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Metal Gear Survive
Follow Publisher: Konami
Entwickler: Konami
Altersfreigabe: 16+
Release: 22. Februar 2018

Metal Gear Survive

Site Score
6.5
Good: Erkundungs- und Bastelabenteuer, Gameplay auf die Dauer interessant
Bad: Story ist nur ein Mittel zum Zweck, Sehr viel Recycling aus Metal Gear 5, Eintöniger Soundtrack
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Erneut Phantomschmerzen in der Metal Gear Solid-Reihe?

Ein bisschen mehr als zwei Jahre ist es her, seitdem Konami im Rahmen eines sehr unangenehmen Verfahrens den bekannten Videospielentwickler Hideo Kojima gekündigt und Metal Gear Solid V: Phantom Pain als letzten offiziellen Ableger der Reihe veröffentlicht hat. Jedem Gamer war ab diesem Zeitpunkt klar, dass das zukünftige Bestehen der Reihe somit ungewiss sein würde. Monate nach dem Release des Spiels gab der japanische Spielepublisher in Form eines kurzen Trailers bekannt, dass dieser sehr wohl wusste, in welche Richtung es in Zukunft mit der bekannten und beliebten Marke weiter gehen wird; Metal Gear Survive heißt das kooperative Überlebensspiel und führt die Geschichte, wie zahlreiche Spin Offs zuvor, in einem gänzlich neuem Setting fort.

Auch Opfer eines Krieges; zurückgelassene Soldaten

Währenddem Metal Gear Solid V: Ground Zero mit Snake und seinem grandiosen Abgang von der angeschlagenen Motherbase abgeschlossen wurde, fokussiert sich Metal Gear Survive auf die verbliebenen Soldaten des Militärstützpunkts, die nicht das Glück hatten, mit einem Helikopter auf das sichere Land eskortiert zu werden. Um genauer zu sein, wird ein bestimmter Soldat hervorgehoben, der während Snakes Evakuierungseinsatzes Zeuge eines seltenen Phänomens wurde; ein individuell vom Spieler erstellter Charakter. Just als der berühmte Kriegsveteran das Weite suchte, öffneten sich nämlich auf unerklärbare Weise Portale zu einer anderen Dimension und verschlingten große Teile der angeschlagenen Motherbase inklusive seiner Besatzung. Der Protagonist überlebt den Vorfall, musste jedoch seinen Arm dafür opfern, als sich das Portal schloß, ehe er durch dieses gesaugt werden konnte. Der Verlust über den Arm trübt die Stimmung des Soldaten jedoch keineswegs, da er den Vorfall nicht überlebt. Die Tatsache, dass er Wochen später wieder zum Leben erwacht und gegen seinen Willen in die zufällig entdeckte Dimension geschickt wird, dürfte wohl eher Grund zur Sorge sein, ebenso wie die Tatsache, dass sein Arm nachgewachsen ist und er durch den indirekten Kontakt mit dem Dimensionsportal mit einer unbekannten Krankheit infiziert wurde. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist dieser höllenähnliche Ort von grauenhaften Kreaturen bewohnt, die nach dem Leben des Protagonisten trachten. Geschwächt, dem Durst- und Hungertod nahe, ist das Öffnen eines weiteren Portals zur Erde die einzige Möglichkeit der Dimension zu entkommen. Leider bedarf es dazu ein Verständnis für die zerstörte Umgebung und seine Bewohner und einem übermäßigen Vorrat von Energiekristallen.

Auch wenn der Übergang von einer realistischen Kalte Kriegs-Simulation zu einem Survival Adventure mit dezenten Minecraft-Aspekten sehr unsanft erscheint, schafft es Konami sämtliche geschichtliche Unklarheiten zwischen Metal Gear Solid V: Phantom Pain und Metal Gear Survive problemlos aufzuklären. In Form von teils klassischen Filmsequenzen sowie Codec-Verläufen werden Details zu dem Überlebensabenteuer in der anderen Dimension genauer erklärt, sodass man gar nicht danach fragt, wie es zu diesem plötzlichen Umschwung gekommen ist. Zugegeben ist es schon etwas sonderbar wie sich vereinzelte Überlebende und die beiden KIs namens Virgil AT-9 in der Paralleldimension verhalten, das Sammeln von Nahrungsmitteln und Wasser in den ersten Spielstunden und der Kampf gegen die Kreaturen namens Wanderer lenkt aber sehr schön von den Startschwierigkeiten des Downloadspiels ab. Ehe man sich versieht hat man bereits eine Atemschutzmaske gefunden und erkundet die, von einem dichten Nebel umgebenen, unzugänglichen Gebiete von Dike, wie die Parallelwelt von den Wissenschaftlern genannt wird.

Gameplay

Das Aufsammeln von Kuban Energie ist eigentlich Dreh- und Wendepunkt von Metal Gear Survive, immerhin möchte man ein zur Erde gerichtetes Wurmportal öffnen, um sich und etwaige Überlebende nach Hause befördern zu können.

Zu Beginn der kargen Odyssee ist man darauf erpicht möglichst viel von der Umgebung in Erfahrung zu bringen und sucht die Umgebung nach Ressourcen und Datenbanken ab, um anschließend neue Gebiete zu erreichen. Der Mangel an Nahrungsmittel und Wasser ist es, was Metal Gear Survive zu seinen Vorgängern unterscheidet, denn im Gegensatz zu den Spionage-Simulationen kämpft man Großteils nicht gegen die Zombie-ähnlichen Wanderer und andere Monster sondern um das Überleben in der nahezu unbelebten Wüstenlandschaft. Die Rohstoffe sind rar gesät, weswegen man die wenigen Sammelstellen auf der Karte mit Stempel markiert und bei jedem Spielstart besucht, um immer ein Grundsortiment ausgewählter Produkte zu haben. In späterer Folge ist man dazu gezwungen dichte Staubwolken zu durchqueren, welche nicht nur die Sicht behindern und die Funktion der Karte obsolet machen, sondern zudem die Ausdauer der Spielfigur um ein Vielfaches mehr als sonst beansprucht. Somit ist man durchgehend mit dem Jonglieren von monotonen Sammelprozessen und gleichzeitigen Abwehren von grauenhaften Kreaturen beschäftigt, ehe man das bisschen noch vorhandener Energie zum Erkunden neuer Gebiete und dem Vorantreiben der eher lieblosen Geschichte verwendet. In späterer Folge gibt es zwar die Möglichkeit über Wurmlöcher größere Distanzen zu überbrücken (was die Frage aufwirft, wieso man nicht gleich ein Portal auf die Erde öffnet, welches für eine Person reicht), wirklich erleichtert wird das Spiel dadurch nicht, denn die Sauerstoff-Limitierung zwingt den Spieler ohnehin wortwörtlich in die Knie.

Das Aufsammeln von Kuban Energie ist eigentlich Dreh- und Wendepunkt von Metal Gear Survive, immerhin möchte man ein zur Erde gerichtetes Wurmportal öffnen, um sich und etwaige Überlebende nach Hause befördern zu können. Dieses wird durch das Besiegen von Gegnern, Zerstören von gelegentlich zu findenden Kuban-Kristallen und Absolvieren von speziellen Missionen generiert. Parallel dazu kostet nahezu alles in der düsteren Welt von Dike Kuban Energie. Egal ob dies nun das Kochen am Lagerfeuer, Erstellen von Waffen und Gebäuden oder Aufwerten der Spielfigur ist. Letzteres erweist sich als lebensnotwendig, da der eigentlich geübt wirkende Soldat so gut wie gar keine Kampferfahrung besitzt. An das Kampfsystem gewöhnt man sich nur langsam und das obwohl man ein großes Sortiment an unterschiedlichen Waffen besitzt – sofern man dazu die notwendigen Bauanleitungen in der Wüstenwelt gefunden hat. Unglücklicherweise gibt es keinen Hinweis oder eine Karte, wo gewisse Bauanleitungen zu finden sind. Mit der Zeit wächst die eigene Basis und man schafft es sich eigene Felder anzubauen und Gehege für die Viehzucht zu erstellen, um einen kontinuierlichen Fluss an Ressourcen zu ermöglichen. Durch das ständige Retten von Zivilisten bietet sich auch die Möglichkeit diese zu nützlichen Arbeiten einzusetzen oder sie auf Missionen zu schicken.

Zeit ist ein essentieller Bestandteil in Metal Gear Survive. Aufgesammelte Nahrungsmittel vergammeln im Inventar, wenn sie nicht rechtzeitig gegessen werden, Statuswerte des Charakters (Hunger, Durst und Müdigkeit) ändern sich auch in der Abwesenheit des Spielers und auch die in späterer Folge selbst angebauten Rohstoffe benötigen mehrere Stunden, um geerntet werden zu können. An dieser Stelle tritt Konamis Microtransaktionsplan ins Spiel. Durch das regelmäßige Anmelden erhält man pro Tag 30 SV-Coins gutgeschrieben, welche gegen beschleunigende Coupons eingetauscht werden können. Diese bewirken, dass die soeben beschriebenen Prozesse schneller erfolgen beziehungsweise Rohstoffe in höherem Ausmaß abgebaut werden. Abseits vom täglichen Anmeldeprozess können diese SV-Coins nur gegen echtes Geld erstanden werden – wer also echtes Geld in die Hand nimmt, erreicht sein Ziel wesentlich schneller. Richtig sonderbar ist zudem auch, dass das Erstellen eines zweiten Charakterplatzes oder weitere Gruppenplätze zum Entsenden neuer Einheiten rund 10€ kostet.

Trotz aller Limitierungen und Storyschwächen ist Metal Gear Survive ein unterhaltsames Abenteuer. Denn egal wie anstrengend und monoton es ist Ressourcen zu suchen und Rohstoffe ins Lager zu bringen, man hat immer wieder ein positives Gefühl, wenn man nach dem Absolvieren einer Mission mit einer Handvoll Bauanleitungen ins Lager zurück kommt oder ein Wurmloch vor dem Gegneransturm beschützen konnte.

Multiplayer

Mit bis zu drei Mitstreitern lässt sich Metal Gear Survive auch zu mehrt bestreiten, denn vorteilhafterweise teilt sich die Kampagne und der Multiplayer den gleichen Speicherstand. Sofern man Bezieher eines PlayStation Plus-Abonnements ist, sollte man auch von diesem Verwendung machen, immerhin ist das Ausmaß an vergebenen Ressourcen wesentlich umfangreicher als beim Singleplayer. Leider unterstreicht der Mehrspielermodus wie unausgeglichen das Spiel im Alleingang ist.

Grafik

Es ist kaum zu übersehen, dass Metal Gear Survive intensive Verwendung von der Fox Engine Verwendung macht und im Besonderen Assets und ganze Landschaftsstrukturen sowie Gebäude aus Metal Gear Solid V: Phantom Pain wiederverwertet – in etwas heruntergekommener Ausführung und mit einem trüben Staubfilter, aber immerhin! Natürlich sind es dabei nicht 1:1 die gleichen Karten die in dem Downloadspiel zur Verwendung kommen, sodass man auch als eingefleischter Fan des Vorgängers immer noch etwas Zeit benötigt, um die einzelnen Areale und Straßenverläufe zu verinnerlichen.

Die wenigen Filmsequenzen stellen den vom Spieler erstellten Charakter originalgetreu aus dem Editor in Szene, dessen Aussehen ist dabei jederzeit im Skillmenü veränderbar, immerhin verwendet man den gleichen Editor wie er schon im Mehrspielermodus von Metal Gear Solid V: Phantom Pain zum Einsatz kam. Auch die klassischen Codec-Konversationen mit den beiden Computer-KIs aus Dike sowie Überlebenden feiern in Metal Gear Survive ihr Come Back, selbst wenn die Konversationen bei weitem nicht den klassischen Charme der Reihe besitzen. Die beiden Computer-KIs üben sich zwar im Umgang mit oberflächlichen Sarkasmus, dieser ist aber bei weitem nicht so greifend, als das er mit Gesprächen von Snake und seinen Mitstreitern mithalten könnte.

Man muss Metal Gear Survive eine Chance geben und sofern man sich nach ungefähr fünf Stunden Spielzeit ein wenig mit dem Gameplay und dem Kampfsystem vertraut gemacht hat, fängt es sogar an interessant zu werden.

Ein großes Problem von Metal Gear Survive sind die textüberladenen Stellen – besonders die Tutorials. Zu Beginn des Abenteuers kommt es in erster Linie vermehrt vor, dass man die neuen Spielsysteme in Schrift und gleichzeitig in verbaler Form vermittelt bekommt und sich weder auf das Eine noch auf das Andere konzentrieren kann (Vor allem, da man die Untertitel zu dem Gesprochenen ebenfalls noch eingeblendet bekommt). Mehrseitige Kurztexte mit einigen Bildbeschreibungen vermitteln die Grundkenntnisse des Craftens, des Kampfsystems und etlichen anderen Spielmitteln, gehen dabei grob und nur sehr oberflächlich auf einzelne Punkte ein und laden somit zu learning-by-doing ein. Für geübte Gamer, die sich bereits mit Spielen wie Minecraft oder ähnlichen Sammel-/Erkunden-/Bauen-Simulationen auseinandergesetzt haben, ein Kinderspiel. Für Neueinsteiger und Anfänger oder Gamer die sich durch den bekannten Namen zu einem Kauf verleitet haben lassen und eigentlich einen typischen Ableger der Metal Gear-Reihe erwartet haben, eher weniger.

Sound

Die Titelmelodie lässt anklingen; hier wartet etwas Großartiges auf den Spieler! Nicht ohne Grund erhält man das Gefühl, als würde sich Arnold Schwarzenegger in Form von Terminator aus einem der Wanderer herausbersten – die Musik im Hauptmenü lässt zumindest Ähnlichkeiten mit dem zweiten Film anklingen. So sehr hier auch das Feuer der Hoffnung geschürt wird, das Spiel selbst ist alles andere als großartig. Abseits der semi-episch klingenden Melodie gibt es in Metal Gear Survive eher weniger Soundtracks zu hören, die erwähnenswert wären. Größtenteils erforscht man die sandigen Dünen von Dike mit dem Ton eines Sandsturmrauschens im Hintergrund – lediglich das  Stöhnen und Fauchen der Gegner gepaart mit dem Signalton des Entdecktwerdens reißen den Spieler aus der Monotonie der Dschungel- & Wüstenlevels.

Nach dem Bau einer Funkstation können mittels gefundener Hörspielkassetten Soundtracks zu Ablegern früherer Titeln der Metal Gear-, Castlevania– oder sogar Boktai-Reihe angespielt werden. Die Töne sind dann zwar nur in nächster Nähe zu hören, eine nette Abwechslung bieten sie aber zumindest vorübergehend. Parallel dazu gibt es auch zahlreiche Tonaufnahmen zu Forschern, Soldaten und Bewirtschaftern von Dike, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen in der Unterwelt schildern. Sehr nervig sind dafür die unaufhörlichen Wiederholungen der KI, wenn dem Spieler einmal der Vorrat im Sauerstofftank zu Neige geht oder die Spielfigur hungrig oder durstig wird. Diese wird viel zu oft abgespielt und anschließend dicht gefolgt von einer ewig langen Erklärung, wie man dem entgegenwirken kann und was es bewirkt, wenn man nicht schnell genug handelt.

Abschließende Worte

Man muss Metal Gear Survive eine Chance geben und sofern man sich nach ungefähr fünf Stunden Spielzeit ein wenig mit dem Gameplay und dem Kampfsystem vertraut gemacht hat, fängt es sogar an interessant zu werden. Das Problem dabei ist, dass das Gameplay das tragende Element von Konamis erstem Ableger der Reihe ohne Hideo Kojimas Mitwirken darstellt. Die Geschichte des Titels versucht sich mehrere Male als mysteriös und interessant zu verkaufen, leidet aber durch schwache Charaktere, langweilige Dialoge und Filmsequenzen in denen die Unfähigkeit mancher Spielfiguren den Spieler zur Verzweiflung bringen. Vermutlich wäre Metal Gear Survive unter einem anderen Namen wesentlich besser angekommen, so gesehen ist es lediglich ein Abklatsch mit einem interessanten Spielsystem, welches den namhaften Titel seiner Vorgänger zu Nutze macht, um das Spiel an die Leute zu bringen.

– Erkundungs- und Bastelabenteuer

– Gameplay auf die Dauer interessant

– Eine Vielzahl unterschiedlicher Waffen…

– Gegner sind zum Teil ganz gruselig

– Hunger-/Durst-Gameplay recht knifflig

– Sehr oft wiederholende Spielabläufe

– Story ist nur ein Mittel zum Zweck

– … Das Kampfsystem ist verwerflich

– Sehr viel Recycling aus Metal Gear 5

– Eintöniger Soundtrack

– Microtransaktionen für lächerlichen Content

Geektor


"Meister der Grimassen", "vollkommen durchgeknallter Gamer" und ähnliche Namen wurden Geektor bereits zugesprochen. Aber wenn es jemanden gibt, mit dem man gerne objektiv über Videospiele und deren Entstehungsgeschichte diskutiert, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit dieser vollkommen durchgeknallte Meister der Grimassen!

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