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Moss
Follow Entwickler: Polyarc
Publisher: Sony
Altersfreigabe: 6+
Release: 27. Februar 2018

Moss

Site Score
9.0
Good: Liebevoll erzählte Geschichte, Kreatives Design der Dioramas, Einfache Steuerung
Bad: Spielzeit von ca. 5 Stunden, Verwendung von Kistallen & Staub nicht erklärt
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Manchmal sind die kleinen Abenteuer ganz groß!

Nach der Arbeit an zahlreichen riesigen Blockbuster-Titeln dürfte es den Entwicklern von Polyarc bei ihren ehemaligen Arbeitgebern wohl zu viel gewesen zu sein; ein gigantisch kleines Abenteuer musste her! Mit Moss kommt das US amerikanische Studio diesem Wunsch einen Schritt näher, denn das große Abenteuer der kleinen Maus Quill konnte in den ersten Präsentationen bereits die Herzen der PlayStation-Community erobern. Nun üben sich die kleine Heldin und die Spieleschmiede darin, den Rest der Welt und vor allem die Anhänger der virtuellen Realität von sich zu überzeugen.

Wie eine kleine Maus zur großen Heldin wurde

Im Tierreich erzählt man sich Sagen von riesigen Schlachten, die zwischen Mäusen und ihren größten Feinden ausgetragen wurden. Die Legenden heben dabei einen tapferen Elfenkrieger hervor, der das Mausvolk mit Hilfe eines magischen Glasstückes unterstütze, um die Bedrohung durch die Geheimnisvollen zurück zu schlagen. Doch dieser wurde schwer verwundet und verendete im Wald, wo auf seinem Körper ein Baum mit roten Blättern wuchs. Das seltene Relikt ging dabei verloren und sollte erst dann wieder zum Vorschein kommen, wenn dunklen Zeiten der Verzweiflung anbrechen würden. Jahrzehnte später stolpert Quill, eine junge kleine Maus, vor den Krallen einer Eule Schutz suchend über die Wurzeln eines Baumes und findet das sagenumwobene magische Glasstück. Unwissend welche Gefahren ihr damit bevorstehen, eilt sie zu ihrem Onkel nach Hause, der das Unheil seitens der Geheimnisvollen bereits herannahen sieht.

Moss ist eine herrliche Geschichte über eine kleine Maus, die sich trotz aller Befürchtungen ihres Onkels in ein waghalsiges Abenteuer stürzt und ungewollt zu einer großen Heldin wird. Man startet das Abenteuer in einer Kathedrale und liest eigentlich ein Buch über die Erzählungen von Quills Erlebnissen und taucht während dem Seitenblättern in das Buch hinein, um als Leser aktiv an der Geschichte teilzunehmen. Einzig und alleine die Tatsache, dass der kurze Einblick in die Geschichte bereits nach wenigen Stunden vorbei ist, trübt das Erlebnis ein wenig. Der Lichtblick, dass am Ende auf eine Fortsetzung angedeutet wird, lässt die Hoffnung aufleben, dass noch mehr qualitativ hochwertige Erzählungen dieser Art folgen werden.

Gameplay

Als Kind streifte ich oftmals mit meinen Eltern durch die Wälder und malte mir zwischen den Bäumen und Ästen in meiner Fantasie unzählige Abenteuer aus. Große Schlachten die mit Stöcken ausgetragen wurden, waren da keine Seltenheit und aus jedem selbst gebauten Baumhaus wurde ein abenteuerliches Schloss. Moss versetzt den Spieler wortwörtlich in einen virtuellen Wald und lässt diesen Zeuge von einem Abenteuer der Tierwelt werden, wo Tiere wie Menschen agieren und ebenfalls Kämpfe austragen. Man kann es sich dabei wie eine Aufstellung von Playmobil-Kulissen im Wald vorstellen, neben der man sitzt und Quill mit Hilfe des PlayStation-Controllers über das magische Glasstück steuert. Die kleine Maus sieht den Spieler (man sieht sogar die eigene Spiegelung in der Wasseroberfläche) und man kann mit Hilfe des PlayStation 4-Controllers direkt in das Spielgeschehen hineingreifen, um Quill zu heilen, Gegner zu stören oder Hebel zu betätigen und so der kleinen Maus bei diversen Rätseln zu helfen.

Die Steuerung der Spielfigur begrenzt sich dabei auf zwei Tasten; mit dem X-Knopf kann Quill springen und durch Druck auf die Viereck-Taste schwingt diese ihr Schwert oder legt Schalter um. Der Spieler kann unter Umständen nahe liegende Fässer und Krüge durch das Hinhalten des PlayStation 4-Controllers und Drücken der Schultertasten mit einer Ziehbewegung zerstören. Es ist dabei interessant wie gut die Entwickler die Position des Spielers in die Geschichte eingebunden haben. Moss  lädt auch zum wiederholten Durchspielen ein, wenn es sich auch lediglich auf das Einsammeln von quer über das Spiel verstreute Pergamentrollen handelt, welche ein Mosaikbild vervollständigen. Durch das Zerstören von Kisten und Krügen setzt man auch Zauberstaub frei, welches im Pausemenü aufgelistet aber es nicht näher erläutert wird, wozu man es verwenden kann.

Das PlayStation VR-Spiel Moss eignet sich dabei ideal für Kinder und für jung gebliebene Erwachsene, die schon immer einmal ein interaktives Abenteuer bei Playmobil-ähnlichen Kulissen erleben wollten.

Grafik

Als ständiger Beobachter von Quills Aktionen ist man sozusagen ihr geheimer Begleiter, der im Hintergrund die Fäden zieht und gelegentlich in die Geschehnisse eingreift, um der kleinen Maus zu helfen. Die einzelnen Dioramen sind dabei darauf ausgelegt sowohl für Quill als auch für den Spieler einen Bewegungsraum zu bieten. Mal bewegt man die Maus in den liebevoll designten Locations, mal bewegt man selbst ein ganzes Gebäudestück. Dabei werden die Rätsel, so simpel sie auch sein mögen, nie zu langweilig oder abgedroschen – die Kürze des Spiels erlaubt es die Vielfalt groß zu halten.

Gelegentlich wechselt das Spiel von den 3D Dioramas in eine Kathedrale, in der man vor dem namensgebenden Buch sitzt und der Geschichte Quills lauscht. Die liebevoll gezeichneten Seiten bieten eine Abwechslung zu den gestochen scharfen 3D-Grafiken, welche man von der PlayStation VR in der Form gar nicht gewohnt ist. Man ertappt sich dabei wie man sich zu Quill nach vorne beugt und sie von der Nähe mustert. Und ist dann überrascht, dass sie genau das Gleiche macht oder gelegentlich ihre Tatze aufhält und zu einem High Five einlädt. Die Interaktionen zwischen der kleinen Maus und dem Spieler sind unter anderem auch der Grund warum man sich so schnell in dem Spiel zurecht findet. Kommt man bei einem Rätsel nicht sofort auf die Lösung, deutet Quill mit Handbewegungen einen ungefähren Ablauf vor, um dem Spieler zu helfen.

Sound

Moss verzaubert mit einer Vielzahl unterschiedlicher klassischer Musikinstrumente, die sowohl die actionlastigen alsauch ruhigen Momente des Spiels gekonnt betonen. Befindet man sich nicht in der Diorama-Umgebung blättert man in der leeren Kathedrale im Stillen die Seiten, bis die farbenfrohe 3D-Welt des nächsten Kapitels fortgesetzt wird. Die Charaktere besitzen allesamt niedliche Synchronstimmen und werden von der Erzählerin abgelöst, wenn diese gerade beschäftigt sind.

Abschließende Worte

Man kann getrost behaupten, dass Moss die bislang pfiffigste VR-Einbindung in ein Videospiel ist. Mit einfachen Mitteln und hingebungsvoller Kreativität hat man mit dem PlayStation VR-Titel ein beeindruckendes Spiel erschaffen, dessen brillantes Erscheinungsbild lediglich durch die Kürze von rund 5 Stunden Spielzeit (sofern man die Rätsel schnell lösen kann) getrübt wird. Da man wortwörtlich in die Playmobil-ähnlichen Dioramas versetzt wird und dort die Spielfiguren steuert, ist es eigentlich die Erfüllung eines Traumes für Jung und Alt, sofern man in der Kindheit gerne mit Modellen gespielt hat.

– Liebevoll erzählte Geschichte

– Kreatives Design der Dioramas

– Einfache Steuerung

– Deutet auf eine Fortsetzung hin

– Innovativer Einsatz des Controllers

– Spielzeit von ca. 5 Stunden

– Verwendung von Kistallen & Staub nicht erklärt

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

Eure Meinung dazu?

Moss – Fakten