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When Vikings Attack
Follow Publisher: Sony
Entwickler: Clever Beans
Altersfreigabe: 6+
Release: 7. November 2012

When Vikings Attack

Site Score
7.0
Good: Cross Save-Feature, Lustige Wikinger-Soundkulisse, Trockener, britischer Humor
Bad: Sehr minimalistisches Design, Kaum Abwechslung, Standbilder statt Filmsequenzen
User Score
4.0
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Rating: 4.0/10 (1 vote cast)

Behornt in den Kampf und mit Geschrei!

Die unlängst gegründete Spieleschmiede Clever Beans aus dem Nordwesten Englands arbeitet als einer der ersten Entwickler an einem Cross Play-Titel, welcher sowohl auf PlayStation 3 als auch PlayStation Vita gleichzeitig gespielt werden kann, storytechnisch im vereinigten Königreich stattfindet und oben drauf noch mit Wikingern zu tun hat – man könnte fast annehmen, dass dies alles Gebiete sind, von denen das Studio aus dem Norden in jeder Hinsicht eine Ahnung haben sollte – mal sehen, ob dies bei When Vikings Attack auch wirklich zutrifft. 

Der Widerstand gegen die Wikinger-Übermacht!

Es ist eine wahrlich unangenehme Sache, wenn fremde Leute das Heimatland befallen und die Bevölkerung terrorisieren. So ist dies auch bei When Vikings Attack der Fall, wobei das Vereinigte Königreich von einem ausgesprochen durchgeknallten Rudel verrückt gewordener Wikinger überfallen wird. Diese plündern nicht nur sämtliche Gegenstände aus den Häusern der Bevölkerung, sondern bewerfen die überraschten Zivilisten sogar mit diesen.

Da Angriff bekanntlich die beste Verteidigung ist, ermutigt die fiktive Behörde für Wikinger die Einwohner des Vereinigten Königreichs in Form von Videos gegen die überrollende Macht anzukämpfen und zwar auf die selbe Art und Weise: Mit dem Bewerfen von Gegenständen aller Art.

Die Story von When Vikings Attack ist recht schnell erzählt und kennzeichnet sich hauptsächlich durch seinen recht flachen, wenn auch ordentlich trockenem, britischen Humor. Für einen einmaligen Durchgang benötigt man ungefähr 5-10 Stunden, wobei dies abhängig davon ist, wie gut man in den 15 Levels vorankommt, da der Schwierigkeitsgrad stets höher wird und den Spieler somit immer mehr fordert. 

Gameplay

In 15 unterschiedlichen Levels gilt es nun sich als pflichtbewusster Bürger des Königreichs gegen die Übermacht der Wikinger zu behaupten. Bei den Levels handelt es sich dabei um durchschnittliche Areale wie Bauernhöfe, Hauptstraßen, aber auch seltener, für einen Kampf vorgesehene, Locations wie Museen, Shopping Center und sogar Wikingerschiffe. Am Ende eines jeden Levels folgt entweder ein stärkerer Gegner oder ein wirklicher Endboss, welcher sich grundlegend von den anderen Widersachern unterscheidet.

Der Spieler beginnt mit einer einzelnen Spielfigur und irrt zusammen mit anderen Bürgern in der Umgebung herum. Kurzer Hand bildet man einen Mob und kämpft gegen die, aus dem Nichts auftauchenden, prügelfreudigen  Barbaren, indem sie mit herumliegenden Gegenständen beworfen werden. Je größer die Anzahl der Spielfiguren im Mob, umso größere Gegenstände können zum Eliminieren der Widersacher verwendet werden (anfangs nur Bänke oder Mülltonnen, später Autos, Eisbuden und sogar Klaviere und riesige Metallbalken). Durch das Drücken der Viereck-Taste werden Sachen aufgehoben und geworfen, mit dem X-Knopf weicht man gegnerischen Geschossen aus oder stiehlt vom Kontrahenten getragene Wurfobjekte.

Die Wikinger wissen sich jedoch zu wehren, sodass die eigene Armee ebenfalls stets dezimiert wird und durch neue Bürger aufgestockt werden muss. Somit muss man mit den Einwohnern des Königreichs geschickt und schnell agieren, denn im Laufe der Zeit tollen mehrere, gegnerische Mobs auf dem Bildschirm herum.

Mit der Zeit erfinden die Bewohner des Königreichs immer wieder neue Items, mit denen man den Ansturm der Gegner vermindern kann – Wi-Weg (kommt von Wikinger-Weg) nennen sich die Bomben, mit denen die wilden Wikinger gezähmt werden und in das eigene Team überlaufen.

Jede Welt bietet neben der Möglichkeit seltene Spielfiguren wie Mumien, Außerirdische und Zombies zu finden, welche nicht nur freakig aussehen, sondern auch erhöhte Statuswerte besitzen und auch zahlreiche knifflige Herausforderugen wie möglichst viele Punkte durch das Besiegen von Wikingern zu generieren, das Level in kürzester Zeit abzuschließen oder wenige Bürger beim Kampf zu verlieren. Da man nicht alle Herausforderungen in einem Durchlauf abschließen kann, ist ein mehrmaliges Durchspielen notwendig, um sämtliche Spielfiguren zu finden und Errungenschaften freizuschalten.

Der Touchscreen der PlayStation Vita wird leider in keinster Weise verwendet, dies ist allerdings auf die Tatsache zurück zu führen, dass das Spiel eine 1:1-Umsetzung der PlayStation 3-Version ist und sie den Touchscreen somit nicht wirklich brauchen kann. Zum Navigieren in den unterschiedlichen Menüoptionen wäre es auf alle Fälle ausgesprochen brauchbar gewesen.

Multiplayer

Neben der Möglichkeit die gesamte Geschichte mit drei weiteren Mitspielern zu bewältigen gibt es noch drei kleine Multiplayer-Spiele. Diese tragen die Namen „Wikinger VS. Bürger“ (ein Modus, in dem man gegen Wellen von Gegner kämpfen muss), „Goldrausch“ (wo unterschiedliche Herausforderungen absolviert werden müssen, um Medaillen zu gewinnen) und „Letzter Überlebender“ (bei der der Spieler lediglich eine begrenzte Anzahl von Bürgern besitzt und mit dieser gegen die Massen der Wikinger ankämpfen muss).

Sämtliche dieser Spielmodi besitzen das Plattform-übergreifende Cross Save-Feature mit dessen Hilfe die Spielstände sowohl auf der PlayStation 3 als auch PlayStation Vita verfügbar sind. 

Grafik

Das Spiel besitzt keine richtigen Filmsequenzen, sodass die Geschichte größtenteils in Form von Standbildern vorgetragen und vom Erzähler und gleichzeitigen Vorstand der Behörde für Wikinger kommentiert wird. Der trockene, britische Humor der dabei geboten wird, ist Geschmackssache, ebenso wie das sehr komisch ausgefallene Charakterdesign der ulkigen Einwohner des Vereinigten Königreichs. Die einzelnen Bewohner der kleinen Insel sehen mit ihren übergroßen Köpfen und heraustretenden Augen zwar allesamt gleich aus, besitzen aber alle variierende Kleidungen und unterschiedliche Namen. Durch das Finden von speziellen Charakteren wie Aliens oder Mumien wird nicht nur der kämpfende Mob größer, sondern auch lustiger und bunter gestaltet.

Ingame besitzt das Spiel eine verspielte 3D-animierte Comic-ähnliche Grafik, wo mit zahlreichen Gegenständen interagiert und die Umgebung zerstört werden kann. Die demolierten Objekte können anschließend wiederum zum Angriff gegen die Wikinger verwendet werden.

Die Levels sind zwar vom Aussehen her unterschiedlich gestaltet worden – 15 unterschiedliche Spiellevels – aber gleichen vom Aufbau und dem Spielprinzip her sämtlichen anderen Levels. Es gibt nur sehr wenig Abwechslung, mit Ausnahme von den einzelnen Endboss-Arealen, von denen es allerdings viel zu wenige in When Vikings Attack gibt. 

Sound

Während dem Durchforsten der Levels wird man selten mit Hintergrundsoundtracks überrascht, denn diese werden lediglich durch Alltagsgeräusche wie Vogelgezwitscher, Verkehrstöne aber auch Stöhner, Ächzer und Pfurzgeräusche der einzelnen Spielfiguren, aber größtenteils der Wikinger gebildet.

Lediglich dem Hauptmenü wurde eine Melodie spendiert, bei der es sich allerdings um eine permanent wiederholenden Abfolge von Klavier-/ Xylophon-Geklimpere handelt, das auf die Dauer die Geduld der Gamer Aufgrund seiner Monotonie auf eine harte Probe stellt. 

Abschließende Worte

Für eine kurze Dauer und den niedrigen Preis von knappen 10€ ist When Vikings Attack definitiv ein nettes Partygame, welche sowohl auf der PlayStation 3 als auch der portablen Konsole für Unterhalten sorgen kann. Unglücklicherweise besitzt das Spiel viel zu viele Stellen, die sich zu oft wiederholen und auch die Cross Plattform-Funktion zwischen der Standkonsole und der PlayStation Vita sorgt hier neben der minimalistischen Grafik und dem abwechlungsarmen Sound kaum für mehr Abwechslung. 

Punktebewertung:

Gameplay: 7,5

Multiplayer: 8,0

Grafik: 7,0

Sound: 6,5

Gesamt: 7,0

Kurzbewertung: Ein, für kurze Weile, unterhaltsames Multiplayer-Spiel. 

– Cross Save-Feature

– Lustige Wikinger-Soundkulisse

– Trockener, britischer Humor

– Zahlreiche Spielfiguren

– Sehr minimalistisches Design

– Kaum Abwechslung

– Standbilder statt Filmsequenzen

– Keine Touchscreen-Verwendung

– Monotoner Soundtrack

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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