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Days Gone
Follow Publisher: Sony
Entwickler: Sony Bend
Altersfreigabe: 18+
Release: 26. April 2019

Days Gone

Site Score
7.0
Good: Teils interessante Fähigkeiten, Stimmiger Soundtrack, Schauspielerische Leistung
Bad: Mängel bei Schießmechanik, Holprige Einführung in die Story
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Welcome to PlayStation 4, Sony Bend!

Nach etlichen Jahren der Arbeit an der Syphon Filter-Reihe widmete sich Sony Bend mit dem Erscheinen der PlayStation Portable und anschließend der PlayStation Vita dem Entwurf von tragbaren Ablegern ihrer bekanntesten Spielemarke. Uncharted: Golden Abyss war der erste Versuch eine andere Marke für das Taschenformat umzusetzen, man merkte der Spieleschmiede allerdings an, dass ihre Ideen eher für Projekte auf der Standkonsole gedacht waren. 2015 kam endlich der Startschuss und die Arbeiten an Days Gone konnten beginnen. Zur E3 2016 folgte der erste Trailer, welcher die ersten Fans um sich schürte. Die mehrmalige Verschiebung des Spiels, um den Qualitätsmaßstäben Sonys gerecht zu werden, verunsicherte die Anhänger allerdings. Das minderte aber nicht deren Erwartungen an das Spiel, welches laut Christopher Reese, dem technischen Direktor des Titels, die Leistungen der PlayStation 4 sprengen sollte. Nun ist das quasi-Zombie-Abenteuer endlich bei uns erhältlich und wartet darauf die Fähigkeiten der Sony-Konsole unter Beweis zu stellen.

Über Monster und verrohte Motorrad-Fahrer

Wie schon viele Zombie-Apokalypse-Filme und Videospiele zuvor beginnt Days Gone mit dem Ausbruch eines unbekannten Krankheitserregers, welcher die Träger des Virus zu unkontrollierbaren Aggressoren mutieren lässt. Es kommt wie es kommen muss und die Gesellschaft verliert nach und nach die Kontrolle über die Pandemie. Wichtige Schlüsselpersonen und Teile der Bevölkerung werden dabei von der National Emergency Response Organization (kurz NERO) in Notlagern untergebracht, um langsam aber doch Herr über die Lage zu werden. Hier schlüpft der Spieler in die Rolle von Deacon, der sich gemeinsam mit seiner Frau Sarah und seinem Bruder Boozer auf der Flucht vor der anbahnenden Übermacht von Monstern – umgangssprachlich Freakers genannt –  befindet. Unglücklicherweise kann der NERO-Hubschrauber lediglich eine Person mitnehmen, sodass der Entschluss fällt, lediglich Deacons verletzte Frau zu dem nächsten Evakuierungslager zu chauffieren. Er selbst bleibt mit Boozer zurück und verspricht ihr zu einem späteren Zeitpunkt zu folgen. Recht plötzlich und ohne richtige Überleitung, findet man sich anschließend Monate nach Deacons Versprechen in einem noch zerstörteren Teil Amerikas wieder. Unglücklicherweise war das angepeilte Lager, so wie der Rest der Welt, bei der Ankunft des Protagonisten von Freakers überrannt. Hoffnungslos und am Ende seiner Kräfte, zieht er mit Boozer auf dem Motorrad durch das Land und arbeitet als Söldner für diverse Siedlungen. Im Laufe der Missionen deckt der grimmige Protagonist nach und nach die Hintergründe der Pandemie auf.

Hand aufs Herz; wer in Days Gone eine tiefgründige Story erwartet, wie man diese bereits beispielsweise in The Last of Us zu Gesicht bekommen hat, wird mit Sony Bends postapokalyptischen Abenteuer eher enttäuscht sein. Das Spiel besitzt zwar zwei coole, wortkarge und dem The Walking Dead-Duo Daryl und Merle Dixon sehr ähnelnde Protagonisten sowie ein recht überzeugendes Setting, so wirklich einfühlen kann man sich in das postapokalyptische Amerika allerdings nicht. Dabei wird einem im Laufe des Abenteuers ein richtig großer Spielplatz mit unterschiedlichen Gameplay-Elementen geboten, nur schwächelt das Spiel aufgrund seiner mangelnden Storyführung bereits von den ersten Spielminuten an.

Gameplay

Deacon zieht mit seinem treuen Gefährt, einem sporadisch zusammen gebauten Motorrad, durch die Überbleibsel des verbliebenen US-Bundesstaates Oregon. Am Tagesprogramm stehen Kämpfe gegen die Freakers und feindliche Überlebende, sowie das Plündern von NERO-Lagern und das blanke Überleben in einer Wildnis, die darauf ausgelegt ist, dem Protagonisten das Leben möglichst schwer zu machen – für Menschen wie Deacon ist dies bereits zum Alltag geworden. Geht ihm auf einer seiner Erkundungstouren der Sprit aus, sucht er eine Tankstelle oder rote Gaskanister, um sein Gefährt aufzufüllen. Wird er angegriffen, wehrt er sich mit Händen, Füßen und den Waffen die er entweder gefunden oder gekauft hat. Vom Schicksal geprägt sind sichtlich auch seine Gegner, die entweder mutiert sind oder von den Mutanten entstellt wurden. Da die Gefahren groß und vielfältig sind, übt man sich somit im lautlosen Voranschreiten, was angesichts der Tatsache, dass Deacon mit einem Motorrad unterwegs ist, bereits etwas fragwürdig ist. Zu Fuß schleicht er sich somit an seine Opfer heran und schaltet diese geräuschlos aus. Wird er entdeckt, greift der Protagonist schon mal zu den Waffen – wo sich definitiv der schwierigste Teil von Days Gone heraus kristallisiert. Denn so beeindruckend die Undercover-Einlagen auch sein mögen, das Schießen ebenso erfolgreich ins Spielgeschehen einzubauen, ist den Entwicklern von Sony Bend leider nicht gelungen. So konzentriert man auch voranschreitet und egal mit welchen Schießeisen sich der Hauptcharakter bewaffnet, von den geschossenen Kugeln geht, selbst mit einigen der Upgrades, eine Vielzahl ziemlich sicher in die Umgebung, anstatt das eigentliche Ziel zu treffen. Die Intelligenz der Gegner hält sich dabei in Grenzen, sodass man sie am effizientesten lautlos oder mit gezielten Nahkampfangriffen ausschaltet (wobei man Letzteres auch vermeiden sollte, da deren Gegenangriffe besonders zu Beginn recht viel Schaden anrichten). Das ändert sich, sobald man gegen eine ganze Gegnerhorde kämpfen muss, wie man bereits sehr eindrucksvoll in den ersten Trailern sehen konnte. Strömen die Gegner in Massen auf den Spieler zu, fallen sie bei Konfrontation mit dem Kugelhagel wie Fliegen zu Boden – ganz ihrer ursprünglichen Hartnäckigkeit zum Gegensatz.

Um in Days Gone den Schleich-Aspekt noch besser in den Vordergrund zu heben, sieht man neben der Minimap in der rechten unteren Ecke des Screens einen Indikator, welcher signalisiert, wie laut sich Deacon in der Gegend bewegt. Geht dieser geduckt, sind seine Schritte leise, läuft er herum, weckt seine Lautstärke die Aufmerksamkeit der Gegner. Versteckt er sich in einem Busch, ist sogar das Auge neben der Lautstärke-Anzeige durchgestrichen, was die erfolgreiche Tarnung des Spielers verdeutlicht. Damit der Protagonist in einer haarigen Situation dennoch nicht gleich das Weite suchen muss, greift man auf eine Vielzahl unterschiedlicher Nahkampf- und Schusswaffen zurück und kann diese sogar von besiegten Gegnern aufsammeln. Durch das Drücken von L1 verlangsamt sich das Gameplay und man erhält einen Einblick in das Waffen- und Item-Verwaltungssystem. Auf Knopfdruck können auch Molotov-Cocktails oder Erste Hilfe-Kits aus gesammelten Ressourcen zusammengestellt werden, sodass man die meiste Spielzeit damit verbringt, die Umgebung nach brauchbaren Gegenständen zu untersuchen. Gegenstände wie Tierfelle oder Freaker-Ohren können zudem in speziellen Camps verkauft werden, um in erster Linie Verbesserungen für das Motorrad zu erstehen aber auch um das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Letzteres ist nämlich essentiell, um auf besseres Equipment zurückgreifen zu können. Um in die Gunst der Bewohner zu kommen, ist es auch ratsame viele der lokalen Nebenaufgaben, wie beispielsweise dem Ausrotten von Freaker-Nesten, in Angriff zu nehmen. Drei unterschiedliche Fähigkeiten-Richtungen stehen dem Spieler dabei als Auswahl zur Seite; Nahkampf, Überleben und Umgang mit Schusswaffen. Darunter befinden sich die üblichen Verbesserungen wie Statuswert-Erhöhungen oder der Fähigkeit mehr Ressourcen aufzusammeln aber auch realistische und originelle Abilities, wie der Fähigkeit auf dem Boden zur Seite zu rollen, sofern man von einem Gegner umgeworfen wurde oder den Gegner mit einem Steinwurf zu paralysieren. Aufgrund der umständlichen Steuerung bei Schießen waren die Verbesserungen beim Umgang mit Schusswaffen während dem Test eher nebensächlich, da sich das Handling auch nach dem Improvisieren der Fähigkeit leider nur marginal verbessert hat.

Natürlich lassen sich neben Deacons Fähigkeiten auch die Einzelteile und somit Statuswerte seines Motorrads upgraden. So kann der Protagonist sein Bike in manchen Camps auf das gewünschte Terrain und einen beliebigen Fahrstil anpassen, neue Bauteile hinzufügen und es sogar optisch adaptieren. Komisch dabei ist, mit welchem Realismus Sony Bend auf die Pflege des fahrbaren Untersatz eingeht (Ölstand & Wartung mittels Ersatzteile), die Hygiene oder den Hunger der Spielfigur aber komplett außer Acht lässt. Deacon hat zwar die Möglichkeit Ressourcen erlegter Tiere in einer Küche abzugeben, Nahrungsmittel zu sich nehmen tut der Gute allerdings nie (mal abgesehen von den Heilmitteln und Medikamenten).

Grafik

Mit seinem Motorrad streift Deacon durch die unterschiedlichen Landschaften von Oregon und trifft dabei auf Waldgebiete, Steppen und Berglandschaften die durch Tunnel miteinander verbunden sind. Das Besondere dabei ist, dass man sämtliche Areale in einem Zug und ohne Unterbrechung von Ladezeiten bereisen kann. Zwar besitzt Days Gone durchaus eine lange Ladezeit bevor man überhaupt zum Hauptbildschirm gelangt und lässt den Spieler vor dem eigentlichen Spielstart ebenfalls vor einem dunklen Bildschirm zurück, dafür gibt es den Rest der Verweildauer in der postapokalyptischen Landschaft keine Ladescreens zu sehen. Belohnt wird man dafür mit einer riesigen Landschaft, mit zahlreichen Wäldern, zerstörten Siedlungen, Friedhöfen, Massengräbern und Siedlungen, welche die letzten Überlebenden beherbergen. Abhängig von der jeweiligen Tageszeit und der Wetterlage bekommt man herrlich vernebelte Gebiete geboten und kann sich gelegentlich auch über sonnige Momente freuen. Natürlich wirkt sich all das auch stark auf das Fahrverhalten des Motorrads aus, sodass sich das motorisierte Zweirad bei Regenfall schwerer bändigen lässt, als an trockenen Tagen.

In den Filmsequenzen legt das Spiel ebenso eine recht solide Performance an den Tag, was zum Teil der beeindruckenden schauspielerischen Leistungen zu verdanken ist. Etwas schade wenn man bedenkt, wie viel Potential verschenkt wurde, da man der Story-Führung nicht ausreichend Aufmerksamkeit gegeben hat. So fühlt man sich gerade zu Beginn des Spiels nach einer lieblosen Introszene, ohne nähere Erklärung der Handlung, mitten ins Geschehen gestoßen. 

Sound

Es ist eine beeindruckende Erfahrung einer Gruppe Freakers schleichend entgegen zu kommen und diese dann einzeln mit dem Messer zu meucheln. Diese wenigen fantastischen Momente werden mit sehr tiefen, lang gezogenen Tönen herrlich bedrohlich zur Schau gestellt und schaffen es somit noch intensiver zu werden. Vereinzelt findet man auch Tonaufnahmen von Überlebenden, die von der Zeit vor dem Ausbruch berichten und Locations wie beispielsweise Massengräber mit einem zusätzlichen Gänsehaut-Feeling versehen. Die Sprachausgabe ist aber der eigentliche Augen-(oder eher Ohren-)öffner in dem Spiel, denn an jeder Stelle von Days Gone beweisen sich die Bewohner des postapokalyptischen Oregons als sehr gesprächig. So verwickeln lokale Händler Deacon gerne in eine Konversion zu unlängst stattgefundenen Geschehnissen und selbst während der Motorradfahrten bleibt dieser nicht von Funksprüchen diverser Personen verschont. Sonderbar ist es lediglich, wenn man sich gerade an Freaker-Massen vorbei schleicht und die Spielfigur ins Walkie Talkie brüllt ohne von den Gegnern gehört zu werden.

Abschließende Worte

Als Fan von Spielen, die im Zombie-Apokalypse- und Horror-Survival-Setting zuhause sind, fieberte ich natürlich gespannt auf den Release von Days Gone hin und obwohl die ersten paar Spielstunden mehr als ernüchternd waren, konnte der Titel aus dem Hause Sony Bend auf lange Sicht durchaus unterhalten. Das Spiel wird zwar definitiv nicht aufgrund seiner Shooter-Elemente in Erinnerung bleiben, dafür stehen seine Stealth/ Survival-Inhalte im Vordergrund. Die soliden schauspielerischen Leistungen und der fabelhafte Soundtrack sind mitunter ein Grund, warum man gerne zahlreiche Stunden mit dem schleichenden Meucheln verbringt.

– Grandioses Schleichspiel

– Solide Grusel-Atmosphäre

– Teils interessante Fähigkeiten

– Stimmiger Soundtrack

– Schauspielerische Leistung

– Riesige Spielwelt

– Mängel bei Schießmechanik

– Holprige Einführung in die Story

– Zu Spielbeginn sehr lange Ladezeiten

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!
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