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Devil May Cry 5
Follow Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Altersfreigabe: 16+
Release: 8. März 2019

Devil May Cry 5

Site Score
7.0
Good: Sehr schöne Grafik, Kampfsystem rockt erneut die Bude!, Solider Soundtrack
Bad: „Nur“ 20 Storykapitel, Zwingende Kapitel-Wiederholung, Sehr schwache Story
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Eine herrlich verwirrende Geschichte noch komplexer fortgesetzt!

Es ist nun beinahe 20 Jahre her, dass Capcom die Devil May Cry-Serie auf der PlayStation 2 und somit die Lebens- und Leidgeschichte des Dämonenjäger Dante initiiert hat. Im ersten Jahrzehnt nach dem Release des Originals veröffentlichte der japanische Publisher gleich drei weitere Fortsetzungen, die das Universum vom Spross Spardas vervollständigten und aufgrund der sonderbaren geschichtlichen Anordnung der Ableger gewissermaßen auch durcheinander brachten. 2013 veröffentlichte das externe Studio Ninja Theory anschließend im Auftrag von Capcom DmC: Devil May Cry, welches der Welt von Dante und seinem Bruder Vergil einen kompletten Neustart gewährte. Mit einer originellen Story und durchgehend guten Bewertungen seitens der Fachpresse war dem Spiel allerdings nicht genüge getan, da zahlreichen Fans das Reboot der Reihe mit dem neuen interpretierten Protagonisten missfiel. Deswegen kündigte Capcom, nach dem Release eines überarbeiteten, vierten Ablegers der Originalreihe für aktuelle Plattformen, den fünften Ableger und somit die offizielle Fortsetzung von Dantes ursprünglicher Geschichte an: Devil May Cry 5.

Ein Familiendrama der teuflischen Art

Nach den Geschehnissen von Devil May Cry 4 fokussierte sich Dante neben dem Verschlingen von Pizza und Vertilgen von Porno-Zeitschriften wieder seiner ursprünglichen Berufung: dem Jagen von Monstern und Dämonen. Seine Langeweile wird dabei vom Besuch einer sonderbaren Person namens V unterbrochen, die ihn nach Red Grave City einlädt, um dort eine genretypische Dämonen-Invasion aufzuhalten. Diese wird vom mysteriösen Dämonenlord Urizen angeführt, der ähnlich wie Dante die meiste Zeit mit dem gelangweilten Sitzen auf einem riesigen Thron verbringt. Im Schlepptau mit Nero, dem Co-Protagonisten des Vorgängers, machen sich Dante und V auf den Weg den parasitären Dämonenturm der Stadt zu besteigen und dem übermächtigen Urizen die Stirn zu bieten.

Angesichts der Tatsache, dass die Storyline von Devil May Cry mit seiner verworrenen Ableger-Konstellation bereits ein recht sprunghaftes Konstrukt erschaffen hat (keine Sorge, es gibt eine Video-Zusammenfassung, die alles Vergangenes kurz erklärt), macht der Entwickler absolut keinen Halt davor dieses Durcheinander auch in diesem Teil der Reihe fortzusetzen. Somit springt man im Laufe des Spiels mehrmals in der Story vor und zurück und bekommt jedes Mal genau vermittelt, bei welchem Datum und welcher Uhrzeit man sich befindet – was sich im Grunde genommen mehr nervig als nützlich erweist. Sehr enttäuschend ist dabei die Tatsache, dass die aus 20 Kapiteln bestehende Story zum Großteil aus komplett belanglosen Bosskämpfen und langweiligen Story-Erklärungen besteht und man erst ab der Hälfte des Spiels halbwegs interessante Inhalte zu sehen bekommt. Man merkt Devil May Cry 5 sehr stark an, dass die Entwickler die durchschnittliche Geschichte mit weniger als einer Handvoll interessanter, neuer Charaktere erzählen möchte und den Spieler dabei durch fantasielos angeordnete Schlauchlevels zwingt, um in der Handlung voranzuschreiten.

Dabei greift man im Verlauf der Geschichte auf drei spielbare Protagonisten zurück, die allesamt unterschiedliche Techniken und Waffen beziehungsweise Unterstützer besitzen. Das eigentlich vielseitige Portfolio ist aber durchgehend von der lieblosen Präsentation dieser geprägt. Kaum hat man eine neue Fähigkeit erlangt, wird diese ohne große Vorführung komplett unspektakulär ins Gameplay eingebaut – lediglich Dante wird (so wie es eigentlich sein sollte) gelegentlich ins Rampenlicht gerückt. Man hat zwar ab und zu die Möglichkeit eine Mission aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln zu spielen, dies erweist sich aber spätestens nach dem dritten, verpflichtenden Mal Durchspielen als mehr anstrengend als innovativ. Der kontinuierlich gleich bleibende Missionsablauf (Welle für Welle gegen Gegner kämpfen, bei einem Speicherpunkt neue, sündhaft teure Fähigkeiten freischalten und anschließend noch schnell ein paar pseudo coole Sprüche klopfen, ehe man den Boss des Areals erledigt) ist an der Stelle auch nicht sonderlich motivierend. Wirkliche Rätsel oder kniffligere Aufgaben, abseits der Gefechte in höheren Schwierigkeitsgraden, gibt es nicht. Sogar Dante macht sich über das Ausmaß der Abwechslung im Spiel lustig, indem er anmerkt, dass er sein Hirn noch nie „so sehr anstrengen musste“. An der Stelle bleibt natürlich die große Frage was genau Devil May Cry 5 für Fans und im Allgemeinen so besonders macht: das Kampfsystem!

Gameplay

Mit drei Spielfiguren bieten sich auch gleichzeitig drei unterschiedliche Spielmechanismen an. Zu Beginn verkloppt man Monster und Ungeziefer mit Nero, der die Gegner mit den Fäusten und seiner Schusswaffe bearbeitet und dann wiederum mit V, welcher körperlich komplett ungeeignet für den Kampf ist, dafür aber drei Unterstützer beschwören kann, die ihn im Gefecht tatkräftig unter die Arme greifen. Erst ab dem ersten Drittel des Spiels gesellt sich auch Dante zu dem Duo und verbreitet ganz wie gewohnt gute Stimmung mit einer Abwechslung aus Schwertern, Schusswaffen und den gewohnten abgedrehten Werkzeugen – diesmal gesellen sich unter anderem Motorräder, Tanz-Cowboyhüte und Raketenwerfer dazu. Wie man bereits anhand dieser Zeilen entnehmen kann, hat der in die Jahre gekommene Dämonenjäger die meisten Tricks in der Schublade und geizt auch nicht diese während dem gesamten Abenteuer zur Schau zu stellen. Verglichen mit Dante sind die beiden anderen Charaktere „nette Ergänzungen“ die verglichen mit dem ursprünglichen Protagonisten eigentlich recht lahm aussehen.

Genretypisch prügelt man den Gegnern und gelegentlich auch Kristallen in der Umgebung rote Orbs heraus, die zum Erwerben neuer Fähigkeiten verwendet werden. Da man nun jedoch drei Spielfiguren hat, greift man aus dem gleichen Pool der angesammelten roten Orbs zurück, um spezielle Techniken für jeden Charakter freizuschalten. Es handelt sich dabei anfangs auch um Fähigkeiten, die man eigentlich bei einigen der alteingesessenen Protagonisten voraussetzt (Doppelsprung, die Möglichkeit schneller zu laufen) und dennoch für jede Figur aufs Neue erstehen muss. Als wäre das nicht schlimm genug, muss man Nero aus einem storytechnischen Grund, den ich jetzt nicht näher erwähnen möchte, das gesamte Spiel über neue Arme kaufen und das obwohl diese auch sporadisch in den Levels verstreut sind. Ohne diese ist sein Kampfsystem im wahrsten Sinne des Wortes verkrüppelt und nur sehr umständlich genießbar. Im Vergleich zu Nero kann man Dantes Fähigkeiten zu Beginn des Spiels ausschließlich in dessen Wirkung verbessern (etwas stärker, etwas leuchtendere Arme). Erst durch das Finden neuer Waffen im Laufe der Story wird das Sortiment seiner Abilities vielseitiger. Später hat man sogar die Möglichkeit Dantes Kampfstile über die Steuerkreuztasten zu ändern. Dadurch kann man beeinflussen ob eher die Effizienz der Schusswaffen, des Schwertkampfes, der Verteidigung oder der Distanzangriffe im Vordergrund steht – was sehr unterhaltsame Abwechslung ins Getümmel bringt!

Der neu eingeführte Charakter V ist körperlich nicht in der Lage selbst zu kämpfen besitzt mit seinen beschwörbaren Dämonen Griffin, Shadow und Nightmare einen Vogel, Panther und einen Golem die stellvertretend für ihn im Kampf bereit stehen. V selbst führt lediglich den finalisierenden Schlag aus, um anschließend die roten Orbs einsammeln zu können. Man merkt bereits nach kürzester Zeit, dass Vs Kampfsystem das simpelste ist, welches zudem den Zähler des Style-Counters sehr leicht in den SSS-Status bewegt. Ziel dieses Systems ist es dem Spieler abwechslungsreiche Kampfkombinationen mit so vielen Waffen auf so viele Gegner wie möglich zu entlocken. Wird man selbst von einem Angriff getroffen, sinkt der Zähler und man muss erneut von vorne beginnen. Die Höhe des Zählers (steigend von D, C, B, A, S, SS bis SSS) ist am Ende eines Kampfes ausschlaggebend für die Menge an roten Orbs, die man zusätzlich als Bonus erhält. Mit V als Spielfigur erweist sich das Kampfsystem als spielend einfach, da man mit den drei Unterstützern durchgehend mehrere Gegner gleichzeitig angreifen kann und somit automatisch eine bessere Verteilung der Attacken besitzt. Enttäuscht wird man lediglich davon, dass man nur eine Handvoll Levels mit ihm spielen kann.

Selbst wenn die Schlauchlevels sehr simpel gestrickt wurden, besitzt Devil May Cry 5 auch zahlreiche Stellen, in denen versteckte Missionen die Fähigkeiten der Dämonen-Jäger auf die Probe stellen können. In diesen gilt es gelernte Techniken möglichst effizient einzusetzen, um die Aufgaben so schnell es geht abzuschließen. Der technische Feinschliff für das Kampfsystem wird in den höheren Schwierigkeitsgraden auch wirklich notwendig sein, denn die Gegner werden den Spieler bis zum Äußersten malträtieren. Glücklicherweise gibt es einen täglichen Login-Bonus, der den Spieler mit Heilmitteln belohnt – was man gewiss des Öfteren benötigen wird.

Multiplayer

Da vereinzelte Levels sich mit anderen Charakteren wiederholen, sieht man beim Durchforsten des Levels oder während einem Kampf andere Protagonisten im Hintergrund agieren. Es handelt sich dabei um andere, reale Spieler die gleichzeitig durch das Abenteuer schreiten. Sofern man keine gültige PlayStation Plus-Mitgliedschaft besitzt sind es zwar nur die Geist-Daten des Spielers, es ist aber zweifellos unterhaltsam andere Protagonisten im Hintergrund kämpfen zu sehen. Zusätzlich wird der Gamertag des jeweiligen Gamers auf der linken Seite eingeblendet. Nettes Gimmick, man fragt sich nur (in Zeiten in denen YouTube und Streamingseiten die beste Speed Run-Aufzeichnung besitzen): Wozu?

Grafik

Die Resident Evil-Engine sieht auch bei Devil May Cry 5 wirklich hervorragend aus! Die Charaktere begeistern mit einem fantastisch hohem Grad an Realismus (die Darstellung der Haare ist abermals umwerfend) und auch die einzelnen Gebäude und Gegner sehen beeindruckend aus. Kämpft man sich durch die einzelnen Levels, beschleicht einen dennoch stetig das Gefühl, als hätten die Entwickler bei Capcom ein großes Portfolio an herrlich designten Gegnern zur Verfügung stehen gehabt, die in beeindruckend aussehende Umgebung mit mangelnder Abwechslung gesteckt wurden. Nero und Dante schaffen es dabei immer noch in aberwitzigen Filmsequenzen coole Stunts zu präsentieren, die neu eingeführten Charaktere wirken jedoch in mancherlei Hinsicht zu künstlich aufgesetzt. Die neu eingeführte Mechanikerin Nico, welche Nero im Laufe seines Abenteuers mit mechanischen Armen versorgt, ist beispielsweise nahezu durchgehend über, quer in dem Spiel verstreute Telefonzellen, erreichbar. In ihrem Store verkauft sie den drei Protagonisten neue Techniken und bezirzt den Spieler mit ihrer hibbeligen Art oder bereichert die Gespräche mit fragwürdigen Aussagen. Ihre Dienste als Verkäuferin werden im Laufe des Spieles immer rarer, da sie (natürlich auch abhängig davon welchen Spielcharakter man auswählt) durch die göttliche Statue aus den alten Ablegern ersetzt wird. Diese inkonsistente Linie zieht sich leider durchgehend durch das Spiel. Dabei bietet einem Devil May Cry 5 so viel zu sehen, man neigt nur leider durch die mangelnde Präsentation sehr stark dazu so manche Highlights zu übersehen. In der Galerie werden zwar vereinzelte Charakter- und Umgebungsartworks gesondert vom eigentlichen Abenteuer zur Schau gestellt, diese sind aber ebenso wie die zahlreichen Notizen und Zeitungsartikel nur ein netter Bonus. Ebenso wie die Möglichkeit sämtliche der Filmsequenzen in einem Stück anzusehen.

Angesichts der Tatsache, dass das Spiel sehr wenigen Menüs besitzt, wundert man sich über die zahlreichen Ladezeiten. Vor dem Starten der Geschichte sind diese zwar verkraftbar, des Öfteren findet man sich jedoch mit Ladescreens konfrontiert, die weniger als eine Sekunde dauern und während denen man nicht einmal die eingeblendeten Story-Informationen oder Tipps und Tricks begutachten kann. Ärgerlich wird es, wenn es sogar beim Auswählen von Menüpunkten wie dem Bearbeiten der Ausrüstung zu derartigen kurzen Unterbrechungen kommt.

Sound

Anstatt sich den Soundtrack von einer bekannten Rock Band entwerfen zu lassen, greift Capcom in Devil May Cry 5 wieder lieber auf die hauseigene Musik-Produktion zurück. Das Ergebnis ist eine beachtliche Tracklist mit zahlreichen fetzigen Metal-Sounds, die das Gemetzel zwischen den Dämonen und deren Jägern gekonnt untermalt. Die Synchronsprecher der jeweiligen Charaktere haben ebenfalls gute Arbeit geleistet, wodurch die Stimmen der Figuren sehr authentisch erscheinen und gut zu den einzelnen Personen passen. Interessant ist auch, dass beim Stil-Wechsel von Dantes Kampfsystem die Namen der jeweiligen Technikarten aus dem Lautsprecher des PlayStation 4-Controllers ertönen.

Abschließende Worte

Capcom hat mit Devil May Cry 5 eine Augenweide von einem Action-Krachen wieder ins Leben gerufen, bei dem es allerdings storymäßig und etwas an Inhalt mangelt. Neu hinzugekommene Charaktere begeistern nur mäßig wobei Dante beweist, dass er der einzig wahre, coole Protagonist der Serie ist. So sehr die Entwickler auch versucht haben den alten Charme mit neuen Stilmitteln zu verknüpfen, merkt man dem Spiel stark an, dass der wiederbelebten Reihe nur ein sanftes Update verpasst wurde. Aufeinander folgende Schlauchlevels, storytechnisch nur ab der Hälfte erst richtig interessant, dann aber fast schon zu Ende, begeistert der neue Ableger leider nur mäßig – dafür fetzt es optisch und vom Kampfsystem her betrachtet ordentlich!

– Sehr schöne Grafik

– Kampfsystem rockt erneut die Bude!

– Solider Soundtrack

– Schön designte Levels…

– „Nur“ 20 Storykapitel

– Zwingende Kapitel-Wiederholung

– Sehr schwache Story

– Enttäuschende, neue Charaktere

– … allerdings fade Schlauchlevels

– Abseits von Dante kaum unterhaltsam

– Unsinnige rote Orb-Aufteilung

– V größtenteils komplett unnötig

– Aufzeichnung der Geist-Daten – wozu?

– Unzählige (wenn auch nur kurze) Ladezeiten

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!
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