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Medieval Moves
Follow Publisher: Sony
Entwickler: Zindagi Games
Altersfreigabe: 12+
Release: 18. November 2011

Medieval Moves

Site Score
6.5
Good: Kurze Ladezeiten, Angenehmer Soundtrack, Einfache Steuerung + viele Gesten
Bad: Kein In-Game Tagebuch, Mit zwei Move-Controllern fast unspielbar
User Score
7.0
(1 votes)
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Rating: 7.0/10 (1 vote cast)

Das große Abenteuer für kleine Gamer!

Es gibt aktuell so einige Spiele, welche die erweiternde Gameplay-Funktion der PlayStation Move unterstützen, aber nur eine Handvoll dieser Titel spricht Hardcore-Gamer wirklich an. Was bei Resident Evil 5, Killzone 3 und Resistance 3 gut funktioniert zu haben scheint, scheint den riesigen Pool an Drittentwicklern nicht wirklich dazu zu motivieren, mehr Games mit einer Move-Unterstützung zu entwickeln. Mit Medieval Moves dürften zumindest die jüngeren Zocker unter uns in den Genuss eines interessanten Spiels zu kommen, das im vollsten Ausmaß von der Fuchtelsteuerung aus dem Hause Sony Gebrauch zu machen scheint.

Das Königreich, die Skelette und ich

Prinz Edmund, Hüter eines riesigen Edelsteins, der den Namen Torstein trägt und Beschützer der menschlichen Welt ist, steckt in einer verzwickten Lage. Morgrimm, der fiese Zauberer hat Edmunds Schloss überfallen, den mächtigen Klunker gestohlen und die Bevölkerung des gesamten Königreichs (inklusive Edmund) in Skelette verwandelt. Nun ist der enthusiastische Jüngling drauf und dran dem bösen Zauberstab-Schwinger das Handwerk zu legen und die Bevölkerung seines zukünftigen Königreichs wieder zu Menschen zu verwandeln.

Natürlich besitzt das Spiel keine tiefgründige Story, aber für die jüngere Zocker-Generation passt es inhaltlich hervorragend. Man sieht kein Blut, bekommt dennoch regelmäßig eine ordentliche Portion Action und Unterhaltung (und keine Pfeile ins Knie) und die Figuren sind wirklich angenehm gestaltet worden – somit ein ausgewogenes Spiel, um Kinder in die Welt der interaktiven PlayStation Move-Titel einzuführen.

Gameplay

Medieval Moves lässt sich optional mit einem, aber auch mit zwei Move-Controllern spielen – mindestens einer wird allerdings auf jeden Fall benötigt. Mit einer Move-Einheit funktioniert das Spiel ebenso reibungslos wie mit zwei. Die Bewegungen und Gesten, die man mit dem Stick durchführen muss, werden 1:1 aufgenommen, sodass man nie das Gefühl bekommt man würde von der Hardware selbst gehemmt werden. Anders war es jedoch, als ich das Abenteuer mit zwei Controllern bestreiten wollte. Da musste das Spiel fast alle vier bis fünf Minuten neu kalibriert werden, da die Kamera den Winkel in dem ich stand kontinuierlich änderte. Sowohl bei hellen als auch bei dunklen Lichtbedingungen gab es keine Improvisation und die Probleme mit der Steuerung sorgten dafür, dass das Spiel frustrierend wurde und auf Dauer einfach keinen Spaß mehr machte. Es wird also empfohlen Medieval Moves mit nur einem Controller zu spielen.

Der Spieler bewegt sich in der Geschichte auf Schienen und muss auftauchende Skelett-Gegner durch das Bewegen des Move-Controllers, welches das Schwert in dem Spiel darstellt, ausschalten. Durch das Ausführen von bestimmten Gesten können Items wie Enterhaken, Pfeil und Bogen und im späteren Spielverlauf auch Utensilien wie Bomben und Wurfsterne verwendet werden, um die Gegnerhorden zu besiegen. Es ist gut zu sehen, wie viele unterschiedliche Gesten die Entwickler in das Spiel eingebaut haben und wie einfach diese anzuwenden sind. Je weiter man in der Geschichte kommt, umso mehr Upgrades werden für die unterschiedlichen Waffen freigeschalten.

Im Gesamten kämpft man sich durch zehn Locations, die in Kapitel unterteilt sind und bezwingt einige Bosse, um anschließend Morgrimm zu konfrontierten und das Gelernte gekonnt gegen ihn einzusetzen. Jedes Level beinhaltet zahlreiche, versteckte Items und Schätze, sodass man selbst nach dem Absolvieren der Story noch Gründe hat sich an das Spiel zu setzen und die Levels noch einmal gründlich zu durchforsten.

Etwas frustrierend ist es jedoch, wenn man das Spiel eine längere Zeit nicht mehr gespielt hat. Um alle Gesten und Bewegungen in Erinnerung zu rufen, gibt es kein Nachschlagwerk in dem man schnell überblicken kann, welche Waffe wie aktiviert wird, man muss fast die gesamte Story noch einmal durchspielen, um alle Bewegungsabläufe aufs Neue zu erlernen. Ein In-Game Tagebuch, wo alle Moves aufgelistet sind, hätte dem Spiel sicherlich nicht geschadet.

Multiplayer

Zu meiner größten Überraschung besitzt Medieval Moves einen umfangreichen Mehrspieler-Modus. Dieser bietet dem Spieler Modi, in denen man gegeneinander oder gemeinsam gegen die Horden an Skeletten ankommen muss und dabei die Punkte des Gegners übertreffen muss. Beides kann sowohl offline in geteilten Screens als auch über das Internet gespielt werden. Durch das Erlangen von Erfahrungspunkten werden laufend neue Ausrüstungsgegenstände und Waffen freigespielt.

Eine zusätzliche Highscore-Tabelle im Internet spornt dabei sowohl junge als auch Core-Gamer, die sich das Spiel wegen der PlayStation Move-Verwendung gekauft haben, dazu an sämtliche Levels zu durchforsten und Münzen zu sammeln.

Grafik

Die gesamte Geschichte von Medieval Moves wird in Form von bewegten Artworks erzählt, die passend zu dem Stil des Spiels entworfen wurden. Das Charakterdesign ist verspielt aber dennoch interessant und sehr gelungen. Selbstverständlich merkt man dem Move-Titel sofort an, dass es für die jüngere Gamer-Generation gedacht ist. Es ist aber nicht zu kindisch, um als Core-Gamer sofort darüber hinweg zu blicken.

Im Spiel selbst wird man mit einer detaillierten Welt konfrontiert. Zwar wird man größtenteils über Schienen durch die einzelnen Levels gesteuert, bekommt manchmal allerdings auch die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wohin man genau als nächstes gehen möchte.

Sound

Die Titelmelodie ist den Leuten bei Zindagi Games wahrscheinlich am Besten gelungen. Der Rest des Soundtracks geht während dem Spielen ein wenig unter, weil man viel zu sehr damit beschäftigt ist, sich gegen die zahlreichen Skelette zu wehren. Die Sprachausgabe der einzelnen Charaktere passt gut zu den Figuren und bietet genügend humorvollen Inhalt, um sowohl Eltern als auch Kindern zu gefallen. Lediglich bei der Vielfalt der Worte, welche die Gegner von sich geben, hätte man noch ein wenig arbeiten können, weil sie oftmals das Selbe sagen und das obwohl man sich in unterschiedlichen Levels befindet.

Abschließende Worte

Mit Medieval Moves bekommt man als Gamer der jüngeren Generation sicherlich ein umfangreiches Spiel geboten, welches die Fähigkeiten des PlayStation Move-Controllers gut zur Geltung bringt. Es ist zwar enttäuschend, dass Edmunds Abenteuer mit nur einer Move-Einheit wesentlich besser zu spielen ist als mit zwei. Dafür aber, bietet der Titel einen umfangreichen Offline- und Online-Multiplayer, mit dem man ordentlich viel Zeit verbringen und die Gamerskills unter Beweis stellen kann. Core-Gamer dürften mit der Schatzjagd durch die einzelnen Levels und Highscore-Listen im Internet einen deftigen Grund haben das Spiel mehr als nur ein Mal vollständig durch zu spielen.

Punktebewertung:

Gameplay: 7,0

Grafik: 6,0

Sound: 6,5

Gesamt: 6,5

Kurzbewertung: Der Vorzeige – PlayStation Move-Titel für jüngere Gamer!

– Kurze Ladezeiten

– Angenehmer Soundtrack

– Einfache Steuerung + viele Gesten

– Auch Core-Gamer dürften Interesse daran finden

– Umfangreicher online/ offline Multiplayer

– Kein In-Game Tagebuch

– Mit zwei Move-Controllern fast unspielbar

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Medieval Moves – Fakten