Neuigkeiten››
Liket uns auf Facebook und abonniert unseren Youtube-Kanal um die neuesten Informationen zu Videospielen zu verfolgen! Resident Evil 3Doom EternalLuigi’s Mansion 3The Surge 2The Legend of Zelda: Link’s Awakening
Resistance: Burning Skies
Follow Publisher: Sony
Entwickler: Nihilistic
Altersfreigabe: 18+
Release: 1. Juni 2012

Resistance: Burning Skies

Site Score
4.5
Good: Neuer Story-Blickwinkel, Augenanimationen der Figuren beeindruckend
Bad: Kein Offline Multiplayer, Touchscreen wird nur marginal verwendet, Stark verpixelte Filmsequenzen
User Score
7.0
(1 votes)
Click to vote
VN:R_U [1.9.22_1171]
Rating: 7.0/10 (1 vote cast)

Noch einmal portabel, noch einmal neu!

Einen tragbaren Ableger der Resistance-Reihe haben wir schon auf einer PlayStation-Plattform erleben dürfen. Mit dem Beinamen Retribution durfte man vor knapp drei Jahren das erste Mal die Horden der außerirdischen Belagerer auch auf der PlayStation Portable dezimieren – damals nur mit einem Analogstick und einer begrenzten, wenn auch für die damalige Zeit sehr beachtlichen grafischen Leistung. Dieses Mal heißt es mit zwei Sticks, integrierter Touchscreen-Steuerung und einer wesentlich improvisierteren Grafik in die Schlacht zu ziehen. Für Qualität in der Entwicklung des Spiels sorgt zudem diesmal nicht Insomniac Games, sondern Nihilistic Software. Mal sehen was sie mit der bereits etablierten Spielemarke auf der portablen HD-Konsole anfangen können. 

Der Feuerwehrmann gegen die Invasion

Im Mittelpunkt des Geschehens befindet sich John Riley, ein charismatischer Feuerwehrmann mit einer starken Neigung sich für Menschen in Not und der Befreiung der Ostküste Amerikas im Jahre 1951 einzusetzen. Fans der Reihe werden wissen, dass dies das Jahr ist, an dem sich die globale Stimmung der fiktiven Welt für immer geändert hat. Die außerirdische Invasion seitens der Chimeren trifft unerwartet auf die Erdbevölkerung und Riley muss dies mit seinen Teamkollegen auf eine unangenehme Art und Weise erfahren. Getrennt von seinen Arbeitskollegen und seiner Familie – hingegen bewaffnet mit einer Feuerwehraxt – macht sich der verzweifelte Ehemann auf den Weg ungewollt ein nationaler Volksheld zu werden.

Die Story von Resistance: Burning Skies ist auf jeden Fall etwas anders als wie man es von der Geschichte früherer Ableger der Reihe kannte. Riley ist nicht nur drauf und dran die Massen der Chimeren zu dezimieren, sondern deckt auch gleichzeitig in Begleitung mit der Menschenrechtsvertreterin und freizeitlichen Rebellin Ally Martine eine Verschwörung der amerikanischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung auf. Im Grunde genommen ist die Geschichte ein frischer Wind in der bereits gewohnten Storyline der Resistance-Reihe und eine gelungene Einführung eines neuen Blickwinkels zu den Geschehnissen der fiktiven Invasion. Es ist dennoch etwas verwirrend, dass John Riley mit seiner Laufbahn in den späteren Ablegern der Reihe vollkommen untergeht, wo er doch im PlayStation Vita-Spiel als Held in aller Menschen Munde in die Geschichte eingeht.

Neben dem geradlinigen Story-Verlauf geht der hilfsbereite Feuerwehrmann auch mal seinen beruflichen Pflichten nach und rettet in Not geratene Bürger aus einer brennenden Wohnung oder Soldaten aus abgestürzten Hubschraubern. Dies kommt jedoch sehr selten vor, hat kaum einen direkten Einfluss auf die Geschichte oder den Spielverlauf, erweist sich jedoch als gelungenes Spielelement, welches die sonst so lineare Shootermasche ein wenig auflockert. 

Gameplay

Anfangs mit lediglich einer Feuerwehr-Axt bewaffnet kämpft man sich durch die sechs Levels, beschützt in Not geratene Bürger und deckt neben zahlreiche Chimärenlagern auch die Verschwörung der eigenen Regierung auf. Die durch das Besiegen von unterschiedlichen Gegnern aufgesammelten Waffen, lassen sich erstmals nicht nur durch Tastendruck, sondern auch durch die Anwendung des Touchscreens steuern. Zwar feuert man jede einzelne Waffe nach wie vor durch die Schultertasten ab, die alternative Schussmethode erfolgt aber durch Interaktion mit dem vorderen, berührungssensitiven Screen. Die spezifische Steuerung wird beim ersten Mal in Form eines Videos präsentiert und anschließend beim Anlegen der Waffe stets auf’s Neue kurz noch einmal eingeblendet.

Wirklich interessant wird das Kampfgeschehen allerdings erst, nachdem man das erste Mal mit der Grautechnologie-Konfrontiert wird. Dabei handelt es sich um leuchtend blaue Würfel, die zum Verbessern der einzelnen Waffen verwendet wird. Dazu tippt man bei aufgerufenem Waffenrad das markante Quadrat in der Mitte des Bildschirms an und kann anschließend durch Drehen und Wenden des Würfels die unterschiedlichen Verbesserungen betrachten. Leider beschränkt sich die Verwendung des Touchscreens so gut wie nur auf die Waffen. Zum Laufen muss man zwar den hinteren Screen zwei Mal antippen, diese Aktion lässt sich aber auch durch das Drücken der D-Pad-Taste nach unten aktivieren und erweist sich im Laufe des Gefechts oftmals als praktischer.

Klar kann man argumentieren, dass es sich bei dem Spiel um einen klassischen Shooter handelt, aber angesichts der Tatsache, dass es bei der Plattform um die PlayStation Vita geht, hätte ich mir abwechslungsreichere Spielelemente erhofft, welche die Hardware der portablen Sony-Konsole mehr zum Ausdruck gebracht hätten. Resistance: Burning Skies ist des Weiteren reich an unterschiedlichen Gegnern, allerdings ist die KI dieser nicht sonderlich hoch ausgefallen. Oftmals reagieren diese träge, bewegen sich kaum herum und fordern den Spieler in den höheren Schwierigkeitsgraden lediglich durch die Menge an ausgeteiltem Schaden, nicht aber durch die Art und Weise ihres Verhaltens.  

Multiplayer

Der zweite, portable Ableger bietet drei unterschiedliche Mehrspieler-Modi, wobei zwei von denen Deathmatch und Teamdeathmatch sind. Der dritte ist der Überlebensmodus, in dem ein Spieler als Chimere startet und durch das Besiegen von menschlichen Spielern das eigene Team vergrößert. Es ist sehr enttäuschend, dass das Spiel ausschließlich über das Internet mit anderen Spielern gespielt werden kann und dass es im Gegensatz zu den Vorgängern nicht über einen kooperativen Multiplayermodus verfügt. Gerade offline Missionen hätten dem Spiel und der PlayStation Vita eine gute Note verliehen. 

Grafik

Trotz der grafischen Überlegenheit der PlayStation Vita gegenüber seinem portablen Konsolen-Vorgänger bin ich von der optischen Leistung in Resistance: Burning Skies mehr als enttäuscht. Es ist zwar beeindruckend wie realistisch die Entwickler die Bewegung der Augen und emotionslastig die Gesichter einzelner Spielfiguren gestaltet haben, abseits dessen wird man jedoch mit starkem Kantenflimmern, sehr verpixelten Filmsequenzen und ähnlichen unsauberen Stellen im Spiel konfrontiert. Obwohl vereinzelt Körperteile beeindruckend durch die Gegend wirbeln, sobald ein Gegner besiegt wird, verschwinden die zu Boden gegangenen Feinde bereits nach kurzer Zeit durch simples verblassen und erinnern somit mehr an vergangene Counter Strike-Momente auf dem PC, wo die technischen Möglichkeiten noch begrenzt waren.

Die Filmsequenzen wurden zudem gar nicht überarbeitet und gleichen denen aus der Preview-Version auf das Haar. Obwohl der teils verpixelte Grafikstil der Filmsequenzen stellenweise beabsichtigt ist, kommt dieser nicht so gut rüber wie es sich die Entwickler anscheinend erhofft haben (auch wenn die animierten Zeichensequenzen ansonsten sehr gelungen sind). Auch die Tutorialvideos zu den einzelnen Waffen erwecken mehr den Anschein als hätten sich die Leute bei Nihilistic Software mit dem Videoformat vertan, da diese in einer wesentlich kleineren Skalierung dargestellt werden und den Screen der Vita nicht einmal ansatzweise füllen. Die Filmsequenzen lassen sich nicht überspringen und werden, sofern man nicht alle zwei Minuten auf den Touchscreen der Vita tippt von der Stand By-Funktion der Vita unterbrochen. Abseits dessen weißt das Spiel sowohl ingame als auch in den Filmsequenzen starkes Kantenflimmern auf.

Das Spiel besitzt zahlreiche unterschiedliche Umgebungen und eine hohe Detail-Rate hinsichtlich der herumliegenden Gegenstände. Es ist dennoch sehr überraschend, dass Objekte wie Wägen, Betonplatten oder Einrichtungsgegenstände trotz Bomben- und Granatenexplosionen nicht vom Platz gefegt werden und ausschließlich die Gegner aber nicht die Umgebung von Detonationen beeinflusst wird.

Ganz so nebenbei erwähnt – die Unmöglichkeit während dem Spiel Screenshots von dem Spielgeschehen machen können, spricht nicht unbedingt im positiven Maße von sich. Wir konnten leider keine Bilder zu den ingame Sequenzen machen, weil uns die Konsole selbst beziehungsweise die Software des Entwicklers daran gehindert hat.

Sound

Es gibt viele Spiele mit einer minderwertigen deutschsprachigen Synchronisation, aber ich war überzeugt, dass dies einem Ableger der Resistance-Reihe nicht passieren würde. Selten ist es im Spiel vorgekommen, dass im Hintergrund Tänke explodieren und Monster die Stadt überfallen, die NPCs aber mit gelangweilten Aussagen herumwandern. Die Stimmen der Protagonisten passen zwar oftmals, die meisten der Spielcharaktere klingen aber gelangweilt und lassen das Spiel an vielen Stellen unspektakulär wirken. Schüsse hören sich teilweise an wie zusammengeklatschte Hände und Kopfschüsse klingen mehr nach zu Boden fallendes fauliges Obst.

Der Soundtrack des Spiels ist gut zusammengewürfelt worden, aber die Hauptmelodie kommt ebenso wie das Trommelgewirbel beim Erhalten neuer Ziele und Erfüllen von Missionen viel zu oft vor. Somit bauen diese keine passende Atmosphäre auf, sondern sorgen eher dafür, dass man an bestimmte Stellen im Spiel versucht möglichst schnell weiter zu kommen. 

Abschließende Worte

So sehr man sich einen neuen Ableger der Resistance-Reihe wünscht, welches auf der PlayStation Vita mit hervorragender Steuerung, tiefgehender Story und beeindruckender Grafik glänzt, Burning Skies ist es leider nicht. Der neue Protagonist bringt zwar etwas Wind in die bisherige Geschichte, kann aber nicht ganz so begeistern wie Joseph Capelli oder Nathan Hale. Gameplaytechnisch reizt der Titel die Hardware ebenso wenig aus wie hinsichtlich der Grafik und enttäuscht im vollsten Maße auch vom Sound her. Würde das Spiel einen halbwegs akzeptablen Multiplayer-Modus besitzen, wäre es vielleicht noch verkraftbar, aber selbst an dieser Stelle schwächelt das Spiel mit lediglich drei Modi und Online-Zwang. 

Punktebewertung:

Gameplay: 5,5

Multiplayer: 4,0

Grafik: 4,0

Sound: 5,0

Gesamt: 4,5

Kurzbewertung: Der bisher schwächste Teil der Resistance-Reihe! 

– Neuer Story-Blickwinkel

– Augenanimationen der Figuren beeindruckend

– Ein portables Resistance mit zwei Analogsticks 

– Kein Offline Multiplayer

– Touchscreen wird nur marginal verwendet

– Stark verpixelte Filmsequenzen

–  Kantenflimmern vom Feinsten

– Deutsche Synchronisation ist schrecklich

– Zu oft vorkommende idente Soundtracks 

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Launchtrailer zu Resistance: Burning Skies erschienen

Sony veröffentlicht den Launchtrailer zu dem portablen Shooter Resistance: Burning Skies, welches aus dem Hause Nihilistic Software kommt und die erstmals auf die portable HD-Konsole zaubert. Auch bei... Read More »

Resistance für Vita? Da steckt Technik drinnen!

Mit dem Erscheinen der PlayStation Vita hatten die Entwickler bei Nihilistic Software die Möglichkeit der Resistance-Reihe im portablen Format einen vollkommen neuen Touch zu geben. Nun wurde ein neue... Read More »

120 Sekunden Info zu Resistance: Burning Skies

In weniger als 120 Sekunden bekommt ihr einige Details zu der Einzelspieler-Kampagne des portablen Shooters Resistance: Burning Skies. Dabei erwähnt der Kommentator auch einige Details zu der Steuerun... Read More »

Infos zum Storymodus von Resistance: Burning Skies

Robert Huebner, Studio Director bei NIhilistic Software offenbart in einem Interview mehr Informationen zu den Inhalten des Singleplayer-Modis von Resistance: Burning Skies. In einer knappen viertel S... Read More »

Fragen zum Resistance-Multiplayer? Hier die Antworten!

In einem Interview mit Craig Phillips, Produzent bei Nihilistic Software beantwortet dieser dem PlayStation-Blog einige Fragen zu dem Multiplayer des PlayStation Vita-exklusiven Shooters Resistance: B... Read More »

Details und Clip zum Multiplayer von Resistance für Vita

Nihilistic Software veröffentlicht einen Trailer zu dem Multiplayer des portablen Shooters Resistance: Burning Skies und enthüllt gleichzeitig zahlreiche Informationen zu dem Mehrspielermodus. Es wird... Read More »

Trailer + Releasedatum zu Resistance: Burning Skies

Der neueste Trailer zu Resistance: Burning Skies erzählt erstmals mehr zu der Story des Shooters beziehungsweise zu der Kampfmotivation des neuen Protagonisten Tom Riley, einem ehemaligen Feuerwehrman... Read More »

Drei neue Videos zu Resistance: Burning Skies

Von der Technikmesse CES in Las Vegas kommen diese Videos zu Resistance: Burning Skies in denen nicht nur Gameplay-Inhalte zu der Demo des PlayStation Portable-Spiels gezeigt werden sondern auch der i... Read More »

Packshot zu Resistance Burning Skies aufgetaucht

Der Packshot zu dem Shooter Resistance Burning Skies, der aktuell bei dem Studio Nihilistic Software in Entwicklung ist, wurde veröffentlicht. Einfach und dennoch stylisch dürfte das Spin Off der Resi... Read More »

Resistance: Burning Skies – Hands On
Resistance: Burning Skies – Fakten