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Anarchy Reigns
Follow Publisher: Sega
Entwickler: Sanzaru GamePlatinum Gamess
Altersfreigabe: 18+
Release: 11. Januar 2013

Anarchy Reigns

Site Score
7.0
Good: Zwei Story-Stränge, Abgefahrene Charaktere, Beeindruckende Bosse
Bad: Missionen oftmals zu monoton, Ingame-Grafik nicht so beeindruckend
User Score
6.0
(1 votes)
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Rating: 6.0/10 (1 vote cast)

Ein Prügelfest mit Platinum Games-Größe!

Nach erfolgreichen Titeln wie Bayonetta, Vanquish, Infinite Space und MadWorld scheint der japanische Edel-Entwickler auf den Geschmack der eigens entworfenen Charaktere gekommen zu sein und wirft zwei der markantesten Spielfiguren des skurrilen MadWorld-Universums zusammen mit zahlreichen neuerfundenen Personen in ein umfangreiches Mehrspieler-Prügelspiel. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn Anarchy Reigns stellt unter anderem nicht nur einen für den Entwickler typisch schweren, sondern auch qualitativ anspruchsvollen Brawler dar – mehr dazu in diesem Bericht! 

This shit’s going down right now motherfucker!

Die Story von Anarchy Reigns findet zahlreiche Jahre nach dem letzten Weltkrieg statt, wodurch die Welt nahezu unbewohnbar gemacht wurde und die Bevölkerung größtenteils aus Mutanten und Robotern besteht. In dieser Welt treffen sich Jack Clayman und Leonhardt “Leo” Victorion durch Zufall in einer Bar und suchen getrennten Weges nach einem Massenmörder namens Maximillian Caxton, welcher unter anderem auch Jacks Tochter auf dem Gewissen hat. Die Geschichte unterteilt sich dabei in Darkside und Whiteside, wobei sich die Wege der beiden Protagonisten permanent kreuzen und keine dieser Treffen ohne Auseinandersetzung mit Fäusten endet.

Die Geschichte des Spiels ist nicht sonderlich lang und auch nicht wirklich vielseitig, dafür bekommt man die Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt und darf weitere Teile der Level erkunden, die man durch das Absolvieren eines einzigen Story-Stranges wahrscheinlich nicht zu Gesicht bekommen würde. Der Humor des Spiels ist Platinum Games-üblich komplett abgedreht, was sich auch an der Art der Spielfiguren nur zu gut erkennen lässt. Zu diesen zählen unter anderem Figuren wie der Roboter Bulle Big Bull, der gelenkige Quotenrusse Durga, das mutierte Menschenschwein Oinki und natürlich die überaus attraktive Hexe Bayonetta, welche allerdings nur als herunterladbarer Charakter oder in der Special Edition des Spiels verfügbar ist.

Obwohl die Geschichte des Spiels des Öfteren recht verwirrend ist, bekommt man im Gesamten eine – zumindest zum einmaligen Durchspielen – dezente Story geboten. Dass in den Levels ausschließlich Menschen unterwegs sind, die nach dem Leben des Protagonisten trachten fällt mitunter doch recht nervig und unangenehm auf und lässt das Spiel stellenweise etwas monoton werden. 

Gameplay

Um nicht unvorbereitet ins kalte Wasser zu springen, separiert Platinum Games den Single- und Multiplayer gänzlich vom Tutorial, sodass man weder das eine noch das andere gespielt haben muss, um in den Genuss der vollständigen Steuerung zu kommen. Die wenigen Einfuhrungsschritte sind dabei so eindeutig und leicht, dass man sie nach wenigen Testminuten ausnahmslos beherrscht.

Gesteuert wird die Spielfigur Action-Adventure-typisch mit dem linken und die Kamera mit dem rechten Stick. Leichte Attacken vollführen die Figuren mit dem Viereck- und schwere mit dem Dreieck-Knopf. Sollte mal einer der mechanischen oder mutierten Gegner zu nahe kommen, kann dieser auch durch das Drücken der Kreis-Taste geschnappt und ihm mit ein paar Prügelangriffen darauf hingewiesen werden, dass dieser einem nicht zu nahe kommen sollte. Die oberen Schultertasten dienen dabei shootertypisch zum Zielen, wobei die unteren zum Vollführen von Spezialattacken gedacht sind. Jede Spielfigur besitzt dafür einen individuellen Angriff und gleichzeitig einen Balken in der linken unteren Ecke des Screens, welcher sich, je nachdem wie oft man den Gegner mit normalen Attacken trifft, aufgeladen und durch das Anwenden von Spezialattacken geleert wird. Durch das Drücken beider Analogsticks wird der Rampage-Modus eines jeden Charakters aktiviert, der dafür sorgt, dass die Spielfigur für eine kurze Zeit zwar verwundbar aber unbeeinflusst von gegnerischen Angriffen ist, dafür aber immensen Schaden anrichtet und spezielle Kampfmanöver vollführen kann. Treffen zwei Spielfiguren in dieser Verfassung aufeinander, startet ein kurzes Minispiel in der man eine der vier erscheinenden Aktionstasten innerhalb kürzester Zeit schnell eingeben muss, um als Gewinner aus dem Kurzgefecht gehen zu können.

Stellenweise poppen hier und da laufende Roboter mit Itemkisten auf, die verprügelt werden können, damit anschließend die jeweiligen Items verwendet werden können. Insgesamt kann jede Spielfigur zwei Items bei sich tragen und bei Bedarf durch das Drücken der linken oder rechten Steuerkreuz-Taste eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um nützliche Items wie einem Schutzschild, Waffen oder Tränke, die den Rampage Modus sofort aktivieren können.

Um im Storyverlauf voran zu kommen, muss der Spieler in den einzelnen Levels Gegner ausschalten, um anschließend Missionen freizuschalten. Insgesamt gibt es sechs Missionen – drei Storyrelevante und drei Nebenmissionen – welche nacheinander anhand einer gewissen Punktezahl freigeschaltet werden. Nach jeder storyrelevanten Mission werden Filmsequenzen abgespielt und weitere Details zu den Charakteren beziehungsweise der Story enthüllt.

Zu den Missionen zählen Aufgaben wie beispielsweise Wettrennen mit einem riesigen Wagen, übergroße Seifenblasen in Tore schießen, Roboter vor Mobbing beschützen, Helikopter zu kapern und anschließend Gegner damit ausschalten oder eben mal Parasiten bezwingen und die Hafenstadt vor angreifenden Tentakelmonster zu bewahren. Sämtliche Missionen werden mit Medaillen bewertet, wobei die Leistungsbeurteilung steigend von Bronze bis Platinum ausfällt. Am Ende eines jeden Areals werden sämtliche der verdienten Medaillen zusammengezählt und anschließend ein Pokal aus dem durchschnittlich daraus resultierenden Edelmetall verliehen.

Im gesamten Spielareal wurden Safes mit Artworks, Charakterinformationen, Soundtracks und ähnlichen ingame Goddies versteckt, wobei die freigeschalteten Sachen in einem Untermenü bei den Extras angebracht sind. Das Nervige bei der Sache ist, dass durch das Wechseln der Sparten (beispielsweise zwischen Artworks und Soundtracks) nervige Ladezeiten auftreten. Hierbei handelt es sich stets um dasselbe Bild – das der Tastenkonfiguration – welches sich nie ändert und man eigentlich bereits seit dem ausgesprochen ausführlichen Tutorial bereits kennt.

Im Gegensatz zu früheren Platinum Games-Spielen besitzt Anarchy Reigns einen mäßig schweren Schwierigkeitsgrad. Verzweifelte man bei Bayonetta noch beim einfachsten Schwierigkeitsgrad, so metzelt man sich in diesem Spiel einfachst durch die Gegnermassen – mitunter kommt einem die Gegner-KI stellenweise zu einfach vor. Für hart besonnene Gamer gibt es selbstverständlich noch weitere Schwierigkeitsgrade, die genaues Fingerspitzengefühl und Kontrolle über die einzelnen Buttons voraussetzt.

Multiplayer

Durch das Voranschreiten in der Story werden einige Charaktere im Multiplayer freigeschalten. Die Figuren-spezifischen Stärken und Schwächen tragen dazu bei, dass man sich im Mehrspielermodus durchaus auch taktisch voranmetzeln kann. Dass man mit bis zu 15 anderen Spielern gemeinsam oder gegeneinander metzeln kann, ist zwar unterhaltsam, es gestaltet sich zeitweise allerdings etwas zu chaotisch, ganz besonders, wenn sich viele der Missionen und Aufgaben zu oft wiederholen. 

Grafik

Im Gesamten betrachtet spalten sich die Meinungen hinsichtlich der Grafik, denn einerseits besitzt Anarchy Reigns fantastische Filmsequenzen sowie interessante, abwechslungsreiche und coole Charaktere sowie originelle Endbosse, schwächelt aber oftmals bei der grafischen ingame-Performance. Zwar sind die Explosionen und Spezialeffekte beeindruckend, das Design der durchschnittlichen Gegner ist allerdings viel zu gleichbleibend und die optische Leistung während dem Spielen gestaltet sich als lediglich durchschnittlich.

Das Spiel besitzt eine Vielzahl an Levels unter anderem die Hafenstadt Port Valenda, das chinesische Viertel Hong Long und das Wüstengebiet Bari Shur. Das Tolle an diesen Gebieten ist nicht nur die Vielseitigkeit, sondern dass man im Verlauf der Whiteside-Storyline zwar viele gleiche Plätze auf der Map wiederfindet, aber auch neue Areale zugänglich werden, wenn man beginnt, die Darkside-Storyline zu spielen. Somit können permanent neue Gebiete erforscht werden und man bekommt einen weiteren Grund die Geschichte aus der anderen Perspektive erleben zu müssen.

Die Auswahl der Gegner ist recht groß ausgefallen, sodass man mit vielen mutierten Monstern und Robotern aber auch mit dem mechanisierten Riesenroboter Cthulhu, dem Kraken, und zahlreichen anderen übernatürlich Kreaturen konfrontiert wird. 

Sound

Es wird geflucht, es wird geschimpft und es hört sich alles richtig originell und gut an. Die Synchronsprecher nehmen sich kein Blatt vor den Mund und bieten in dem Spiel mit Englisch, fFranzösisch, Spanisch, Italienisch und Japanisch eine vielseitige Sprachausgaben-Auswahl, wobei keine deutsche Übersetzung für die Menüführung vorhanden ist. Auch wenn die Stimmen zu den Charakteren passen, hätten sich die Entwickler überlegen sollen, die Lippenbewegung der Spielfiguren anzupassen, da dies nicht einmal im Japanischen – der ursprünglichen Sprache der Entwickler – so hundert prozentig zutrifft.

Die musikalische Vielfalt geht von einfachen Aufzugmelodien über Hiphop-Einlagen bis hin zu elektronischen Beats durch ein abwechslungsreiches Sortiment, die hervorragend zu den Kämpfen und den einzelnen Menüs des Brawlers passen. 

Abschließende Worte

Anarchy Reigns bietet von Allem ein bisschen Etwas, brilliert aufgrund diverser Faktoren jedoch an keiner Stelle so wirklich, um als außergewöhnlicher Titel aus der Masse der Shooter heraus zu ragen. Die Story bietet zwar wirklich unikate Charaktere und Endbosse, hinkt aber bei der Vielfalt der Durchschnittsgegner ein wenig hinterher, zieht die Aufmerksamkeit mit beeindruckenden Filmsequenzen auf sich, enttäuscht jedoch mit einer lediglich durchschnittlichen ingame Grafik. Das Gameplay erweist sich dabei als wesentlich einfacher als man es von anderen Platinum Games-Spielen in Erinnerung hat, allerdings verheddert sich das Spiel in seiner monotonen Missionsführung und entpuppt sich mit der Zeit enttäuschender Weise trotz origineller Faktoren als lediglich durchschnittliches Spiel. 

Punktebewertung:

Gameplay: 7,0

Multiplayer: 7,0

Grafik: 7,5

Sound: 8,0

Gesamt: 7,0

Beurteilung in Worten: Ein optisch imposanter Shooter-Brawler, aber leider nur Mittelmaß. 

– Zwei Story-Stränge

– Abgefahrene Charaktere

– Beeindruckende Bosse

– Imposante Filmsequenzen

– Einfaches Gameplay

– Interessanter Musikstil 

– Missionen oftmals zu monoton

– Ingame-Grafik nicht so beeindruckend 

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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Launchtrailer zu Anarchy Reigns enthüllt

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