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Silent Hill Downpour
Follow Publisher: Konami
Entwickler: Vatra Games
Altersfreigabe: 18+
Release: 29. März 2012

Silent Hill Downpour

Site Score
7.0
Good: Interessante Einleitung in die Geschichte, Umfangreiche Spielwelt
Bad: Neuerungen, die kaum Nutzen haben, Wenig Abwechslung bei den Gegnern, Kampfsystem sehr monoton
User Score
8.0
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Rating: 8.0/10 (3 votes cast)

Rise and shine, cupcake!

Gute drei Jahre ist es her, seitdem Konami das letzte, große Silent Hill auf die Konsolen gebracht hat. Wo im Vorgänger noch die beiden Entwickler Foundation 9 und Double Helix Games für die Arbeiten an dem Horrorspiel zuständig waren, ist es diesmal nur noch einer, der der Horrorwelt von Silent Hill einen neuen Ableger spendiert. Vatra Games nennen sich die tschechischen Entwickler und scheinen mit einigen originellen Ideen einen frischen Wind in das eingerostete Genre bringen zu wollen – schauen wir uns an wie gut dies dem Studio gelungen ist. 

Aus dem Gefängnis in das Gefängnis

Anders als in den Vorgängern ist der Protagonist in Silent Hill: Downpour kein Vater, kein von schlechten Träumen geplagtes Mädchen oder sonst irgend eine Art von Gutmensch. Er ist ein inhaftierter Mörder und wird unter anderem von Gefängniswärtern missbraucht andere Insassen zu bedrohen oder im schlimmsten Fall sogar zu töten. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Murphy Pendelton, einem unschuldig aussehenden, Durchschnittsamerikaner, über dessen Vorgeschichte man (Silent Hill-typisch) kaum Bescheid weiß, der allerdings angesichts der Vorkehrungen bei seiner Versetzung in eine andere Anstalt als gemeingefährlich einzustufen ist. Während der Busfahrt zur nächsten Hochsicherheitseinrichtung, wird der Fahrer jedoch von einer Debatte zwischen den Häftlingen und der Polizistin abgelenkt und kann nur in letzter Sekunde dem riesigen Abgrund ausweichen, der plötzlich in der Dunkelheit des dichten Nebels sichtbar wird. Das Fahrzeug stürzt einen Abhang hinab und Murphy erwacht außerhalb des Bus-Wracks in einem kleinem Vorort neben der Kleinstadt Silent Hill.

Man muss schon zugeben, dass der Einstieg in das obskure Universum von Silent Hill in diesem Ableger etwas anders erfolgt, dennoch dürfen sich Fans über eine interessante Konfrontation mit der anderen „Welt“ machen. Viele der Locations, Geschehnisse und selbst der Protagonist selbst erwecken das Gefühl, dass dieser Ableger eine zarte Ähnlichkeit mit einem gewissen Xbox 360-exklusiven Grusel-Abenteuer besitzt (sagen wir es offen und ehrlich: Alan Wake). Bei längerem betrachten wird allerdings jedem Spieler schnell klar, dass es sich hier um kein seichtes Lichtspiel handelt in dem nur ein paar Raben und Schatten verscheucht werden müssen. Murphy wird zwar zu Beginn wie ein gnadenloser Mörder präsentiert, entpuppt sich im Spielverlauf allerdings immer mehr als Opfer der skurilen Kleinstadt und tritt ins Rampenlicht einer interessanten und tragischen Geschichte. Silent Hill-typisch eben. 

Gameplay

Man stolpert von einem Unglück in das nächste und muss Rätsel lösen, Gegner erledigen und von Zeit zu Zeit auch mal eine versteckte Nebenmission absolvieren. Gleich zu Beginn des Spiels hat man die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad für die Gegner und Rätsel auszuwählen, wobei sich diese lediglich in der Komplexität der Aufgaben und der Stärke der einzelnen Angreifer unterscheiden. Ersteres ist nicht zu knifflig, um dem Spieler am Weiterkommen zu hindern, bringt aber ein wenig Variation in das recht geradlinige Spielgeschehen. Neben der Hauptstory gibt es noch zahlreiche Nebenmissionen wie das Finden von Vogelkäfigen und Geister-Polizeiwägen sowie das Absolvieren von vereinzelten kleinen Sidequests, die leicht übersehen werden können, wenn man nicht wirklich jede Stelle im Spiel genau untersucht. Gameplay-technisch bekommt man eher wenig Abwechslung geboten. Zwar kann man zu Beginn des Spiels Münzen aufsammelt und somit mit einigen Gegenständen wie einer Jukebox, Fernrohren und anderen Geräten interagieren, um bekannte gruselige Soundtracks zu Ohren oder interessante Momente zu Gesicht zu bekommen. Dabei handelt es sich um rar gesäte Momente. Größtenteils läuft man jedoch in den riesigen Bereichen herum, absolviert stellenweise Rätsel, tötet manchmal einige Monster, ist aber fast immer dazu gezwungen das Weite zu suchen, da die Monster den Spieler in größeren Massen überrumpeln und die verfügbaren Waffen nach mehrmaligen Nutzen zerstört werden.

Sämtliche in der Gegend gefundene Items landen in Murphys Inventar. Dieses ist auf der oberen Seite des Bildschirms angebracht und wird bei Notwendigkeit eingeblendet. Findet der verzweifelte Sträfling mal einen Zeitungsartikel, ein Foto oder einen Stadtplan, so heftet er diesen sofort in sein kleines Notizbuch, welches dem Spieler als Nachschlagewerk und mitunter auch als Schmökerlektüre dient.

Gelegentlich wird man vor moralischen Entscheidungsmöglichkeiten gestellt, in denen man einzelnen Spielcharakteren helfen kann oder auch nicht. Wirklich große Auswirkungen haben diese jedoch nicht auf den Verlauf der Story. Lediglich das Ende des Spiels wird davon beeinflusst. Besonderheiten wie das langsame oder schnelle Aufmachen von Türen sind zwar eine interessante Neuerung im Spiel, wirklich sinnvoll ist diese allerdings nicht, da man kaum Verwendung von dieser macht. Eine weitere Neuheit ist die Fähigkeit mittels Druck auf die L1-Taste über die Schulter von Murphy zu spähen, um die Gegner auch beim Flüchten beobachten zu können. Es dürfen dabei stets nur kurze Blicke nach hinten gemacht werden, da der Protagonist womöglich gegen im Weg stehende Hindernisse oder gar Gegner läuft.

Das Kampfsystem des Spiels wurde überarbeitet und vereinfacht. Waffen wie Messer, Schaufeln und Zangen, aber auch Einrichtungsgegenstände oder einfache Pfannen können mit X aufgenommen und zum Angriff eingesetzt werden. Mit den beiden Schultertasten visiert man den Gegner an und kann sich durch Drücken der Dreieck-Taste verteidigen. Der Protagonist besitzt dabei keine Lebensleiste, sodass der Spieler größtenteils nur durch die Bewegungen Murphys oder die Blutflecken auf seinem Hemd ermitteln kann wie schwer er verletzt wurde. Wirklich spannend oder spektakulär sind die Gefechte jedoch nicht ausgefallen, da die Gegner meist mit fuchtelnden Armen oder wenig beeindruckenden Bewegungen angreifen. Für Spannung sorgt stellenweise eine, den Protagonisten verfolgende, schwarze Leere, welche an das schwarze Rauchmonster aus der US amerikanischen TV-Serie Lost erinnert und vor der der Spieler gelegentlich schnell fliehen muss.

An manchen Stellen im Spiel kommt es zu plötzlichen Slowdowns und bei den automatischen Speicherpunkten sogar zu gröberen Rucklern. Zudem sorgen sehr lange Ladezeiten für längere oftmals wirklich nervige Spielunterbrechungen. 

Grafik

Selten wurde man von der grafischen Präsentation bei einem Silent Hill-Ableger so dermaßen enttäuscht. Die Charaktere und Gegner wurden ebenso wie viele der Locations für ein größtenteils im Dunkeln oder in vernebelten Umgebungen stattfindendes Spiel zwar recht interessant entworfen und animiert, meist mangelt es bei dem Spiel jedoch an grafischer Schärfe. Starkes Tearing ist nahezu permanent zu sehen, Texturen werden fast pausenlos nachgeladen und sämtliche in der Ferne zu sehende Formen wirken stark verschwommen.
Angesichts der großen Spielwelt besitzt Silent Hill: Downpour eine geringe Zahl an Gegnern. Zwar bekommt man mit Monstertypen wie Screamern, Prisoner Juggernauts und Doll Weeping Bats interessante Wesen geboten und auch größere Gegner wie Monocle Man und Wheelman können unterhalten, aber so beeindruckend sind diese Aufgrund ihrer Kurzlebigkeit leider doch wieder nicht.

Dieser Silent Hill-Ableger kann aber mit hervorragenden Momenten wie einer nervenzermürbenden Waggonfahrt durch eine Mine, ungewollte Schnitzeljagden durch die ruhig wirkende Kleinstadt oder die Verfolgung der Geister-Polizeiwägen überzeugen und bietet auch reichlich Schockmomente, um Horror-Fans zufrieden zu stellen. Der Großteil des Spiels ist aus der Third Person-Sicht zu sehen stellenweise kommt es jedoch vor, dass die Kamera im Raum fixiert ist, sodass ein unikater Look entsteht und die verdrehte Welt von Silent Hill besser zur Geltung kommt. 

Soundtrack

Bereits bei der Introszene des Spiels hebt man verwundert die Augenbrauen und fragt sich ob die Metalband Korn – zweifelsohne eine begnadete und bekannte Band – mit ihrem explizit für das Spiel geschriebene Lied wirklich die passende Wahl für die Komposition der Titelmelodie war. Musikalisch gesehen, macht sich der Verlust von Silent Hill-Legende Akira Yamaoka aber ohne jeden Zweifel bemerkbar.

Zu sehr enttäuscht muss man jedoch nicht sein, denn Daniel Licht, seines Zeichens nicht nur Komponist dieses Soundtracks, sondern auch von der beliebten US-Serie Dexter. Dies ist von der ersten Spielminute an zu hören und trifft passend die Stimmung des Spiels und die Gefühle der Charaktere. Es ist nur zu verwunderlich, warum dieser nicht auch für die Kämpfe bestimmte Töne entworfen hat, denn diese besitzen so gut wie überhaupt keine Hintergrundmusik und sind größtenteils von Murphys Ächzgeräuschen und dem Fauchen der Gegner erfüllt. 

Abschließende Worte

Einerseits freut man sich als langjähriger Silent Hill-Anhänger über die gelungene und etwas andere Einleitung in die makabere Welt der vernebelten Kleinstadt, ist dann allerdings über Kleinigkeiten wie viel zu linearem Gameplay, zahlreichen grafischen Hoppalas und einem nach wie vor umständlichen Kampfsystem ein wenig enttäuscht. Auch wenn es den Entwicklern gelungen ist, Murphy und das Umfeld in dem er sich befindet grandios zur Geltung zu bringen, ziehen die schwachen technischen und gameplaytechnischen Komponenten das Gesamtbild viel zu stark herunter, um Silent Hill: Douwnpour als gelungene Fortsetzung bezeichnen zu können. 

Punktebewertung:

Gameplay: 7,5

Grafik: 6,5

Sound: 7,0

Gesamt: 7,0

Kurzbewertung: Ein interessanter Silent Hill-Ableger mit einigen Schwächen

– Interessante Einleitung in die Geschichte

– Umfangreiche Spielwelt 

– Neuerungen, die kaum Nutzen haben

– Wenig Abwechslung bei den Gegnern

– Kampfsystem sehr monoton

– Grafisch teilweise richtig schlecht

– Lange Ladezeiten

– Moralische Entscheidungen kaum relevant 

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Gingerninja sagt:

Definitiv eines der Spiele, das mich interessiert. Ich konnte mit Homecoming überhaupt nicht identifizieren, aber das sieht um einiges besser aus.

AntiChrist sagt:

Mittlerweile betrachte ich das Spiel als Einstiegswerk des Entwicklers in das Silent-Hill-Universum. Sollte Vatra Games ein weiteres Silent Hill entwickeln dürfen, glaube ich, dass sie die jetzigen Kritikpunkte aus der Welt schaffen könnten. Ich behaupte, sie sind mit der Engine nicht wirklich klargekommen, das dürfte bei einem weiteren Teil aber besser ablaufen.

Zumindest bekommt man eine solide Horror-Grusel-Kost geboten, die lange zu fesseln vermag. Und ein Patch ist ja auch schon angekündigt.

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