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Far Cry 5
Follow Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft
Altersfreigabe: 18+
Release: 27. Februar 2018

Far Cry 5

Site Score
8.0
Good: Vielseitiger Karteneditor, Live-Events für neue Items, Wälder sehen bezaubernd aus!
Bad: Unterschied zwischen CGI & Spielegrafik, Der Clutch Nixon-Song
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Unerwartet kommt der totalitäre Gottesstaat

Gestern hat man man die kleine Sekte mit den wirren Weltvorstellungen noch belächelt und heute spazieren sie bereits bewaffnet und mit großer Gefolgschaft die Straße hinunter – so schnell kann es gehen! Wie in der Realität so auch in der Welt der Videospiele. Ubisoft lädt, das Image des Wahnsinns vertretend, in die amerikanisierte Sektenwelt ein, welche von Rednecks bevölkert und ebenso radikal agiert wie die derzeit in den Medien groß dargestellten Terroristen. Was in den USA für Unmut sorgt, lässt den Rest der Welt aufschmunzeln, immerhin wurden die klassischen rassistischen Hinterwäldler den Köpfe abschneidenden AK47-Schwingern nachempfunden.

Amerikas erster Messias prognostiziert den Weltuntergang

Das Land der grenzenlosen Möglichkeiten birgt neben der Freiheitsstatue, wenig kultureller Vergangenheit und überdimensional großen Portionen von ungesundem Essen eine ganz prägnante Eigenheit; erzreligiöse Rednecks, denen die Nähe zur Bibel und den Schusswaffen das Wichtigste überhaupt ist! Neben vielerlei Verrückten kristallisiert sich in der fiktiven amerikanischen Kommune die Sekte Eden’s Gate heraus, die vom modischen Bartträger Joseph Seed geleitet wird. Der selbsternannte Messias hat seine Gefolgschaft bereits davon überzeugen können, dass seine Worte von göttlicher Herkunft sind und prognostiziert gleichermaßen den kurz bevorstehenden Untergang der Menschheit. Es versteht sich von selbst, dass sich dies die US-Regierung nicht zu lange gefallen lässt, weshalb ein US Marshall mit seiner Rookie-Begleitung entsandt wird, um diesen dingfest zu machen. Doch dieses Unterfangen erweist sich kniffliger als geplant, denn die Glaubensgemeinschaft hat das gesamte Areal von Hope County inklusive Luftwaffe und Militär unter Kontrolle gebracht. Nach einer katastrophal schief laufenden Evakuierungsmission und dem Aufsplitten der Einsatztruppe ist der Rookie auf sich alleine gestellt, der terroristischen Gruppe zu trotzen und Joseph Seed und seinen Gefolgsleuten einen Strich durch die Rechnung zu ziehen.

Für einen Shooter klassisch nahezu komplett unbewaffnet, startet man auf feindlichem Gebiet und muss sich durch das Areal von drei Handlanger von Joseph Seed kämpfen, ehe das Showdown gegen den Terror-Hipster seinen Lauf nehmen kann. Um die Aufmerksamkeit des Trios auf sich zu richten, müssen Missionen absolviert werden, für die man massenhaft Widerstandspunkte erhält. Ab einem gewissen Level greift einer der Antagonisten in die Handlung ein und entführt diesen spontan, um „nähere Bekanntschaft“ mit diesem zu machen. Drei Mal gibt es somit eine deutliche Warnung an den Spieler, dass dieser den Widerstand gegen die US-Sekte unterlassen soll, dann folgt die finale Konfrontation. Passend dazu gibt es in jedem Gebiet eine Vielzahl an Sidequests und storyrelevanten Missionen. Was im ersten Moment in der riesigen Welt sehr gelegen kommt, entpuppt sich mit der Zeit als recht durchschnittlicher Quest-Brei. Neben vereinzelten Stunt-Missionen und Jagd- sowie Fisch-Aufgaben fokussieren sich die meisten Quests auf das Töten von Rednecks und dem in die Luft jagen von deren Einrichtungen und Vehikeln. In den zahlreichen Missionen nimmt sich dabei Ubisoft kein Blatt vor den Mund und übt nicht nur Kritik an klassischen Gewalttätern, lispelnden Fleischfans sondern auch an sich selbst aus. So wird beispielsweise Far Cry der Film und das zeitgleich zu Far Cry 5 beworbene Far Cry 3: Blood Dragon gehörig in den Schmutz gezogen.

Die Story ist interessant, fühlt sich aber stellenweise ein wenig in die Länge gezogen. Oftmals absolviert man die Sidequests einzig und alleine um endlich gegen den regionalen Boss anzutreten, nur um im nächsten Areal genau nach dem gleichen Schema voranzuschreiten. Die Endbosskämpfe sind zwar stellenweise originell, heben sich aber dennoch kaum vom klassischen „Schieß soviel du kannst“ ab. Das Ende kommt somit verdient und weiß dann dieses Kapitel der Far Cry-Reihe mit einer etwas melancholischen Ader zu beenden.

Gameplay

Dreh- und Wendepunkt von Far Cry 5 ist es abermals einen verrückten selbstverliebten Hippie vom Thron zu stoßen und dabei, mit nicht mehr als ein paar einfachen Waffen, eine durchschlagskräftige Truppe von Widerstandskämpfern zusammen zu trommeln. Die größte Änderung im Vergleich zu den Vorgängern ist die Art und Weise, mit der man neue Missionen erhält und in unerforschte Gebiete voranschreitet. Dies erfolgt nicht durch das Erklimmen von Türmen und Erhaschen der unmittelbaren Umgebung, sondern durch das Interagieren mit der Umwelt. Wenn man somit eine Geisel befreit, versorgt diese den Spieler womöglich mit Informationen. Es ist aber auch möglich, dass im befreiten Gebiet Notizen zu einem Geheimlager der Gegner oder Magazine über neue Jagdgebiete zu finden sind. Größere Missionen erhält man aber nach wie vor durch das Sprechen mit speziellen Schlüsselpersonen.

Zu Beginn des Abenteuers werden bereits wichtigen Charaktere auf der riesigen Karte eingezeichnet. Bei neun von diesen handelt es sich um spezielle Support-Charaktere, die den Spieler nach der absolvierten Mission tatkräftig unterstützen und bei Bedarf angefordert werden können. Je mehr diese mit dem Spieler zusammen auf Tour gehen, umso besser werden deren Fähigkeiten. Man hat auch die Möglichkeit befreite Zivilisten zu rekrutieren und diese vorübergehend als Söldner anzuheuern.

Durch das kontinuierliche Absolvieren von Aufgaben schaltet man nicht nur Widerstandspunkte, sondern auch Vorteilspunkte frei, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt wurden. So erhält man beispielsweise für das Erlegen von einer gewissen Anzahl eines bestimmten Tieres zwei bis drei Vorteilspunkte, die wiederum gegen neue Fähigkeiten und Erweiterungen freigeschaltet werden können. Der Vorteil, den man durch dieses Erwerben erhält, ist aber nicht so gravierend, als das man sich anschließend wesentlich besser fühlen würde. Vergrößerung des Pfeilköchers oder bessere Konditionen beim Schwarzhändler sind einige der eintönigen Verbesserungen, wogegen die Möglichkeit Autobomben zu legen und die Verwendung des Paragleiters oder dem Abspringen von höheren Positionen mit einem Fallschirm zu den cooleren Sachen gehören.

Das Aufsammeln von Gegenständen in Far Cry 5 ist zwar kein so zentrales Gameplay-Element wie in Far Cry Primal, es ermöglicht dennoch spezielle Tinkturen zu erstellen, mit deren Hilfe man kurzfristig mehr Schaden zufügt, sich schneller bewegt oder sämtliche Lebewesen automatisch markiert werden. Optional können auch Granaten, Dynamit oder Fernzünderbomben zusammengestellt werden, die sich im Angesicht der immer stärkeren Gegner zu einem nützlichen Utensil entwickeln. Damit auch Sammler und komplettierungswütige Gegner auf ihre Kosten kommen, gibt es Collectibles wie Whiskey-Fässer und Baseball-Karten sowie Feuerzeuge und Wackelkopf-Figuren zum Suchen und Sammeln.

Auch die Fluggeräte haben in Far Cry 5 einen intensiven Fokus erhalten, wodurch Gefechte mit Flugzeugen und Hubschraubern in der riesigen offenen Spielwelt somit zu einer interessanten Option beim Überrumpeln von Gegnern werden. Oftmals genügt es auch mit einem Geschütz auf dem Helikopter auf einer Landstraße entlang zu fliegen, um den Gegner aus der Luft mit einer Portion Kugelhagel die Hölle heiß zu machen. Andererseits ist es auch gut möglich, dass man von Gegnern aus der Luft plötzlich überrascht wird. Das ist dann ganz besonders nervig, wenn dies beim leisen Erobern einer feindlichen Basis geschieht und ein gegnerischer Jet eigentlich nur sporadisch über die Landschaft fliegt und auf Anhieb den Spieler entdeckt.

Multiplayer

In so einer Situation ist es von Vorteil, wenn man unterstützende Helfer an der Seite hat. Die neun Support-Charaktere sind zwar sehr nützlich, sein wahres Potenzial entfaltet Far Cry 5 erst wenn man zusammen mit Freunden durch die US-Landschaft tollt. Dann werden knifflige Manöver plötzlich zum Kinderspiel oder zu einem unterhaltsamen Durcheinander. Dabei ist es sehr nützlich, dass sich die dabei erspielten Vorteilspunkte sowohl im Coop- als auch im Einzelspieler-Modus einsetzen lassen.

Wer abseits der Action, der durch die Sidequests und die Hauptstory geboten wird, noch immer nach verrückten Far Cry-Wahnsinn dürstet, sollte sich die zahllosen Spielautomaten und Arcade-Plakate zu Gemüte führen. Über dieses kommt man nämlich zum kompetitiven Mehrspielermodus Far Cry Arcade, in welchen man nicht nur zahlreiche von Usern erstellte Levels spielen, sondern selbst seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Laufende Events sorgen dafür, dass man auch im Alleingang gemeinschaftliche Ziele erreichen und somit spezielle Waffen und Ausrüstungsgegenstände freischalten kann.

Grafik

Durch die beeindruckende Vielfalt der Flora und Fauna fühlt man sich von Beginn an dazu aufgefordert Far Cry 5 mehr denn je zu Fuß zu erkunden, anstatt sich in ein Vehikel zu setzen. Die Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen und den dazu passenden Farben ist atemberaubend und das grandiose Feeling durch das Geäst zu streifen ist für naturbezogene Abenteurer beispiellos. Hinweisschilder, die den Spieler auf ein Jagdgebiet einer bestimmten Tierart oder auf die Möglichkeit des Basejumpens hinweisen, gestalten Hope County zu einem riesigen Spielplatz an den man sich so richtig austoben kann. In diese Spielewiese gesellen sich klassische Landei-Holzhütten, sporadisch aufgebaute Ausblickstürme, Zeltplätze und vereinzelte Kleinstädte, wie man sie nur in Amerika auf dem Land zu Gesicht bekommen würde. Das Charakterdesign ist dieses Mal eher schlicht ausgefallen, dennoch kann man sich über das Hipster-/Hippie-ähnliche Design der Hauptbösewichte und das verwarloste, zottelige Aussehen deren Anhängern ergötzen – bei den Angreifern macht es umso mehr Spaß, sich mittels ballistischen Hilfsmitteln zur Wehr zu setzen. Einziges kleines aber dennoch unübersehbares Manko sind die auffälligen Übergänge zwischen Spielegrafik und Filmsequenzen. Die plötzliche Verdunkelung während eine Cutscene nimmt jeder Situation doch ein wenig den Spannungsmoment und verdeutlicht, dass ein Unterschied zwischen den gerenderten Szenen und den Spielinhalten besteht.

Eine herrlich verrückte und kunterbunte Ergänzung stellt Far Cry Arcade dar. Hier sind die Menüs in einem grandiosen Pixeldesign gehalten worden und bringen den Wahnsinn der Reihe in einem minimalistischen aber in keinster Weise weniger charmanten Art an den Spieler. Der Editor bietet Gamern einen riesigen Spielkasten in dem sich sämtliche Gebäude, Gegner, Tiere und Gegenstände des eigentlichen Spiels befinden, sodass man sich getrost austoben und eigene Levels mit individuellen Missionen erstellen kann.

Sound

Ein Knopf auf das Touchpad genügt und man landet im Pausenmenü wo wahlweise drei unterschiedliche Soundtracks zu hören sind, die ordentliches Ohrwurm-Potential besitzen – im positiven Sinne! Ruhig aber dennoch stimmig und eine gelungene Abwechslung zu dem sonst klassisch Country-mäßig ablaufenden Tracks. So abwechslungsreich die Soundtracks im Allgemeinen auch ausgefallen sind, umso penetranter ist auch das Lied, welches bei jeder Clutch Nixon-Mission zu hören ist. Dies fällt besonders dann auf, wenn man sich die Stunt-Missionen bis zum Schluss aufhebt und diese dann anschließend alle auf einmal zu absolvieren probiert. An und für sich ein grandioses Lied, welches auf die Dauer allerdings unerträglich wird.

Zahlreiche Anrufbeantworter-Aufnahmen, die Geschehnisse vor oder während der Übernahme durch die Sekte Eden‘s Gate auf das Tonband gesprochen wurden, erzählen ein bisschen mehr von dem fiktiven, amerikanischen Landleben. Die Synchronstimmen passen gut zu den einzelnen Spielfiguren (der nuschelnde Fleisch-Fetischist hat für eine ordentliche Überraschung gesorgt!) wobei vereinzelte Support-Charaktere ihre Sprüche eindeutig zu oft wiederholen. Dafür überraschen sie zu Beginn mit interessanten Kommentaren und unterhalten sich zur größten Überraschung auch gelegentlich miteinander.

Abschließende Worte

Im Vergleich zu Far Cry 4 besitzt Far Cry 5 eine wesentlich abgedrehtere und interessantere Story mit ein paar sehr guten Gameplay-Neuerungen und Multiplayer-Verbesserungen. Der Zusatz der Far Cry Arcade sorgt für zusätzliche Multiplayer-Stimmung, sofern man originell kreierte Karten zu sehen bekommt und man kann sich in Karteneditor ebenfalls austoben, wenn man einen Hang zur Kreativität besitzt. Technisch sichtlich ausgereifter als der Vorgänger, beschert der neueste Ubisoft-Ableger dem Spieler eine Vielzahl beeindruckender Stunden auf dem fiktiven, amerikanischen Land, dementsprechend beeindruckend vielseitig gestaltet sind auch die Wälder. Mit einer Fülle interessanter Inhalte lockt der Entwickler die Gamer in die Welt des Wahnsinns – mal sehen, was die herunterladbaren Inhalte in Zukunft bringen werden, um den Unterhaltungsfaktor auch auf lange Sicht noch aufrecht zu erhalten.

– Teils recht lustige Missionen, aber…

– Originelle Bosskämpfe

– Klug agierende Support-Charaktere

– Intuitiver Weg Quests zu erhalten

– Pixelstil der Far Cry Arcade

– Vielseitiger Karteneditor

– Live-Events für neue Items

– Wälder sehen bezaubernd aus!

– Grandioser Soundtrack!

– … recht durchschnittlicher Quest-Brei

– Fliegende Gegner entdecken viel zu leicht

– Multiplayer-Karten oftmals Editor-Brainfuck

– Oftmals wechselnde Mehrspielerkarten

– Unterschied zwischen CGI & Spielegrafik

– Der Clutch Nixon-Song

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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