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Army of Two: The Devil’s Cartel
Follow Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Visceral Games
Altersfreigabe: 18+
Release: 28. März 2013

Army of Two: The Devil’s Cartel

Site Score
6.5
Good: Action bis zum Umfallen, Maskenvielfalt und persön. Gestaltung
Bad: Lauer Protagonistenzuwachs, EA-Server unterbrechen Onlinespiele
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Der Bro-King der Coop-Spiele ist zurück!

Nach einer erfolgreichen Serien-Einleitung brachte Electronic Arts eine eher weniger begeisternde Fortsetzung zu Army of Two in die Konsolenwelt. Nun bleibt Gamern lediglich die Hoffnung, dass mit dem dritten Ableger der Reihe, Army of Two: The Devil’s Cartel, endlich eine würdige Fortsetzung in jede ordentliche Zockerbude landet. Dafür haben sich die Entwickler Hilfe von der Unterdivision Visceral Games geholt, welche sich bereits mit hochkarätigen Titeln wie einigen Ablegern der Dead Space-Reihe oder Dante’s Inferno behaupten konnten. Werfen wir somit einen Blick auf die neueste Koop-Kreation dieser Spielschmieden-Brüderschaft. 

Schon mal an Kugelhagel-Krebs gestorben?

Sagt den beiden Kriegsveteranen Rios und Salem Lebewohl, denn Army of Two: The Devil’s Cartel stellt euch die beiden neuen, namenlosen Protagonisten Alpha und Bravo vor. Diese beiden Frischlinge befinden sich, mit weißen Kragenhemd und marginaler Kampf-Erfahrung, auf einer ihrer ersten Missionen; den angehenden mexikanischen Präsidenten Cordova zu eskortieren. Doch leider ist mit Gangstern im zerstörten und von Drogenkartellen verseuchten Mexiko nicht gut Kirschen essen, sodass der Verteidigungskonvoi bereits nach wenigen Minuten von Panzerfäusten geküsst wird und das Muskelduo und selbstverständlich auch die Gamer erneut zu den Waffen greifen müssen um im Kugelhagel und Granatengewitter zu überleben.

Nach rund acht Stunden Spielzeit auf der höchsten Schwierigkeitsstufe im Einzelspielermodus bekommt ihr die Credits des Shooters zu sehen und blickt auf eine actionlastige Story mit vorhersehbaren Plot-Wendungen und wenig neuen Entscheidungselementen zurück. Das lustige Duo, welches die Gamer bei erfolgreichen Coop-Einsätzen Fistbumps und aberlustige Gitarrensolos belohnte gehört der Vergangenheit an. Das Spiel konzentriert sich in diesem Punkt hauptsächlich auf Action und nimmt sich, ganz im Gegenteil zu den beiden Vorgängern, viel zu ernst – durchgeknallte Momente gibt es also gar keine. Hin und wieder kommen witzige Sprücher, die Anspielungen auf bekannte Videospiel- und Film-Memes (“That’s what she said”, “Get to the chopper”, “Die roten Fässer explodieren immer!”) darstellen sollen, abseits dessen bietet der dritte Ableger der Reihe aber kaum Grund um aus der Masse der Durchschnittsshooter heraus zu ragen.

Was bei Dead Space 3 bereits aufgefallen ist, verhält sich bei Army of Two: The Devil’s Cartel nicht anders. Die Overkill-Edition erweitert das Spiel dieses Mal nicht nur durch einen Multiplayer-Modus, wie es beim eben genannten Horror-Shooter der Fall war, sondern ergänzt das Spiel lediglich durch ein paar neue Waffen und Missionen – was auch der einzige Unterschied zu der Standard-Edition ist und gleich aus diesem Grund gleich gute 5-10€ mehr kostet. 

Gameplay

Teamwork ist zweifellos das Kernelement in Army of Two: The Devil’s Cartel, was allerdings keineswegs bedeutet, dass man die kurze Reise durch Mexiko nicht alleine mit einem computergesteuerten Gegner bewältigen kann. Zehn Missionen werdet ihr überqueren um das actionlastige Abenteuer zu überleben, wobei jedes Level, ähnlich wie in Gears of War: Judgment durch kleinere Checkpoints aufgeteilt ist. Dieser arcadeartige Levelaufbau ist zwar für kurze Zeit ganz unterhaltsam, gestaltet sich allerdings auf längere Sicht als stimmungstötend, da im Laufe der Geschichte zwar ständig vor Augen gehalten wird wie viel Geld man durch die unterschiedlichen Tötungen verdient hat, aber kein bisschen durchgehende fesselnde Atmosphäre aufgebaut wird.

Durch das Voranschreiten in der Story werden laufend neue Waffen, Waffenteile, Masken und neue Ausrüstungsgegenstände freigeschalten, die mit dem verdienten Geld gekauft werden können. Obwohl das Arsenal wirklich umfangreich und die Utensilien ausgesprochen realistisch sind und wirken, hebt sich die Individualisierung kaum vom Vorgänger und anderen Shooter-Spielen ab.

Während dem Spielen kann man sich stellenweise für bestimmte Richtungen entscheiden, was kaum mit den moralischen Entschlüssen der beiden Vorgängern vergleichbar ist, den Gamern aber einen Grund gibt vereinzelte Levels noch einmal durch zu spielen um sämtliche Momente erlebt zu haben. So hat man einmal die Entscheidung die Gegner vom Hubschrauber aus zu dezimieren oder zu Fuß für das Räumen der Landschaft zu sorgen, währende dem der vom Computer gesteuerte oder reale Coop-Mitstreiter den Bodenspieler aus der Luft unterstützt.

Neu dazu gekommen ist der Overkill-Modus, mit dessen Hilfe man, ab einer gewissen Anzahl ausgeschalteter Ziele, für eine kurze Zeit unverwundbar ist und doppelten Schaden anrichtet. Jeder Spieler hat dabei eine eigene Leiste, die sich füllt, wobei durch das gleichzeitige Aktivieren des Overkill-Moduses bei beiden Soldaten für noch mehr Schaden gesorgt wird. Sämtliche Gameplay-Funktionen wie beispielsweise auch der neue Deckungsmodus wird im Tutorial genauestens erklärt.

Multiplayer

Bewährtes ändert sich nicht, daher liegt im neuesten Ableger der Army of Two-Reihe wieder einmal das kooperativ-taktische Zusammenspielen im Vordergrund. Was offline problemlos via Splitscreen passiert, kann auch online mit Freunden und mit zufällig verbundenen Spielern erfolgen. Bei mir wurden mehrere Spielepartien über das Internet von den EA-Servern unterbrochen, was bei drei bis vier Gelegenheiten noch ganz verkraftbar ist, bei über zehn Verbindungsversuchen dann aber doch etwas anstrengend sein kann.

Neben den unzähligen Kills und dem dadurch verdienten Geld werden bei vorhandener Internetverbindung sofort sämtliche errungenen Punkte auf einem Online-Leaderbord veröffentlicht und in einer Gegenüberstellung mit anderen Spielern verglichen. 

Grafik

Obwohl der Levelverlauf nahezu sämtlicher Areale sehr linear ausgefallen ist, weiß das Spiel mit oftmals interessantem Leveldesign zu gefallen. Neben einem Friedhof, Katakomben und einer Kirche macht man auch mal einen Abstecher in das Labor der Drogenköche – der generelle braun-gelbe Farbstil ist aber fast überall gegenwärtig.

Auch die Gegnervielfalt präsentiert sich ausgesprochen gering, da nahezu immer die selben Baseballkappen tragenden MTV-Swag-Yolo-Gangster zusammen mit ihren vielen Zwillingsbrüdern und eine Klonarmee von Gordon Freemans mit Cowboyhut und Pilotenbrille den Großteil der Gegnermassen auszumachen scheinen.

Beachtlich ist der Grad der Zerstörungsmöglichkeit, die dank der Frostbite 2.0-Engine ermöglicht wird. Ist der Overkill-Modus aktiviert zerfetzt man die Wände der Umgebungen förmlich als wären diese lediglich aus Styropor – für Fans von Action und fetten Wummen garantiert ein Genuss! Beim Rest flacht die Begeisterung über die Verwüstung ziemlich schnell wieder ab, denn außer den Wänden gibt es nur wenige Momente in denen die Demolation so beeindrucken demonstriert wird.

Sehr interessant ist die Individualisierungsmöglichkeit der eigenen Masken. In einem Editor lassen sich neben den zahlreichen freispielbaren Gesichtsschützern auch eigene anfertigen, wobei die Anzahl der geometrischen Muster begrenzt ist aber man sich durch diverse Schichten das ein oder andere, innovative Facecover zusammenbasteln kann. Unsere Joystick Junky-Maske hat auf jeden Fall sehr authentisch ausgeschaut! Wer zudem Spiele wie Mass Effect und Dead Space 3 gespielt und die Speicherstände noch auf seiner Konsole hat, darf sich über bereits im Sortiment vorhandene Helme von Isaac Clarkeund seiner Coop-Begleitung freuen. Kostenfrei natürlich. 

Sound

Musikalisch passt sich das Spiel an seine Vorgänger an, wobei man hier und da auch den Musikstil von Brian Tyler hinaushört, der aktuell in der Videospielindustrie als Komponist Fuß zu fassen versucht. Größtenteils besteht Army of Two: The Devil’s Cartel jedoch mehr aus Hip Hop-lastigen Beats welche von Explosionsgeräuschen und Schießereien untermalt werden.

Die Sprachausgabe der Charaktere passt gut zu den Figuren und kann sowohl bei den dramatischen Konversationen als auch bei den selten vorkommenden Monologen überzeugen. Die lustigen Anspielungen auf viele Film- beziehungsweise Videospiel-Klischees sind zwar ein netter Versuch dem Spiel mehr Tiefgang zu gewähren, kommen im Endeffekt aber nicht so überzeugend rüber wie sich die Entwickler das erhofft hätten. Dazu interagieren Alpha und Bravo viel zu wenig miteinander. 

Abschließende Worte

Das Spiel macht zweifellos alles richtig um mit der Story und dem, verglichen mit dem Vorgänger, kaum geänderten Gameplay ein weiterer durchschnittlicher Shooter in der Masse der derzeit am Markt erhältlichen Action-Spiele zu bieten. Kurzfristig bereitet Army of Two: The Devil’s Cartel gehörig viel Spaß. Sollte man jedoch keinen zweiten Spieler zur Seite haben, wird der Titel aber recht schnell langweilig und kann trotz der hohen Waffenvielfalt und Individualisierungsmöglichkeit der einzelnen Ausrüstungsgegenstände auf längere Sicht nur begrenzt unterhalten. 

Punktebewertung

Story: 6,0

Gameplay: 5,5

Multiplayer: 7,0

Grafik: 7,0

Sound: 6,5

Gesamt: 6,5

Beurteilung in Worten: Action, Kugelhagel und flotte Sprüche, aber kaum etwas Neues. 

– Action bis zum Umfallen

– Vielseitiges Ausrüstungsportfolio…

– Maskenvielfalt und persön. Gestaltung

– Zerstörbarkeit der Wände

– Anspielungen auf Memes und Klischees 

– Permanente Ergebnis-Unterbrechung

– … bietet jedoch kaum Neues.

– Innovationslose Entscheidungsmomente

– Lauer Protagonistenzuwachs

– EA-Server unterbrechen Onlinespiele 

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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