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SteamWorld Dig
Follow Entwickler: Image & Form
Publisher: Nintendo
Altersfreigabe: -
Release: 8. August 2013

SteamWorld Dig

Site Score
8.0
Good: Gekonnte Verknüpfung von Steampunk und Western, Originalität im Metroidvania-Gameplay
Bad: Abwechslung nur zwischen den Abschnitten, Magere Story, Kürzere Spieldauer
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Howdy, Gringobot!

Man kann sagen was man will, aber Western halten sich gleichermaßen zeitlos am Leben, wie es wohl nur noch Liebesschnulzen schaffen. Der Grund dafür ist wohl, dass je moderner und komplexer die Gegenwart wird, desto einfacher und befreiender erscheinen uns jene archaischen Zeiten, in denen man Probleme noch mit einem Colt anstatt einem Anwalt lösen konnte – und selbst wenn nicht, ein geladener Colt zumindest die spätere Honorar-Diskussion wesentlich vereinfachte.

Ein anderer Grund dürfte wohl auch sein, dass sich das Thema Western unglaublich flexibel darstellt: Egal ob Horror-Setting oder Zeitreisen-Mythos, mit Sheriff und Saloon lässt sich eigentlich alles kombinieren. Das dachte sich wohl auch Image & Form, die Indie-Entwickler des 3DS-eShop-Titels Steamworld Dig, der Wild-West-Szenerie mit Robot-Futurismus verknüpft, um so ein dampfend heißes Action-Adventure mit (3D-)Tiefgang auf Nintendos mobile Spielkonsole zu bringen.

Die dampfige Wendung des vorigen Satzes kann man dabei ruhig wörtlich verstehen, sind doch alle Charaktere im Spiel technisch rustikal angehauchte Roboter, mit Zahnrädern verziert und mit Dampfturbinen betrieben; eben- wie es sich für ein Steampunk-Setting gehört! Daher verwundert es nicht, dass Hauptcharakter Rusty nicht mit einem Colt durch die verstaubten Straßen zieht, sondern mit Spitzhacke und Bohrer sich zum Duell rüstet. Wie überall im Leben gibt es aber nichts umsonst, weswegen ihr euch solche netten Goodies erstmal verdienen müsst. Wie praktisch dass Rusty auf der Erbenliste einer alten Goldgräber-Mine steht, die prall gefüllt von Edelsteinen und Abenteuern nur darauf wartet, von ihm erforscht zu werden… 

Gameplay

Metroidvania ist ein Begriff? Wenn ja, dann ersetzt einfach die Peitsche durch eine Spitzhacke, wenn nein, bleibt ihr trotzdem bei der Spitzhacke, schließlich ist diese euer Einstieg in das grubige Vergnügen. Genauer gesagt ist sie damit eher euer Abstieg, denn in Steamworld Dig geht es nicht wie üblich seitwärts zur Sache, sondern location-typisch kerzengerade nach unten. Zumindest solange ihr noch nicht zu tief seid, denn weiter unten wartet neben härterem Gestein auch so manch unliebsames Getier auf euch, das im Verlauf des Spieles nicht nur stärker sondern auch facettenreicher wird und euch stets einen bombastisch freudigen Empfang bereitet (bei dieser Gelegenheit einen freundlichen Gruß an die Dynamit-tragenden Gruftzombies: Ich hab euch wirklich zutiefst gehasst 🙂 )

Damit sich das Ganze jetzt nicht zu schnell abnutzt, findet ihr, wie eingangs erwähnt, regelmäßig neue Minenschächte, in denen sich neue Fähigkeiten für euch verbergen. So lässt sich im Verlauf des Spieles das Roboterherz mit einer düsenjetkonformen Dampfpumpe verschönern oder aber die langwierige Grabearbeit via Spitzhacke durch Einsatz eines Wasserdampf-betriebenen Bohrkopfs erleichtern. Damit geht’s dann gleich schneller in die immer unwirtlichere Tiefe, in der ihr nur dann eine Chance habt, wenn ihr durch fleißiges Edelstein-sammeln immer auch gleich die neuesten Upgrades für Panzerung und Spitzhacke erwerbt, was das Game dankenswerterweise ein wenig in die Länge zieht. 

Grafik

Ein softer Cartoon-Look kombiniert mit thematischer Detailtreue, genau das erwartet euch in dem Downloadtitel. Zwar werdet ihr im Vergleich zu anderen Metroidvania-Clones nicht so häufig eine Abwechslung in der Spielkulisse vorfinden, da bei Steamworld Dig innerhalb eines Abschnittes die grafische Ausgestaltung sich gar nicht oder höchstens unwesentlich ändert (ganz im Vergleich zu Castlevania, wo in fast jedem Raum etwas Neues auf euch wartet, und sei es nur ein offenes Fenster, durch das der Mond auf euch scheint), dafür dürft ihr euch aber von nervenzerreißender Stimmungsdichte vereinnahmen lassen; insbesondere aus dem Zusammenspiel von knappen Lampenschein, düster-laybrinthhaftem Grundthema und einhergehend isolativer Sounduntermalung ergibt sich eine packende Spielwelt. Die Comic-hafte Umsetzung der Steampunk-Western-Szenerie sorgt damit für den passenden Ausgleich zur vergruselten Grubenatmosphäre, was auch weniger hartgesottenen und insbesondere jüngeren Abenteurern das Spiel zugänglich macht, ohne es für die hartgesottene Hardcore-Crowd uninteressant werden zu lassen.

Wer allerdings Videosequenzen sucht, der wird bei Steamworld Dig nicht fündig. Die raren Dialoge laufen im Textfenster oder als In-Game-Grafik ab, was für den puristischen Retro-Gamer in mir zwar einen Pluspunkt darstellen mag, so manch anderem aber ein Dorn im Auge sein dürfte. 

Sound

Ähnlich verhält es sich dann eben auch mit dem Sound, der dank metallisierter Hammer- und Klopfgeräusche atmosphärisch dicht die Grubenstimmung begleitet, beim voice acting aber die sparende Variante eines robotartigen Klangkauderwelsch präsentiert. In Verbindung mit dem Comic-Look gibt es daran, wie erwähnt, nichts auszusetzen, es mag eben nur nicht jedermanns Geschmack sein. 

Abschließende Worte

Endlich mal wieder etwas Originalität im Metroidvania-Genre. Nicht nur, dass man eine thematisch höchst schwierige Mischung aus Steampunk und Western gekonnt miteinander verband, man schaffte es zugleich die nicht minder schwierige Kluft zwischen Gelegenheitsspielern und Hardcore-Gamern zu überbrücken. Letztere werden vielleicht ein wenig den Abwechslungsreichtum und den storymäßigen Tiefgang eines Castlevania vermissen, erhalten dafür aber auch extrem kostengünstigen Nachschub in ihrem Lieblingsgenre. 

Punktebewertung

Story: 6,5

Gameplay: 8,5

Grafik: 8,0

Sound: 8,5

Gesamt: 8,0

Bewertung: Innovatives Gameplay und stimmige Atmosphäre locken den Retro-Abenteurer. 

– Gekonnte Verknüpfung von Steampunk und Western

– Originalität im Metroidvania-Gameplay

– Dichte atmosphärische Umsetzung

– Schmunzelnswerte Dynamit-Zombies 

– Abwechslung nur zwischen den Abschnitten

– Magere Story

– Kürzere Spieldauer

– Bossfights könnten zahlreicher sein

r_e_T_r_o


Bereits mit 11 Jahren war Bernhard begeisterter Spieler, sodass er sich mit 22 Jahren aufmachte, die Welt der Videospiele zu erkunden mit 33 Jahren für JoystickJunky Rezensionen zu verfassen, die wohl noch bis zu einem 77. Lebensjahr bestehen bleiben.

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