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Golden Sun: Die dunkle Dämmerung
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Follow Entwickler: Camelot
Publisher: Nintendo
Plattformen: Nintendo DS
Release: 10. 12. 2012

Golden Sun: Die dunkle Dämmerung

Site Score
8.5
Good: Nach sieben Jahren endlich erschienen, Gute Fortsetzung der Geschichte, Steuerung geht leicht von der Hand
Bad: Kaum Herausforderung, Teilweise sehr linear, Oftmalig lange Lesepassagen
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10.0
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Nach acht Jahren endlich eine Fortsetzung!

Es ist ein Rollenspiel, dass Eltern, bei der Suche nach Spielen für ihre Kinder, in den Marktregalen finden und sie an die Zeit zurück denken lässt, in denen selbst sie in den beiden Gameboy Advance-Ablegern durch die umfangreichen Welten zogen, um Monster zu besiegen, Djinns zu sammeln und die Welt zu retten.

Über sieben Jahre sind vergangen bis die Entwickler endlich den lang ersehnten 3. Teil der Reihe auf den Markt gebracht haben. Nun stellt sich die Frage, ob Camelot an die Erfolge der bisherigen Ableger herankommen und als nahezu letztes hochkarätiges Rollenspiel die Ära des Nintendo DS erfolgreich abschließen kann.

Story

30 Jahre ist es her, dass die Geschehnisse in Golden Sun: Die vergessene Epoche abgeschlossen wurden. Die Goldene Sonne wurde entfesselt und die Welt von Weynard dadurch wieder einmal vollkommen verändert. Trotz der positiven Auswirkung der Alchemie auf die Landschaft gibt es erneut Menschen, die nicht gut auf die Krieger von Vale und deren Kinder zu sprechen sind. Nun zieht ihr  nicht mehr mit, dem in die Jahre gekommenen, Isaac und seinen treuen Gefolgen durch die Höhen und Tiefen Weynards, sondern deren jungen Sprösslingen Matthew, Kiara und Tyrell.

Zu Beginn der Geschichte werden sie lediglich auf einen kleinen Ausflug geschickt, um Ersatzteile für ein Fluggerät zu besorgen. Am Weg zum Zielort gerät das Adeptentrio allerdings in den Hinterhalt einer geheimnisvollen Einheit von Soldaten, und wird somit in ein Abenteuer größeren Ausmaßes befördert.

Anmerkung am Rande:

Golden Sun-Anhänger werden auf jeden Fall viel Freude mit der Story haben. Was anfangs wie eine Kopie der Vorgeschichte erscheint, entpuppt sich im Laufe des Spieles als stolze Fortsetzung, welche durchaus mit dem Umfang und Tiefgang der beiden Vorgänger mithalten kann. Der Nintendo DS-Ableger entführt euch zu verschiedenen, beeindruckenden Schauplätzen wie beispielsweise in das unerforschte Labyrinth Ouroboros (Klingt irgendwie wie der neuwertige Virus aus der Resident Evil-Reihe!), die antike und längst vergessene Himmelsstadt und zieht euch selbst in den Kriegskonflikt zweier einflussreicher Königreiche.

Sicher ist, dass sowohl Veteranen als auch Neueinsteiger sehr viel zum Lesen haben werden. Um in diesem Informationswirbel nicht unter zu gehen, haben die Entwickler bei Camelot ein besonderes Wörterbuch eingeführt – mehr dazu weiter unten.

Gameplay

Golden Sun – Die dunkle Dämmerung ist ein Paradebeispiel, wie man ein Nintendo DS-Spiel für sowohl Touchscreen- als auch Tastensteuerung optimal umsetzen kann. Zu Beginn wird man sicherlich die Touchpen-Steuerung ausreizen, als eingefleischter Golden Sun-Spieler allerdings doch schnell wieder auf die Steukreuzvariante umsteigen. In jeder Hinsicht ist das Gameplay einfach und ein wahrlicher Genuss!

Wie bereits oben erwähnt wird es viel zum Lesen geben. Alle Schlagwörter, wie wichtige Personen, Ortschaften oder Objekte, sind in den Konversationen rot unterstrichen. Werden diese angeklickt, wird auf dem oberen Screen eine detaillierte Erklärung dargeboten. Somit verstehen sowohl Neueinsteiger um was es sich handelt, aber auch Veteranen können ihr Wissen noch einmal auffrischen. Tatsache ist, dass es sehr viele und lange Gespräche gibt.

Die Rätsel scheinen im dritten Ableger ein wenig an Würze verloren zu haben. Natürlich waren die Rätsel nie wirklich unlösbar schwer, dennoch scheint es, als wären die Aufgaben wesentlich simpler zu bewältigen. Darüber hinaus sind die Dungeons zum Teil etwas zu geradlinig gestaltet worden. Zwar werdet ihr schon des Öfteren an einen bereits besuchten Ort zurück kommen müssen um alle Djinns (kleine, magische Kreaturen, die zum Beschwören mächtiger Naturgeister und Gottheiten benützt werden) und Items holen zu können, zu oft kommt dies allerdings auch nicht vor.

Ein umfangreiches Abenteuer auf zwei Screens!

Der obere Bildschirm wird die meiste Zeit als Karte verwendet, kann aber optional via Knopfdruck auch zu einer Statusanzeige für die Charaktere benützt werden. Durch die Anwendung der Karte, sinkt der Schwierigkeitsgrad jedoch um ein Vielfaches, da manche verborgenen Wege somit sehr schnell enthüllt werden. Im Kampf zeigt er dafür die bereits verbundenen Djinns an, welche, gemeinsam oder einzeln, auf ihre Aktivierung warten. Egal wie man es betrachtet, der obere Screen ist auf alle Fälle sehr überlegt eingesetzt worden und trägt sehr viel zum erfolgreichen Spielfluss bei. Erfreulich ist auch, dass sich selbst die kürzeren Attacken bei einem Kampf beschleunigen und deren Animation teilweise beschleunigt werden kann, sodass selbst ein mittellanger Kampf in wenigen Minuten bewältigt werden kann.

Etwas enttäuscht war ich von der Tatsache, dass keine Daten aus den vorherigen Spielen importiert werden können. Zwar ist diese Entscheidung aufgrund der Verbreitung des DSi, welcher keinen GBA-Slot mehr besitzt, getroffen worden, schade ist es dennoch. Immerhin hat es diese Funktion beispielsweise auch in Final Fantasy Tactics Advance 2 gegeben und das obwohl dadurch nur eine Kleinigkeit freigeschalten wurde. Dies erklärt jedoch nicht, wieso es in Golden Sun 3 keinen Multiplayer mehr gibt. Gerade in heutigen Zeiten sollte selbst ein einfaches Battlesystem, egal ob dieses nun offline oder online ist, kein Problem mehr darstellen.

Grafik

Für Gameboy Advance-Verhältnisse war die damalige Grafik sicherlich eine der hochwertigsten, sodass auf dem Nintendo DS ein ähnliches, wenn nicht sogar ein höheres Standard geboten werden muss, um die Qualität auf dem selben Level zu halten. Stattdessen greifen die Entwickler aber auf einen komplett neuen Grafikstil zurück, der wie eine Mischung aus den DS-Ablegern von Final Fantasy Crystal Chronisches und The Legend of Zelda erscheint. Anfangs wirkt diese Kombination etwas gewöhnungsbedürftig, wer aber mit den beiden oben genannten Titeln klargekommen ist, wird sich sicherlich auch schnell an diese Grafik gewöhnen können.

Euch erwarten zahlreiche Filmsequenzen in Spielegrafik, welche mit diversen, oftmals krampfhaft vorkommenden Kameraschwenkungen etwas Abwechslung ins Spielgeschehen bringen wollen. Während den Konversationen hat man mit vier Emoticons (fröhlich, euphorisch, aufbrausend und traurig) immer wieder die Möglichkeit die Gemütslage des Charakters in der jeweiligen Situation anzugeben. Die mitreisenden Figuren und NPCs geben je nach der Auswahl eine andere Antwort und reagieren auch dementsprechend.

Die Kämpfe sind grafisch ebenfalls aufgewertet worden, selbst wenn in den Reihen der zu beschwörenden Gottheiten und Naturgewalten eher weniger Neuzugänge begrüßt werden können. Nichtsdestotrotz ist es sehr erfrischend während einem Kampf eine affektgeladene Explosion oder eine riesige Beschwörung wie die Göttin Procne zu Gesicht zu bekommen.

Wie auch die Charaktere und Landschaften, so haben selbst die magischen und verspielten Djinns ein individuelles Aussehen bekommen. Somit trefft ihr im Laufe des Abenteuers niemals auf einen bereits gefundenen Djinn – alle sehen nämlich unterschiedlich aus!

Sound

Motoi Sakuraba, der Komponist des Soundtracks von Golden Sun: Die Dunkle Dämmerung hat hörbar viele Tracks aus den beiden Vorgängern übernommen, an denen er übrigens ebenfalls mitgearbeitet hat, allerdings auch zahlreiche neue Lieder in das Spiel eingefügt.

Dass die Musik in diversen Bereich immer gleich bleibt und sich selbst bei der Änderung der Situation (Gegner greifen in einer Filmsequenz an oder etwas schreckliches passiert) nicht oder nur kaum ändert lässt etwas zu wünschen übrig, ist aber nicht wirklich störend und fällt kaum unangenehm auf. Eine Sprachausgabe der Charaktere oder eine interessante Erzählerstimme gibt es aktuell leider nach wie vor nicht.

Abschließende Worte

Es ist fraglich, wieso Nintendo den Release vom dritten Ableger der Reihe so spät angesetzt hat, sicher ist auf jeden Fall, dass Golden Sun: Die dunkle Dämmerung eine würdige Fortsetzung der Saga und ein hochkarätiger Nintendo DS-Titel geworden ist. Wer einen DS besitzt und gerne RPGs spielt, sollte – falls die Begeisterung durch die beiden erstklassigen Vorgänger nicht schon genügt – sich dieses Handheldspiel auf jeden Fall zulegen.

Punktebewertung:

Gameplay: 8.5

Grafik: 9,0

Sound: 8,0

Gesamt: 8,5

Kurzbewertung: Eine würdige Fortsetzung und ein hochkarätiger DS-Titel!

– Nach sieben Jahren endlich erschienen!

– Gute Fortsetzung der Geschichte

– Steuerung geht leicht von der Hand

– Grafisch betrachtet gut umgesetzt

– Es wird alles detailliert erklärt

– Kaum Herausforderung

– Teilweise sehr linear

– Oftmalig lange Lesepassagen

– Keine GBA/DS-Datenübertragung

– Kein Multiplayer

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

jubilation_lee sagt:

War voll der Fan vom 1. und 2. Teil :))) freu mich

Golden Sun: Die dunkle Dämmerung – Fakten