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Dead Space (iOS)
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Follow Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Electronic Arts
Altersfreigabe: 18+
Release: 22. März 2011

Dead Space (iOS)

Site Score
8.0
Good: Gut umgesetzte Steuerung, Hervorragende Schockelemente, Grafisch beeindruckende Umgebung
Bad: Kein Tiefgang in der Story, Kaum große Endbosse, Vereinzelte Slowdowns
User Score
9.5
(2 votes)
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Rating: 9.5/10 (2 votes cast)

Dead Space – sichere Landung für EA im iPhone-Hafen?

iPhone-Spiele gibt es mittlerweile ja schon wie Sand am Meer, die richtig guten kann man aber leider nach wie vor nur auf einer bzw. maximal auf zwei Händen abzählen. Mit Dead Space bringen die Leute von IronMonkey Studios eine neuwertig und bisher ausgesprochen erfolgreiche Marke auf Apples kleinen Handheld. Ohne Steuerkreuz und (fast) ohne Knöpfe – kann das gut gehen? Ich will gar nicht lange um dem blutüberströmten Brei herum reden. Reden wir über Dead Space für iPhone!

Story

Solltet ihr euch jemals gefragt haben, wie die Necromorphs den sicheren Raumhafen der Sprawl durch die Titanminen betreten konnten, dann landet ihr mit der iPhone-Version des Horrorspiels einen sicheren Treffer. Bei diesem Spiel handelt es sich nämlich um die direkte Vorgeschichte des zweiten Teils. Ihr schlüpft in die Rolle des Geheimagenten Vandal, der im Auftrag der fiktiven Religionsgemeinschaft Unitology agiert und lediglich das ausführende Organ der Gemeinschaft ist. Somit hat er keine Ahnung davon, welche Auswirkungen seine Taten auf die menschliche Zivilisation der Sprawl haben könnten.

Das Spiel hat eine komplett eigenständige Geschichte mit einigen Twists und bringt euch zu neuen, noch unerforschten Orten. Die Story wurde dabei, dem ersten Teil gleich, in Kapitel unterteilt, welche im späteren Spielverlauf auf klassische Art und Weise fast immer beim Bahnsteig beginnen und enden. Leider schaffen es selbst vereinzelte Text- und Sprachlogs kaum wirklich Spannung ins Geschehen zu bringen. Große Endbosshighlights gibt es enttäuschender Weise nur sehr wenige, die Handgemenge in den vereinzelten Gängen und Einrichtungen sind also die ausschlaggebendsten Gemetzel im gesamten Spielverlauf.

Gameplay

Eine der wahrscheinlich interessanteren Aspekte: Wie spielt man Dead Space auf einer Konsole, die keine Knöpfe hat? Nun um ehrlich zu sein, war das auch für mich der abschreckendste Faktor, denn wie viele andere Horrorspieler habe ich in brenzlichen Situationen gerne alles unter Kontrolle (Falls man das bei einem Spiel dieser Art überhaupt haben kann). Tatsache ist, dass es anfangs etwas umständlich ist, aber man hat schnell den Dreh raus und kann sich nach wenigen Spielminuten bereits effektiv gegen die Necromorphs zur Wehr setzen.

IronMonkey Studios hat es wirklich einfach gemacht dieses Horrorspiel zu bedienen. Man sieht einen einzigen virtuelle Buttons auf dem Screen, dennoch werdet ihr euch garantiert einfach zurecht finden. Die linke Screenhälfte wird zum Steuern des Charakters und die rechte zum Bewegen der Kamera verwendet. Tippt ihr die rechte Seite an, visiert Vandal mit seiner Waffe in die Richtung in die er blickt. Erneutes Drücken feuert die ausgerüstete Pistole ab. Tappt ihr zwei Mal schnell hintereinander auf den Rücken des Protagonisten, dreht sich dieser schnell um.

Die zahlreichen Waffen müssen diesmal nicht mehr einzeln teuer im Shop gekauft werden, man findet diese unterwegs und kann sie durch einfaches Anklicken des einzigen virtuellen Buttons, in der rechten oberen Ecke des Screens auswählen. Nahkampf ist nur dann möglich, wenn ihr Nahe genug am Gegner steht, dieser direkt vor euren Füßen liegt oder von der Wand hängt (was eher selten der Fall ist). Spezielle Manöver wie Stase und Kinese sind jederzeit leicht verwendbar, wenn Vandal im Anvisierungsmodus ist, manchmal wird es aber dann doch etwas zu unübersichtlich wenn viele Gegner im Umkreis sind. Da ist die beste (und von mir bevorzugte) Devise doch eher Gliedmaßen abschneiden und/oder zerstampfen.

Items werden durch simples Anklicken aufgehoben und sofort ins Inventar gefügt. Zum Nachladen der Waffe müsst ihr einfach nur auf eure Munitionanzeige drücken und schon befindet sich – vorausgesetzt ihr habt genügend auf Lager – neuer Pfeffer in eurer Mühle. Die Sekundärmodi der Waffen werden durch waagerechtes Kippen des iPhones aktiviert, wovon ich in den Kämpfen eigentlich eher selten Verwendung gemacht habe. Immerhin kann es im Eifer des Gefechts doch vorkommen, dass die ein oder andere hektische Bewegung des Spielers zu einer spontanen Änderung des Waffenstils führt. Dies ist nicht wirklich vorteilhaft da es in den höheren Schwierigkeitsgraden der Grund dafür sein kann, dass ihr frustriert an einem Kampf sitzt.

Eine Erleichterung bringt euch auf jeden Fall die Tatsache, dass ihr nicht unbedingt auf Verwendung von Medipacks angewiesen seid, da sich sowohl die Gesundheits- als auch die Stasisanzeige von Vandal automatisch wiederherstellt. Dennoch solltet ihr die Horden der Necromorphs nicht unterschätzen – nicht ohne Grund sind sie mit Abstand die schrecklichste Alienbedrohung seit Predatoren und Justin Biber.

Während fast vier Stunden Spielzeit sind mir vereinzelt einige Slowdowns und Ruckler aufgefallen, diese haben sich zum Glück nicht negativ oder ausschlaggebend auf das Gesamtbild ausgewirkt. Ihr solltet dennoch wenn möglich nichts im Hintergrund runterladen, denn sonst erweist sich das dadurch stark verlangsamte Gameplay als nahezu unerträglich (außer ihr wollt Dead Space unbedingt in Slow Motion spielen).

Das Gameplay ist im Gesamten ziemlich linear gehalten worden. Ihr läuft von Raum zu Raum, betätigt Schalter, tötet Gegner, sucht bestimmte Items – etwas mehr Abwechslung wie das Hacken von Geräten hätte sicherlich nicht geschadet. Ansporn zum Spielen habt ihr Aufgrund zahlreicher Ingame-Achievements, die zusätzliche Artworks vom Spiel freischalten und die Möglichkeit das Spiel unter eurem EA-Konto zu registrieren, wodurch ihr einen Bonusanzug in Dead Space 2 für PlayStation 3 oder Xbox 360 freischaltet.

Grafik

Vandal selbst und das Innenleben der Sprawl wurde grafisch wirklich hervorragend gestaltet, sodass man sich Aufgrund der gruseligen Atmosphäre beim Spielen wirklich wohl fühlt (oder in diesem Fall eher unwohl), die Gegner jedoch ein wenig enttäuschen was abschreckendes Aussehen und Details betrifft. Diese sind nämlich etwas plump geraten und können eigentlich nur durch ihr plötzliches Auftreten und durch einige Schockmomente begeistern. Erst im späteren Spielverlauf hat der Protagonist beeindruckende und zum Teil furchteinflößende Wahnvorstellungen, wie man sie aus Spielen wie Eternal Darknes kennt.

CGI-Animationen gibt es überhaupt keine, storytechnisch relevante Filmsequenzen kommen selten gesät und dann auch nur in Spielegrafik zum Vorschein – was hinsichtlich der aufwendigen Umgebungsgrafik dennoch sehr beachtlich ist.

Sound

Euch werden zahlreiche bekannte Soundeffekte (mechanische Lautsprecherstimme, das bekannte und gruselige Gute Nacht-Lied,…) zu Ohren kommen und selbst verständlich auch das Gefauche sowie Gekreische der unterschiedlichen Nekromorphs. Sie tragen in der Tat sehr viel zur Stimmung des Spieles bei, es kommt aber noch besser zur Geltung, wenn man – wie es beim Start empfohlen – Kopfhörer verwendet. Somit sind nicht nur die Schockmomente um einiges effektiver, man läuft auch nicht Gefahr die Lautsprecher des iPhones zufällig zu verdecken und somit die fauchenden Geräusche eines Gegners zu überhören.

Die englische Sprachausgabe ist hervorragend ausgewählt worden und kann im späteren Spielverlauf für ordentlich viel Überraschung sorgen. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, muss auch nicht verzagen – diverse Sprachausgaben (deutsch, französisch, spanisch, italienisch und sogar japanisch) sorgen dafür, dass jeder in den Genuss des Horrortitels kommen kann.

Abschließende Worte

Mit Dead Space für iPhone/iPod Touch kann man nun wirklich nicht mehr behaupten, dass ausschließlich Gelegenheitsspiele in Apples App Store zu finden sind. Eine einfach zu bedienende und gut überlegte Steuerung, oftmals beeindruckende Grafik und eine furchteinflößende Soundkulisse lassen das Horrorspiel zu einem der einzigartigsten Stücke der portablen Konsole werden. Der Mangel an Tiefgang in der Story und das zu linear geratene Spielsystem zerren doch an der Qualität des Spieles. Für €5,50 ist der Dead Space-Titel aber nichtsdestotrotz ein beachtliches Stück Software welches jeder Horrorfan, iPhone-/iPod Touch-Besitzer und Anhänger der Serie gespielt haben sollte.

Punktebewertung:

Gameplay: 8,5

Grafik: 8,0

Sound: 8,5

Gesamt: 8,0

Kurzbewertung: Das bisher anspruchvollste Horror-Spiel für iPhone!

– Gut umgesetzte Steuerung

– Hervorragende Schockelemente

– Grafisch beeindruckende Umgebung

– Spielbare Vorgeschichte von Dead Space 2

– Bonuscontent beim Registrieren des Spiels

– Kein Tiefgang in der Story

– Kaum große Endbosse

– Vereinzelte Slowdowns

– Gegner sind etwas plump geraten

– Zum Teil etwas zu linear

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

jubilation_lee sagt:

was I Phones schon alles können

Bulletwitch sagt:

Ich wusste gar nicht, dass es das Spiel gibt! Cooler und sehr ausführlicher Bericht!

Dead Space (iOS) – Fakten