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Dead Island
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Follow Publisher: Deep Silver
Entwickler: Techland
Altersfreigabe: 18+
Release: 8. September 2011

Dead Island

Site Score
7.0
Good: Hervorragendes Setting, Vereinzelt beeindruckende Locations
Bad: Grafisch nicht immer so beeindruckend, Multiplayer nur marginal unterhaltsam
User Score
9.0
(3 votes)
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Rating: 9.0/10 (3 votes cast)

Hallo, Dead Island! Schön dich wieder zu sehen!

Das erste Mal bekam ich Dead Island auf der Leipziger Games Convention 2007 zu Gesicht. Dort haben die Entwickler ausschließlich Bilder zu dem damals noch Xbox 360- und PC-exklusiven Shooter veröffentlicht und ein paar Einzelheiten verraten. Vier Jahre und etliche zwischengeschobene Projekte später ist der Techland-eigene Titel nun doch noch endlich erschienen. Schauen wir uns jedoch an, wie gut das Spiel im Endeffekt wirklich geworden ist!

Auf Banoi macht ihr Urlaub mal anders

Weiße Sandstrände, Sonnenuntergänge in Badehose und Entspannung oder Party pur – so stellt man sich den Urlaub auf Banoi vor, wenn man im Reisebüro durch den Katalog blättert. Der einzige Haken an der ganzen Sache ist, dass dies in Dead Island leider nicht ganz der Fall ist. Diese tropische Insel ist nämlich von Mutanten und Zombies unbekannten Ursprungs überrannt worden.

Gameplay

Man übernimmt die Rolle von einem der vier zu Beginn ausgewählten Charaktere. Etwas eigenartig an dieser Stelle ist, dass die Introsequenz des Spiels eindeutig einen betrunkenen Mann als Protagonisten zeigt. Der Spieler hat allerdings die Möglichkeit unter anderem auch eine Frau zum Spielen zu wählen. Im Gesamten wirkt es sich aber überhaupt nicht auf die storytechnische und gameplaytechnische Entwicklung des Spieles aus, da alle vier Charaktere sich lediglich durch ihre Statuswerte unterscheiden.

Der Horror-Titel begrenzt sich jedoch nicht nur auf einen von Sonnenstrahlen und Blut überfluteten Sandstrand, sondern bietet mit einer kleinen Stadt, einem Dschungel, einem Gefängnis und zahlreichen weiteren Locations genügend Abwechslung in der Umgebung. Die gesamte Insel ist dermaßen riesig, dass man selbst mit einem Auto eine gute viertel Stunde benötigt, um von der einen Seite zur anderen zu kommen (Was zu Beginn gar nicht möglich ist, da bestimmte Bereiche nicht zugänglich sind). Man hat aber ab einer bestimmten Stelle im Spiel glücklicherweise die Möglichkeit sich zu Schlüsselpunkten zu „teleportieren“, um unnötig lange Geh- oder Fahrmärsche zu ersparen.

Während den Fußmärschen werden dem Spieler ständig Zombies hinterher torkeln oder -rennen. Die Atmosphäre in dem Spiel ist sehr gelungen und man wird trotz der hellen Umgebungen stets von Zombies überrascht, die am Boden liegen oder hinter dem Spieler angerannt kommen – es gibt also immer einen Grund auf der Hut zu sein! Die KI der Zombies ist dabei von Monster zu Monster unterschiedlich. Oftmals verhalten sich die Untoten sehr intelligent und attackieren den Spieler von mehreren Seiten, wobei man zeitweise auch auf geistig zurückgebliebene Gegner trifft, die nicht einmal in der Lage sind über ein kniehohes Seil zu steigen oder um ein im Wasser liegendes Gummiboot herum zu gehen. Des Weiteren kann man dem Großteil der Angriffe durch einen einfachen Schritt zurück ausweichen, da die Zombies den Spieler in erster Linie durch das Wedeln der Arme angreifen und anschließend einen Moment warten. Man wird auch nicht angegriffen, wenn man von einem Zombie umgeworfen wird und zu Boden geht. Die Gegner warten geduldig bis der Spieler aufsteht und attackieren ihn erst dann wieder. Es ist dennoch nicht einfach auf Dead Island immer zu überleben, da die Untoten mit dem Spieler im Level steigen. Es hilft also nichts, wenn man vollbewaffnet ist und Level 50 erreicht, denn die Zombies haben alle ungefähr die Selbe Stufe wie der Spieler (und das steht sogar immer angeschrieben).

Um sich von den Strapazen zu erholen und Wunden zu heilen, muss der Spieler Medipacks, Energydrinks und Alkohol zu sich nehmen, was auf der gesamten Partyinsel im großen Umfang vorhanden ist. Alle Items erscheinen nach einer gewissen Zeit wieder (ebenso wie die Zombies), sodass man nie in Not gerät keine Utensilien zu finden. Man kann nahezu jede Tasche und jeden Kasten im Spiel untersuchen und gefundene Objekte (Stacheldraht, Klebeband, Batterien) bei einer Werkbank zum Aufwerten oder zum Reparieren von Waffen verwenden. Die Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten ist dabei etwas höher ausgefallen als in Dead Rising 2, wobei die Kombinationsarten realistischer sind (man kann also keinen Boxhandschuh mit einer Schere kombinieren oder sich einen Rasenmäher an die Brust schnallen).

Auf der Insel begegnet man klarer Weise nicht nur zahlreichen Untoten, sondern auch einigen Überlebenden, denen man helfen muss, von diesem tropischen Albtraum zu entkommen. Durch das Töten von Zombies und Absolvieren von Missionen erhält man rollenspielgemäß Erfahrungspunkte und Geld. Man erreicht nach einer gewissen Zeit ein höheres Level und schaltet Punkte frei, mit denen neue Fähigkeiten freigespielt werden können. Der Fähigkeiten-Stammbaum ist dabei in drei Sparten unterteilt: Raserei, Kampf und Überleben. Durch das kontinuierliche voranschreiten im Levelsystem werden immer wieder neue Fähigkeiten und Funktionen im Spiel freigeschalten. Da ein Großteil der Fähigkeiten lediglich minimale Vorteile bringt, wie beispielsweise um 5% weniger vom Gegner entdeckt werden oder eine minimal erhöhte Haltbarkeitszeit für Schwerter und Schusswaffen, erweckt es stark den Anschein als würde das Spiel versuchen den Spieler krampfhaft zurück zu halten, um nicht zu schnell zu stark zu werden.

Techland hat versucht möglichst viel Realismus in das Spielgeschehen einzuhauchen. So muss man beispielsweise verriegelte Türen durch das ruckartige Bewegen des rechten Analogsticks aufstoßen und bei einer Autofahrt durch die Zombiemassen auch mit zerbrochenen Fenstern rechnen. Unsichtbare Begrenzungen und plötzlich auftauchende Nachrichten wie „Sie verlassen den Spielbereich“ erwecken das Gefühl, dass die Entwickler da nicht mit ganz so viel Hingabe gearbeitet haben, wie beim Entwerfen des gesamten Insel-Designs.

Egal, ob man ein Anfänger ist oder ein eingefleischter Zombie-Killer, auf Dead Island werden die Extremitäten der Gegner semi-automatisch anvisiert. Richtet ihr demnach eure Waffe auf einen der Untoten, fokussiert das Spiel sofort auf den Kopf oder auf einen der restlichen Gliedmaßen. Da jedem Gegner die Körperteile abgetrennt werden können, ermöglichen sich dadurch neue taktische Kampfmöglichkeiten. Das Spiel speichert nach jeder erfolgreichen Mission und bei kleineren Checkpoints automatisch, sodass im Falle eines Ablebens der Spielfigur automatisch von dort gestartet wird. 

Multiplayer

Im Singleplayer kann das Gemetzel auf die Dauer recht eintönig, aber im Multiplayer zu einer unterhaltsamen Mehrspieler-Orgie werden! Bis zu vier Spieler können online zusammen gegen die Horden der Zombies kämpfen und Missionen absolvieren. Es ist ohne jeden Zweifel sehr angenehm drei weitere Spieler an der Seite zu haben. Ein Splitscreen-Multiplayer für Gamer, die Dead Island gerne offline gespielt hätten gibt es leider nicht, dieser wäre aber für den heutigen Spielestandard fast schon Pflicht gewesen. Das Problem mit der Onlinevariante von Dead Island ist zudem, dass die meisten Gamer ausschließlich auf das Töten von Zombies hinaus sind und nur im seltensten Fall versuchen kooperativ Missionen zu bewältigen. 

Grafik

Wie bereits oben erwähnt ist die Welt von Dead Island riesig! Die Entwickler haben es gekonnt geschafft eine angenehm gruselige Insel zu erschaffen, die im Gesamten hervorragend aussieht, die von der Nähe betrachtet allerdings Aufgrund von Verpixelungen und matten Oberflächen nicht immer überzeugen kann. Man ertappt sich gelegentlich auch dabei, wie man die Aussicht auf die Urlaubsinsel genießt bis man sich wieder bewusst wird, dass es eigentlich eine Horrorwelt ist, in der man sich befindet. Die Zombies sehen meistens leider nur dann wirklich fürchterlich gut aus, wenn sie versuchen den Spieler anzufallen, da sie komischer Weise dabei wesentlich detaillierter dargestellt werden.

Die Filmsequenzen werden meist in Spielegrafik dargestellt. Richtig gerenderte Filmsequenzen sieht man aber leider nur sehr selten. Etwas enttäuscht wird man von der Grafik schon, wenn man bedenkt, dass der beeindruckende Launch-Trailer, optisch vielversprechend aussah.

Sound

Ich habe bereits viele Horror-Spiele gespielt und genau aus diesem Grund sind mir stellenweise zahlreiche Soundtracks aus Dead Island sehr bekannt vorgekommen. Ganz besonders die Kernmelodie bei den Ladezeiten von Dead Island erinnert stark an die Options-Theme von Resident Evil: The Umbrella Chronicles. Es ist nichts Schlechtes, da es sich bei dem Spiel um ein soundtechnisch exquisites Spiel handelt – sollte also Techland tatsächlich durch Capcom inspiriert worden sein, dann sicherlich vom passenden Genre.

Die Sprachausgabe ist gelungen und auch der Großteil der – nicht nach Resident Evil-Spielen kingenden – Soundtracks ist passend.

Ich konnte mich lediglich nicht mit den Motorengeräuschen der Autos befreunden, da sich diese alle so anhören, als würde man lediglich mit einem Gang fahren und ständig auf das Gaspedal treten.

Abschließende Worte

Nach so vielen Jahren Entwicklung hat es Techland endlich geschafft das tropische Zombiespiel in den Handel zu bringen. Es hat zwar seine Zeit gebraucht, aber Dead Island wird für Fans der untoten Torkler sicherlich eine angenehme Abwechslung. Zombies in dunklen Herrenhäusern oder in einem Einkaufzentrum zu vernichten ist schon so alt, dass man sich über einen derartig frischen Wind richtig freut. Technisch gesehen handelt es sich bei Dead Island allerdings leider nur um Durchschnittsware, selbst wenn es stellenweise einige Ausreißer gibt, die während dem Spielen faszinieren können. Auch der Multiplayer für bis zu vier Spieler, den man ausschließlich online spielen kann, verbessert leider nichts an dieser Sache.

Punktebewertung:

Gameplay: 7,0

Grafik: 6,5

Sound: 6,0

Gesamt: 7,0

Kurzbewertung:  Der bisher beste virtuelle Strandurlaub für Zombiefans!

– Hervorragendes Setting

– Vereinzelt beeindruckende Locations

– Tiefgründiger Realismus…

– Verdächtig bekannter Soundtrack

– Grafisch nicht immer so beeindruckend

– Multiplayer nur marginal unterhaltsam

– … mit einigen Macken

– Grottige Motorengeräusche

– Kein Splitscreen-Multiplayer

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

jubilation_lee sagt:

super spiel 🙂 nur das der Mehrspieler modus nur übers I-net funkt nervt ärgst xD
auserdem wirds (mir persönlich) nach einiger zeit bissi fad … Skillbaum hin oder her xD

Robin sagt:

Ich hau mal ein User-Review rein:
Mich überzeigt Dead Island mit seiner Genauigkeit an Details, das Kampfsystem UND DEN GEILEN PROTAGONISTEN. Die Hintergrundgeschichten geben jedem Charakter eine Persönlichkeit, etwas um sie zu definieren.
Die Sounds sie mir weder Positiv noch Negativ aufgefallen, sie erfüllen ihren Zweck weitreichend meiner Meinung nach.
Vom Gameplay gefallen mir besonders die Vielzahl der Waffen, sowie ihre Modifizierbarkeit (Ich liebe den Stock mit Nägeln dran) aber auch die Tatsache, das es einen Unterschied macht wohin man damit zielt.
Was mir auch gefällt ist, dass man auch die Gedanken der Protagonisten hören kann, nur ein kleiner Bonus, aber doch nett. Auch das man ein Auto fahren kann ist etwas, dass mir in Left 4 Dead z.B. gefehlt hat.
Abschließend find ich die Story bisher gut und kann mir nicht vorstellen wie sie noch schlechter werden könnte. Diese Spiel entspricht meinen Ansprüchen voll und ganz.

Und negatives? Das Inventarsystem ist wirklich Aufbesserungswürdig. Sonst nichts.

Geektor sagt:

Wieso hast du das nicht gleich zu uns ins Form zu den User-Reviews gepostet? 😉
http://joystickjunky.at/forum/user-reviews/

Robin sagt:

hohoho das hätte ich vorher sehen müssen 😀
ich werde es reposten!

Robin sagt:

Gibt es auch ein Schnäppchen dazu? 😀

Geektor sagt:

Hoffentlich! Sobald ich eines sehe, wirst du es sehen. 🙂

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