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Kill la Kill The Game – IF
Follow Publisher: Pqube
Entwickler: Aplus
Altersfreigabe: 16+
Release: 26. Juli 2019

Kill la Kill The Game – IF

Site Score
6.5
Good: Optisch anspruchsvoller Cel Shading-Look, 10 unterschiedliche Spielcharaktere
Bad: Unklare Fibre Points-Vergabe, Story nur sehr oberflächlich angerissen, Leider nur 10 Spielfiguren
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Schwerter? Check! Brüste? Check! Action? Check!

Nachdem Kill la Kill 2013 erstmals als Anime das Licht der Welt erblickte, war es eine recht große Überraschung, dass es die beinahe gleichnamige Videospiel-Umsetzung erst gute sechs Jahre später, in unsere Läden schaffte. Für zusätzliche Überraschung sorgte, dass mit APlus ein eher unbekannter Entwickler die Arbeiten an dem Prügelspiel übernommen hat, welches die Geschichte rund um die leicht bekleideten Schwerträgerinnen erzählt. Somit bleibt nun abzuwarten, ob Kill la Kill The Game – IF den Erwartungen der Fans gerecht wird!

Es war einmal in der Honnouji Academy…

Ohne viel über die ohnehin recht kurze Story zu verraten, kann man erwähnen, dass man in Kill la Kill The Game – IF, entgegen der Originalgeschichte, aus der Sicht von Satsuki Kiryuin und Ryuko Mato spielt, wobei man in erster Linie Satsukis Sicht der Dinge zu sehen bekommt, ehe man nach knapp drei Stunden zum zweiten Teil der Kampagne gelangt. Wer sich an dieser Stelle ein wenig überrumpelt fühlt und den Tiefgang der Handlung bemängelt, dem sollte gesagt sein, dass das Spiel in erster Linie den Anhängern des Anime gewidmet ist und man sich dieses vor dem Spielen auf jeden Fall zu Gemüte geführt haben sollte. Sofern dies der Fall war, erhält man zusätzliche Hintergrundinformationen zu vereinzelten Gedankengängen der Charaktere. Sofern nicht, wirkt es wie ein Film, bei dem man den Vorspul-Knopf gedrückt hat und sich somit die gesamte Story im Eilzugstempo gibt.

Die Entwickler dürften dabei eine sehr sonderbare Entscheidung getroffen haben, als es um die Einbindung der Story ging, da zu Spielbeginn alle Menüpunkte außer der Kampagne gesperrt sind. Erst mit dem Absolvieren der einzelnen Kapitel werden nach und nach neue Bereiche freigeschaltet (Training und der lokale Multiplayer sind erst nach der Bewältigung des ersten Kapitels verfügbar, der Onlinemodus erst nach dem Absolvieren des 6. Kapitels). Für Kenner der Story ein Hindernis, um schnell in den Genuss des Mehrspielermoduses zu kommen, und für Neueinsteiger ein Verdruss, da die Geschichte eine oberflächliche Erzählung des Animes ist. Wirklich umständlich ist zudem die permanente Wartezeit in dem Titel. Man wartet während den ausgesprochen langen Filmsequenzen (in denen gekämpft wird – was man doch eigentlich selbst machen sollte!?) und den viel zu häufig vorkommenden Ladezeiten.

Gameplay

Ähnlich wie die Ableger der Jump Force- oder Naruto: Ultimate Ninja Storm-Reihe ist Kill la Kill The Game – IF ein 3D Arena Fighter, in denen 1-gegen-1-Kämpfe auf flachen Terrains ausgetragen werden. Jeder der zehn spielbaren Charaktere besitzt einen komplett unterschiedlichen Kampfstil, auch wenn jede Figur die gleichen Standard-Angriffe besitzt; eine schnelle kurze Attacke, einen aufladbaren Distanz-Angriff und eine langsame dafür aber sehr effektive Technik, die viel Schaden anrichten und die Verteidigung des Gegners durchbrechen kann. Spezielle Manöver, sogenannte Todesstöße, können durch den Einsatz einer speziellen Leiste aktiviert werden – sie ziehen zwar nicht sonderlich viel Leben vom Gegner ab, aber man wird mit einer kurzen Filmsequenz belohnt. Wirklich haarig wird es bei der Aktivierung von Bloody Valor, einem Schere-Stein-Papier-Minispiel, bei dem beide Spieler mitten im Gefecht eine schnelle Eingaben machen müssen. Gewinnt man dieses Minispiel des Öfteren, erhält man einen gewissen Vorteil im Kampf und kann einen finalen Supermove initiieren, der den Namen Lost Fiber Secret Art trägt und einen imposanten Angriff darstellt. Die Einbindung dieser zwei Spielmechaniken stellt unter Beweis, dass ein 3D Arena Fighter nicht zwangsweise ein Button Smasher sein muss. Einzig und alleine die Kameraführung kann während den Handgemengen unter Umständen zur Qual werden. Da diese nicht laufend den Charakteren folgt, sondern oftmals frei in der Gegend herum schwebt, ist es nicht immer ganz so leicht den eigenen Bewegungen zu folgen. 

Neben der Kampagne und den Mehrspielerkämpfen gibt es noch zwei Challenge-Modi, bei denen man laufend gegen neue Gegner kämpft und dabei die Lebensleiste des vorherigen Kampfes übernimmt oder auf einmal gegen eine große Anzahl von Widersachern kämpfen muss. Beide Modi sind ein netter Zeitvertreib, man absolviert diese aber in erster Linie um Credit Points zu erhalten, die wiederum für neue Inhalte eingetauscht werden können.

Multiplayer

Abseits vom klassischen offline Mehrspielermodus bietet Kill la Kill The Game – IF einen Unranked und Ranked online Multiplayer an. Lediglich im Letzteren besitzt man eine vorgegebene Menge an Life Fiber Points – gewinnt man, erhält man welche dazu, verliert man, werden dem Spieler welche abgezogen. Wie die Verteilung allerdings genau erfolgt ist unklar, da man oftmals auch viele Kämpfe gewinnt und keine Punkte erhält. Zusätzlich ist es recht frustrierend, dass man keine Rematch-Möglichkeit besitzt und nach einem absolvierten Kampf sofort wieder zur Spielerauswahl geleitet wird. Zumindest wird die Gewinn-/ Verlust-Relation in Form von Bestenlisten festgehalten, damit man immer noch den Überblick behält.

Grafik

Die stärkste Seite von Kill la Kill The Game – IF ist zweifellos die optische Performance. Sowohl in den Filmsequenzen als auch in den Gameplay-Szenen sieht das Spiel einfach nur fantastisch aus. Es handelt sich dabei um einen speziellen Cel Shading-Look, der dem Anime-Look verblüffend Nahe kommt.

Zwar klingt das Portfolio von lediglich zehn spielbaren Charakteren sehr begrenzt, dafür besitzt jede einzelne Spielfigur einen unikaten Stil und macht die geringe Auswahl mit komplett unterschiedlichen Bewegungsstilen wieder wett. Zusätzlich erwartet die Spieler noch zwei weitere DLC-Charaktere, die in späterer Folge noch nachgereicht werden.

Sound

Für die eingefleischten Anime-Fans eine Selbstverständlichkeit, für Gamer ein angenehmer Bonus; Das gesamte Spiel ist sowohl mit japanischer als auch mit englischer Sprachausgabe ausgestattet, sodass man als Anhänger in den Genuss beider Synchronisationen kommen kann. Die klassischen Hauptmelodien aus dem Anime wurden 1:1 übernommen, die Kämpfe selbst sind mit neu erstellten Soundtracks versehen worden, sodass die Action mit soliden Beats untermalt wird.

Abschließende Worte

Eines muss man Kill la Kill The Game – IF lassen; Die Cel Shading-Optik sieht verdammt gut aus und vermittelt den Flair des Animes erstklassig! Der Rest fühlt sich wie ein lieblos zusammen gestückeltes Werk an, welches mangels ausreichender Überlegung an jeder Stelle aneckt. Die Story fühlt sich lieblos hingefetzt an und das obwohl diese von Anfang an im Vordergrund steht, der online Mehrspielermodus überzeugt lediglich durch die gute Übertragungsrate und das Gameplay wird vom Mangel an Abwechslung hinsichtlich der Charaktervielfalt getrübt, sowie durch die umständlich zu bedienende Kamera. Dadurch verkommt es für Fans zu einem unattraktiven Schmankerl und ist für kompetitive Spieler eher als unterdurchschnittlicher Titel zu betrachten.

– Optisch anspruchsvoller Cel Shading-Look

– 10 unterschiedliche Spielcharaktere

– Viele Menüpunkte erst später verfügbar

– Kameraführung sehr nervig

– Unklare Fibre Points-Vergabe 

– Story nur sehr oberflächlich angerissen

– Leider nur 10 Spielfiguren

– Keine Rematch-Möglichkeit im Multiplayer

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!
Kill la Kill The Game – IF  – Fakten