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Steel Battalion Heavy Armor – Hands On
Follow Entwickler: From Software
Publisher: Capcom
Altersfreigabe: 16+
Release: 22. Juni 2012

Steel Battalion Heavy Armor – Hands On

Site Score
8.5
Good: Gelungene Controller-/Kinect-Kombo, Emotionale Bindung zum Team
Bad: Anfangs einige Erkennungsschwierigkeiten

Ein weiteres Mal an der Xbox-Front

Gute neun Jahre ist es her, dass Steel Battalion das erste Mal auf der Xbox das Licht der Welt erblickt hat, und das miit riesigen Mechs, einer ausgesprochen realistischen Spielerfahrung und dem wahrscheinlich größten und vielseitigsten Controller für den Heimgebrauch, der bis dato am Markt existiert hat. Nun entwickelt From Software den ersten Ableger für die Xbox 360. Diesmal jedoch ohne Gebrauch von der umfangreichen Steuereinheit zu machen, denn diese Rolle übernimmt die Zusatzhardware Kinect. Wir haben uns das Spiel vergangenen Freitag bei einem kleinem Get-together mit Capcom angeschaut, um einen genaueren Blick auf das gute Stück zu werfen.

Hier seht ihr unsere Bilder zu dem kleinen Event. An dieser Stelle bedanke ich mich erneut bei Capcom für die freundliche Einladung.

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Die virtuelle Welt? Schnee von gestern!

Steel Battalion: Heavy Armor erzählt dem Spieler eine Kriegsgeschichte, wie man sie nicht erwartet hätte, die man auch kaum in den zukünftigen Geschichtsbüchern finden wird. Nordkorea hat im Jahre 2082 Amerika mit einem gigantischen EMP bombardiert und Silikon-fressende Mikroben auf die digitale Computerwelt losgelassen, was dafür sorgt, dass in der nahen Zukunft keine PCs, kein Internet und keine digitalen Geräte mehr funktionieren. Es beginnt somit ein futuristischer Krieg mit mechanischen Instrumenten, die man – abseits der Roboter – aus Zeiten des ersten und zweiten Weltkrieges kennen gelernt hat.

Der Spieler wird dabei mit seinen Teamkollegen auf eine Mission nach New York geschickt und bleibt auch während der gesamten Geschichte in der ehemals bevölkerten und nun lediglich von Soldaten bemannten Stadt. Mächtige Organisationen, wie beispielsweise die UNO, die früher den Frieden der Welt bewahrt haben, stehen nun im Zeichen des Kriegs und der Zerstörung und werden von den meisten Menschen gefürchtet.

Die Entwickler haben dabei einen starken Fokus auf die Zusammenarbeit des Spielers mit seinen Teamkollegen gelegt. Zu Beginn einer jeden Mission wählt man über ein Gruppenfoto die Mitglieder seiner Crew aus, befindet sich nahezu immer im Mech, dessen Innenraum kaum größer als die Besenkammer einer kleinen Studentenwohnung ist und verlässt diesen lediglich, um Wasser in der Wüste zu finden oder mit dem Fernrohr die Umgebung zu untersuchen. Dementsprechend gut muss auch die Zusammenarbeit zwischen dem Spieler und seinen virtuellen Mitstreitern sein. Stirbt einer von ihnen, ist dieser realitätstreu für immer verloren und wird durch einen neuen Soldaten ersetzt. Ob dieser anschließend gut mit der Gruppe auskommt oder sich die Charaktere untereinander zanken, hängt ganz von den Einstellungen der Spielfiguren ab. From Software strikt somit eine starke Bindung zu den einzelnen digitalen Teilnehmern, sodass man bei deren Verlust doch etwas mitgenommen wird.

Im Großen und Ganzen dürfte das Spiel mit seiner Einzelspieler-Kampagne um die 16 Stunden lang begeistern. 

Gameplay

Um die fehlende Steuerungseinheit der Vorgänger zu ergänzen, greifen die Entwickler bei From Software bei Steel Battalion: Heavy Armor dieses Mal auf die Kombination zwischen Controller und Kinect zurück. Was anfangs etwas absurd klingt, erweist sich als beste Kombination, die man derzeit bei einem Xbox 360-Spiel erfahren kann.

Die Bewegungen des Mechs übernimmt der Spieler mit dem Controller – Gehrichtung, Blickwinkel sowie Raketen- und MG – sind demnach stets auf Knopfdruck aktivierbar. Die restliche Feinmotorik wird der Kinect-Steuerung überlassen. Dazu leitet euch ein gut 20 Minuten langes Tutorial auf die einzelnen Funktionen via Bewegungssteuerung ein. Man kann somit nicht nur die einzelnen Knöpfe auf dem Armaturenbrett und Hebel betätigen, sowie Schalttafeln aus nächster Nähe mit wenigen Handgriffen hervorrufen, man lernt auch sich im Mech um zu sehen, mit Kollegen zu interagieren (Fist-Bump mit Freunden, eine Ohrfeige nach einem Briefing oder mal einen verletzten Kollegen in den Panzer zurück ziehen), sodass das Gameplay mit neuen einfachen Interaktionsmöglichkeiten stets interessant und abwechslungsreich bleibt.

Es mag zwar sein, dass die Bewegungen in den ersten Spielminuten ungenau zu sein scheinen, spätestens bei der dritten und vierten Missionen weiß man jedoch, dass wo welche Schalttafeln zu finden sind, wie man vorangeht, wie man den Rauch aus dem Cockpit entfernen kann oder welcher Knopf zum Aktivieren des Schleudersitzes gedacht ist. Das Spiel beschränkt sich dabei nicht nur auf Steuerung im Sitzen, da man durch das Aufstehen für kurze Zeit die Eingangsluke des Mechs öffnen und die Umgebung mit dem Fernrohr untersuchen kann, um Ziele in der Ferne zu betrachten.

Für die Mechs selbst soll es keine Tech-Upgrades geben, mit denen man Werte verbessert, dafür gibt es aber neue Möglichkeiten, mit denen das Aussehen der mechanischen Kampfroboter verändert werden kann.

Auf die Frage, ob das Spiel einen Multiplayer besitzen wird, wurde uns versichert, dass bis zum Release noch ein Online-Koop vorgestellt werden würde, der Mehrspieler-Partien über das Internet ermöglicht. 

Grafik

Man fühlt sich in die heruntergekommene, mit Schraubenrost und Motoröl versehene Welt passend hineinversetzt – die neue postapokalyptische Welt scheint neben der mit Atombomben zerstörten Erde ein alternatives Gesicht bekommen zu haben. Zwar ist der Blickwinkel des Spielers größtenteils immer auf die zwei Quadratmeter des Mech-Cockpits beschränkt, dafür sehen diese hervorragend aus und können Dank der vielseitigen Interaktionsmöglichkeiten optisch gut unterhalten.

Zoomt man an die kleine Aussichtsluke, um die Umgebung aus der sicheren Nähe zu betrachten, kann man einen Blick auf die aufwendig gestalteten Straßen, Gebäude und eine vielseitige Flora und Fauna werfen – ganz anders wie man es von zahlreichen Mech-Shootern in Erinnerung hat.

Die Filmsequenzen sind gestochen scharf und erwecken stellenweise das Gefühl, als wären die Aufnahmen aus dem realen Leben. Ingame ist die Schattendarstellung des Öfteren etwas zu verpixelt geraten. 

Sound

Durch die mechanischen Töne, die euch während dem Spielen im Mech um die Ohren sausen, dem stetigen Schreien von Befehlen eurer Teamkollegen und einer guten Kombination zu den Hintergrundmelodien fühlt man sich auf der Couch wortwörtlich in das Spielgeschehen involviert.

Das Spiel ist mit englischer Sprache synchronisiert worden und besitzt stets eine deutsche Übersetzung in Form von Untertiteln. 

Abschließende Worte

Ich bin wirklich überrascht, wie harmonisch die Verwendung der Zusatzhardware aus dem Hause Microsoft in den Spielfluss von Steel Batttallion: Heavy Armor eingebaut wurde. Statt einem riesigem Armaturenpult mit über 40 Knöpfen, ist die Bedienung via Controller in Kombination mit Kinect herausfordernd, aber dennoch sehr einfach zu bedienen und ist hinsichtlich der meisten bisher erschienenen Spiele, die von der Bewegungssteuerung Verwendung machen, sicherlich der erste Titel, der an die Hardcore-Gamer gerichtet ist und diese Inhalte auch anbietet. Mit einer interessanten Story, einem überaus tiefgründigen Gameplay und einem soliden technischen Background darf man sich getrost auf das Spiel aus dem Hause From Software freuen. 

Erste Bewertung: 8,5

Erster Eindruck: Ein Hardcore-Kinect-Titel wie man sich ihn vorgestellt hat! 

– Gelungene Controller-/Kinect-Kombo

– Emotionale Bindung zum Team

– Viele Interaktionsmöglichkeiten

– Anfangs einige Erkennungsschwierigkeiten

– Schattendarstellung etwas verpixelt 

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

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