gegner und zerstörten Gegenstände verwandeln sich in Zahnräder, welche man im Wondermart wiederum für neue Fähigkeiten, Items und Erweiterungen des Wonderful-Amulets eintauschen kann. Ein wenig frustrierend ist dabei, dass Basis-Fähigkeiten, wie gegnerischen Angriffen auszuweichen und ein Schutzschild hoch zu fahren, ebenfalls erst gekauft werden müssen und diese nicht sonderlich wenig kosten. Wie in Bayonetta kann man zudem mit gefundenen Weltraum-Zutaten (Space-Karotte, Space-Paprika usw.) neue Items und Heilmittel erschaffen. Mit dem bereits erwähnten Amulett können sich die Charaktere in eine stärkere Form verwandeln. Dieses lässt sich mit Erweiterungen verbessern, wodurch auch die Fähigkeiten der Spielfiguren gesteigert werden. 

Für vereinzelte Frustmomente sorgt stellenweise die Kamera. Meist fokussiert diese automatisch auf das Areal in dem sich die Gegner befinden – je nach Belieben kann man mit den Schulertasten zusätzlich rein- oder rauszoomen. Blöd ist an dieser Stelle lediglich, dass sich Gegner auch oft vollkommen abseits des Spielfelds befinden und man diese gar nicht sieht. Das Resultat ist, dass man unnötig viel Zeit damit verschwendet diese zu suchen und anschließend deswegen eine schlechte Bewertung für die Operation erhält. Ärgerlich ist auch wenn sich die Kamera willkürlich dreht oder in der Umgebung stecken bleibt, sodass man sich kaum mehr wirklich auf bestimmte Gegner konzentrieren kann. 

Die Entwickler scheinen nicht bemerkt zu haben, dass das RumblePack des Wii U-Gamepads variable Vibrationsstufen hat, denn das Tablet vibrieren so intensiv, dass es teilweise schon unangenehm ist. Dies passiert im Abstand von zwei bis drei Sekunden und vibriert anschließend auch mal gute zehn Sekunden durch. Überraschend sind auch die viel zu häufigen Ladezeiten des Spiels. Bevor man die gewünschte Operation startet, kommt man in einen Bereich in dem die Ladezeit angezeigt wird. Vor diesem knapp zehn Sekunden langen Level wird allerdings ebenfalls noch drei bis fünf Sekunden geladen – ob die Levels wirklich so aufwendig sind oder die Gegner so anspruchsvoll gestaltet wurden, dass die Wii U so viel Zeit zum Laden benötigt? Ich denke wohl eher kaum! 

Multiplayer

Hat man vom Storymodus genug und kann sämtliche Angriffe und Gruppenformationen bereits auswendig, gibt es noch einige “Wundervolle Missionen” zu bewältigen. Dabei kann man stets aus drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen und diese eigentlich auch gemeinsam spielen. Aktiviert man allerdings mehrere Remotes poppt lediglich ein Icon in der rechten oberen Ecke auf, welches den Spieler auffordert den +-Knopf zu drücken um dem Spiel beizwohnen. Wirklich beitreten kann man diesem allerdings nicht (wir haben es auch mit mehreren Remotes und zu unterschiedlichen Zeiten probiert).

Man sollte auf jeden Fall die Geschichte zuvor gespielt haben, da viele der zusätzlichen Levels auf das Wissen zurückgreifen, welches man sich dort aneignet. Ist dieses nicht vorhanden, ist man hier vollkommen aufgeworfen!  

Grafik

Die einzelnen Charaktere haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit den Figuren aus Viewtiful Joe, wobei das Design ein wenig an den japanischen Superhelden-Stil angepasst wurde – man könnte fast meinen, dass die Charaktere von Power Rangers eine Prise Japan-Flair verpasst bekommen haben. 

Das Spiel greift dabei bekannte Präsentationselemente (das Vorstellen der einzelnen Gegnertypen) und Items aus dem früheren Titel Bayonetta auf. Alleine die Tatsache, dass das Kochen von Weltraumkarotten und ähnlichen Gemüsesorten für die Erschaffung neuer Items in das Spiel integriert wurde, zeugt davon, dass die Entwickler gedanklich bei den Arbeiten nicht weit entfernt von der eng bekleideten Hexe waren. 

Die Explosionen und Raucheffekte in The Wonderful 101 sind sehr gelungen und auch das Charakterdesign sehr vielseitig. Etwas lästig ist jedoch das ständige Glänzen der Spielfiguren und der sehr geringe Sichtradius des eigentlichen Spielfelds. Man kann zwar dank der beiden Schultertasten stets aus dem Bild hinein- oder hinauszoomen, dafür legt sich jedoch ein trüber Filter auf alle entfernten Objekte in der Umgebung rund um die Gruppe. Auch die Vielfalt in Sachen Leveldesign enttäuscht ein wenig, da sich viele Umgebungen ähnlich sehen und die Städte und Landschaften mehr das Gefühl erwecken, als würde man mit der Gruppe Superhelden in einer Modelllandschaft wüten (meist richten die 101 Helden mehr Schaden als die Aliens an).  

Sound

Die Charaktere haben allesamt unterschiedliche Synchronstimmen erhalten und sorgen mit lustigen Aussagen und Akzenten für eine durchgehende Unterhaltung. Besonders die Wortwitze sind sehr gelungen, wenn auch die jüngeren Gamer eher weniger damit anfangen können. 

Sämtliche Szenen wurden mit passenden Soundtracks untermalt, stellenweise kommt es aber auch vor, dass der Soundtrack überhaupt nicht zu der Stimmung in der Szene passt. 

Abschließende Worte

Mit The Wonderful 101 zeigt Platinum Games gekonnt was man alles auf der Wii herausholen und welche riesigen Fehler man dabei begehen kann. Die Begeisterung über das eigentlich interessante Setting und die witzigen Charaktere wird von nicht funktionierenden Gamepad-Befehlen, stellenweise umständlichen Gameplay und diversen gröberen und kleineren Mankos gehemmt. Viel zu oft denkt man sich, dass bestimmte Inhalte zu frequentiert wiederholt werden, zu intensiv oder übertrieben zur Geltung kommen, dabei ist gerade das Ende der Geschichte das Unterhaltsamste am gesamten Titel. Nur zu schade, dass der Weg bis dorthin mit viel zu vielen unangenehmen Stolpersteinen geschmückt ist. 

Punktebewertung:

Story: 6,5

Gameplay: 7,0

Grafik: 6,0

Sound: 7,0

Gesamt: 7,0 

Kurzbewertung: Ein grandioser Titel, der wegen Mankos zum Durchnitt wird. 

– Lustige Charaktere

– Bekannte Elemente aus Bayonetta

– Ingame Achievements

– Überdimensionale Bosskämpfe

– Geniale Pad-/ Fernseher-Verwendung

– Zusätzliche Arcade-Missionen 

– Nahezu alles glänzt ständig

– Man verliert schnell den roten Faden

– Oftmals eigenwillige Kamera

– Eingeschränkter Sichtsradius

– Wiederholendes Leveldesign

– Übermäßige Vibrationsverwendung!

– Ladezeiten für Ladezeiten?

– Umständliche Touchscreennutzung

– Nicht funktionierender Multiplayer

– Wiederholende Gameplay Elemente 

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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